Podcast: Erklär mir Diskriminierung (2022)

Juni 13th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Podcast: Erklär mir die Welt, Folge #211, Mai 2022

Wie kann man sich gegen Diskriminierung zur Wehr setzen? Sandra Konstatzky er­klärt an vielen echten Bei­spielen, wie man sich als Be­trof­fe­ne:r effek­tiv zur Wehr setzt. Sandra Konstatzky ist Lei­terin der Gleich­be­hand­lungs­anwalt­schaft.

→Gleichbehandlungs:App
→Vorfall melden

(Beitrag und Text: Andreas Sator/Erklär mir die Welt)

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Facts & Figures (470)

Juni 12th, 2023  |  Published in Facts & Figures

Im Ersten Weltkrieg wurden 400 bis 500 Kriegs­flücht­lin­ge in den „Zi­geu­ner­la­gern“ Hainburg und Weyerburg (NÖ) in­ter­niert. Mind. 116 star­ben.

(Quelle)

Romani Ora (12.6.2023)

Juni 12th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 12.6.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit den Volks­gruppen­nach­richten in Deutsch und Roman (Bur­gen­land-Ro­mani) und der Rubrik „Kultur am Mon­tag/Kul­tura hetvinate“. Darin hören Sie heute wissens­werte In­for­ma­tio­nen zu Ceija Stojkas ers­tem Buch „Wir leben im Ver­borgenen“ von 1988. Durch die Sen­­dung führt Tina Nardai.

„Mein zweites Haus“

Juni 10th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Mein zweites Haus (Filmstill)Dokumentarfilm von Bert Walser
(AT 2023, 81 Min.)

Premiere beim Internationalen Film­fes­ti­val Inns­bruck, 11. Juni 2023, 19 Uhr, Leo­kino

Armutsmigrant*innen aus der Slowakei und Ru­mä­nien pen­deln jeden Monat für drei Wochen nach Innsbruck, um Geld für ihre Fami­lien zu ver­­dienen. Denn in ihren Herkunftsländern sind sie als Rom*nja oft mit Dis­krimi­nie­rung und Rassismus kon­fron­tiert. Das Waldhüttl am Rand von Inns­bruck ist ihr zweites Zu­hause. Vor zehn Jahren war es noch ein bei­nahe ver­fallenes Wirt­schafts­ge­bäude, doch durch viel Engage­ment der Vinzenz­gemein­schaft und der Arbeits­kraft der Be­woh­ner*in­nen ent­stand ein flo­rieren­des Zentrum von sozialem Zu­sammen­halt, Ökologie, Spiri­tualität und kultu­rel­lem Aus­tausch.

(Text: IFFI, 2023)

Siehe auch: Read the rest of this entry »

Romani Ora (9.6.2023)

Juni 9th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 9.6.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ am Freitag mit dem Veranstal­tungs­ka­len­der/Mu­latin­tscha­ge, den zwei­sprachi­gen Volks­grup­pen­nach­rich­ten und der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nen­ge“. Darin be­schäftigt sich Adi Gussak dies­mal mit dem Thema: Wie vegan isst die Jugend? Durch die Sen­dung führt Sie wie ge­wohnt Mo­dera­torin Tina Nardai.

Thüringen: Flüchtlingskind stirbt bei Brand

Juni 8th, 2023  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Technischer Defekt oder Anschlag? Brand in Thüringen (Foto: Videostill des MDR) Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ist be­stürzt über den Brand in der Flücht­lings­un­ter­kunft im thü­rin­gi­schen Apolda am ver­gan­genen Sonn­tag (mehr hier). Dabei war ein Kind ums Leben ge­kom­men und min­des­tens elf wei­tere Per­sonen wur­den ver­letzt.

„Unser Mitgefühl gehört allen Opfern, jedoch insbesondere der Mutter des Kindes, die als Kriegs­flüchtling aus ihrer Heimat nach Deutschland ge­flohen ist“, sagte der Zentral­rats­vor­sitzen­de Romani Rose. Das Todes­opfer kommt aus einer ukrai­nischen Roma-Familie, die vor Kurzem vor dem Krieg ge­flohen ist. Familien­an­ge­hörige kämpfen als Teil der regu­lären ukraini­schen Armee gegen die völker­rechts­widrige Invasion durch Russland.

Darüber hinaus erwartet der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma eine lücken­lose Auf­klärung. „Da ein Fremd­verschulden derzeit nicht aus­ge­schlossen werden kann, erwarten wir von Thüringens Innen­minis­ter Maier und den zu­stän­digen Er­mitt­lungs­behörden eine lücken­lose Aufklärung der Brand­ursache. Es muss jeg­licher Anschein des Fremd­ver­schuldens aus­geschlos­sen werden. Sollte der Brand erneut durch techni­sche Mängel aus­gelöst worden sein, bitten wir den Innen­minister, auf Bundes­ebene initiativ zu werden, um der­artige Probleme, die bereits in der Vergangenheit zu Bränden und Todes­opfern in Flücht­lings­unter­künften geführt haben, zu­künftig aus­zu­schließen.“, so Rose.

(Text: Pressemitteilung des Zentralrats, 7.6.2023)

Anm. der dROMa-Red.:
Das Gutachten des Brandsachverständigen des Landeskriminal­amtes liegt noch nicht vor. Die Polizei geht aller­dings in­zwi­schen von einem techni­schen Defekt aus.

Bereits vor einigen Monaten kam es zu einem Brand nahe der Sammelunterkunft in Apolda. Die Hintergründe des Vorfalls blieben damals unaufgeklärt. Die Berliner „taz“ berichtete am 11.10.2022: „Am Montagnachmittag wurden in Apolda auf einer Industrie­brache gegen­über einer Unterkunft für rund 150 Ge­flüchtete aus der Ukraine Holz­paletten ent­zündet. Auf dem Gelände befanden sich auch Gas­flaschen, aus einer ent­strömte Gas.“

Böller und Drohungen in Tulln: „Ihr sollt brennen!“

Juni 7th, 2023  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Wieder rassistische Vorfälle in Tulln  (Bild: Pixabay)Rassistische Vorfälle gegen Fahren­de in Tulln (NÖ). Vorsitzen­der des Volks­gruppen­bei­rats der öster­rei­chi­schen Roma Emmerich Gärtner-Horvath for­dert Maß­nahmen

Die NÖN berichten heute über zwei Vorfälle von Gewalt­drohungen gegen eine Gruppe fahren­der Sinti, die kürz­lich ihre Wohn­wagen­lager am südli­chen Messe­parkplatz in Tulln auf­ge­schlagen hatte. Die Gruppe war etwas früher und an einem anderen Lager­platz als ur­sprüng­lich vorge­sehen ein­ge­troffen. Über die aktuellen Dro­hungen und den ki­lo­meterweit hörbaren Knallkörper schreibt NÖN-Re­dak­teur Tho­mas Peischl:

Wie schon seit Jahren stattet das fahrende Volk der Bezirks­haupt­stadt Tulln (NÖ) auch heuer einen Besuch ab. Und wie seit Jahren sorgt das für Auf­regung: [...] Bislang un­bekannte Täter [sollen] in den späten Abend­stunden des 1. Juni Böller in Richtung der Wagen­burg auf dem Messe­parkplatz bei der Süd­um­fahrung ge­worfen haben. Deren Detonations­lärm war im west­lichen Stadt­gebiet deutlich zu hören. Kurze Zeit später wurde ein Mit­arbeiter der Stadt­gemeinde Zeuge eines weite­ren Vorfalls. Ein Lenker eines Autos mit Tullner Kenn­zeichen drehte im Drift-Stil einige Runden. Dabei brüllte er aus dem ge­öff­neten Auto­fenster Richtung Sinti/Roma: „Ihr sollt brennen!“ Danach flüch­tete er mit über­höhter Ge­schwin­dig­keit Rich­tung Norden.

In einer ersten Stellungnahme der österreichischen Roma-Or­gani­satio­nen zeigt sich Emmerich Gärtner-Horvath, Vor­sitzen­der des Roma-Volks­gruppen­beirats im Bundeskanzleramt, entsetzt über diese Entwicklung und fordert umgehende Ermittungen:

Ich bin der Vorsitzende der Volksgruppe der Roma in Österreich und bin bestürzt, dass es zu solchen Vorkommnissen in Tulln kommt. Der oder die Täter müssen ausgeforscht werden, damit sie zur Rechen­schaft gezogen werden. Die Politik und die Polizei sind hiermit auf­ge­fordert, Maß­nahmen zu treffen, dass solche Vor­kommnisse nicht mehr geschehen.

FPÖ-Landtagsabgeordneter Andreas Bors (der 2014 durch Fotos mit Hitlergruß zu grö­ßerer Be­kannt­­heit ge­­langte) gießt der­weil weiter Öl ins Feuer und fordert ein hartes Vor­gehen gegen die Sinti-Fa­mi­lien. Er will ein rigides Camping­verbot nach Vor­bild von Dornbirn.

Die jüngsten Vorfälle ereigneten sich vor dem Hintergrund fortdauern­der medialer und poli­tischer An­griffe gegen fahrende An­gehöri­ge der Minder­heit der Sinti und Roma. In kam­pagnen­artiger Regelmäßigkeit wurde in den letzten Jahren und Monaten in Ober- und Niederösterreich Stimmung gegen campie­rende Familien gemacht, sei es in Wels, Linz oder in Tulln. Read the rest of this entry »

Romani Ora (6.6. und 7.6.2023)

Juni 7th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 6.6.2023 (mp3)

Im Tagesthema erwartet Sie heute ein Beitrag von der Roma-Ge­denk­feier in Holzschlag (Unter­kohl­stätten, Be­zirk Ober­wart), wo am Pfingst­wo­chen­ende ein Gedenk­stein zur Er­in­ne­rung an die vom NS-Re­gime er­mor­deten Roma er­richtet wurde. In der neuen Rubrik „Minden­fe­litiko“, die nun jeden Diens­tag mit dabei ist, gibt es einen Film­tipp auf Netflix: „The Mother“.


Anhören: →Sendung vom 7.6.2023 (mp3)

Die „Romani Ora“ mit einem Bericht zum anstehendem Vatertag. Und in der Jugend­sen­dung wid­met sich Adi Gussak dem „Pride Month“ Juni. Außer­dem mit dabei: die ab­wechs­lungs­reichs­te Roma-Musik und die Volks­grup­pen­nachrich­ten in Deutsch und Bur­genl­and-Romani. Mo­de­riert von Tina Nardai.

Neu: „Antiromaismus und Antisintiismus“

Juni 6th, 2023  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

CoverLeah Carola Czollek / Gudrun Perko: Anti­roma­is­mus und Anti­sinti­is­mus. Dis­kri­mi­nie­rungs­re­ali­tä­ten und Hand­lungs­empfeh­lun­gen – Ex­pert*in­nen im Ge­spräch, Beltz Juventa: Wein­heim 2023, 154 S.

Antiromaismus und Antisintiismus werden im Studium der Sozia­len Arbeit zu wenig the­mati­siert. In dem Buch be­richten Ex­pert*in­nen, in welchen gesell­schaft­li­chen Berei­chen Rom*nja und Sinti*zze jahr­hunderte­lang struktu­relle Dis­kri­mi­nie­rung er­lebten, aber auch heute noch erleben. Gleich­zeitig er­fahren Le­sende von Em­powerment­strategien und politi­schen Akti­vi­täten gegen diese Dis­krimi­nierungs­formen. Für die Ver­änderung der Lebens­wirklich­keiten von Rom*nja und Sinti*zze zu­gunsten gesell­schaftli­cher Teilhabe, In­klusion und Parti­zi­pation steht die Soziale Arbeit vor großen Heraus­forderun­gen. So be­nötigen Sozial­arbeiter*in­nen ein um­fang­reiches Wissen, ein Können im Sinne sozial­arbeite­ri­schen Handelns sowie eine dis­krimi­nie­rungs­kritische Haltung in der Arbeit mit Rom*nja und Sinti*zze. Hierzu bietet das Buch einen Re­flexions­raum.

(Text: Beltz, Verlangsinfo)

Romani Ora (5.6.2023)

Juni 5th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 5.6.2023 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai, den Volks­gruppen­nach­rich­ten und Kultur am Montag. In „Kultura het­vinate“ stellen wir Ihnen heute den Gedicht­band „Unter meiner Haut – Tela muri mortji“ (er­schie­nen bei Löcker) von Samuel Mago vor.

Roma-Butschu 2023 in Mischendorf

Juni 3rd, 2023  |  Published in Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Butschu 2023Am Samstag, 17. Juni 2023 findet ab 19.00 Uhr der Roma-Butschu 2023 in der Ak­tiv-Are­na, Gast­haus Knarr, in Mischendorf (Ge­trei­de­gasse 40) statt. Der Kirtag ist ein Fest der Kultu­ren und Volks­gru­ppen im Burgen­land. Seit dem Jahr 1991 trifft man sich hier und fei­ert ge­mein­sam – Roma und Nicht-Roma. Es geht um kul­tu­rel­le Di­ver­­si­tät, um das Mit­einan­der der ver­schie­de­nen Volks­­gruppen.

Im Mittel­punkt steht dabei je­des Jahr die Musik. Neben den Ober­war­ter Ro­ma-Bands „Ro­ma­no Rath“ und „Leon Ber­ger Band“ prä­sen­tie­ren heuer die Grup­pe „Kara­van Fa­mi­lia“ aus Buda­pest, die un­ga­ri­sche „Volks­musik­grup­pe Csörge“ und die kroa­ti­sche Tam­bu­riz­za „Stal­nost“ ihr Können.

Karavan Familia – mehr als Folklore …
Die Karavan Familia, eine einzigartige Familien­band, die 2004 von Eltern und ihren Kindern ge­gründet wurde, hat hat in den letzten Jahren eine eige­ne Welt im Gefolge der Roma-Ge­sangs­tra­di­tio­nen ge­schaf­fen. Mit deren Re­per­toire haben sie be­wiesen, dass Roma-Musik intel­li­gent und witzig, weise und in­tegra­tiv ist.

Folkloregruppe Stalnost Čajta
Anstoß für die Gründung einer Tamburizzagruppe in Scha­chen­dorf war der „Tag der kroa­tischen Jugend“ im Jahre 1974, welcher damals erst­malig in Schachen­dorf statt­fand. Bürger­meister Adal­bert Resetar war der Initiator der ört­lichen Tam­burizza­gruppe. Der Name Stalonst, über­setzt „Be­stän­dig­keit“, wurde von einem Männer­gesangs­verein über­nommen, der im Jahre 1930 be­stand.

Leon Berger Band
Die vier Roma Leon Berger (Klarinette/Band­leader), Josef Schmidt (Schlag­zeug/Ge­sang), Markus Sarközi (Key­board/Ge­sang) und Martin Horvath (Bass/Ge­sang) grün­deten im Jahr 2019 die „LEON BERGER BAND“. Read the rest of this entry »

Romani Ora (1.6. und 2.6.2023)

Juni 2nd, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 1.6.2023 (mp3)

Es ist die Zeit des „Gartelns“. Auch in Oberwart stehen Hochbeete mit reich­li­cher Ernte voll im Trend. Wir haben uns um­gehört, welche Gemüse­sorten am liebsten gesät und ge­ges­sen wer­den. Und in der Rubrik „Mri his­to­rija“ nimmt Sie Alex Gussak mit nach Goberling (Be­zirk Oberwart).


Anhören: →Sendung vom 2.6.2023 (mp3)

Rechtzeitig zum Wochenende gibt’s den „Romani Ora“-Ver­anstal­tungs­ka­len­der/Mu­la­tin­tscha­ge sowie die Nachvrichten in Deutsch und Burgen­land-Ro­mani. Und in der Jugend­sendung be­richten bereits eini­ge Schü­lerIn­nen von ihren Zeug­nissen und was sie sich für die Ferien vor­nehmen.

Facts & Figures (469)

Juni 1st, 2023  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

Ein archäol. Skelett­fund aus Nor­wich (10./11. Jh.) weist eine nur bei Roma vor­kom­men­de ge­ne­ti­sche Ei­­gen­heit auf − 500 Jah­re vor de­r do­ku­men­tier­ten An­kunft von Ro­ma in Eng­land.

(Quelle)

Romani Ora (30.5. und 31.5.2023)

Mai 31st, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 30.5.2023 (mp3)

Zum bereits 15. Mal fand in Wien die Baranka-Park-Ged­enk­feier statt, or­gani­siert und um­ge­setzt vom Verein „Voice of Diversity“. Martin Horvath war für Radio MORA vor Ort. In „Mri his­to­ri­ja“ hören Sie eine Archiv­auf­nahme von Julius Horvath, der „über die Toten“ er­zählt. Am Mikro­fon be­grüßt Sie wieder Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 31.5.2023 (mp3)

In Oberwart hat der erste „Dunkin’ Donuts“ er­öffnet. Marcel Horvath hat einen Bei­trag darüber zu­sam­men­ge­stellt. In der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ er­zählt Adi Gussak span­nende Infos zum zehn­ten Teil des Action­filmsFast and Furious“.

Gondolipe – Gedenken – Holzschlag

Mai 31st, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 30.5.2023 | 5:53 min

Suboton 27. maj 2023, o gondolipeskero bar le Romemge, save le NS-re­schi­mistar tradim taj mur­dar­de ule, ando teme­tischi Holz­schlag tel utschar­do ulo.

Holzschlag, jek thaneskero falato la gemajn­datatar Unter­kohl­stätten (becirk Erba) hi. Anglo dujto haburi, 600 dschene andi ge­majnde dschivnahi, lendar bu­teder sar 300 Roma sina. Andi NS-cajt bojd o cile lendar ledschim taj mur­darde ule. Trin bare Romen­gere sid­lung­tscha ande Holzschlag anglo haburi delahi. On avrutnon le gavestar upri rik mero vesch sina. O nevo gon­do­li­pes­kero bar ando teme­tischi Holzschlag, akan upro Roma pal te gon­do­no­linel.

Enthüllung und Einweihung des neuen Gedenksteins in Geden­ken an die Roma und Rom­nija aus Holz­schlag, die wäh­rend des NS-Ter­ror­re­gimes er­mordet wurden

Holzschlag ist ein Ortsteil der Gemeinde Unterkohlstätten (Bezirk Oberwart). Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten in der 600-Ein­woh­ner-Ge­mein­de mehr als 300 Rom­nija und Roma. In der NS-Zeit wurden die meisten depor­tiert und ermordet. In Holz­schlag gab es drei große Roma-Sied­lungen. Sie alle lagen außer­halb des Ortes am Waldrand. Der neue Gedenk­stein in Holzschlag soll nun die Roma erinnern.

(Beitrag: TV Erba)

Podcast: Dotschy Reinhardt im Gespräch (2021)

Mai 29th, 2023  |  Published in Radio, Podcast & TV

Der Kampf gegen Antiziganismus ist auch ein soli­dari­scher Kampf für demo­kra­ti­sche Werte – ein Ge­spräch mit Dotschy Reinhardt

Solidarisch gegen Hass, Dez. 2021 ! →Abrufbar auch hier

Als Menschenrechtlerin, Autorin und Musikerin setzt sich Dotschy Reinhardt seit Jahr­zehnten für die Gleich­berech­ti­gung von Sinti und Roma ein. Sie ist Vor­sitzende des Landes­rates Deut­scher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg, Grün­dungs- und Vor­stands­mitglied des Stu­die­ren­den­ver­bandes der Sinti und Roma und Re­fe­rentin für Bildungs- und Ju­gend­arbeit im Doku­men­tations­zentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg. In ihrer Musik singt sie auf Englisch und auf Romanes über die Ge­schichte und Kultur der Minder­heit. Mit uns spricht sie über die Situa­tion von Sinti und Roma damals und heute und über ihr En­gage­ment und Ansätze gegen den in Deutschland und Europa noch all­gegen­wärti­gen Anti­ziga­nismus.

Links zur Episode:
→Landesrat Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg
→Studierendenverband der Sinti und Roma
→Dokumentationszentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg
→Bericht der Unabhängigen Kommission Antiziganismus „Per­spek­tiv­wech­sel. Nach­ho­len­de Ge­rech­tig­keit. Parti­zi­pation.“

Romani Ora (25.5. und 26.5.2023)

Mai 26th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 25.5.2023 (mp3)

Martin Horvath berichtet für „Romani Ora“ von der Fest­ver­anstaltung an­läss­lich des inter­na­tio­na­len Roma-Tages im Parlament in Wien, die das 30-Jahr-Ju­bi­lä­um der An­erkennung der Roma als Volks­gruppe in Österreich zum Gegen­stand hatte. Und die Geschichts­rubrik „Mri Historija“ behandelt die ehemalige Roma-Siedlung in Draßburg (Bezirk Mattersburg). Am Mikrofon: Marcel Horvath.


Anhören: →Sendung vom 26.5.2023 (mp3)

Am Freitag erwarten Sie in unserem Magazin wie im­mer der Ver­an­stal­tungs­kalender und die Volks­gruppen­nach­rich­ten. Und in der Jugend­sendung „Young wild and free – le ter­nen­ge“ berich­tet Adi Gussak über den Ham­burger Doku­men­tar­film „Europa Passage“ von Andrei Schwartz (ein Inter­view mit dem Regis­seur fin­den Sie in dROMa 68).

JOKESI Club: Jekh, Dui, Drin

Mai 25th, 2023  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher

JokesiJekh, Dui, Drin. 3 Freundinnen in Berlin

Tayo Awosusi-Onutor (Text)
Olufemi Stella Awosusi (Illustrationen)
50 Seiten, Hardcover, 2. Auflage, Omobooks 2023
www.jokesiclub.de

Jovanka, Kemi und Sina sind die besten Freundinnen und zufälli­ger­weise auch die Grün­derin­nen vom „JOKESI Club“. Der Club hat schon so einige knifflige Rätsel und Fälle gelöst. Außer ihrer Freund­schaft haben die drei Freun­dinnen noch etwas gemein­sam. Jovanka und Kemis Fa­milie sind Roma. Sinas Familie sind Sinti.

Die drei Freundinnen gehen in die 4. Klasse einer Grundschule in Berlin. Eigent­lich läuft alles ganz normal, wie immer eben. Bis nach den Herbst­ferien Lukas neu in ihre Klasse kommt. Lukas scheint ganz nett zu sein und etwas schüchtern. Er trägt immer eine grüne Mütze. Wahr­schein­lich ist die Mütze sein Glücks­bringer. Eines Tages sehen die drei Freun­dinnen Lukas hinter der Turnhalle weinend auf dem Boden sitzen. Was ist da nur passiert? Wieso weint Lukas? Und wo ist seine grüne Mütze? Jovanka, Kemi und Sina wissen sofort: Das ist ein Fall für den „JOKESI Club“.

Mit „JOKESI Club“ ist das erste deutschsprachige Kinderbuch mit Roma- und Sinti-Cha­rak­teren als Hel­dinnen der Ge­schichte ent­standen. „JOKESI Club“ soll eine Buchreihe werden. Es warten noch weitere Aben­teuer und Rätsel auf die drei Heldinnen vom „JOKESI Club“.

Omobooks Verlag“ möchte allen jungen Menschen Bücher anbieten, die ver­schie­dene Lebens­reali­täten sichtbar machen. Vor allem die, die oft nicht sichtbar sind. Hier wird nicht über Situa­tio­nen oder Menschen ge­schrieben, son­dern stehen hier die eigenen Stimmen im Mittel­punkt. Read the rest of this entry »

Romani Ora (23.5. und 24.5.2023)

Mai 24th, 2023  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 23.5.2023 (mp3)

In dieser Sendung der „Romani Ora“ sprechen wir mit Helmut Horvath – einem leiden­schaft­li­chen Fahrrad­fahrer. Und die his­to­ri­sche Rubrik „Mri His­to­ri­ja“ be­fasst sich mit dem so­ge­nann­ten Todesmarsch der Juden durchs Burgenland. Durch die Sen­dung führt Marcel Horvath.


Anhören: →Sendung vom 24.5.2023 (mp3)

In der heutigen Sendung behandelt Adi Gussak für Euch heute das Thema Finanz­kom­pe­tenz in der Jugend. Was machen die Jugend­li­chen so und wel­che Ziele hat unser Nach­wuchs? Diese Fragen wer­den in der Rubrik „Young, wild and free – le ter­nenge“ be­ant­wortet.

15. Barankapark-Gedenkfeier

Mai 23rd, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 23.5.2023 | 10:44 min

15. gondolipeskero mulatintschago ando Baranka-Park

O Roma, lengeri historija taj lengeri briga le politischi ent­vik­lungen­dar andi cili Europa pregim ulo bute­der sar le avre flo­gendar. O flo­goskero mur­daripe le Romen­dar taj Sinti­jendar dugi cajt na diklo ulo taj meg adi na prin­dschardo hi, soske o Roma taj Sinti ojs „pobi­serde opfertscha“ be­cajch­nim on. O gondo­lipes­kero mula­tintschago ando Baran­ka-Park ando 20. maj 2023 o 15. var le faraj­nistar Voice of Diversity kerdo ulo. O cil hi, le pradi­peske i Romen­geri taj Sinti­jengeri histori­ja, savi le NS-re­schi­mistar ando bersch 1941 faphaglo ulo pal te gon­dolinel taj gejng o pobis­teripe jek be­schipe te kerel.

Da Sinti und Roma nach 1945 die Anerkennung als Opfer versagt wurde und sie alleine die Er­mordung ihrer Familien be­trauern muss­ten, wurde in Wien die Baran­kapark-Ge­denk­feier vor 15 Jahren ins Leben ge­rufen. Mit der Feier wird einer­seits der Opfer gedacht und an­derer­seits auch das Leben und die Kultur der Roma und Sinti sowie die jüdische und Wiener Kultur ge­feiert.

Die Barankapark-Gedenkfeier wurde am 20. Mai 2023 zum 15. Mal vom Verein Voice of Diversity or­gani­siert und um­gesetzt mit dem Ziel, die Öffentl­lich­keit an die Roma und Sinti, die vom NS-Regime im Jahr 1941 ver­schleppt worden sind, zu erinnern und ein Zeichen gegen das Ver­gessen zu setzen. Lange Zeit war die Hellerwiese, heute Baran­kapark benannt, Lager- und Rastplatz der Sinti- und Roma-Fa­milien, die ihre Teppiche, Stoffe und Pferde bis in das Grazer Becken gehandelt hatten. Dieser histori­sche Ort wurde nach Harri Stojkas Ur-Groß­mutter Baranka benannt. Sie und ca. 200 weitere Familien­mit­glieder, die auf der Heller­wiese gelebt hatten, wurden 1941 vom NS-Regime ver­schleppt.

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