Literatur & Bücher

„… a zprackta braucht kaan karakta“

September 15th, 2016  |  Published in Literatur & Bücher

Harri Stojka als Literat: Buchpräsentation am 15. und 21. September„a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“

Mundartgedichte und Zeichnungen von Harri Stojka und Walter Schmögner, Edition Keiper: Graz 2016, 112 Seiten. www.editionkeiper.at

Ando 15to septemberi 2016 presen­ti­ri­nen o Stojka taj o Schmögner puma­ri ken­va use Mora­wa andi Woll­zeile Betschis­te. Taj ando 21to sep­tem­beri ge­nel taj cidel o Stojka andi edi­­ci­­jona Keiper Ge­re­ciste.

Angle barikane iriniptscha taj barikane neve falati o Harri Stojka ande pri muschi­ka­schen­geri kari­jera na dara­no. Ham akan o gite­ra­schi ande pro lek terne­der pro­jekto nevo koja pro­ba­linel: jek dschivdo rika­ke­ro urtscha­jipe upro than la lite­ratu­ratar. Jek arodipe les­kera muja­kera poesi­ja­tar – alaves­kere khe­liptscha taj tschib­tscha­kere sik­li­pes­kere butja ando vodschi­kano betschi­tiko dija­lek­to – ando sep­tem­beri ando Gere­cis­kero Keiper-fa­log ari al.

Kerdo ulo ada erschti verk le schu­kar ana­ve­ha „a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“ khe­tan le cajch­ne­riha Walter Schmögner. Schpi­ci pore­ha taj latsche pisoha phe­rel taj ko­men­ti­ri­nel o ilustra­tori o poe­siji les­kere paj­taschis­tar, save te ando tema­tischi diki­pe, tscha­tschi­kan betschi­tiko upre jek use an. Sa jek kari­ka pedar o vesti­na­schi, pedar o fe­leri vaj – hat – peder o mu­lipe kerel. Read the rest of this entry »

Gummiodla, Heisltopf

September 14th, 2016  |  Published in Literatur & Bücher

Harri Stojka als Literat: Buchpräsentation am 15. und 21. September„a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“

Mundartgedichte und Zeichnungen von Harri Stojka und Walter Schmögner, Edition Keiper: Graz 2016, 112 Seiten. www.editionkeiper.at

Am 15. September 2016 präsentie­ren Stojka und Schmög­ner um 19:30 Uhr ihr Buch bei Mora­wa in der Woll­zeile in Wien. Und am 21. Sep­tem­ber liest und spielt Har­ri Stojka um 19 Uhr bei der Edtion Keiper in Graz (Ein­tritt: 10 Euro; An­mel­dung er­for­der­lich)

Vor überraschenden Wendungen und neuen Etap­pen ist Harri Stojka in seiner Musiker­lauf­bahn noch nie zurück­ge­schreckt. Et­was gänz­lich Neues wagt der Gitarrist nun aber in sei­nem jüngs­ten Pro­jekt: einen schwung­vollen Sei­ten­sprung aufs Par­kett der Literatur. Eine Aus­wahl sei­ner Mundart­ge­dichte – Wort­spiele und Zun­gen­übun­gen im herz­haf­ten Wiener Dialekt – er­scheint im Sep­tem­ber im Grazer Keiper-Verlag.

Entstanden ist das Erstlingswerk mit dem klin­gen­den Ti­tel „a guada tog oder a zprackta braucht kaan karakta“ in Zu­sam­men­arbeit mit dem Zeich­ner Walter Schmögner. Mit spitzer Fe­der und fei­nem Stift er­gänzt und kom­men­tiert der Illustra­tor die Gedichte sei­nes Freun­des, die auch in thema­ti­scher Hin­sicht recht wie­ne­risch daher­kom­men. Alles kreist da um ewige Außen­seiter und Ver­lierer, den Irr­tum oder – natür­lich – den Tod. Dabei suhlt sich Harri Stojka lust- und humor­voll im Reich­tum des Wiener Idioms mit sei­ner Klang­fülle und seinen Kaprio­len: „maggi­lokn – krokodü / fetzn­schedl – grippe­gspü / oasch mit kropf – knedl­kopf / gummi­odla – heisl­topf“, heißt es da bei­spiels­weise ein­mal reich­lich ver­spielt, nur um in einen Stoß­seuf­zer zu mün­den: „jo i waas, des hot kaan sinn!“

(dROMa)

Theodor-Kramer-Preis an Stefan Horvath

Juni 24th, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Literatur & Bücher

Stefan Horvath, Theodor-Kramer-Preisträger 2016 (Foto: J. Hutter/Th.-Kramer-Gesellschaft)Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil geht an den Ober­war­ter Rom und Au­tor Ste­fan Hor­vath und den His­to­ri­ker Gerhard Scheit

Preisbegründung

Februar 1995, einen Tag, nachdem sein Sohn Peter Sárközi und drei andere jun­ge Roma beim Terror­anschlag von Oberwart er­mor­det wor­den wa­ren, be­gann Stefan Horvath zu schrei­ben. Er schrieb, weil er nicht mehr schla­fen konn­te, weil er sein gan­zes Leben lang, wie er selbst sagte, still ge­blie­ben war, so wie auch schon sein Vater, der die Kon­zentra­tions­la­ger Dachau, Buchenwald, Gusen und Mauthausen über­lebt hat­te und seine Mutter, Über­le­ben­de der Kon­zentra­tions­la­ger Auschwitz und Ravensbrück. Seit 1995, seit seinem 46. Lebens­jahr, schreibt Ste­fan Horvath, er schreibt über das Über­leben der Roma in Ober­wart wäh­rend des Porajmos, über das Le­ben nach 1945, nach 1995. Er er­zählt und sein Er­zäh­len ist ein An­kämpfen ge­gen das eige­ne Still­schwei­gen und gegen das Tot­schwei­gen durch die Gesell­schaft. Seit 2003 sind die Bücher „Ich war nicht in Auschwitz“, „Katzenstreu“, „Atsinganos. Die Oberwarter Roma und ihre Siedlungen“ er­schie­nen, viele Gedichte und der Ein­akter „Be­geg­nung zwi­schen einem Engel und einem Zigeuner“ ent­standen. Es sind star­ke litera­ri­sche Arbeiten über den all­täg­li­chen Anti­ziganis­mus in Österreich, wel­che das Schwei­gen bre­chen, den Dis­kri­mi­nie­run­gen, der er­drücken­den Un­ge­rech­tig­keit, dem Hass ein Ende setzen wol­len. Stefan Horvath schreibt ohne Ver­bitte­rung, ohne Il­lusion, je­doch mit viel Hoffnung und meis­ter­haftem er­zähle­ri­schem Können.

Biographie von Stefan Horvath (Oberwart)

Stefan Horvath wurde am 12. November 1949 in Oberwart, Burgenland, ge­bo­ren. Er wuchs in der zwei­ten, 1946 ent­stan­de­nen Oberwarter Roma-Siedlung, weit vom Orts­kern ent­fernt und zwi­schen Schieß­platz und Deponie ge­le­gen, auf. Die Sied­lung be­stand die ers­ten Jahre aus einer Ba­racke der Roten Armee, und als die Roma die ers­te Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen für die zu Un­recht er­lit­tene Haft er­hiel­ten, ließen sie von die­sen Zah­lun­gen Häuser in Mas­siv­bau­weise er­rich­ten. Lage und Aus­stat­tung der Sied­lung wa­ren Symbol dafür, wie we­nig will­kom­men die Roma, die die NS-Ver­fol­gung über­lebt hat­ten, in ihrer Hei­mat wa­ren. Read the rest of this entry »

Roma und Travellers. Identitäten im Wandel

Mai 31st, 2016  |  Published in Literatur & Bücher

Thurner / Hussl / Eder-Jordan (Hrsg,)Erika Thurner, Elisabeth Hussl, Beate Eder-Jordan (Hrsg.): Roma und Travellers. Identitäten im Wandel. Mit einem Vorwort von Karl-Markus Gauß, iup: Innsbruck 2015. (384 S., ISBN 978-3-902936-95-0)

Buchpräsentation‬ mit ‪Lesung‬ ‪in‬ ‎Innsbruck‬: 31. Mai 2016, 19 Uhr, Studia, Innrain 52f

„… in den letzten Jahren hat die wissenschaft­li­che Be­schäf­ti­gung mit so vie­len Aspek­ten der Ge­schich­te, Kultur, Sprache der Roma ein Niveau er­reicht, das vor zwei, drei Jahr­zehn­ten noch kaum vor­stell­bar war. (…) Den aka­de­mi­schen El­fen­bein­turm hat es, was die Roma-Studien be­trifft, nie ge­ge­ben, denn wer im­mer über Roma forscht, tut es auch, um auf seine Wei­se das fata­le und ge­fähr­li­che Bild, das sich die Öf­fent­lich­keit von den Roma so lange ge­macht hat, zu kor­ri­gie­ren und Wissen zu ver­brei­ten, das in die Gesell­schaft hinaus­wirkt.“

(Karl-Markus Gauß, Vorwort)

Die Herausgeberinnen bieten einen breiten Über­blick über die gesell­schaft­li­che Posi­tion von Roma, Jenischen und Travellers in Öster­reich und in eini­gen ande­ren euro­päi­schen Staaten. Lebens­ver­hält­nis­se und Le­bens­zu­sam­men­hänge, Sprachen und kul­tu­relle Pro­duk­tio­nen sind eben­so Thema wie en­ga­gier­tes Auf­be­geh­ren und orga­ni­sier­tes Sicht­bar­wer­den dieser Min­der­hei­ten („Weni­ger­hei­ten“ mit den Wor­ten von Ceija Stojka). Nam­hafte Wis­sen­schaf­terIn­nen aus un­ter­schied­li­chen Dis­zipli­nen und Akti­vistIn­nen ha­ben sich zu die­sem Zweck ver­netzt, be­teilig­ten sich an Work­shops, Lehr­ver­anstal­tun­gen und Ta­gun­gen an der Uni­ver­si­tät Inns­bruck und stel­len ihre zum Teil jahr­zehnte­lan­gen Er­fah­run­gen und For­schungs­er­geb­nis­se für diesen Sam­mel­band zur Ver­fü­gung.

(Text: Univ. Innsbruck)

Inhalt: Read the rest of this entry »

Romani-Wörterbuch in der Türkei

Mai 14th, 2016  |  Published in Literatur & Bücher, Romani

DaylamNur ein sehr kleiner Teil der in der Türkei leben­den Roma spricht heu­te noch Romani. In der süd­türki­schen Provinz Mersi ver­su­chen Roma, dem wei­teren Ver­schwinden ihrer Sprache ent­gegen­zu­wir­ken. Sie haben nun ein ers­tes Romani-Türkisch-Wörterbuch in Form ei­ner Bro­schüre („Romanes-Türkçe Söz­lük“) heraus­ge­bracht. Das Ziel sei, Kultur und Sprache zu be­wah­ren, erklärt Ali Daylam, der Vor­sitzen­de der Fö­dera­tion der Roma-Vereine und zu­gleich einer der Heraus­geber, gegen­über der Agen­tur Ana­do­lu. „Es gibt rund 300 Roma-Verei­ne in der Türkei, aber sogar dort sind 95 Pro­zent ihrer Mit­glie­der der Spra­che nicht mehr mäch­tig“, er­klärt Day­lam, der sich seit Jahren dafür ein­setzt, das Romani in der Tür­kei wieder­zu­be­le­ben. „Wir möch­ten uns alle Mühe ge­ben, um die gegen­wär­tige Situa­tion des Ro­mani zu ver­bes­sern. Wir wer­den in Zu­kunft pro­fes­sio­nel­ler an die Sache heran­ge­hen“, so Day­lam. Das neue Basis­wörter­buch sei hier­bei ein wich­ti­ger Schritt: „Es ist ein An­fang. In Zu­kunft wol­len wir ein um­fas­sen­de­res und wis­sen­schaft­li­che­res Wör­ter­buch vor­be­rei­ten.“

Erarbeitet wurde das Wörterverzeichnis von den beiden tür­ki­schen Roma-Ak­tivis­ten Ali Daylam und Halil İbrahim Nurbel in Zu­sam­men­arbeit mit dem inter­na­tio­nal tätigen Ro­ma-Ex­per­ten Orhan Galjus. Die Bro­schüre ist als Datei kos­ten­los hier ver­fügbar: Download (pdf)

(dROMa)

Sunita und Mira feiern Herdelezi

Mai 8th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher

Kinderbuch "Sunita und Mira feiern Herdelezi"Neues Kinderbuch auf Romani und Deutsch

In Deutschland ist kürzlich das Büchlein „Sunita und Mira feiern Her­de­lezi“ prä­sen­tiert wor­den, heraus­ge­ge­ben vom Göttinger Roma-Center, das sich vor­wie­gend um Flücht­linge vom Balkan küm­mert. Far­ben­froh be­bil­dert er­zählt die 25-Seiten-Bro­schüre von Sunita, die ihre Kinder­gar­ten­freun­din Mira ein­lädt, mit ihr das Roma-Fest „Herdelezi“ zu feiern. Der Georgs­tag, Herdelezi (oder Đurđevdan), ist für die Roma des süd­li­chen Bal­kans und in der Türkei ein be­son­ders wich­tiges, aus­giebig be­gan­ge­nes Frühlings­fest – und wird von mus­li­mi­schen und ortho­doxen Roma gleicher­maßen ge­feiert. „Sunita und Mira feiern Her­de­lezi“ er­zählt eine kleine, fröh­li­che Ge­schichte einer inter­kultu­rel­len Be­geg­nung, und das natür­lich zwei­sprachig, auf Romani und Deutsch. We­ni­ger fröh­lich die Hinter­gründe: Denn eine der bei­den Auto­rin­nen ist die Kosovo-Romni Hatigje Osmani; nach 17 Jahren in Deutschland hätte sie plötzlich abgeschoben werden sollen – und war deshalb mit ihrer Familie untergetaucht. Ihr Platz auf dem Podium blieb bei der Buch­prä­sen­ta­tion Ende Februar leer.

Sunita und Mira feiern Herdelezi, Eine Geschichte von Doreen Blume-Peiffer und Hatigje Osmani mit Bildern von Anke Bär, Göttingen 2016.

Bestellung unter: www.roma-center.de

(dROMa)

Sunita taj Mira

Mai 6th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani

Kinderbuch "Sunita und Mira feiern Herdelezi"Nevi tschavengeri kenva andi Germanija

Andi Germanija akan i kenvori „Sunita taj Mira mulati­nen Herdelezi“ pre­sen­ti­rim uli, ar dim le Göttinger Romengere-Centeristar, savo pe but­var vasch o naschi­ge­jaschta an­dar o Bal­kan sor­gi­nel. I fesch­timi kipen­geri 25-riktschen­geri-ken­vori la Su­ni­tatar phu­kal, savi pra tscha­ven­gera ba­ren­gera paj­tasch­kija Mira aka­rel, laha o Romen­ge­ro-mu­la­tintscha­go „Herdelezi“, jek bari­kano terno li­na­jis­kero mula­tin­tscha­go, te mu­la­ti­nel. Jek tikni, lo­schan­di his­to­rija jeke inter­kul­tu­reli tala­li­ni­pestar, taj oda ande duj tschib­tscha, andi ro­mani taj nimtsch­ki. Ek­naj tschu­leder lo­schan­de o pa­lut­nip­tscha: Mint jek le duj autor­ki­jen­dar i Kosovo-Romni Hatigje Osmani hi – la­ce­ro than upro po­di­jum usi ken­va­keri pre­sen­ta­cija ando ki­se­ti­nipe le fe­be­ristar schutscho at­schino. Pal 17 berscha an­di Ger­ma­nija akan tel ispi­dim li te uja­hi – oj pra fa­mi­li­jaha ga­rutscha pe.

Sunita und Mira feiern Herdelezi, Eine Geschichte von Doreen Blume-Peiffer und Hatigje Osmani mit Bil­dern von Anke Bär, Göt­tin­gen 2016.

Kindi schaj i kenva ol telal: www.roma-center.de

(dROMa)

H.C.-Artmann-Literaturstipendium 2016

Februar 2nd, 2016  |  Published in Literatur & Bücher

Literaturhaus Salzburg (Foto: Literaturhaus)Einladung zur Bewerbung für das H.C.-Artmann-Literatur­sti­pen­dium 2016 der Stadt Salz­burg und des Li­te­ra­tur­hau­ses Salz­burg

In Erinnerung an den Poeten und Sprachkünstler H. C. Artmann ver­gibt die Stadt Salzburg in Zu­sam­men­arbeit mit dem Lite­ra­tur­haus Salz­burg für den Zeit­raum von 3.5. bis 26.6.2016 zum neun­ten Mal in Folge das H.C.-Artmann-Lite­ra­tur­stipen­dium.

Bewerben können sich Roma- oder Sinti-AutorInnen, die auf Deutsch schreiben bzw. von denen Texte auch auf Deutsch ver­öf­fent­licht sind, die sich in ihren Texten mit der Gegen­wart ausei­nan­der­setzen und deren Ar­be­iten sich durch künst­le­ri­sche Eigen­ständig­keit, Inno­va­tions­fähig­keit und Authen­ti­zi­tät aus­zeich­nen. Hier­bei sind keine bestimm­ten litera­ri­schen Gattungen oder thema­ti­schen Begren­zun­gen vor­ge­ge­ben. Beson­de­res Augen­merk legt die unab­hän­gige Jury auf Arbei­ten, die sich der räum­li­chen, sprach­li­chen und thema­ti­schen Grenz­über­schrei­tung wid­men und zur Ausei­nan­der­setzung mit der Gegen­wart bei­tra­gen.

Dauer: 3. Mai – 26. Juni 2016
Unterkunft: komplett ausgestattete Wohnung in Altstadtnähe; Stipendium: Euro 2.000,– und Refun­die­rung der Fahrt­kosten (bis max. EUR 500).

Bedingungen:
* Roma- oder Sinti-AutorIn
* literarische Tätigkeit während des Aufenthalts in Salzburg
Read the rest of this entry »

„Zigeuner“-Bilder in Kinder- und Jugendmedien

Januar 14th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Buchcover von "Mond Mond Mond"„Denn sie rauben sehr geschwind jedes böse Gassenkind …“

Tagung der Arbeitsgemeinschaft Jugendliteratur und Medien (GEW) und der Universität Bielefeld in Kooperation mit dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma sowie der Gesellschaft für Anti­zi­ganis­mus­forschung.

3. und 4. März 2016 im Dokuz Sinti und Roma (Berlin)
Aufbau Haus, Prinzenstr. 84 (Aufgang 2, 3. OG), 10969 Berlin

Von Arpad bis Zigeunerfrieda: „Zigeuner“-Figuren und „Zigeuner“-Bilder bevölkern die Kinder- und Jugendliteratur seit ihren Anfängen und sind in all ihren Gattungen vertreten. Zum festen Personal gehören sie in Märchen, ebenso sind sie in kinderliterarischen Klassikern beheimatet: Man denke an Ottilie Wildermuths Das braune Lenchen (1872), Alex Weddings Ede und Unku (1931) oder Kurt Helds Die rote Zora (1941). Auch nach 1945 existieren „Zigeuner“-Kinder in vielen Werken. Sei es in Ursula Wölfels Mond, Mond, Mond (1962) oder in unterhaltungsliterarischen Romanen wie Enid Blytons Fünf Freunde-Reihe. „Zigeuner“-Bilder findet man auch in illustrierten Büchern und Comics, in aktuellen kinder- und jugendliterarischen Romanen, wie denen von Kevin Brooks, oder in autobiographischen Texten von Zeitzeugen, die Anja Tuckermann aufgezeichnet hat. – Die Tagung „Denn sie rau­ben sehr geschwind jedes böses Gassen­kind“ greift mit ihrem Titel ein Zitat aus „Die Zigeuner­frieda“ von Georg Dennler (1910) aus die­sem Text­fun­dus auf.

Im Bereich der Literatur- und Gesellschafts­wissen­schaften er­schien in den ver­gan­ge­nen Jahren eine Reihe wichtiger Ver­öf­fent­li­chun­gen, die der Ge­schichte dieser Konstruk­tio­nen und Stereo­typen­bil­dung, den Aus­wüch­sen der Vor­urteile und anti­zi­ga­nis­ti­schen Ten­den­zen nach­gingen. Read the rest of this entry »

Tschavengere kenvi ande 4 tschibtscha

Januar 10th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

BAKIPKeden, ando 15to decemberi 2015, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar Erba, o duj schtar tschib­tschen­gere kenvi „Ko pomo­schi­nel le mankuschiske?“ taj „Dsch­nes tu, kaj mro khe­ripe hi?“ angle terdschar­de ule. O duj kenvi ando arto isch­ko­la­kero bersch le dajen­gere taj daden­gere faraj­nistar ari dim ule taj akan andi BAKIP te usch­tidel hi le. Khetan ter­dscharde ule o duj kenvi le isch­kol­schki­jen­dar taj isch­ko­laschen­dar ando sik­lipe „Seminar Bild­ne­rische Er­zie­hung, Werk­er­zie­hung taj Texti­les Gestal­ten“ telal i mesch­terkija, Gisela Kramer. Ando hor­vacko taj ungriko siklipe o prik bescha­ripe le nimtschke tekstis­tar la Iris Zsótéraha upre butscha­lim ulo. O but­schasch­tscha andar o Roma-Service, o Emmerich Gärtner-Horvath taj o Josef Schmidt, o kenvi ando Burgenland-Roman prik bescharde. O duj kenvi, ischkolaschkijendar andar o 5te klastscha taj jeke butscha­schis­tar andar o Roma-Service, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar, pre­sen­tirim ule. I kenva „Ko pomo­schinel le man­ku­schiske?“ andi nimtschki taj ungriki taj andi nimtschki taj bur­gen­lan­di­tiki-ro­mani tschib, le tscha­venge angle gendi uli. Read the rest of this entry »

Kinderbücher in vier Sprachen

Januar 9th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

Emmerich Gärtner-Horvath liest vor: Buchpräsentation auf Romani und Deutsch (Foto: BAKIP)An der BAKIP Oberwart wurden zwei neue Kinderbücher prä­sen­tiert. Für den Romani-Teil ver­ant­wort­lich war un­ser Verein Roma-Service.

Im Dezember wurden im Übungskindergarten der BAKIP Oberwart die bei­den vier­spra­chi­gen Kinder­bücher „Wer hilft dem Eichhörnchen?“ und „Weißt du, wo ich zuhause bin?“ vor­ge­stellt. Diese beiden Bücher wurden im letz­ten Schul­jahr durch den Elternverein heraus­ge­ge­ben und sind nun in der BAKIP er­hält­lich. Zusam­men­gestellt wur­den sie von Schülerin­nen und Schü­lern im Unter­richts­gegenstand Seminar Bild­ne­rische Erziehung, Werk­erzie­hung und Textiles Gestalten unter der Lei­tung von Gisela Kramer. In den Unter­richts­gegen­ständen Kroatisch und Ungarisch wurde die Über­setzung des deut­schen Textes mit Iris Zsótér erarbeitet. Die Mit­arbeiter des Roma-Service, Emmerich Gärtner-Horvath und Josef Schmidt, über­setz­ten die Bücher ins Roman (Bur­gen­land-Romani). Bei den Buch­vorstel­lungen wurden die beiden Werke von Schü­lerinnen der 5. Klassen und einem Mit­arbeiter des Roma-Service im Übungs­kinder­garten der Bil­dungs­anstalt für Kinder­garten­päda­gogik präsentiert. Das Buch „Wer hilft dem Eich­hörn­chen?“ wurde den Kin­dern in Deutsch und Ungarisch und in Deutsch und Burgen­land-Romani dar­ge­bo­ten. Read the rest of this entry »

Ein Fest für Ilija Jovanović: 4.10.2015

Oktober 2nd, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

ilijaDatum: 4.10.2015, 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Park vor dem Romano Centro,
Wildgansplatz / Hofmannsthalgasse 2, 1030 Wien

Roma-Orte: Wien bekommt Ilija-Jovanović-Park

Roma und Sinti sind seit langem Teil der Wiener Bevöl­ke­rung und der Ge­schich­te der Stadt. Aber nur sehr weni­ge Wiener Straßen und Plätze sind auch nach Roma oder Sinti be­nannt: Der Baranka-Park (Favoriten, be­nannt 2003), der Ceija-Stojka-Platz (Neubau, be­nannt 2014), der Sinti- und der Lovaraweg so­wie der Romaplatz (alle am Bruck­haufen in Florids­dorf, be­nannt 2001). Romano Centro hat der Bezirks­ver­tre­tung vor­ge­schla­gen, den Park vor sei­nem Vereins­lokal am Wild­gans­platz in Wien-Landstraße nach dem 2010 ver­stor­be­nen Dichter Ilija Jova­nović benen­nen. Die Bezirks­ver­tre­tung unter­stützt diesen Wunsch mit der Zu­stim­mung aller Frak­tio­nen.

Ilija Jovanović (1950–2010)

Ilija Jovanović, wurde 1950 in einer Roma­siedlung in Rumska (Serbien) geboren. Trotz der schwie­ri­gen Lebens­bedin­gun­gen gelang es dem Vater, Ilija schon früh für Literatur zu be­geis­tern. 1970 kam Ilija Jova­nović nach Österreich, er fass­te in Wien Fuß und be­gann neben seiner Arbeit im AKH zu schrei­ben, zu­nächst in Serbisch, später in Deutsch und in seiner Mutter­spra­che Romanes, und er enga­gierte sich in meh­re­ren zivil­gesell­schaft­li­chen Orga­ni­sa­tio­nen, vor allem im Romano Centro, das er 1991 ge­mein­sam mit anderen begrün­dete und dessen Obmann er viele Jahre war. Die Lernhilfe für Roma, die der Verein seit 20 Jahren durch­führt und die hun­der­ten von Roma-Kin­dern zu schu­li­schem Erfolg ver­hol­fen hat, geht auf seine Initia­tive zurück. Ilija Jova­nović hat seine Gedichte in drei eige­nen Lyrikbänden und zahl­rei­chen Antho­lo­gien ver­öffent­licht. Read the rest of this entry »

Bild der Roma in der Literatur

September 15th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft

Katharina Janoska (Foto: VHS Roma)Lesereihe von „bil:kult“ in Wien:

Ein wissenschaftlicher Vergleich | Mag.a Katharina Janoska

Di., 15.9.2015, 19 Uhr
Bildungs- und Kulturinstitut
Wehlistraße 309 | 1020 Wien

„Schon früh wurden die Roma als ehrloses Volk angesehen, das keiner­lei Rechte zu be­anspru­chen hatte. Und bis heute stel­len sie eine Grup­pe dar, auf die sich Vernich­tungs­fanta­sien rich­ten. Die Litera­tur hat dabei über Jahr­hun­derte darin ein­geübt, Gewalt gegen sie als legi­tim zu er­ach­ten.“ (Klaus-Michael Bogdal)

Katharina Janoska wissenschaftli­cher Vergleich von Roma-Literatur und Literatur über Roma dient als Basis eines aktuel­len Dis­kur­ses. Janoska, selbst Romni aus dem Burgen­land, zeigt an diesem Abend anhand der literari­schen Beispiele, wel­ches katastro­phale und men­schen­ver­ach­tende Bild sich über Jahr­hun­derte in der Literatur ent­wickelt hat und sich teil­weise bis heute hart­näckig hält.

(Programmankündigung bil:kult)

The Color of Smoke (Menyhért Lakatos)

August 3rd, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

The Color of Smoke: An Epic Novel of the Roma
(
Trailer edited by Miklos Solyom (Miklos Films); produced with the support of the Lantos Foundation for Human Rights & Justice)

„Füstös képek“, der bekannteste Roman des ungarischen Schriftstellers Menyhért Lakatos (1926–2007) und eines der bedeutendsten Werke der Roma-Literatur, erscheint in wenigen Tagen nun erstmals auch auf Englisch (New Europe Books). Der 1975 in Ungarn publizierte Roman, der auf Deutsch unter dem Titel „Bitterer Rauch“ bereits seit 1978 vorliegt (Verlag Volk und Welt, Ostberlin), spielt in einer ungarischen Romasiedlung während des Zweiten Weltkrieges bis zur deutschen Besatzung 1944. Aus der Sicht eines jugendlichen Protagonisten thematisiert Lakatos’ Roman – als eines der ersten Werke überhaupt – auch die Zeit des heraufdämmernden Roma-Holocausts in Ungarn.

FOR THE FIRST TIME IN ENGLISH (book pub date: Aug. 11, 2015): A timeless tribute to a marginalized people and the gripping tale of one boy’s journey to manhood—by an author who came of age in a Romani (Gypsy) settlement during World War II

.

Literaturnobelpreisträger & ihre „Zigeuner“

Juli 8th, 2015  |  Published in Dokumente & Berichte, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Literaturnobelpreisträger und ihre "Zigeuner" (Foto: Wikipedia)Deutsche Literaturnobelpreisträger und ihre „Zigeuner“

Manuskript des Vortrags von Prof. Dr. Wilhelm Solms
>>Download (pdf)

Der Germanist und Antiziganismusforscher Wilhelm Solms hat die Wer­ke der 13 deutsch­spra­chi­gen Literatur­nobel­preis­träger nach Passa­gen über Roma und Sinti durch­sucht. Bei neun ist er fün­dig ge­wor­den. Die Ergeb­nis­se stell­te er am 26. No­vem­ber 2013 im Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidel­berg vor. Nun hat das Zentrum den Vortrags­text auf sei­ner Website publi­ziert. Romani Rose schreibt in seinem Vor­wort:

(Der Vortragstext) zeigt ebenso anschau­lich wie ein­dring­lich auf, dass Feind- und Zerr­bilder vom „Zigeuner“ auch in die so­genann­te Hoch­kultur ein­ge­gan­gen sind: Deut­sche Literatur­nobel­preis­träger haben „Zigeu­ner“-Stereo­typen in ihren Werken auf­ge­grif­fen und damit zu ihrer Legi­ti­mierung und gesell­schaft­li­chen Ver­an­kerung beigetragen. Doch Wil­helm Solms wür­digt auch jene mit dem Nobelpreis aus­ge­zeich­ne­ten Auto­rin­nen und Autoren, die „Zigeu­ner“-Klischees kri­tisch hinter­fragen und ihrer sozia­len Funk­tion auf den Grund gehen.

(dROMa)

Tagungsband „Antiziganismus“

Juli 4th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Antiziganismus CoverAntiziganismus. Soziale und historische Dimensionen von „Zigeuner“-Stereotypen

Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (Hg.), Redaktion: Thomas Baumann, Jacques Delfeld jr., Hans Scheid, Armin Ulm, Heidelberg 2015. ISBN 978-3-929446-31-9

„Antiziganismus“ wird verstanden als eine spezielle Form des Rassismus gegen­über als „Zigeuner“ identi­fi­zier­ten Indi­vi­duen und Gruppen. Es ist eines der am weites­ten ver­breiteten und wirkungs­mäch­tigs­ten Ressentiments unse­rer Zeit. Der vor­lie­gende Tagungs­band doku­men­tiert die Ergeb­nis­se einer inter­dis­zipli­nä­ren wissen­schaft­li­chen Tagung, die im Herbst 2012 im Dokumen­tations- und Kultur­zentrum Deutscher Sinti und Roma statt­fand. Ziel der Tagung war es, Stärken und Schwä­chen des „Anti­ziganis­mus“- Begriffs neu zu disku­tie­ren, das Phänomen in seinen viel­fäl­tigen Aspek­ten zu unter­suchen und nicht zuletzt Handlungs­optionen auf­zu­zei­gen. Die in diesem Band ver­sammel­ten Aufsätze ver­ste­hen sich als wissen­schaft­li­che Beiträge zur „Antiziganismus­forschung“ und ver­deut­li­chen die histo­rische und soziale Dimen­sion des aktuel­len Dis­kurses.

Die Publikation kann in Buchform zu einem Preis von 14,80 € zzgl. Porto beim Sekre­tariat des Doku­men­ta­tions- und Kultur­zentrums Deutscher Sinti und Roma (sekretariat@sintiundroma.de) bestellt oder hier herun­ter­ge­laden (pdf) werden.

Inhaltsverzeichnis:

Read the rest of this entry »

Gutachten zum NS-Genozid an Roma (2009)

Juni 24th, 2015  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Gutachten zum NS-Völkermord an Roma in der besetzten SowjetunionMartin Holler:
Der nationalsozialistische Völkermord an den Roma in der besetzten Sowjetunion (1941-1944)

Gutachten für das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma (2009)

>>Download (pdf) (6,7 Mb)

Während die Erforschung des NS-Völkermords an den Sinti und Roma im dama­ligen „Groß­deutschen Reich“ große Fort­schritte gemacht hat, steht die historische Auf­arbei­tung der gegen Sinti und Roma gerich­te­ten Ver­nich­tungs­politik in den deutsch besetzten oder mit Hitler-Deutschland verbün­de­ten Staaten noch weit­gehend am Anfang. Dies zeigt nicht zuletzt ein Ver­gleich mit der kaum über­schau­baren Zahl an Einzel­stu­dien über die Ermor­dung der euro­päi­schen Juden. So haben Historiker die Quellen sowjetischer Pro­venienz, die den Genozid an den Roma in der deutsch besetz­ten Sowjet­union doku­men­tieren, fast völlig außer Acht ge­lassen. Das vor­liegende Gut­achten hat sich zum Ziel gesetzt, diese Forschungslücke zumin­dest teil­weise zu schließen.

(Text: sintiundroma.de)

KulturTon: Jovan Nikolić im Gespräch

Juni 22nd, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV

Radio Freirad, Innsbruck | >>Zum Download (27,40 MB)

Jovan Nikolić, einer der bekanntesten zeitgenössi­schen Roma-Autoren, ist der heu­rige Writer in Residence der Philologisch-Kultur­wissen­schaft­lichen Fakultät der Uni­ver­sität Innsbruck. Ge­mein­sam mit Beate Eder-Jordan, ver­ant­wort­lich für das Programm und die Ein­la­dung, kommt er zu Michael Haupt zum Kul­tur­gespräch.

Nähere Informationen zu Jovan Nikolić

(Text: cba.fro.at)

Radio Freirad über Jovan Nikolić

April 30th, 2015  |  Published in Interview, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV

Freies Radio Freirad InnsbruckRadio Freirad | KulturTon, 20.4.2015

>> zum Beitrag (7:51 Min)

Im einem Beitrag von Michael Haupt geht es um Romani-Literatur, und zwar konkret um Jovan Nikolić, der im Mai auf Ein­la­dung der Uni Innsbruck als Writer in Resi­dence nach Innsbruck kommt. Michael Haupt hat mit Beate Eder-Jordan von der Philo­lo­gisch-Kultur­wissen­schaft­li­chen Fakul­tät gesprochen.

(Programminfo: Freirad)

Jovan Nikolić in Innsbruck

April 30th, 2015  |  Published in Literatur & Bücher, Veranstaltungen & Ausstellungen

Jovan Nikolic (Foto: Univ. Innsbruck)Writer in Residence an der Universität Innsbruck: Jovan Nikolić

Do. 7. Mai 2015, 18:00: Plenarsaal des Rathauses (Maria-Theresien-Straße 18, 6. Stock, Innsbruck):

Auftaktveranstaltung: Begrüßung durch die Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck, Mag.a Christine Oppitz-Plörer und den Dekan der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck, Univ.-Prof. Dr. Sebastian Donat.

Lesung: Jovan Nikolić liest auf Serbisch und Romanes, Eleonore Bürcher auf Deutsch.
Jovan Nikolić spricht zum Thema: „Das Engagement von Roma-AutorInnen, -KünstlerInnen und -Kulturschaffenden in Europa“.

Musik: Balkan Fratelli Band | Moderation: Beate Eder-Jordan

Zum Autor:

JOVAN NIKOLIĆ (geb. 1955 in Belgrad, Ex-Jugoslawien, Serbien), Schriftsteller (Lyrik, Drama, Kurzprosa), Journalist, Songtexter

Jovan Nikolić wurde 1955 in Belgrad geboren. Beide Eltern sind Musiker, der Vater Rom, die Mutter Serbin. Seine Kindheit verbrachte Nikolić auf Reisen mit den Eltern, dann in einem Roma-Viertel in der Kleinstadt Čačak (Serbien). Seine ersten Gedichte veröffentlichte er 1977 im Literaturmagazin Gradac in Čačak. Seit seiner Emigration im Jahr 1999 lebt er in Deutschland, zurzeit in Köln. Jovan Nikolić ist einer der bedeutendsten Vertreter zeitgenössischer Roma-Literatur. Als Lyriker, Dramatiker, Kolumnist, Kabarettist und Songtexter (unter anderem für Kusturicas Film „Schwarze Katze, weißer Kater“) kommt Jovan Nikolić zu literarischen Ehren und einer bemerkenswerten Popularität. Neben seinen Lyrik- und Prosa-Bänden veröffentlichte er auch Theaterstücke und satirische Texte. Read the rest of this entry »