Facts & Figures (476)
Juli 24th, 2023 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
Juli 24th, 2023 | Published in Facts & Figures
(Quelle)
Juli 22nd, 2023 | Published in Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen
Sivdem Amenge. Ich nähte für uns.
Ausstellung von Małgorzata Mirga-Tas
Bis 3. Sept. 2023, Brücke-Museum in Berlin
Małgorzata Mirga-Tas (*1978 in Zakopane, Polen) schafft großformatige, farbenprächtige Textilcollagen und Gemälde. In ihrer ersten Einzelausstellung in Deutschland tritt sie in einen künstlerischen Dialog mit der historischen Sammlung des Brücke-Museums.
Ihre Arbeiten thematisieren historische Erzählungen, aber auch zeitgenössische Erfahrungen von Rom*nja. Oft stellt die Künstlerin alltägliche Szenen aus deren Leben dar, die mit stereotypen Fremddarstellungen brechen und diesen eine neue, selbstbewusste Rom*nja-Ikonografie entgegenstellen. Gemeinschaft, Familie, Schwesternschaft und Geschlechterverhältnisse sind zentrale Motive ihres künstlerischen Oeuvres. Die Protagonist*innen sind oftmals Personen, die der Künstlerin nahestehen: Familienmitglieder, befreundete Künstler*innen und andere wichtige Persönlichkeiten der Rom*nja-Community.
Mirga-Tas ist Bergitka-Romni und wuchs in einer Rom*nja-Siedlung im polnischen Czarna Góra auf. Ihre künstlerische Tätigkeit ist eng mit ihrem Aktivismus für die Belange der Rom*nja verbunden. Denn deren Darstellung ist seit Jahrhunderten durch den Blick von Nicht-Rom*nja geprägt und reproduziert – wie beispielsweise in Bildern von Otto Mueller – häufig unreflektiert rassistische Klischees.
In ihren Arbeiten bezieht sich Mirga-Tas auf diese problematischen historischen Bilder und verhandelt sie neu. Read the rest of this entry »
Juli 21st, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 20.7.2023 (mp3)
Im Tagesthema erwartet Sie diesmal ein Beitrag zum Thema „Mehr Sprachen – mehr Chancen“ – einer Podiumsdiskussion, die anlässlich des Jubiläumsjahres des Zweisprachigen Bundesgymnasiums (ZBG) Oberwart (Website) veranstaltet wurde. Und Peter Horvath erzählt heute in „Mri historija“, wie er die Jahre vor und nach dem Zweiten Weltkrieg als Rom im Burgenland verbracht hat. Moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 21.7.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ am Freitag mit dem Veranstaltungskalender/Mulatintschage. Fashion-Trends und Fashion-Hauls werden vor allem jungen Menschen über die sozialen Medien vorgelebt. Wie viel und was davon die Teenager übernehmen und nachmachen, hören Sie in der heutigen Ausgabe von „Young, wild and free – le ternenge“.
Juli 20th, 2023 | Published in Ehrungen & Nachrufe, Religion
In tiefer Trauer und großer Bestürzung geben die VinziWerke bekannt, dass ihr Gründer und Wegweiser, Seelsorger und Freund, Pfarrer Wolfgang Pucher am gestrigen Mittwoch überraschend verstorben ist.
Er hinterlässt einen Bruder und dessen Familie. In dieser schwierigen Zeit gilt ihnen unser Beileid. Pfarrer Pucher hinterlässt aber auch unzählige Mitbrüder bei den Lazaristen, Mitglieder der Pfarrgemeinde, Wegbegleiter, hunderte haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, deren Inspiration er war und nicht zuletzt tausende Menschen, denen er eine Stimme gegeben hat, für die er sich mit unerbittlichem Willen kompromisslos eingesetzt und denen er mit seinen unkonventionellen Lösungsansätzen schlussendlich Obdach, eine Perspektive und ein „vinziges“ Stück Hoffnung geschenkt hat. Er hat sein Leben in die Berufung des heiligen Vinzenz von Paul und des seligen Frédéric Ozanam und somit in den Dienst an den Ärmsten in der Gesellschaft gestellt.
(Text: VinziWerke, 20.7.2023)
Juli 20th, 2023 | Published in Facts & Figures, Romani
(Quelle)
Juli 19th, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 18.7.2023 (mp3)
Im Tagesthema stellt Ihnen Marcel Horvath den Oberwarter Künstler und Menschenrechtsaktivisten Gerhard Unger vor. Und in der Rubrik „Mindenfelitiko“ präsentieren wir Ihnen coole Tipps gegen heiße Tage. Durch die Sendung führt Sie wie immer Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 19.7.2023 (mp3)
In der heutigen „Romani Ora“ hören Sie im Tagesthema einen Beitrag über MIPO OW, ein Informationsblog, der Nachrichten in und rund um Oberwart in Echtzeit postet. In der Jugendsendung berichtet Adi Gussak über den ersten Teil des „Power Me Podcast“.
Juli 18th, 2023 | Published in Romani, dROMa (Magazin)
Das Caló – die Sprache der Gitanos
Im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen, die bedrängt und verdrängt wurden, hat sich das Romani der Gitanos nicht einfach aufgelöst. Stattdessen hat es in Spanien in neuer Form, als sogenannte Mischsprache, überdauert.
Je nach Umgebungssprache (Spanisch, Katalanisch, Baskisch) entstand so in Spanien ein ganzer Strauß an Sprachen: das spanische Caló, das Caló catalán in Katalonien und das Erromintxela im Baskenland. Von Spanien aus gelangte das Caló auch nach Portugal (Calão), nach Südfrankreich und Lateinamerika, wo es eigene Wege einschlug.
Dieser Vorgang fasziniert die Wissenschaft bis heute; nicht zuletzt, weil er sich in ähnlicher Weise auch in anderen Randgebieten Europas, in Großbritannien oder Skandinavien, vollzog. Der Begriff der Sprachwissenschaft hierfür ist Pararomani. Das sind Sprachen, die zwar ihre alte grammatikalische Struktur aufgegeben, ihren Romani-Wortschatz aber in großen Teilen beibehalten haben: Grammatik und Lexik (Wortschatz) stammen aus unterschiedlichen Sprachen.
Heute ist das einstige Caló meist nur noch in Resten vorhanden und manche Kommentatoren sehen es bald völlig verschwinden. Aber das hieß es bereits vor 200 Jahren, als sich die ersten – von der Romantik inspirierten – Sprachforscher für die geheimnisvolle, vermeintlich sterbende Sprache der Gitanos zu interessieren begannen. Read the rest of this entry »
Juli 17th, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 17.7.2023 (mp3)
Am „Romani Ora“-Musikmontag, präsentiert von Tina Nardai, ist heute Mariella Mehr (1947–2022), Schriftstellerin und jenische Volksgruppenangehörige aus der Schweiz, Thema in „Kultura hetvinate / Kultur am Montag“. Außerdem stehen wie immer die internationalen Volksgruppennachrichten auf dem Programm der Sendung.
Juli 16th, 2023 | Published in Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Ministeriumsbericht: Keine Pflegefamilien für Roma-Kinder, Hälfte der Kinder in tschechischen Säuglingsheimen gehört der Roma-Minderheit an
Fast die Hälfte von Kindern in sogenannten Säuglingsheimen in Tschechien sind Roma. Darüber informierte das tschechische Arbeitsministerium in seinem Jahresbericht über Heime für Kinder bis drei Jahre. In den entsprechenden Einrichtungen lebten im Frühling dieses Jahres insgesamt 410 Kinder, 189 davon hätten der Roma-Minderheit angehört, hieß es. In die Heime seien die Kinder zumeist aus sozialen Gründen abgegeben wurden, steht weiter in dem Bericht.
Die Säuglingsheime in Tschechien funktionieren wie Gesundheitseinrichtungen. Für den Betrieb dieser Institutionen ist Tschechien in der Vergangenheit vonseiten der EU und der UNO immer wieder kritisiert worden. Ende kommenden Jahres werden die letzten Heime schließen. Um verwaiste und verlassene Kinder sollen sich dann Pflegefamilien kümmern.
(Text: Radio Prag)
Siehe zur Problematik der Roma-Heimkinder in Tschechien auch unseren Artikel „Draußen vor der Tür“ in dROMa 68 (2022).
Juli 15th, 2023 | Published in Hochschulschriften, Kunst & Fotografie, Literatur & Bücher, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Rosa Tatzber (2021): Zur visuellen Reproduktion des Antiziganismus
Masterarbeit, Universität Wien (Fakultät für Sozialwissenschaften), 111 S.
→Zum Download der UB Wien (pdf)
Abstract: Antiziganismus ist ein sozial bedingtes Phänomen, welches seit Jahrhunderten zur Diskriminierung und Verfolgung von Rom_nja und Sint_ize führt. Um Antiziganismus in seiner gesellschaftlichen Bedingtheit zu verstehen, wird auf die Kritische Theorie des Antiziganismus Bezug genommen, die dessen Ursache nicht in den Betroffenen, sondern in der pathischen Projektion der Vorurteilshaften sieht. Aufbauend auf diese Thesen wird mit dem Konzept der antiziganistischen Sinnstruktur eine Verbindung zur wissenssoziologischen Bildhermeneutik hergestellt, um der visuelle Reproduktion von Antiziganismus in fixierten Bildern nachzugehen. Vorgestellt werden vier Bildinterpretationen, welche sich mit dem antiziganistischen Potenzial auf den Ebenen der Bildgestaltung, der ikonografischen Bildtradition und des Kontextes (Facebook, VOL.at, Oe24.at, RTL.de, 9Gag.com) befassen. Wesentlich ist der Ausgangspunkt, dass Bilder ikonisch Sinn erzeugen und dieser nicht vollständig in Sprache übersetzbar ist. Daher wurde die Methode der Figurativen Hermeneutik nach Michael R. Müller gewählt. Deutlich wird, dass bereits die Choreografie der Bilder Antiziganismus visuell reproduzieren kann und sich diese in die Tradition der Fremddarstellungen einordnen lassen. Daher ist eine Sensibilisierung für visuelle Stereotype und das Aufzeigen von Gegenbildern notwendig.
Schlagwörter: Antiziganismus / Kritische Theorie / visuelle Soziologie / visuelle Stereotype
Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuerin: Roswitha Breckner
u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.
UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/61060
Juli 14th, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 13.7.2023 (mp3)
Im Tagesthema lernen Sie heute Josef Schmidt vom Verein Roma-Service kennen. Er ist seit über 30 Jahren in der Volksgruppenarbeit aktiv. Als muttersprachlicher Romani-Lehrer unterrichtet er Burgenland-Romani bzw. Romanes an Oberwarts Schulen. In „Mri historija“ erforscht Alex Gussak die Ortschaft Kitzladen im Bezirk Oberwart. Am Mikrofon: Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 14.7.2023 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ stehen die Veranstaltungshinweise/Mulatintschage und die internationalen Volksgruppennachrichten auf dem Programm. In der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ berichtet heute unsere Ferialpraktikantin Aly, wo und warum sich junge Menschen ehrenamtlich engagieren und welchen Vereinen sie in ihrer Freizeit beiwohnen.
Juli 13th, 2023 | Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte
POWER ME Podcast #2 mit Maryam Haschemi Yekani, Sept. 2022
In dieser Folge ist Maryam Haschemi Yekani zu Gast. Sie ist Rechtsanwältin und arbeitet schwerpunktmäßig im Arbeits- und Antidiskriminierungsrecht, für Letzteres ist sie auch als Trainerin tätig. Seit 2016 ist sie auch als Beraterin bei der Berliner Beratungsstelle „KiDs – Kinder vor Diskriminierung schützen“ an der Fachstelle Kinderwelten tätig. Im Interview mit Nuran erzählt sie, was die Hintergründe ihrer Beratungsarbeit sind und wie diese im Alltag aussieht. Dafür nimmt uns Maryam mit in viele interessante Beispielfälle: Wir erfahren, welche Hürden bei der Beratung von Kindern aufkommen können, wie die unterschiedlichen Instanzen Schule, Eltern, soziales Umfeld im Falle von Diskriminierungserfahrungen wirken und interagieren. Und wir erfahren, welche Chancen für eine bessere Unterstützung der Kinder und eine bessere Zusammenarbeit der Instanzen ergriffen werden können.
Juli 12th, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 11.7.2023 (mp3)
Bertie Unger ist Musiker und Journalist aus Oberwart. Marcel Horvath hat ihn im heutigen Tagesbeitrag für die „Romani Ora“ interviewt. Und in der Rubrik „Mindenfelitiko“ erklären wir Ihnen, wie Sie Lippenbalsam ganz einfach selbst herstellen können.
Anhören: →Sendung vom 12.7.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ am Mittwoch – diesmal mit dem Tagesthema: Mehrsprachigkeit in Burgenlands Kindergärten, den zweisprachigen Volksgruppennachrichten und dem Jugendbeitrag. Darin erfahren Sie heute mehr über die mehrteilige Fernsehdoku „Jenny und die Roma-Kinder“. Die Sendung moderiert Tina Nardai.
Juli 11th, 2023 | Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft
Meral El:
Diskriminierungskritische Analyse von Schulbüchern im Land Bremen, Juni 2023
Wessen Geschichte wird wie erzählt? Für die Landeszentrale für politische Bildung Bremen hat die Kulturwissenschaftlerin Meral El vergangenes Jahr eine exemplarische Begutachtung von Schulbüchern im Land Bremen durchgeführt. In der 40-seitigen Studie untersucht Meral El entlang einer diskriminierungs- und rassismuskritischen Analyse Schulbücher für den Bereich Gesellschaft und Politik, die im Land Bremen für die Klassen 9 und 10 an Oberschulen und Gymnasien zugelassen sind. Mit Verweis auf zahlreiche Text- und Bildbeispiele zeigt die Studie exemplarisch auf, in welcher Art und Weise rassistische, antisemitische und diskriminierende Differenzkonstruktionen und Bedeutungszusammenhänge fortgeschrieben werden. Die Autorin formuliert Fragen und Empfehlungen, wie alle Beteiligten, die mit Bildungsmedien arbeiten oder an Erstellung und Auswahl beteiligt sind, diskriminierungsrelevante Wissensbestände und Bezüge besser verstehen, irritieren und vermeiden können. Im Rahmen des Projektes wurden Gespräche mit Expertinnen und Experten aus Schule, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Bremen und Bremerhaven geführt, sowie im Mai 2023 ein Fachgespräch im Deutschen Auswandererhaus, welches als dialogische Dokumentation Teil der Publikation ist. Aus dem Bericht:
Die vorliegende Analyse zeigt, dass sich in fast allen untersuchten Schulbüchern implizit oder explizit antisemitische, rassistische, sinti- und romafeindliche, frauen- und queerfeindliche Inhalte und Abbildungen finden. Ansätze dafür, Gesellschaft und gesellschaftliche Diskurse diskriminierungssensibel sowohl in Geschichte als auch in Gegenwart darzustellen, bleiben punktuell. […] Allgemein ist festzuhalten, dass sehr wenig auf Sinti:zze und Rom:nja in den untersuchten Schulbüchern eingegangen wird. Das Auslassen ist eine Vehemenz der rassistischen Diskriminierung, die extreme Auswirkung [...] hat. […] Gruppen, die diskriminiert werden, finden sich in Zuschreibungen und Positionierungen in der sprachlosen Opfer- und Objekt-Rolle. […] Die Fortschreibung der hierarchischen Positionierung als sprachlose Opfer, als Unterlegene, als Ermordete oder als Überlebende, denen nachträglich die Würde durch den kontinuierlichen Außenblick genommen wird, zieht sich durch alle geprüften Schulbücher hindurch. Die „mehrperspektivische Darstellung“ […] wird hier verfehlt. So wird ein homogenes fremdgemachtes, distanziertes Bild über Jüdinnen:Juden, Schwarze, Sinti:zze und Rom:nja und People of Color reproduziert. Read the rest of this entry »
Juli 10th, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 10.7.2023 (mp3)
Die neue Woche beginnt mit dem „Romani Ora“-Musikmontag, präsentiert von Tina Nardai. Mit dabei die Volksgruppennachrichten und das Montagsspezial „Kultura hetvinate / Kultur am Montag“. In der heutigen Ausgabe erfahren Sie mehr über das 2005 erschienene Jugendbuch „Auf Wiedersehen im Himmel“ von Michail Krausnick (1943–2019).
Juli 9th, 2023 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Eine Frage der Abstammung? Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert „Lagebild zur Clankriminalität 2022 in Niedersachsen“
Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, kritisiert, dass im „Lagebild zur Clankriminalität 2022 in Niedersachsen“, das am 26. Juni dieses Jahres von der niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens und der Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann vorgestellt wurde, Eigentumsdelikte von den Ermittlungsbehörden zu einer Frage der Abstammung deklariert wurden, indem solche Taten einer „kriminellen Großfamilie aus der Ethnie der Roma“ zugeschrieben wurden.
„In dem Lagebericht werden auch Vorwürfe wie der Diebstahl von Kleidung und Mobiltelefonen erhoben, die zu schrecklichen Alltagserfahrungen in vielen Geschäften und Kaufhäusern gehören und hohe Schäden verursachen“, stellte Romani Rose klar. „Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma kritisiert, dass in diesem Lagebild Straftaten, die selbstverständlich verfolgt und verurteilt werden müssen, im Falle unserer Minderheit zusätzlich mit der Abstammung und in Verbindung mit Clankriminalität ausgewiesen werden. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sieht darin eine Fortsetzung der rassistischen und antiziganistischen Erfassung, die trotz der leidvollen Geschichte unserer Minderheit und trotz des Verbots in unserer Verfassung widerrechtlich weiterbetrieben wird“, erklärte Romani Rose.
„Dadurch werden deutsche Sinti und Roma ausgegrenzt, stigmatisiert und kriminalisiert und in den Fokus von Clankriminalität gerückt, die in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit mit Schwerstkriminalität in Verbindung steht. Diese Form von Kriminalisierung gegenüber unserer Minderheit gibt den Rechtsextremen die Munition zur Rechtfertigung ihrer Gewalttaten, wie sie schon sehr oft gegenüber unserer Minderheit ausgeübt wurden“, ergänzte Rose.
Juli 8th, 2023 | Published in Facts & Figures
Juli 7th, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 6.7.2023 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ begeben wir uns diesmal in das Oberwarter Freibad. Dort hat die AK-Bücherei einen kostenlosen Bücherstand eingerichtet. Und in der Rubrik „Mri historija“ hat Alex Gussak die Tonaufnahme einer Frau Anna aus Draßburg (Bezirk Mattersburg) aufgearbeitet.
Anhören: →Sendung vom 7.7.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ am Freitag, moderiert von Tina Nardai, mit den Veranstaltungshinweisen/Mulatintschage und den zweisprachigen Volksgruppennachrichten. In der Jugendsendung „Young, wild and free – le ternenge“ bekommen Sie heute das erste Mal unsere „Radio MORA“-Ferialpraktikantin zu hören. Aly wird im Sommer Adi Gussak unterstützen und hat für heute gleich passend zum Einstand das Thema „Ferialpraktika und Sommerjobs“ gewählt.
Juli 6th, 2023 | Published in Politik
50 Millionen Euro für Roma-Patrouillen
RSI/RTVS: Fünfzig Millionen Euro aus EU-Geldern werden in die Unterstützung von Roma-Patrouillen in den slowakischen Gemeinden fließen. Darüber informierte Ministerpräsident Ľudovít Ódor gemeinsam mit Investitionsminister Petr Balík auf einer Pressekonferenz. Laut Ódor sorgen Roma-Streifen effizient für öffentliche Ordnung und werden in den Dörfern respektiert: „Diese Patrouillen waren schon in über 250 Gemeinden tätig. Dabei wurden etwa 1.400 Arbeitsstellen geschaffen.“
Laut dem Bevollmächtigten der slowakischen Regierung für Roma-Gemeinschaften Ján Hero bestand großes Interesse an einer Fortsetzung der Patrouillen:„Das Hauptziel der Roma-Patrouillen ist die Verbesserung der Umwelt in Gemeinden mit marginalisierten Roma-Gemeinschaften. Außerdem sollen sie die lokale Entwicklung unterstützen, die öffentliche Ordnung aufrechterhalten sowie Leben, Gesundheit und Eigentum durch Informations- und Präventionsaktivitäten schützen.“
Mitglieder der Patrouillen sind verpflichtet, sich in den Bereichen, in denen sie tätig sind, weiterzubilden. Innerhalb der Gemeinschaft fungieren sie als Vorbilder. Antragsberechtigt sind alle Gemeinden mit Roma-Gemeinschaften, die im Atlas der Roma-Gemeinschaften aus dem Jahr 2019 angeführt sind und mindestens 80 Roma-Bewohner haben. Der Bürgermeister der Siedlung Luník IX im ostslowakischen Košice, Marcel Šaňa, bezeichnete das Projekt der Roma-Patrouillen als Erfolg: Read the rest of this entry »
Juli 5th, 2023 | Published in Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 4.7.2023 (mp3)
Die „Romani Ora“ am Dienstag, präsentiert von Tina Nardai. Jiří Šitler ist tschechischer Botschafter und Historiker. Martin Horvath hat ihn für Radio MORA interviewt. In „Mindenfelitiko“ hören Sie einen aktuellen Trailer zur dritten Staffel der Netflix-Erfolgsserie „The Witcher“.
Anhören: →Sendung vom 5.7.2023 (mp3)
Im Tagesthema: ein Beitrag über das Rahmenkonzept zur Implementierung der Volksgruppensprachen in den burgenländischen Kindergärten. Darüber hinaus erwarten Sie die Volksgruppennachrichten in Deutsch und Burgenland-Romani. Und ein „Young, wild and free le ternenge“ mit dem POWER ME Podcast über „Was ist Rassismus?“.