Wissenschaft

Harengerengeri praksis le Zigeuner-akaripeha

November 8th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
2.11.2015 | (on demand)

Marius Weigl (Foto: privat)Anticiganismus o lek bibastaleder adiveses­kero proble­mo hi. Ande but euro­pi­tike vila­gi, aja aver­si­jona ande bibas­tale prik astri­pes­kere koji sikal pe. I defin­a­cijona jek sajt but schel­ber­scha tradi­rimo diskri­mi­nacija­kero komplek­so, gejng o ojs „Zigeuner“ akar­de, stigma­ti­si­rime taj tra­dime manu­scha, aka­rel.

O historikeri Marius Weigl, savo pra diploma­kera butja­ke „Für die öffent­liche Sicher­heit. Zur Genese der anti­ziga­nis­ti­schen Norm in Öster­reich zwi­schen 1918 und 1938“ o patija­ripe le bunda­kere ministe­ri­jumis­tar la visen­schof­take taj le for­schi­ni­pestar usch­ti­dija, and diki­pe ande pri buti del: 1918 ando Nimtsch­ko-austri­tiko Schto­tis­kero Birov­tschago le andrut­neske butscho­lahi, hot o „Zigeuner phutschajipe“ putri­m hi. Usar o bersch 1938 austri­tike birov­tschage so­rale ande pumen beschar­nahi, kaj o „putripe le Zigeu­ner-phut­scha­ji­pestar“ ando tscha­tschipe prik be­schardo te ol. Pal 1945 taj te ando avre ber­sche meg, o flogos­kere grup­na­kere dschene le „Zigeuner-aka­ripeha“ kate­go­ri­sirim ule. Bute­der pedar, schunen tu­men andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Polizeipraxis mittels „Zigeuner-Begriffs“

November 8th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

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Radio Burgenland:
2.11.2015 | (on demand)

Marius Weil beim Vortrag in Schlaining (Foto: Roma-Servce) Antiziganismus ist eines der drän­gendsten gegen­wär­ti­gen gesell­schaft­li­chen Proble­me. In vielen euro­päi­schen Län­dern artet die­ses Ressen­ti­ment in gewalt­vollen Aus­brüchen aus. Der Begriff bezeich­net einen seit Jahr­hun­der­ten tra­dier­ten Vorurteils­komplex gegen­über als „Zi­geu­ner“ etikettier­ten, stig­ma­ti­sier­ten und ver­folg­ten Indi­vi­duen.

Der Historiker Marius Weigl, der für seine Diplom­arbeit „Für die öf­fent­li­che Sicher­heit. Zur Genese der anti­ziga­nis­ti­schen Norm in Öster­reich zwi­schen 1918 und 1938“ (hier) mit dem Wür­di­gungs­preis des Bundes­minis­te­riums für Wissen­schaft und For­schung aus­gezeich­net wurde, gab bei den Schlai­nin­ger Gesprä­chen Ein­blick in seine Arbeit: 1918 hieß es im Deutsch-öster­rei­chi­schen Staat­samt des Inneren, dass die „Zigeuner­frage“ ge­löst sei. Ab 1938 inter­ve­nier­ten die hie­si­gen Behör­den mas­sivst, um die „Lösung der Zigeuner­frage“ zu voll­enden. Und nach der Be­frei­ung 1945 und in den Folge­jahren wurden Volks­gruppen­ange­hö­rige mit­tels des „Zigeu­ner-Begriffs“ kate­go­ri­siert. Mehr darüber er­fah­ren Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Der Internationale Suchdienst (ITS)

Oktober 27th, 2015  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
19.10.2015 | (on demand)

Susanne-UrbanDer Internationale Suchdienst – eng­lisch International Tracing Service (ITS) – ist ein Zentrum für Doku­men­ta­tion, Infor­ma­tion und Forschung über die national­sozia­lis­tische Ver­fol­gung, NS-Zwangs­arbeit sowie den Holocaust. Zu den Haupt­auf­ga­ben des Such­diens­tes zählen die Klä­rung des Schick­sals von Verfolgten des NS-Regimes und die Suche nach Ange­hö­ri­gen. Wei­ters die Ertei­lung von Aus­künf­ten an Über­lebende und Familien­an­ge­hö­rige von NS-Opfern, For­schung, Päda­go­gik und Erin­ne­rung sowie die Auf­bewah­rung, Konser­vie­rung und Er­schließung von Doku­men­ten.

Susanne Urban, seit Mai 2009 Bereichs­leite­rin der For­schung und Bil­dung, gibt Ein­blick in die Arbeit beim Inter­natio­na­len Such­dienst in Bad Arolsen.

Der Bestand des ITS ist mit rund 30 Millionen Dokumenten eine der welt­weit größten Samm­lun­gen von Unter­lagen über zivile Opfer der national­sozia­lis­ti­schen Herr­schaft. Um die histo­risch wert­vollen Doku­mente für die nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen zu er­hal­ten, ist die Digitali­sie­rung, elektro­ni­sche Indi­zie­rung und Spei­che­rung des Archiv­mate­rials ein weiterer wich­tiger Teil der Arbeit des ITS. Im Juni 2013 wurde das Archiv des Inter­na­tio­nalen Such­diens­tes von der UNESCO in das Welt­dokumenten­erbe auf­ge­nom­men.

Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

O Fonogramiskero Archivo

Oktober 25th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
12.10.2015 | (on demand)

Phonogrammarchiv der ÖAW (Foto: uzh.ch)O Fonogramiskero Archivo la Austritika Akade­mi­jatar la Visen­schof­ta­tar jek insti­tuto la austri­tika akade­mi­jatar la visen­schoftatar le be­schi­peha ande Betschi hi. 1899 ojs visen­schoft­­lichi hangoskero archi­vo kerdo lo ulo taj o lek phu­rane­der audijo­vi­sujlei archivo le themstar hi lo. O Fono­gramis­kero Archivo sajt pro keri­pe taj pal o angle dipe la aka­de­mi­jatar, vakeri­pes­kere upre liptscha taj te muschi­ka­kere falati khetan kedija. Barika­nipe upre jek bulhi doku­men­ta­cija tschito ol. Pedar sako upre lipe te jek pisi­nipe kerdo ol, savo infor­ma­ciji pedar o upre limo dscheno, o vodi­nipes­kere koji le upre li­pestar taj o tech­ni­schi koji sikal. 1999 o histori­schi falati le Fono­gramis­kere Archi­vistar (1899-1950) ando themes­kero regis­teri la UNESCO-ja­tar „Memory of the World“ upre lim ule.

I dujti direkterkija la etnomusikologija­tar taj romanisti­katar, Christiane Fennesz-Juhasz, and dikipe ando bari­kano khe­tan kedipe le Mozes Hein­schinkistar taj la Milena Hübsch­mannovátar, del.

Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Das Phonogrammarchiv

Oktober 24th, 2015  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

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Radio Burgenland:
12.10.2015 | (on demand)

Roma-Tondokumente im Phonogrammarchiv: Vortrag von Christiane Fennesz-Juhasz in Schlaining 2015 (Foto: Roma-Service)Das Phonogrammarchiv ist ein Institut der Österreichischen Akademie der Wissen­schaften mit Sitz in Wien. Es wurde 1899 als wissen­schaft­li­ches Schallarchiv gegrün­det und ist das älteste audiovisuelle Archiv der Welt. Das Phono­gramm­archiv sammelte seit seiner Grün­dung ge­mäß seiner Bestim­mung durch die Aka­demie sowohl Sprachaufnahmen als auch Musikstücke. Man legt beson­de­ren Wert auf eine um­fang­reiche Doku­men­ta­tion. Jede Auf­nahme wird in der Regel durch ein aus­führ­li­ches Protokoll ergänzt, das unter anderem Infor­ma­tio­nen über die auf­genom­me­nen Per­sonen, die Begleit­umstände der Auf­nahme sowie tech­ni­sche An­gaben enthält. 1999 wurden die histo­ri­schen Bestände des Phono­gramm­archivs (1899-1950) in das Welt­re­gis­ter der UNESCO „Memory of the World“ ein­ge­tragen.

Bei den Schlaininger Gesprächen gab die stell­ver­tre­tende Direk­to­rin der Ethno­musiko­logie und Romis­tik, Christiane Fennesz-Juhasz, Ein­blick in die einzig­artige Roma-Samm­lung von Mozes Heinschink und Milena Hübschmannová.

Mehr darüber hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

35te Schlainingeriskere Vakeriptscha

Oktober 7th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

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Radijo Burgenland:
5.10.2015 (on demand)

Schlaining 2015: O Rudolf Kropf uso akaripe le dschenendar uso 35te vakeriptscha (kipo: Roma-Service)Ada berschengeri tema: Roma taj Sinti

Sajt 1982 imar but schel visenschoft­ler­tscha an­dar o andrut­no- taj avrutno vilago uso „Schlai­nin­geris­kere Vake­riptscha“ use sina taj pu­mare for­schini­pes­kere resul­tatscha ando angle­va­kerip­tscha usi dis­ku­si­jona terdscharde. Te­lal o visen­schoftli­chi schero Rudolf Kropf, upri dis Schlaining o „35te Schlai­nin­ge­ris­kere Va­ke­riptscha“ usi tema „Roma & Sinti usar 1938 dschi adi“ prade ule. Pal o akari­pes­kere alava le birostar Markus Szelinger, o thanes­kero rot Helmut Bieler, o „35te Schlai­nin­geris­kere Vake­riptscha“ pratscha. Erschti and di­kiptscha usi tema, o dsche­ne akor ando intere­san­ti ang­le­va­ke­ripe la Erika Thurneratar uschti­dine. O 35te „Schlai­nin­ge­ris­kere Vake­riptscha“, save usar o 21to dschi uso 25to septem­beri 2015 sina, andi kul­tu­ra­keri politik le Bur­gen­landis­tar jek sika­jipe la efici­jenti taj barikana for­schi­ni­pes­kera butja­tar la thanes­kera kunde­jatar, hi. Bute­der pedar, schu­nen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

35. Schlaininger Gespräche

Oktober 5th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
5.10.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)

Schlaining-2015 (Foto: Roma-Service)Diesjähriges Thema: Roma und Sinti

Die „Schlaininger Gespräche“, die im Jahr 1982 gegrün­det wur­den, beschäf­tigen sich mit Themen der Geschichte des Grenzraums zwi­schen Öster­reich und dem histo­ri­schen Ungarn, wobei ein Schwer­punkt auf den burgen­ländi­schen Raum gelegt wird. Seither haben bereits hun­derte Wissen­schaft­ler aus dem In- und Aus­land an den „Schlai­nin­ger Gesprächen“ teil­ge­nommen und ihre Ergeb­nisse in Vor­trägen zur Diskus­sion gestellt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Rudolf Kropf wurden auf Burg Schlaining die „35. Schlai­nin­ger Gespräche“ zum Thema „Roma und Sinti von 1938 bis zur Gegenwart“ er­öff­net. Nach den Be­grüßungs­wor­ten des Bürger­meis­ters Markus Szelinger er­öff­nete Landes­rat Helmut Bieler die „35. Schlai­nin­ger Gesprä­che“. Erste Ein­blicke zum Thema erhiel­ten die Tagungs­teil­nehmer dann im interes­san­ten Vor­trag von Erika Thurner. Die „35. Schlai­nin­ger Gespräche“, die vom 21. – 25. Septem­ber 2015 in den Räum­lich­kei­ten der Burg statt­ge­fun­den haben, sind so­mit in der Kul­tur­politik des Burgen­lan­des ein Beispiel für eine effi­zien­te und leis­tungs­orien­tierte For­schungs­tätig­keit der Landeskunde. Mehr darü­ber hören Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Burgenland: Roma-Familienforschung

September 28th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Ahnenforschung - Spurensuche im Archiv (Foto: ORF,at)Jek jomakero rodipe – Eine Spurensuche: Workshop mit Herbert Rehling und Mag. Gert Polster

Volkshochschule Süd, Schulgasse 17/3, 7400 Oberwart
Fr., 16. Oktober 2015, 18:00 bis 21:00 Uhr

Der Workshop gibt eine Einführung in die Familien­for­schung. Welche ersten Schrit­te müs­sen ge­macht werden auf der Suche nach den Vor­fahren? Wel­che schrift­li­chen Quellen gibt es? Wie komme ich zu Infor­ma­tio­nen auch im Inter­net? Ein Über­blick über die Insti­tu­tio­nen und Quellen, wo Infor­ma­tio­nen über die Vorfahren zu fin­den sind, wird eben­so gege­ben wie prak­ti­sche Bei­spiele an­hand von Origi­nal­ein­trägen in Matriken­büchern. Unter­lagen zu den Roma wer­den speziell erläutert.

Teilnahme ist kostenlos!
Anmeldung: Burgenländische Volkshochschulen – Regionalstelle Süd: 03352 / 34525

Veranstaltet von der Volkshochschule der Burgenländischen Roma in Kooperation mit den Burgenländischen Volkshochschulen – Regionalstelle Süd

(Ankündigung der VHS Roma)

Bild der Roma in der Literatur

September 15th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Katharina Janoska (Foto: VHS Roma)Lesereihe von „bil:kult“ in Wien:

Ein wissenschaftlicher Vergleich | Mag.a Katharina Janoska

Di., 15.9.2015, 19 Uhr
Bildungs- und Kulturinstitut
Wehlistraße 309 | 1020 Wien

„Schon früh wurden die Roma als ehrloses Volk angesehen, das keiner­lei Rechte zu be­anspru­chen hatte. Und bis heute stel­len sie eine Grup­pe dar, auf die sich Vernich­tungs­fanta­sien rich­ten. Die Litera­tur hat dabei über Jahr­hun­derte darin ein­geübt, Gewalt gegen sie als legi­tim zu er­ach­ten.“ (Klaus-Michael Bogdal)

Katharina Janoska wissenschaftli­cher Vergleich von Roma-Literatur und Literatur über Roma dient als Basis eines aktuel­len Dis­kur­ses. Janoska, selbst Romni aus dem Burgen­land, zeigt an diesem Abend anhand der literari­schen Beispiele, wel­ches katastro­phale und men­schen­ver­ach­tende Bild sich über Jahr­hun­derte in der Literatur ent­wickelt hat und sich teil­weise bis heute hart­näckig hält.

(Programmankündigung bil:kult)

Studie: Roma-Berichterstattung in der Schweiz

August 14th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Titelseite der Weltwoche 2012Berichterstattung über Rroma in den Deutschschweizer Medien

Bericht der Rroma Foundation / Rroma Contact Point, September 2014 (54 S.)

>>Download (pdf)

In den letzten Jahren hat sich die Rroma Foundation ein­gehend mit der Bericht­erstat­tung über Rroma aus­einan­der­gesetzt. Einer­seits wur­den europa­weit erschie­nene Artikel ana­ly­siert, anderer­seits unter­suchten wir die in den letzten fünf Jahren ent­stan­de­nen Texte grosser Deutsch­schweizer Zeitun­gen. Die hier präsen­tierte Studie be­handelt den letz­teren Teil.

Die Rroma Foundation hat die Artikel der «Neuen Zürcher Zeitung» (inclusive «NZZ am Sonntag»), der «Wochen­zeitung» (WOZ), des «Tages-Anzeigers», der «Weltwoche», der «SonntagsZeitung», des «Beobachters», der «20 Minuten» und des «Blick» be­rück­sich­tigt. Für den Zeit­raum von 2008 bis 2013 wur­den von diesen Zeitun­gen 297 Artikel selek­tiert, unter­sucht und analy­siert.

Zusammenfassung der wichtigsten Resultate

Als erstes ist zu erwähnen, dass es leider (…) auch in der hier unter­suchten Artikel­samm­lung kaum einen positi­ven Artikel über Rroma gibt. Was an eine posi­tive Bericht­er­stat­tung am ehesten heran­kommt, ist die häufig ver­breitete Dar­stellung der Rroma im Ausland als Opfer staat­licher Gewalt und Diskri­mi­nie­rung. Trotz­dem fehlen jeg­liche positi­ven Bilder im Zusammen­hang mit Rroma. Weite­re, wesent­liche Er­kennt­nisse der Studie sind, dass alle unter­suchten Medien Stereo­type und Falsch­infor­ma­tio­nen über Rroma von­einan­der über­nehmen, trans­for­mieren, in einem anderem Kontext wieder ein­bringen und so zu einer Per­petu­ie­rung nicht fun­dierter Vorurteile, Fehl­infor­ma­tio­nen und Miss­ver­ständ­nisse bei­tragen. Ein weite­res Resultat ist, dass die Deutsch­schweizer Medien im Zusam­men­hang mit im Inland agie­ren­den Rroma fast aus­schliess­lich die Aktio­nen einer klei­nen hier in Erschei­nung treten­den Minderheit der Rroma be­handeln.

In der Auslandberichterstattung da­ge­gen be­schränkt sich der Fokus wie­derum fast aus­schliess­lich und genera­li­sie­rend auf Armut, Bildungs­ferne und soziale Aus­gren­zung, vor allem in Osteuropa. Rroma sind somit in der Schweiz ge­nerell als Täter und im Aus­land als Opfer dar­gestellt. Read the rest of this entry »

Literaturnobelpreisträger & ihre „Zigeuner“

Juli 8th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Literaturnobelpreisträger und ihre "Zigeuner" (Foto: Wikipedia)Deutsche Literaturnobelpreisträger und ihre „Zigeuner“

Manuskript des Vortrags von Prof. Dr. Wilhelm Solms
>>Download (pdf)

Der Germanist und Antiziganismusforscher Wilhelm Solms hat die Wer­ke der 13 deutsch­spra­chi­gen Literatur­nobel­preis­träger nach Passa­gen über Roma und Sinti durch­sucht. Bei neun ist er fün­dig ge­wor­den. Die Ergeb­nis­se stell­te er am 26. No­vem­ber 2013 im Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidel­berg vor. Nun hat das Zentrum den Vortrags­text auf sei­ner Website publi­ziert. Romani Rose schreibt in seinem Vor­wort:

(Der Vortragstext) zeigt ebenso anschau­lich wie ein­dring­lich auf, dass Feind- und Zerr­bilder vom „Zigeuner“ auch in die so­genann­te Hoch­kultur ein­ge­gan­gen sind: Deut­sche Literatur­nobel­preis­träger haben „Zigeu­ner“-Stereo­typen in ihren Werken auf­ge­grif­fen und damit zu ihrer Legi­ti­mierung und gesell­schaft­li­chen Ver­an­kerung beigetragen. Doch Wil­helm Solms wür­digt auch jene mit dem Nobelpreis aus­ge­zeich­ne­ten Auto­rin­nen und Autoren, die „Zigeu­ner“-Klischees kri­tisch hinter­fragen und ihrer sozia­len Funk­tion auf den Grund gehen.

(dROMa)

Tagungsband „Antiziganismus“

Juli 4th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Antiziganismus CoverAntiziganismus. Soziale und historische Dimensionen von „Zigeuner“-Stereotypen

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (Hg.), Redaktion: Thomas Baumann, Jacques Delfeld jr., Hans Scheid, Armin Ulm, Heidelberg 2015. ISBN 978-3-929446-31-9

„Antiziganismus“ wird verstanden als eine spezielle Form des Rassismus gegen­über als „Zigeuner“ identi­fi­zier­ten Indi­vi­duen und Gruppen. Es ist eines der am weites­ten ver­breiteten und wirkungs­mäch­tigs­ten Ressentiments unse­rer Zeit. Der vor­lie­gende Tagungs­band doku­men­tiert die Ergeb­nis­se einer inter­dis­zipli­nä­ren wissen­schaft­li­chen Tagung, die im Herbst 2012 im Dokumen­tations- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma statt­fand. Ziel der Tagung war es, Stärken und Schwä­chen des „Anti­ziganis­mus“- Begriffs neu zu disku­tie­ren, das Phänomen in seinen viel­fäl­tigen Aspek­ten zu unter­suchen und nicht zuletzt Handlungs­optionen auf­zu­zei­gen. Die in diesem Band ver­sammel­ten Aufsätze ver­ste­hen sich als wissen­schaft­li­che Beiträge zur „Antiziganismus­forschung“ und ver­deut­li­chen die histo­rische und soziale Dimen­sion des aktuel­len Dis­kurses.

Die Publikation kann in Buchform zu einem Preis von 14,80 € zzgl. Porto beim Sekre­tariat des Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrums Deutscher Sinti und Roma (sekretariat@sintiundroma.de) bestellt oder hier herun­ter­ge­laden (pdf) werden.

Inhaltsverzeichnis:

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Gutachten zum NS-Genozid an Roma (2009)

Juni 24th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Gutachten zum NS-Völkermord an Roma in der besetzten SowjetunionMartin Holler:
Der nationalsozialistische Völkermord an den Roma in der besetzten Sowjetunion (1941-1944)

Gutachten für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (2009)

>>Download (pdf) (6,7 Mb)

Während die Erforschung des NS-Völkermords an den Sinti und Roma im dama­ligen „Groß­deutschen Reich“ große Fort­schritte gemacht hat, steht die historische Auf­arbei­tung der gegen Sinti und Roma gerich­te­ten Ver­nich­tungs­politik in den deutsch besetzten oder mit Hitler-Deutschland verbün­de­ten Staaten noch weit­gehend am Anfang. Dies zeigt nicht zuletzt ein Ver­gleich mit der kaum über­schau­baren Zahl an Einzel­stu­dien über die Ermor­dung der euro­päi­schen Juden. So haben Historiker die Quellen sowjetischer Pro­venienz, die den Genozid an den Roma in der deutsch besetz­ten Sowjet­union doku­men­tieren, fast völlig außer Acht ge­lassen. Das vor­liegende Gut­achten hat sich zum Ziel gesetzt, diese Forschungslücke zumin­dest teil­weise zu schließen.

(Text: sintiundroma.de)

Vortragsmitschnitt: Wolfgang Benz

Juni 15th, 2015  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Wolfgang Benz (hier bei einem Vortrag in Waiblingen, Foto: ZVW)Vortragsmitschnitt – Wolfgang Benz: „Sinti und Roma. Die unerwünschte Minderheit“

>>Anhören (mp3)

52:42 min, 60 MB, mp3
Radio F.R.E.I., Erfurt, 27.05.2015

Am 22. April 2015 sprach der Berliner Historiker Wolfgang Benz in der Kleinen Synagoge in Erfurt. Eingeladen hatte die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Radio F.R.E.I. hat die Veranstaltung aufgezeichnet.

Skript:
Die Minderheit der Sinti und Roma erfuhr seit jeher Diskriminierung und Verfolgung. Im „Dritten Reich“ gipfelten sie im Völkermord, den die deutsche Mehrheitsgesellschaft vergessen oder nie wahrgenommen hat. Die Ausgrenzung der Sinti und Roma dauerte auch nach 1945 an: Tradierte Vorurteile sind weiter wirksam und richten sich heute gegen zuwandernde Roma aus Südosteuropa, die als Gefahr für Gesellschaft, Sozialsystem und Arbeitsmarkt empfunden werden. In seinem neuen Buch stellt Wolfgang Benz Ursachen und Wirkungen des medial und politisch instrumentalisierten Problems Antiziganismus dar.

Wolfgang Benz, Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit. Über das Vorurteil Antiziganismus (Erschienen im Metropol-Verlag)

(Text: freie-radios.net, CC)

Te niko buter te phukal na dschantscha

April 27th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
27.4.2015 (on demand)

Symposium, VHS Roma, Erba/Oberwart (Foto: Josef Schmidt)Ando 1. 10. 1941 o Himmler i deportcija le 5.000 Romen­dar & Sinti­jen­dar andar i Austri­ja an­do gheto Litzmannstadt (Łódź) ker­tscha. O ge­majn­tscha loj na pe­kamle bu­ter ar te del taj tschak odo­len pal liker­de, save lenge nuci­nipe anahi. Butvar o Bur­gen­land-Roma resle sina. Masch­kar o 4to taj 8to novem­beri sako di jek sras­tuni 1.000 opferen­ca lad­lahi. Korko­re an­dar Lacken­bach 2.000 led­schim ule (buteder: Łódź).

„Porajmos“ o akaripe le Romendar taj Sintijendar le mur­da­ri­peske duach o naci­jo­nal­socija­listscha hi. Eseri bur­gen­lan­di­tike Roma tradim taj mur­darde ule. Tschak va­lami 10 procenti le burgen­lan­di­tike Romen­dar o naci­jen­gero bibstalo rajipe prik dschivde, odola save prik dschiv­de taj kher ale butvar sorale trau­ma­ti­si­rim sina. Jek khe­ta­ni­pes­kero upre butscha­linipe le kojen­dar, so terd­schiv­de, na ulo kerdo, o opfer­tscha dur ando pobis­te­ripe atschi­ne taj meg dugi cajt palo­da ojs opfertscha la dujta klas­tar tel dikle le ule. But dschene le avre gene­ra­ci­jen­dar tschak tschu­le pedar o koji, so len­gere daja taj dada taj lengere babi taj papi ter­dschiv­de, schunde. Saj koji le phu­ka­jipe vaj le na phu­ka­ripe hi, palal phutschlo ulo. Bute­der peda schunen tumen andi sen­dung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

Wenn keiner mehr erzählen kann

April 26th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
27.4.2015 (on demand)

"Zigeunerghetto" (Foto: www.sintiundroma.de)Am 1. 10. 1941 ordnete Himmler die Deportation von 5.000 Roma und Sinti aus Österreich in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) an. Die Gemein­den woll­ten Für­sorge­kos­ten ein­sparen und nur jene Roma wur­den be­hal­ten, die nutz­brin­gend ein­gesetzt wer­den konn­ten. Betrof­fen waren fast nur Burgen­land-Roma. Zwi­schen dem 4. und 8. Novem­ber fuhr täg­lich ein Zug mit 1.000 Opfern. Allein aus Lackenbach wur­den 2.000 depor­tiert (mehr hier: Infotext: Die Łódź-Deportationen 1941).

„Porajmos“, das „Verschlingen“, ist eine Bezeich­nung der Roma und Sinti für die Massen­ver­nich­tung durch die National­sozia­listen. Tausende Burgen­land-Roma wurden ver­folgt und er­mor­det. Nur ca. 10% der Burgen­land-Roma über­lebten die Nazi-Schreckens­herr­schaft, die über­leben­den Heim­kehrer waren meist stark traumatisiert. Eine gesell­schaft­liche Auf­arbei­tung des Erlebten fand nicht statt, die Opfer blieben lange im Ver­ges­senen und wur­den noch lange als Opfer zweiter Klasse ab­gestem­pelt. Viele Ange­hö­rige der nach­folgen­den Gene­ra­tio­nen er­fuh­ren nur wenig über das Schick­sal ihrer Eltern und Groß­eltern. Welche Folgen das Erzählen oder das Schweigen hat, wurde bei einem Symposium der Volks­hoch­schule der Burgen­län­di­schen Roma zum Internationalen Roma-Tag im Offenen Haus Oberwart hinter­fragt. Mehr darüber in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)

Das Zwangslager in Berlin-Marzahn

März 30th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Zwangslager MarzahnPatricia Pientka: Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn. Alltag, Verfolgung und Deportation, Metropol: Berlin 2013. ISBN 978-3-86331-159-9

Rezension von Tobias von Borcke, erschienen in: H-Soz-Kult, 2.7.2014:

Die bisherigen Arbeiten über die Geschichte des Zwangslagers Berlin-Marzahn, in dem zwischen 1936 und 1945 ins­gesamt mindes­tens 1000 als „Zigeuner“ kate­gori­sierte Männer, Frauen und Kinder inhaf­tiert waren, trugen deut­liche Spuren der Ausei­nan­der­setzun­gen um die gesell­schaft­liche Anerken­nung der NS-Ver­bre­chen gegen Roma und Sinti und um ein wür­diges Gedenken. Auch der nun vor­liegen­den Studie der Berliner His­to­ri­kerin Patricia Pientka geht es um mehr als akade­mi­sche Wissens­produk­tion zum Selbst­zweck, so spricht sie sich etwa für eine Erneue­rung der Erinnerungs­kultur an das Lager Marzahn aus. Der größere zeit­liche Ab­stand zu den Ereig­nis­sen und die Tat­sache, dass es wohl zumin­dest in Fach­kreisen nicht mehr nötig sein dürfte, über den Unrechts­charakter und die rassis­tische Quali­tät der Ver­folgung von Sinti und Roma in der NS-Zeit ernst­lich zu streiten, mögen aller­dings dazu bei­getra­gen haben, dass nun eine so umfang­reiche, diffe­ren­zierte und gründ­liche Arbeit über die Vor­gänge und das Leben im Marzah­ner Lager ent­standen ist.

(…) Neben einer differenzierten Analyse der unter­schied­lichen Formen von Gewalt, die im Zwangs­lager gegen die dort Inhaf­tier­ten aus­geübt wur­den, gelingt es ihr, die von diesen Zwangs­maß­nahmen Betrof­fe­nen nicht als bloße Opfer dar­zu­stel­len, son­dern als Indivi­duen, die im Rahmen des für sie Mögli­chen wider­stän­dige Strate­gien gesucht und teils auch gefun­den haben. (…)

Lesen Sie bitte die hier nur in einem Auszug wiedergegebene Rezension von Tobias von Borcke, Humboldt-Uni­ver­si­tät zu Berlin, in voller Län­ge auf H-Soz-Kult.

Online-Broschüre „Stimmungsmache“

März 20th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

StimmungsmacheDISS: Extreme Rechte und antiziganistische Stimmungsmache. Analyse und Gefahreneinschätzung am Beispiel Duisburg

In der Reihe kostenloser Online-Broschüren des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) er­schien nun der drit­te Band. Die ver­ein­fachte Web-Version der Bro­schüre finden Sie hier. Das DISS empfiehlt den Down­load der Original-PDF-Datei mit zahlreichen Abbildungen, zusätzlichen In­fo­käs­ten und aus­führ­li­chem Litera­tur- und Quel­len­ver­­zeich­nis.

Einleitung:

Seit dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens im Jahr 2007 ma­chen Bürger_innen dieser Län­der von ihrem Recht Gebrauch, sich in Duisburg, Dortmund, Berlin, aber auch vielen anderen deutschen Städten nieder­zu­lassen. Duisburg ist eine arme Stadt, und viele der Migrant_innen sind eben­falls arm. Viele von ihnen sind nicht nur arm, sondern gehören auch der diskri­mi­nier­ten Minder­heit der Rom_nija an. In Duis­burg und in ande­ren Städten gab es in den letz­ten Jah­ren heftige öffent­liche Debatten, die stark von Anti­ziga­nis­mus geprägt waren. Die Stim­mung in Teilen der Bevöl­ke­rung spitzte sich so zu, dass sich viele an die rassis­ti­schen Pogrome gegen Asyl­su­chende An­fang der 1990er Jahre erinnert fühl­ten. Es dürfte kaum über­ra­schen, dass Grup­pie­run­gen und Parteien der extremen Rechten ver­such­ten, diese Stim­mung für sich zu nutzen. Dies ist ihnen zum Teil gelun­gen, sie zogen z.B. mit ei­nem Rekord­ergeb­nis in den Duis­bur­ger Stadtrat ein.

Diese Broschüre untersucht exemplarisch am Beispiel der Stadt Duisburg, wie die extre­me Rechte das Thema Anti­ziganismus aufgriff. Sie agierte dabei nicht isoliert im luft­leeren Raum. Viel­mehr besteht ein Zusam­men­hang zwischen Alltags­rassis­mus, etablier­ten Medien, Kom­munal­politik und den Erfolgs­chan­cen der extre­men Rechten. Dieses kompli­zierte Wech­sel­spiel ist Gegen­stand dieser Broschüre.

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Herausgeber: AK Antiziganismus im DISS/Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. Veröffentlicht als kostenlose Online-Publikation im März 2015
Autor_innen: Martin Dietzsch, Anissa Finzi, Alexandra Graevskaia, Ismail Küpeli, Zakaria Rahmani, Stefan Vennmann
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Roma sam: Sikadipeskeri schtudija

März 18th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
16.3.2015 (on demand)

Präsentation der Rombas-Bildungsstudie in Wien (Foto: Gilda Horvath)Roma taj Sinti sikadipeskeri schtudija ar­but­scha­linde

Andar o anglutno kerdo projekto „Roma upri uni­ver­siteta“, savo masch­kar 2010 taj 2012 le orga­nisa­cijen­dar – Initia­tive Minder­hei­ten, Romano Centro taj Farajan Roma-Service – kerdo ulo, Roma & Sinti jerim ule, save uso ar­butscha­li­nipe la ROMBAS-sika­di­peskera schtu­di­ja­tar, use sina.

Ando keripe le ESF-projektostar ROMBAS (Roma-sika­dipes­keri- taj arsi­kli­pes­keri-schtu­dija) i Initiative Min­der­heiten ando kheta­nipe le Romano Centroha, le Austri­tike Kheta­nipeha le poli­tischi sika­dipes­ke, le Faraj­ni­ha Roma-Service taj le Betschi­tike Flogos­kere Utsche Ischko­lenca jek buti ar dija, sava o cil sina, i adive­sa­keri sikadi­pes­keri situa­cija le Romen­dar taj Sintijen­dar andi Austrija pasche­der te forschi­nel. Na dscha­nipe pedar o grupna­kero baripe, o pharo uso gejipe uso grupna­kere dschene, o schta­tisti­schi etni­schi telschta­mini­pes­kere datscha, save but­var na del taj o koja – Roma taj Sinti hete­ro­geni etni­schi grupn hi – asaj empi­ri­schi butja, pha­reder keren.

Vaschoda o ROMBAS-projekto jek partici­pa­tivi for­schi­nipes­kero keripe, kaj o Roma & Sinti ojs for­scher­tscha jek centra­li than khe­len, kertscha. Afka dsche­ne andar o anglut­no pro­jekto jerim schaj ule, save uso ar­butscha­li­nipe le ROMBAS-schtu­di­jatar use sina. Odola sina dsche­ne sar i Gilda-Nancy Horvath, i Žaklina Radosavljević taj o Manuel Weinrich, save pu­mare esbe liptscha, save on uso ar­butscha­lini­pe la sika­dipes­kera schtu­di­jatar khetan kedine, phukan. Bute­der pedar schu­nen tu­men andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.

(volksgruppen.orf.at)

Roma & Sinti erarbeiteten Bildungsstudie

März 16th, 2015  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
16.3.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)

Präsentation der Rombas-Bildungsstudie in Wien (Foto: Gilda Horvath)Im Rahmen des ESF-Projekts ROMBAS initiierte die Initiative Minder­hei­ten in Zusam­men­arbeit mit dem Romano Centro, der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für poli­ti­sche Bildung (ÖGPB), dem Verein Roma-Service und den Wiener Volks­hoch­schulen eine Unter­suchung, die das Ziel ver­folgte, die gegen­wärtige Bildungs­situa­tion von Roma und Sinti in Österreich näher zu er­for­schen. Feh­len­des Wissen über die Gruppen­größe, er­schwer­te Erreich­bar­keit der Gruppen­an­ge­hö­ri­gen und man­geln­de Ver­füg­bar­keit sta­tis­ti­scher Daten nach eth­ni­scher Her­kunft sowie der Um­stand, dass es sich bei Roma und Sinti um äußerst hetero­gene eth­ni­sche Grup­pen handelt, erschweren der­artige empi­ri­sche Unter­suchun­gen. Das ROMBAS-Projekt ver­folgte daher einen partizi­pa­tiven Forschungs­ansatz, bei dem Roma und Sinti als For­scher/innen eine zentra­le Rolle spielen. So konn­ten Roma- und Sinti-An­ge­hö­rige aus dem Vor­gänger­projekt „Roma an die Universität“, das zwischen 2010 und 2012 von der Initia­tive Minder­heiten gemein­sam mit dem Romano Centro und dem Verein Roma-Service durch­geführt wurde, ge­won­nen werden. Gilda-Nancy Horvath, Žaklina Radosavljević und Manuel Weinrich schil­dern ihre Erfah­run­gen, die sie beim Erar­bei­ten der Bildungs­studie gesam­melt haben. Mehr darü­ber hö­ren Sie in der Sen­dung „Roma sam“ auf Radio Bur­gen­land.

(volksgruppen.orf.at)