UNICEF-Studie fordert Bleiberecht
Juli 8th, 2010 | Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Politik, Rassismus & Menschenrechte
Kinder ohne Chance: UNICEF präsentiert Studie zur Lage der Roma-Kinder aus dem Kosovo
5.000 Kinder und Jugendliche vor der Abschiebung aus Deutschland — 75 Prozent brechen im Kosovo die Schule ab — Jedes dritte Roma-Kind lebt dort in extremer Armut
UNICEF, 8.7.2010: Rund 5.000 Kinder aus Familien der Roma und weiterer ethnischer Minderheiten sollen in den kommenden Jahren aus Deutschland in den Kosovo abgeschoben oder rückgeführt werden, obwohl sie dort kaum eine Perspektive auf Schulbildung, medizinische Versorgung und gesellschaftliche Integration haben. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue UNICEF-Studie zur Lage von Roma-Kindern in Deutschland und im Kosovo. Demnach gehen drei von vier Kindern, die bislang schon aus Deutschland zurückkehrten und hier zur Schule gingen, im Kosovo nicht mehr zur Schule. Die größtenteils in Deutschland aufgewachsenen Kinder sprechen kaum Albanisch oder Serbisch und landen nach der Abschiebung im sozialen Abseits.
Obwohl fast die Hälfte der rund 12.000 von Abschiebung bedrohten Roma Kinder und Jugendliche sind, spielt das Wohl der Kinder in dem Abkommen zwischen Deutschland und dem Kosovo keine Rolle. Im Auftrag von UNICEF befragte ein internationales Forscherteam in den ersten Monaten des Jahres 2010 im Kosovo und in Deutschland Roma, Experten und politisch Verantwortliche und erarbeitete daraus Empfehlungen für Politiker und Behörden in Deutschland und im Kosovo.
„Viele Kinder und Jugendliche aus dem Kosovo sind in Deutschland gut integriert. Sie sollten ein dauerhaftes Bleiberecht erhalten. Stattdessen werden sie zurückgeschickt, ohne dass ihr Wohl und ihre Rechte überhaupt in den Blick genommen werden. Das verletzt die völkerrechtlichen Bestimmungen der UN-Kinderrechtskonvention. Jedes Kind hat das Recht auf Schutz. Deshalb müssen die Abschiebungen gestoppt werden“, sagte Tom Koenigs, UNICEF-Vorstandsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag in Berlin. Read the rest of this entry »
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Der Demokratiepreis der Margaretha-Lupac-Stiftung (mehr 
„Roma zählen am Arbeitsmarkt zu den benachteiligten Gruppen“, so Bundesminister Rudolf Hundstorfer anlässlich der internationalen Konferenz „Romani Butji“ in Wien. Die internationale Konferenz fand am 28. und 29. Juni 2010 im Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz statt und wurde von Bundesminister Hundstorfer eröffnet. Die Konferenz, die pro Tag ungefähr 70 Teilnehmer besuchten, widmete sich drei Themenschwerpunkten: Bedingungen am Arbeitsmarkt, Bedürfnissen von Roma sowie „Good Practice“-Beispielen arbeitsmarktpolitischer Projekte aus unterschiedlichen europäischen Ländern. Doch nicht nur Experten aus den Themenbereichen des Arbeitsmarktes gaben ihr Wissen preis, vor allem die Roma selbst hatten bei dieser Konferenz mit neun von zwölf Sprecherinnen und Sprechern eine starke Stimme 
Gestern teilte der ungarische Landespolizeichef József Bencze in der Nachrichtensendung des Fernsehens mit, dass die Ermittlungen zu der international aufsehenerregenden Mordserie an Roma 2008 und 2009 jetzt abgeschlossen seien. Bei den Verdächtigen handelt es sich um vier Männer aus dem ostungarischen Komitat Hajdú-Bihar im Alter zwischen 28 und 42 Jahren, die von Angehörigen einer Spezialeinheit am Morgen des 21. August 2009 in einem Nachtklub von Debrecen festgenommen wurden: