Wissenschaft
November 8th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 2.11.2015 | (on demand)
Anticiganismus o lek bibastaleder adiveseskero problemo hi. Ande but europitike vilagi, aja aversijona ande bibastale prik astripeskere koji sikal pe. I definacijona jek sajt but schelberscha tradirimo diskriminacijakero komplekso, gejng o ojs „Zigeuner“ akarde, stigmatisirime taj tradime manuscha, akarel.
O historikeri Marius Weigl, savo pra diplomakera butjake „Für die öffentliche Sicherheit. Zur Genese der antiziganistischen Norm in Österreich zwischen 1918 und 1938“ o patijaripe le bundakere ministerijumistar la visenschoftake taj le forschinipestar uschtidija, and dikipe ande pri buti del: 1918 ando Nimtschko-austritiko Schtotiskero Birovtschago le andrutneske butscholahi, hot o „Zigeuner phutschajipe“ putrim hi. Usar o bersch 1938 austritike birovtschage sorale ande pumen bescharnahi, kaj o „putripe le Zigeuner-phutschajipestar“ ando tschatschipe prik beschardo te ol. Pal 1945 taj te ando avre bersche meg, o flogoskere grupnakere dschene le „Zigeuner-akaripeha“ kategorisirim ule. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
November 8th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 2.11.2015 | (on demand)
Antiziganismus ist eines der drängendsten gegenwärtigen gesellschaftlichen Probleme. In vielen europäischen Ländern artet dieses Ressentiment in gewaltvollen Ausbrüchen aus. Der Begriff bezeichnet einen seit Jahrhunderten tradierten Vorurteilskomplex gegenüber als „Zigeuner“ etikettierten, stigmatisierten und verfolgten Individuen.
Der Historiker Marius Weigl, der für seine Diplomarbeit „Für die öffentliche Sicherheit. Zur Genese der antiziganistischen Norm in Österreich zwischen 1918 und 1938“ (hier) mit dem Würdigungspreis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung ausgezeichnet wurde, gab bei den Schlaininger Gesprächen Einblick in seine Arbeit: 1918 hieß es im Deutsch-österreichischen Staatsamt des Inneren, dass die „Zigeunerfrage“ gelöst sei. Ab 1938 intervenierten die hiesigen Behörden massivst, um die „Lösung der Zigeunerfrage“ zu vollenden. Und nach der Befreiung 1945 und in den Folgejahren wurden Volksgruppenangehörige mittels des „Zigeuner-Begriffs“ kategorisiert. Mehr darüber erfahren Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 27th, 2015 |
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Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 19.10.2015 | (on demand)
Der Internationale Suchdienst – englisch International Tracing Service (ITS) – ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, NS-Zwangsarbeit sowie den Holocaust. Zu den Hauptaufgaben des Suchdienstes zählen die Klärung des Schicksals von Verfolgten des NS-Regimes und die Suche nach Angehörigen. Weiters die Erteilung von Auskünften an Überlebende und Familienangehörige von NS-Opfern, Forschung, Pädagogik und Erinnerung sowie die Aufbewahrung, Konservierung und Erschließung von Dokumenten.
Susanne Urban, seit Mai 2009 Bereichsleiterin der Forschung und Bildung, gibt Einblick in die Arbeit beim Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen.
Der Bestand des ITS ist mit rund 30 Millionen Dokumenten eine der weltweit größten Sammlungen von Unterlagen über zivile Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft. Um die historisch wertvollen Dokumente für die nachfolgenden Generationen zu erhalten, ist die Digitalisierung, elektronische Indizierung und Speicherung des Archivmaterials ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit des ITS. Im Juni 2013 wurde das Archiv des Internationalen Suchdienstes von der UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 25th, 2015 |
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Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 12.10.2015 | (on demand)
O Fonogramiskero Archivo la Austritika Akademijatar la Visenschoftatar jek instituto la austritika akademijatar la visenschoftatar le beschipeha ande Betschi hi. 1899 ojs visenschoftlichi hangoskero archivo kerdo lo ulo taj o lek phuraneder audijovisujlei archivo le themstar hi lo. O Fonogramiskero Archivo sajt pro keripe taj pal o angle dipe la akademijatar, vakeripeskere upre liptscha taj te muschikakere falati khetan kedija. Barikanipe upre jek bulhi dokumentacija tschito ol. Pedar sako upre lipe te jek pisinipe kerdo ol, savo informaciji pedar o upre limo dscheno, o vodinipeskere koji le upre lipestar taj o technischi koji sikal. 1999 o historischi falati le Fonogramiskere Archivistar (1899-1950) ando themeskero registeri la UNESCO-jatar „Memory of the World“ upre lim ule.
I dujti direkterkija la etnomusikologijatar taj romanistikatar, Christiane Fennesz-Juhasz, and dikipe ando barikano khetan kedipe le Mozes Heinschinkistar taj la Milena Hübschmannovátar, del.
Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 24th, 2015 |
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Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Musik, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 12.10.2015 | (on demand)
Das Phonogrammarchiv ist ein Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften mit Sitz in Wien. Es wurde 1899 als wissenschaftliches Schallarchiv gegründet und ist das älteste audiovisuelle Archiv der Welt. Das Phonogrammarchiv sammelte seit seiner Gründung gemäß seiner Bestimmung durch die Akademie sowohl Sprachaufnahmen als auch Musikstücke. Man legt besonderen Wert auf eine umfangreiche Dokumentation. Jede Aufnahme wird in der Regel durch ein ausführliches Protokoll ergänzt, das unter anderem Informationen über die aufgenommenen Personen, die Begleitumstände der Aufnahme sowie technische Angaben enthält. 1999 wurden die historischen Bestände des Phonogrammarchivs (1899-1950) in das Weltregister der UNESCO „Memory of the World“ eingetragen.
Bei den Schlaininger Gesprächen gab die stellvertretende Direktorin der Ethnomusikologie und Romistik, Christiane Fennesz-Juhasz, Einblick in die einzigartige Roma-Sammlung von Mozes Heinschink und Milena Hübschmannová.
Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 7th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 5.10.2015 (on demand)
Ada berschengeri tema: Roma taj Sinti
Sajt 1982 imar but schel visenschoftlertscha andar o andrutno- taj avrutno vilago uso „Schlainingeriskere Vakeriptscha“ use sina taj pumare forschinipeskere resultatscha ando anglevakeriptscha usi diskusijona terdscharde. Telal o visenschoftlichi schero Rudolf Kropf, upri dis Schlaining o „35te Schlainingeriskere Vakeriptscha“ usi tema „Roma & Sinti usar 1938 dschi adi“ prade ule. Pal o akaripeskere alava le birostar Markus Szelinger, o thaneskero rot Helmut Bieler, o „35te Schlainingeriskere Vakeriptscha“ pratscha. Erschti and dikiptscha usi tema, o dschene akor ando interesanti anglevakeripe la Erika Thurneratar uschtidine. O 35te „Schlainingeriskere Vakeriptscha“, save usar o 21to dschi uso 25to septemberi 2015 sina, andi kulturakeri politik le Burgenlandistar jek sikajipe la eficijenti taj barikana forschinipeskera butjatar la thaneskera kundejatar, hi. Buteder pedar, schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
Oktober 5th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 5.10.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)
Diesjähriges Thema: Roma und Sinti
Die „Schlaininger Gespräche“, die im Jahr 1982 gegründet wurden, beschäftigen sich mit Themen der Geschichte des Grenzraums zwischen Österreich und dem historischen Ungarn, wobei ein Schwerpunkt auf den burgenländischen Raum gelegt wird. Seither haben bereits hunderte Wissenschaftler aus dem In- und Ausland an den „Schlaininger Gesprächen“ teilgenommen und ihre Ergebnisse in Vorträgen zur Diskussion gestellt. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Rudolf Kropf wurden auf Burg Schlaining die „35. Schlaininger Gespräche“ zum Thema „Roma und Sinti von 1938 bis zur Gegenwart“ eröffnet. Nach den Begrüßungsworten des Bürgermeisters Markus Szelinger eröffnete Landesrat Helmut Bieler die „35. Schlaininger Gespräche“. Erste Einblicke zum Thema erhielten die Tagungsteilnehmer dann im interessanten Vortrag von Erika Thurner. Die „35. Schlaininger Gespräche“, die vom 21. – 25. September 2015 in den Räumlichkeiten der Burg stattgefunden haben, sind somit in der Kulturpolitik des Burgenlandes ein Beispiel für eine effiziente und leistungsorientierte Forschungstätigkeit der Landeskunde. Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
September 28th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Jek jomakero rodipe – Eine Spurensuche: Workshop mit Herbert Rehling und Mag. Gert Polster
Volkshochschule Süd, Schulgasse 17/3, 7400 Oberwart
Fr., 16. Oktober 2015, 18:00 bis 21:00 Uhr
Der Workshop gibt eine Einführung in die Familienforschung. Welche ersten Schritte müssen gemacht werden auf der Suche nach den Vorfahren? Welche schriftlichen Quellen gibt es? Wie komme ich zu Informationen auch im Internet? Ein Überblick über die Institutionen und Quellen, wo Informationen über die Vorfahren zu finden sind, wird ebenso gegeben wie praktische Beispiele anhand von Originaleinträgen in Matrikenbüchern. Unterlagen zu den Roma werden speziell erläutert.
Teilnahme ist kostenlos!
Anmeldung: Burgenländische Volkshochschulen – Regionalstelle Süd: 03352 / 34525
Veranstaltet von der Volkshochschule der Burgenländischen Roma in Kooperation mit den Burgenländischen Volkshochschulen – Regionalstelle Süd
(Ankündigung der VHS Roma)
September 15th, 2015 |
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Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Lesereihe von „bil:kult“ in Wien:
Ein wissenschaftlicher Vergleich | Mag.a Katharina Janoska
Di., 15.9.2015, 19 Uhr
Bildungs- und Kulturinstitut
Wehlistraße 309 | 1020 Wien
„Schon früh wurden die Roma als ehrloses Volk angesehen, das keinerlei Rechte zu beanspruchen hatte. Und bis heute stellen sie eine Gruppe dar, auf die sich Vernichtungsfantasien richten. Die Literatur hat dabei über Jahrhunderte darin eingeübt, Gewalt gegen sie als legitim zu erachten.“ (Klaus-Michael Bogdal)
Katharina Janoska wissenschaftlicher Vergleich von Roma-Literatur und Literatur über Roma dient als Basis eines aktuellen Diskurses. Janoska, selbst Romni aus dem Burgenland, zeigt an diesem Abend anhand der literarischen Beispiele, welches katastrophale und menschenverachtende Bild sich über Jahrhunderte in der Literatur entwickelt hat und sich teilweise bis heute hartnäckig hält.
(Programmankündigung bil:kult)
August 14th, 2015 |
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Dokumente & Berichte, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Berichterstattung über Rroma in den Deutschschweizer Medien
Bericht der Rroma Foundation / Rroma Contact Point, September 2014 (54 S.)
>>Download (pdf)
In den letzten Jahren hat sich die Rroma Foundation eingehend mit der Berichterstattung über Rroma auseinandergesetzt. Einerseits wurden europaweit erschienene Artikel analysiert, andererseits untersuchten wir die in den letzten fünf Jahren entstandenen Texte grosser Deutschschweizer Zeitungen. Die hier präsentierte Studie behandelt den letzteren Teil.
Die Rroma Foundation hat die Artikel der «Neuen Zürcher Zeitung» (inclusive «NZZ am Sonntag»), der «Wochenzeitung» (WOZ), des «Tages-Anzeigers», der «Weltwoche», der «SonntagsZeitung», des «Beobachters», der «20 Minuten» und des «Blick» berücksichtigt. Für den Zeitraum von 2008 bis 2013 wurden von diesen Zeitungen 297 Artikel selektiert, untersucht und analysiert.
Zusammenfassung der wichtigsten Resultate
Als erstes ist zu erwähnen, dass es leider (…) auch in der hier untersuchten Artikelsammlung kaum einen positiven Artikel über Rroma gibt. Was an eine positive Berichterstattung am ehesten herankommt, ist die häufig verbreitete Darstellung der Rroma im Ausland als Opfer staatlicher Gewalt und Diskriminierung. Trotzdem fehlen jegliche positiven Bilder im Zusammenhang mit Rroma. Weitere, wesentliche Erkenntnisse der Studie sind, dass alle untersuchten Medien Stereotype und Falschinformationen über Rroma voneinander übernehmen, transformieren, in einem anderem Kontext wieder einbringen und so zu einer Perpetuierung nicht fundierter Vorurteile, Fehlinformationen und Missverständnisse beitragen. Ein weiteres Resultat ist, dass die Deutschschweizer Medien im Zusammenhang mit im Inland agierenden Rroma fast ausschliesslich die Aktionen einer kleinen hier in Erscheinung tretenden Minderheit der Rroma behandeln.
In der Auslandberichterstattung dagegen beschränkt sich der Fokus wiederum fast ausschliesslich und generalisierend auf Armut, Bildungsferne und soziale Ausgrenzung, vor allem in Osteuropa. Rroma sind somit in der Schweiz generell als Täter und im Ausland als Opfer dargestellt. Read the rest of this entry »
Juli 8th, 2015 |
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Dokumente & Berichte, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Deutsche Literaturnobelpreisträger und ihre „Zigeuner“
Manuskript des Vortrags von Prof. Dr. Wilhelm Solms
>>Download (pdf)
Der Germanist und Antiziganismusforscher Wilhelm Solms hat die Werke der 13 deutschsprachigen Literaturnobelpreisträger nach Passagen über Roma und Sinti durchsucht. Bei neun ist er fündig geworden. Die Ergebnisse stellte er am 26. November 2013 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg vor. Nun hat das Zentrum den Vortragstext auf seiner Website publiziert. Romani Rose schreibt in seinem Vorwort:
(Der Vortragstext) zeigt ebenso anschaulich wie eindringlich auf, dass Feind- und Zerrbilder vom „Zigeuner“ auch in die sogenannte Hochkultur eingegangen sind: Deutsche Literaturnobelpreisträger haben „Zigeuner“-Stereotypen in ihren Werken aufgegriffen und damit zu ihrer Legitimierung und gesellschaftlichen Verankerung beigetragen. Doch Wilhelm Solms würdigt auch jene mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Autorinnen und Autoren, die „Zigeuner“-Klischees kritisch hinterfragen und ihrer sozialen Funktion auf den Grund gehen.
(dROMa)
Juli 4th, 2015 |
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Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Antiziganismus. Soziale und historische Dimensionen von „Zigeuner“-Stereotypen
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (Hg.), Redaktion: Thomas Baumann, Jacques Delfeld jr., Hans Scheid, Armin Ulm, Heidelberg 2015. ISBN 978-3-929446-31-9
„Antiziganismus“ wird verstanden als eine spezielle Form des Rassismus gegenüber als „Zigeuner“ identifizierten Individuen und Gruppen. Es ist eines der am weitesten verbreiteten und wirkungsmächtigsten Ressentiments unserer Zeit. Der vorliegende Tagungsband dokumentiert die Ergebnisse einer interdisziplinären wissenschaftlichen Tagung, die im Herbst 2012 im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma stattfand. Ziel der Tagung war es, Stärken und Schwächen des „Antiziganismus“- Begriffs neu zu diskutieren, das Phänomen in seinen vielfältigen Aspekten zu untersuchen und nicht zuletzt Handlungsoptionen aufzuzeigen. Die in diesem Band versammelten Aufsätze verstehen sich als wissenschaftliche Beiträge zur „Antiziganismusforschung“ und verdeutlichen die historische und soziale Dimension des aktuellen Diskurses.
Die Publikation kann in Buchform zu einem Preis von 14,80 € zzgl. Porto beim Sekretariat des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma (sekretariat@sintiundroma.de) bestellt oder hier heruntergeladen (pdf) werden.
Inhaltsverzeichnis:
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Juni 24th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Martin Holler:
Der nationalsozialistische Völkermord an den Roma in der besetzten Sowjetunion (1941-1944)
Gutachten für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (2009)
>>Download (pdf) (6,7 Mb)
Während die Erforschung des NS-Völkermords an den Sinti und Roma im damaligen „Großdeutschen Reich“ große Fortschritte gemacht hat, steht die historische Aufarbeitung der gegen Sinti und Roma gerichteten Vernichtungspolitik in den deutsch besetzten oder mit Hitler-Deutschland verbündeten Staaten noch weitgehend am Anfang. Dies zeigt nicht zuletzt ein Vergleich mit der kaum überschaubaren Zahl an Einzelstudien über die Ermordung der europäischen Juden. So haben Historiker die Quellen sowjetischer Provenienz, die den Genozid an den Roma in der deutsch besetzten Sowjetunion dokumentieren, fast völlig außer Acht gelassen. Das vorliegende Gutachten hat sich zum Ziel gesetzt, diese Forschungslücke zumindest teilweise zu schließen.
(Text: sintiundroma.de)
Juni 15th, 2015 |
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Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Vortragsmitschnitt – Wolfgang Benz: „Sinti und Roma. Die unerwünschte Minderheit“
>>Anhören (mp3)
52:42 min, 60 MB, mp3
Radio F.R.E.I., Erfurt, 27.05.2015
Am 22. April 2015 sprach der Berliner Historiker Wolfgang Benz in der Kleinen Synagoge in Erfurt. Eingeladen hatte die Landeszentrale für politische Bildung Thüringen. Radio F.R.E.I. hat die Veranstaltung aufgezeichnet.
Skript:
Die Minderheit der Sinti und Roma erfuhr seit jeher Diskriminierung und Verfolgung. Im „Dritten Reich“ gipfelten sie im Völkermord, den die deutsche Mehrheitsgesellschaft vergessen oder nie wahrgenommen hat. Die Ausgrenzung der Sinti und Roma dauerte auch nach 1945 an: Tradierte Vorurteile sind weiter wirksam und richten sich heute gegen zuwandernde Roma aus Südosteuropa, die als Gefahr für Gesellschaft, Sozialsystem und Arbeitsmarkt empfunden werden. In seinem neuen Buch stellt Wolfgang Benz Ursachen und Wirkungen des medial und politisch instrumentalisierten Problems Antiziganismus dar.
Wolfgang Benz, Sinti und Roma: Die unerwünschte Minderheit. Über das Vorurteil Antiziganismus (Erschienen im Metropol-Verlag)
(Text: freie-radios.net, CC)
April 27th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 27.4.2015 (on demand)
Ando 1. 10. 1941 o Himmler i deportcija le 5.000 Romendar & Sintijendar andar i Austrija ando gheto Litzmannstadt (Łódź) kertscha. O gemajntscha loj na pekamle buter ar te del taj tschak odolen pal likerde, save lenge nucinipe anahi. Butvar o Burgenland-Roma resle sina. Maschkar o 4to taj 8to novemberi sako di jek srastuni 1.000 opferenca ladlahi. Korkore andar Lackenbach 2.000 ledschim ule (buteder: Łódź).
„Porajmos“ o akaripe le Romendar taj Sintijendar le murdaripeske duach o nacijonalsocijalistscha hi. Eseri burgenlanditike Roma tradim taj murdarde ule. Tschak valami 10 procenti le burgenlanditike Romendar o nacijengero bibstalo rajipe prik dschivde, odola save prik dschivde taj kher ale butvar sorale traumatisirim sina. Jek khetanipeskero upre butschalinipe le kojendar, so terdschivde, na ulo kerdo, o opfertscha dur ando pobisteripe atschine taj meg dugi cajt paloda ojs opfertscha la dujta klastar tel dikle le ule. But dschene le avre generacijendar tschak tschule pedar o koji, so lengere daja taj dada taj lengere babi taj papi terdschivde, schunde. Saj koji le phukajipe vaj le na phukaripe hi, palal phutschlo ulo. Buteder peda schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
April 26th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 27.4.2015 (on demand)
Am 1. 10. 1941 ordnete Himmler die Deportation von 5.000 Roma und Sinti aus Österreich in das Ghetto von Litzmannstadt (Łódź) an. Die Gemeinden wollten Fürsorgekosten einsparen und nur jene Roma wurden behalten, die nutzbringend eingesetzt werden konnten. Betroffen waren fast nur Burgenland-Roma. Zwischen dem 4. und 8. November fuhr täglich ein Zug mit 1.000 Opfern. Allein aus Lackenbach wurden 2.000 deportiert (mehr hier: Infotext: Die Łódź-Deportationen 1941).
„Porajmos“, das „Verschlingen“, ist eine Bezeichnung der Roma und Sinti für die Massenvernichtung durch die Nationalsozialisten. Tausende Burgenland-Roma wurden verfolgt und ermordet. Nur ca. 10% der Burgenland-Roma überlebten die Nazi-Schreckensherrschaft, die überlebenden Heimkehrer waren meist stark traumatisiert. Eine gesellschaftliche Aufarbeitung des Erlebten fand nicht statt, die Opfer blieben lange im Vergessenen und wurden noch lange als Opfer zweiter Klasse abgestempelt. Viele Angehörige der nachfolgenden Generationen erfuhren nur wenig über das Schicksal ihrer Eltern und Großeltern. Welche Folgen das Erzählen oder das Schweigen hat, wurde bei einem Symposium der Volkshochschule der Burgenländischen Roma zum Internationalen Roma-Tag im Offenen Haus Oberwart hinterfragt. Mehr darüber in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
März 30th, 2015 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Patricia Pientka: Das Zwangslager für Sinti und Roma in Berlin-Marzahn. Alltag, Verfolgung und Deportation, Metropol: Berlin 2013. ISBN 978-3-86331-159-9
Rezension von Tobias von Borcke, erschienen in: H-Soz-Kult, 2.7.2014:
Die bisherigen Arbeiten über die Geschichte des Zwangslagers Berlin-Marzahn, in dem zwischen 1936 und 1945 insgesamt mindestens 1000 als „Zigeuner“ kategorisierte Männer, Frauen und Kinder inhaftiert waren, trugen deutliche Spuren der Auseinandersetzungen um die gesellschaftliche Anerkennung der NS-Verbrechen gegen Roma und Sinti und um ein würdiges Gedenken. Auch der nun vorliegenden Studie der Berliner Historikerin Patricia Pientka geht es um mehr als akademische Wissensproduktion zum Selbstzweck, so spricht sie sich etwa für eine Erneuerung der Erinnerungskultur an das Lager Marzahn aus. Der größere zeitliche Abstand zu den Ereignissen und die Tatsache, dass es wohl zumindest in Fachkreisen nicht mehr nötig sein dürfte, über den Unrechtscharakter und die rassistische Qualität der Verfolgung von Sinti und Roma in der NS-Zeit ernstlich zu streiten, mögen allerdings dazu beigetragen haben, dass nun eine so umfangreiche, differenzierte und gründliche Arbeit über die Vorgänge und das Leben im Marzahner Lager entstanden ist.
(…) Neben einer differenzierten Analyse der unterschiedlichen Formen von Gewalt, die im Zwangslager gegen die dort Inhaftierten ausgeübt wurden, gelingt es ihr, die von diesen Zwangsmaßnahmen Betroffenen nicht als bloße Opfer darzustellen, sondern als Individuen, die im Rahmen des für sie Möglichen widerständige Strategien gesucht und teils auch gefunden haben. (…)
Lesen Sie bitte die hier nur in einem Auszug wiedergegebene Rezension von Tobias von Borcke, Humboldt-Universität zu Berlin, in voller Länge auf H-Soz-Kult.
März 20th, 2015 |
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Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
DISS: Extreme Rechte und antiziganistische Stimmungsmache. Analyse und Gefahreneinschätzung am Beispiel Duisburg
In der Reihe kostenloser Online-Broschüren des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialforschung (DISS) erschien nun der dritte Band. Die vereinfachte Web-Version der Broschüre finden Sie hier. Das DISS empfiehlt den Download der Original-PDF-Datei mit zahlreichen Abbildungen, zusätzlichen Infokästen und ausführlichem Literatur- und Quellenverzeichnis.
Einleitung:
Seit dem EU-Beitritt Rumäniens und Bulgariens im Jahr 2007 machen Bürger_innen dieser Länder von ihrem Recht Gebrauch, sich in Duisburg, Dortmund, Berlin, aber auch vielen anderen deutschen Städten niederzulassen. Duisburg ist eine arme Stadt, und viele der Migrant_innen sind ebenfalls arm. Viele von ihnen sind nicht nur arm, sondern gehören auch der diskriminierten Minderheit der Rom_nija an. In Duisburg und in anderen Städten gab es in den letzten Jahren heftige öffentliche Debatten, die stark von Antiziganismus geprägt waren. Die Stimmung in Teilen der Bevölkerung spitzte sich so zu, dass sich viele an die rassistischen Pogrome gegen Asylsuchende Anfang der 1990er Jahre erinnert fühlten. Es dürfte kaum überraschen, dass Gruppierungen und Parteien der extremen Rechten versuchten, diese Stimmung für sich zu nutzen. Dies ist ihnen zum Teil gelungen, sie zogen z.B. mit einem Rekordergebnis in den Duisburger Stadtrat ein.
Diese Broschüre untersucht exemplarisch am Beispiel der Stadt Duisburg, wie die extreme Rechte das Thema Antiziganismus aufgriff. Sie agierte dabei nicht isoliert im luftleeren Raum. Vielmehr besteht ein Zusammenhang zwischen Alltagsrassismus, etablierten Medien, Kommunalpolitik und den Erfolgschancen der extremen Rechten. Dieses komplizierte Wechselspiel ist Gegenstand dieser Broschüre.
(weiterlesen)
Herausgeber: AK Antiziganismus im DISS/Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung. Veröffentlicht als kostenlose Online-Publikation im März 2015
Autor_innen: Martin Dietzsch, Anissa Finzi, Alexandra Graevskaia, Ismail Küpeli, Zakaria Rahmani, Stefan Vennmann
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März 18th, 2015 |
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Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radijo Burgenland: 16.3.2015 (on demand)
Roma taj Sinti sikadipeskeri schtudija arbutschalinde
Andar o anglutno kerdo projekto „Roma upri universiteta“, savo maschkar 2010 taj 2012 le organisacijendar – Initiative Minderheiten, Romano Centro taj Farajan Roma-Service – kerdo ulo, Roma & Sinti jerim ule, save uso arbutschalinipe la ROMBAS-sikadipeskera schtudijatar, use sina.
Ando keripe le ESF-projektostar ROMBAS (Roma-sikadipeskeri- taj arsiklipeskeri-schtudija) i Initiative Minderheiten ando khetanipe le Romano Centroha, le Austritike Khetanipeha le politischi sikadipeske, le Farajniha Roma-Service taj le Betschitike Flogoskere Utsche Ischkolenca jek buti ar dija, sava o cil sina, i adivesakeri sikadipeskeri situacija le Romendar taj Sintijendar andi Austrija pascheder te forschinel. Na dschanipe pedar o grupnakero baripe, o pharo uso gejipe uso grupnakere dschene, o schtatistischi etnischi telschtaminipeskere datscha, save butvar na del taj o koja – Roma taj Sinti heterogeni etnischi grupn hi – asaj empirischi butja, phareder keren.
Vaschoda o ROMBAS-projekto jek participativi forschinipeskero keripe, kaj o Roma & Sinti ojs forschertscha jek centrali than khelen, kertscha. Afka dschene andar o anglutno projekto jerim schaj ule, save uso arbutschalinipe le ROMBAS-schtudijatar use sina. Odola sina dschene sar i Gilda-Nancy Horvath, i Žaklina Radosavljević taj o Manuel Weinrich, save pumare esbe liptscha, save on uso arbutschalinipe la sikadipeskera schtudijatar khetan kedine, phukan. Buteder pedar schunen tumen andi sendung „Roma sam“ upro Radijo Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)
März 16th, 2015 |
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Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Roma sam
Radio Burgenland: 16.3.2015 | Live: 20:50 Uhr (on demand)
Im Rahmen des ESF-Projekts ROMBAS initiierte die Initiative Minderheiten in Zusammenarbeit mit dem Romano Centro, der Österreichischen Gesellschaft für politische Bildung (ÖGPB), dem Verein Roma-Service und den Wiener Volkshochschulen eine Untersuchung, die das Ziel verfolgte, die gegenwärtige Bildungssituation von Roma und Sinti in Österreich näher zu erforschen. Fehlendes Wissen über die Gruppengröße, erschwerte Erreichbarkeit der Gruppenangehörigen und mangelnde Verfügbarkeit statistischer Daten nach ethnischer Herkunft sowie der Umstand, dass es sich bei Roma und Sinti um äußerst heterogene ethnische Gruppen handelt, erschweren derartige empirische Untersuchungen. Das ROMBAS-Projekt verfolgte daher einen partizipativen Forschungsansatz, bei dem Roma und Sinti als Forscher/innen eine zentrale Rolle spielen. So konnten Roma- und Sinti-Angehörige aus dem Vorgängerprojekt „Roma an die Universität“, das zwischen 2010 und 2012 von der Initiative Minderheiten gemeinsam mit dem Romano Centro und dem Verein Roma-Service durchgeführt wurde, gewonnen werden. Gilda-Nancy Horvath, Žaklina Radosavljević und Manuel Weinrich schildern ihre Erfahrungen, die sie beim Erarbeiten der Bildungsstudie gesammelt haben. Mehr darüber hören Sie in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.
(volksgruppen.orf.at)