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Symposium zum Roma-Genozid

Juli 24th, 2019  |  Published in Geschichte & Gedenken, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Tagung zum Roma-Holocaust im Studienzentrum in Dachau (Foto: Max-Mannheimer-Studienzentrum, Dachau)Dachauer Symposium zur Zeitgeschichte 2019

Sinti und Roma: Der nationalsozialis­tische Völker­mord in his­to­ri­scher und ge­sell­schafts­poli­ti­scher Per­spektive

25./26. Oktober 2019
Max-Mannheimer-Haus, Dachau

→zum Veranstaltungsprogramm (pdf)
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Anmeldung bis zum 5.10.2019 auf www.mmsz-dachau.de

Der Völkermord an den Sinti und Roma erfuhr erst eine öffentl­ich weit­hin sicht­bare An­erken­nung, als 2012 in Berlin das zentra­le Denkmal für diese Opfer­gruppe ge­schaf­fen wur­de. Noch bis weit in die 1970er Jahre war die Be­haup­tung gang und gäbe, die Ver­folgung der Min­der­heit und selbst die De­portatio­nen in das Kon­zentra­tions- und Ver­nich­tungs­lager Auschwitz-Bir­kenau seien keine rassen­po­li­tisch mo­ti­vier­ten Maß­nahmen des natio­nal­sozia­lis­ti­schen Re­gimes ge­wesen.

Dachau ist in Bezug auf den Völkermord und seine Nach­geschichte ein zentraler Ort: Ab 1938 waren gro­ße Gruppen von Sinti und Roma im Kon­zentra­tions­lager in­haf­tiert und ins­be­son­de­re den Medizin­verbrechen aus­gesetzt. In der KZ-Ge­denk­stätte fand 1980 ein Hungerstreik statt, der wie die im Jahr zu­vor von der Bürger­rechts­be­we­gung deutscher Sinti und Roma in der KZ-Ge­denk­stätte Bergen-Belsen durch­ge­führte Gedenk­kund­gebung zu einer Wende in der Wahr­neh­mung des Völkermordes bei­trug. Auf­merk­sam­keit erregte schließ­lich 1993 der Pro­test gegen die staat­liche Ab­schie­bung von Roma, dessen Schau­platz er­neut die KZ-Ge­denk­stätte Dachau war.

Das Dachauer Symposium wendet sich der Verfolgung der Sinti und Roma in der NS-Zeit zu. Ge­fragt wird ferner nach den Kon­tinui­tä­ten und Brüchen nach 1945. Anti­ziganis­ti­sche Ein­stellun­gen ha­ben nicht nur das Leben der Überlebenden und de­ren Nachkommen über­schat­tet, son­dern er­schwe­ren bis heute auch die Bildungs­arbeit. Read the rest of this entry »