Film & Theater

„Nebel im August“

August 5th, 2016  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung

Filmstill aus "Nebel im August" (Foto via filmfonds-wien.at)Spielfilm von Kai Wessel, A/D 2016, 126 Min.
Drehbuch: Holger Karsten Schmidt (nach dem gleich­nami­gen Roman von Robert Domes)
Filmstart: 7.10.2016 (A), 29.9.2016 (D)

Deutschland, 1942: Während des Zweiten Weltkriegs nimmt das Euthanasie-Programm des Nazi­regimes un­ge­ahnte Aus­maße an. Der 13-jäh­rige Ernst Lossa, ein Kind von Jenischen – fah­ren­den Händ­lern – wird von sei­ner Fa­mi­lie ge­trennt und gerät in die Müh­len der natio­nal­sozia­lis­ti­schen Aus­gren­zungs- und Rassen­ideo­lo­gie. Er gilt als schwer erzieh­bar und wird von Heim zu Heim ge­scho­ben, bis er schließ­lich in die Heil- und Pflege­an­stalt Kaufbeuren-Irsee ein­ge­wie­sen wird. Er be­ginnt, die Mecha­nis­men der prak­ti­zier­ten Tötungs­maß­nah­men zu durch­schauen und ver­sucht seine Freun­de und Mit­patien­ten zu ret­ten. Ob­gleich er völ­lig ge­sund ist, wird er schließ­lich wegen seines rebel­li­schen Wesens im Rah­men des Eutha­na­sie­ver­fah­rens zu Tode gebracht.

(Text: Filmfonds Wien)

Der Müllhubschrauber | Sophelikoptern

Juni 15th, 2016  |  Published in Film & Theater

"Der Müllhubschrauber" - Roma-Roadmovie in Jarmush's Fußstapfen (Filmstill, Ausschnitt)Spielfilm, Schweden 2015, 100 Min.
schwed. Originalfassung (teilweise Romani)
Buch & Regie: Jonas Selberg Augustsén

Die in Schweden lebenden Roma Enesa, Saska und Baki sind Geschwis­ter in ihren Zwan­zi­gern, die sich eines Tages auf einen 1000-Kilo­me­ter-Trip quer durchs Land be­ge­ben, um ihrer alten Groß­mutter Sirpa eine alte Wanduhr zu­rück­zu­brin­gen. (filmtrailer.com)

In der Stille der Nacht fliegt einzig der Müll­hub­schrau­ber von Tor zu Tor. Ge­steuert wird er von einem anar­chi­schen Poeten aus der Zu­kunft, lebens­lang dazu ver­ur­teilt, den Schlick der Fan­ta­sie zu sam­meln. Dieses surreale Bild des schwe­di­schen Dichters Gunnar Ekelof er­öffnet eine nicht minder eigen­wil­lige Reise: Eine alte Roma-Dame sehnt sich nach ihrer Wand­uhr, die schon ein Jahr beim Uhr­macher liegt. Also ruft sie ihre Enkelin an, und wenig später setzt sich ein Saab in Be­we­gung. Mit an Bord: die Uhr, drei Reisen­de, von de­nen einer sich leiden­schaft­lich an Kreuz­wort­rätseln ver­sucht, eine Rolle Luft­pols­ter­folie und eine An­lage, die vor Blitzern warnt. Un­be­wegte, schwarz-weiß foto­gra­fier­te Ein­stel­lun­gen fan­gen Mo­men­te einer bei­nahe end­losen Fahrt ein, die mit­ten ins Bizar­re der schwe­di­schen Gesell­schaft führt – und zu­gleich sub­til man­ches über deren Um­gang mit Min­der­hei­ten ver­rät. (Nordlichter)

Wiener Festwochen: Látszatélet

Mai 17th, 2016  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Wiener FestwochenLátszatélet (Scheinleben)
Schauspiel / Uraufführung
Kornél Mundruczó / Proton Theatre (H)

Halle G im MuseumsQuartier, 1070 Wien | Spiel­tage: tgl. von 21.5. bis 24.5.2016, 20:30 Uhr | Preis: EUR 15,- / 20,- / 30,- | Spra­che: Un­ga­risch mit deut­schen Über­ti­teln | Dauer: ca. 90 Min., kei­ne Pau­se | Pub­li­kums­gespräch: 21. Mai, im An­schluss an die Vor­stel­lung

Der Sohn einer Roma-Familie wird mit ande­rer Haut­farbe als seine Ge­schwis­ter ge­bo­ren. Die Ver­leug­nung sei­ner Her­kunft über­schat­tet seine ge­sam­te Kind­heit. Die Gewalt sei­nes Vaters zwingt ihn, sein Zu­hau­se zu ver­las­sen. In der Ano­ny­mi­tät der Stadt will er sein Glück fin­den. Ab hier könn­te die Ge­schich­te des unga­ri­schen Theater- und Film­regis­seurs Kornél Mundruczó in eine Theater­saga, ein Parade­bei­spiel sozia­ler Etablie­rung mün­den. Látszatélet je­doch beschreibt, wie das »neue Leben« vom Alb­traum des Selbst­has­ses er­stickt wird. Ein höchst aktuel­les (Anti-)Mär­chen mensch­li­cher Er­niedri­gung und mora­li­schen Nieder­gangs.

Grundlage der Geschichte ist ein aktenkundi­ger Fall der Budapes­ter Polizei: Im Mai 2005 wur­de ein jun­ger Rom in einem Bus mit einem Messer attackiert. Der Auf­ruhr in den Medien war groß. Die Be­völ­ke­rung de­monstrier­te gegen Rassismus. Wie sich heraus­stell­te, war der Täter Mit­glied einer tra­ditio­na­lis­ti­schen, rechts­extre­men Grup­pie­rung und wie sein Opfer: ein Rom.

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DOK.fest: Czechs against Czechs

Mai 4th, 2016  |  Published in Film & Theater

Czechs against Czechs (Filmstill)Dokumentarfilm, CZ 2015, 88 Min.
Originaltitel: ČEŠI PROTI ČECHŮM
Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Ton: Tomáš Kratochvíl

Ein politischer Filmemacher quar­tiert sich am Ran­de einer tsche­chi­schen Klein­stadt bei einer Roma-Fa­mi­lie ein. Dort be­geg­net er dem rechten Straßen­mob und frem­den­feind­li­chen Nach­barn. Ent­stan­den ist da­bei ein auf­rüt­teln­der Film, der glei­cher­maßen auf­klärt und em­pört.

Zu sehen beim DOK.fest München: 7.5., 10.5., 13.5.2016

„Ich bin nur ein dummer Intellektueller“, sagt der tsche­chi­sche Filme­ma­cher im Intro sei­nes Films selbst­iro­nisch über sich. Gar nicht dumm, son­dern eben­so packend wie ent­lar­vend ist das, was Kra­toch­víl über den Um­gang mit Roma in sei­ner tschechischen Hei­mat zu er­zählen hat. Ge­ra­de bei die­sen „Fremden“ hat sich der Regis­seur am in­dustriel­len Stadt­rand ein­quar­tiert und fühlt sich im Kreis von Jardas Fa­mi­lie sicht­lich wohl. Schnell schließt er Freund­schaft und do­ku­men­tiert zugleich den in­nen­poli­ti­schen Krieg zwi­schen den Be­völ­kerungs­grup­pen. Kra­toch­víls auf­rech­ter, sehr per­sön­li­cher Zu­gang sorgt da­für, dass der Zu­schau­er em­pört und gleich­zeitig ge­läu­tert den Kino­saal ver­lässt: Hoff­nung bleibt – immer.  (DOK.fest München/Simon Hauck)

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goEast: Produktionspreis für „JOŽKA“

Mai 3rd, 2016  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte

RomaTrial, 27.4.2016:  Am letzten Dienstag ging in Wiesbaden die 16. Edition von goEast zu Ende, des Festivals des mittel- und ost­euro­päi­schen Films. In des­sen Rah­men star­tete goEast gemein­sam mit der Stif­tung „Erin­ne­rung, Ver­antwor­tung und Zukunft“ (EVZ) das Pilot­projekt OPPOSE OTHERING zur För­de­rung von jungen Filme­ma­cher*in­nen aus Deutschland und Mit­tel- und Ost­euro­pa, die sich mit aus­gren­zen­den Ein­stel­lun­gen ge­gen­über Men­schen unter­schied­li­cher sozia­ler, reli­giö­ser, kul­tu­rel­ler, eth­ni­scher Her­kunft und/oder sexuel­ler Iden­ti­tät fil­misch auseinan­der­setzen und Men­schen und Pro­jekte porträ­tie­ren, die Soli­da­ri­tät, Zivil­courage und Wider­stand gegen Diskri­mi­nie­rung för­dern. RomaTrial e.V. bewarb sich mit dem Vorha­ben, ein Film­portrait des Roma-Aktivisten Jozef Miker aus der tsche­chi­schen Stadt Krupka mit dem Na­men „JOŽKA“ zu pro­du­zie­ren. (Anm.: oben seh­en Sie das be­reits publi­zier­te Romaday-Kam­pagnen­video). Wir freuen uns sehr, dass die drei­köpfi­ge Jury den ge­plan­ten Kurzfilm für die För­de­rung empfoh­len hat und RomaTrial e.V. Pro­duk­tions­preis­gelder in Höhe von 3.000 Euro erhält.

JOŽKA: Eine Hoffnung für unsere Gesellschaft

Seitdem seine Gesundheit durch lebens­lange Arbeit im Berg­bau zer­stört wur­de, wid­met sich Jožka dem Kampf für eine bes­sere, ge­rech­tere Ge­sell­schaft und gegen die kon­ti­nuier­li­che Diskri­mi­nie­rung von Roma in Tschechien, in der Schweine­mast­an­lage am Ort des ehe­ma­li­gen KZ Lety ver­körpert. Letzt­end­lich ver­pflich­te­te er sich dem Groß­vater seiner Frau, einem Lety-Über­leben­den, die Schwei­ne­mast schließen zu las­sen und damit ein wür­di­ges Erinnern an die tsche­chi­schen Opfer des Roma-Holocaust zu er­mög­li­chen. Doch es ist wie ein Kampf ge­gen die Wind­müh­len: Keiner der tsche­chi­schen Poli­ti­ker nimmt sich die­ses Themas an, in der Gesell­schaft sind nach wie vor star­ke Ressen­ti­ments den Roma gegen­über pr­äsent. Jožka wird immer wie­der sei­tens der neo­nazis­ti­schen Szene bedroht, bei einer De­monstra­tion wur­de er vor zwei Jahren zu­sam­men­gesch­la­gen und lan­dete im Kranken­haus. Read the rest of this entry »

Interview zu The Érpatak Model

April 30th, 2016  |  Published in Film & Theater, Interview, Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio FROInterview mit Regisseur Benny Brenner (engl.)

Kino für die Ohren – Crossing Europe 2016 | Radio FRO 105,0
Sendung vom 22. April 2016 | Redaktion: Julia Krikler

Ungarn: Der Regisseur Benny Brunner hat einen Film über ein unga­ri­sches Dorf ge­dreht, des­sen Bürgermeister vor Ort ein fa­schis­ti­sches Re­gime etabliert hat. Die Men­schen in Érpatak müs­sen sich seiner dik­ta­to­ri­schen Ord­nung beu­gen, wenn sie nicht Gefahr lau­fen wol­len, empfind­lich sanktio­niert zu wer­den. Der Bür­ger­meis­ter und seine An­hän­ger feiern die Waf­fen-SS, ver­brei­ten Un­wahr­hei­ten über den 2. Welt­krieg, unter­drücken die eige­ne Be­völ­ke­rung und viel mehr noch die an­säs­si­gen Roma-Fa­mi­lien, de­nen schon mal ein­fach die Kinder weg­ge­nom­men wer­den. Das al­les pas­siert vor den Augen des un­ga­ri­schen Staates, der die­ses Vor­ge­hen gut­zu­heißen scheint. Ein Doku­men­tar­film, der Angst vor dem zu­künf­ti­gen Euro­pa macht!

(Text: cba.fro.at)

Crossing Europe: The Érpatak Model

April 29th, 2016  |  Published in Film & Theater, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Dokumentarfilm von Benny Brunner (hier ein Interview)
Mitabeit: Keno Verseck; NL, 2014, 76 min.

Érpatak, ein Dorf im Nordosten Ungarns, war bis 2005 ziemlich be­deu­tungs­los – bis Mihály Zoltán Orosz zum Bürgermeister ge­wählt wur­de. Als be­ken­nen­der Antisemit und Roma-Hasser, der Nazi-Lieder sin­gen lässt, ent­wirft er ein auto­ri­tä­res Regel­werk zur Dis­zipli­nie­rung der Be­völ­ke­rung. Die­je­ni­gen, die seine Ver­haltens­vor­schrif­ten nicht ein­hal­ten, gel­ten als „Zer­störer“, ihnen droht Aus­gren­zung, so­gar Ver­trei­bung aus dem Dorf. Oroszs repres­si­ven po­li­ti­schen Ideen, die vom Sys­tem eines Victor Orbán ge­stützt wer­den, ha­ben vor al­lem für die dort an­säs­si­ge Roma-Be­völ­ke­rung, die den täg­li­chen Schi­kanen des Dorf­dik­ta­tors und sei­ner Scher­gen zum Opfer fällt, ein­schnei­den­de Fol­gen. Read the rest of this entry »

Crossing Europe: Cambridge

April 12th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung

CambridgeDokumentarfilm, BG 2015, 64 min.
Regie: Eldora Traykova, Buch: Assen Vladimirov

Zu sehen in Linz am 20.4. und 22.4.2016.

Die Gegend ist idyllisch und länd­lich, das Bildungs­niveau der Be­völ­ke­rung, die zu 99 Pro­zent aus Roma be­steht, ver­gleichs­weise hoch: „Roma-Cambridge“ – so wird Dolni Tsibar in einer der ärmsten Ge­gen­den Bul­ga­riens auch ge­nannt. Die Schule dort ist in El­do­ra Tray­ko­vas Do­ku­men­tar­film Aus­gangs­punkt, um die Schüler, Lehrer, Eltern und Be­woh­nerin­nen und Be­wohner des Ortes ken­nen­zu­lernen. Sie er­zäh­len von ihrem Leben, ihren Zielen und ihren Sor­gen. Viele der El­tern ar­bei­ten im Aus­land, um für die Fa­mi­lie sor­gen zu kön­nen, wäh­rend die Kinder davon träu­men, eines Tages in Harvard zu stu­die­ren. Die enga­gier­ten Leh­rerin­nen und Lehrer sind be­müht, mit den vor­han­de­nen beschei­de­nen Mit­teln die best­mög­liche Aus­bildung zu bie­ten. Denn diese ist für Roma, die europa­weit immer noch unter Stig­ma­ti­sie­rung und Diskri­mi­nie­rung leiden, be­sonders wich­tig, um auf eine bes­sere Zu­kunft hof­fen zu kön­nen. (Katharina Riedler)

(Text: Crossing Europe)

Diagonale: Der zornige Buddha

März 12th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Religion

Der zornige Buddha (Foto: Diagonale)Dokumentarfilm, AT/DE 2016, 98 min.
Buch & Regie: Stefan Ludwig

„Der zornige Buddha“ zeichnet liebevolle und un­ge­schmink­te Porträts der Roma-Ju­gend­li­chen, die in einer Welt vol­ler Elend und Vor­urteil mit Witz und Lebens­energie ihren Weg su­chen. Es sind keine auf­fri­sier­ten Erfolgs­storys. Son­dern Schick­sale, die deut­lich ma­chen, wie weit der Weg von der Roma-Sied­lung auf die Uni wirk­lich ist. (Produktionsnotiz)

„Eine Zweite-Chance-Schule für die, die nie eine erste Chan­ce hat­ten“ – Um mar­gina­li­sier­ten Roma-Jugend­li­chen eine Per­spek­tive für ihre Zu­kunft zu bie­ten, grün­dete János Orsós, selbst Rom, in einem ungari­schen Dorf das buddhis­ti­sche Ambedkar-Gymnasium. „Der zor­nige Buddha“ er­zählt von den kräfte­zeh­ren­den Bemühun­gen des Lehrers und seines Mit­strei­ters Tibor Derdák, den ver­arm­ten Jugend­li­chen durch Bildung und Spiri­tua­li­tät zu einem selbst­bestimm­ten Leben zu ver­hel­fen und sie im Kampf gegen gesell­schaft­li­che Aus­gren­zung zu stär­ken. Vor­bild der Men­to­ren ist der durch den Sozial­refor­mer Bhimrao Ramji Ambedkar in­spi­rier­te Auf­bruch der Dalits, der als „Un­berühr­bare“ ge­brand­mark­ten Bevöl­ke­rungs­gruppe in Indien, dem Ur­sprungs­land der Roma und des Buddhismus. In ih­rem Kampf stoßen Or­sós und Der­dák im­mer wie­der auf Wider­stände: Ab­leh­nung und An­fein­dun­gen sei­tens der unga­ri­schen Dorf­gemein­schaft, eine er­star­kende natio­na­lis­tisch-rassis­ti­sche Politik, Finanz­kür­zun­gen und Schließungen von Schu­len und nicht zu­letzt resig­nie­rende Roma-Eltern und -Schüler/innen. Über einen Zeit­raum von fast drei Jahren be­suchte Regisseur Stefan Ludwig regel­mäßig die Schule in Ungarn. Dabei er­weist er sich als sen­sib­ler, zurück­hal­ten­der und genauer Be­obach­ter, der insis­tie­rend frei­legt, wie sich Un­gleich­heit re­pro­du­zie­rende Struk­tu­ren auf die Jugend­li­chen aus­wir­ken. Read the rest of this entry »

Diagonale: Brüder der Nacht

März 11th, 2016  |  Published in Film & Theater

Brüder der Nacht (Filmstill; )Dokumentarfilm, AT 2016, 88 min, OmdU
Buch & Regie: Patric Chiha

Wenn es dunkel wird über der Donau: eine Welt des Scheins, der Künst­lich­keit, der Illusio­nen. Herun­ter­ge­kom­mene Bars ver­wan­deln sich in sur­real sti­li­sierte Bühnen­räume, in denen junge Männer ihre schönen, fra­gi­len Körper aus­stel­len. Sie lun­gern herum, posen, rau­chen, trin­ken, reden, tanzen. Und sie ver­kau­fen ihre Körper – an andere Män­ner. Die Sze­ne­rie ist eben­so theatra­lisch wie die dar­ge­bo­te­nen Ver­kör­pe­run­gen homo­eroti­scher Phan­tas­ma­go­rien und Ikono­gra­fien: Der rebel­li­sche Wilde in schwar­zer Leder­jacke, die eroti­sche Licht­gestalt des Matro­sen, der Transvestit – Posen, Ele­ganz, Glanz. Patric Chihas scho­nungs­loser, träu­me­ri­scher und ästhe­ti­sier­ter Doku­men­tar­film taucht in die Lebens­rea­li­tät bul­ga­ri­scher Roma ein, die sich in Wien als Stricher ver­din­gen. Kein Film, der so­zia­le Ver­hält­nis­se er­klä­ren will oder gar einen mit­leidi­gen Blick auf das Milieu wirft – „Brüder der Nacht“ feiert seine Prota­go­nis­ten in all ihrer Schön­heit und Größe. Read the rest of this entry »

Berlinale: We Are Never Alone

Februar 25th, 2016  |  Published in Film & Theater

We Are Never AloneNikdy nejsme sami | We Are Never Alone
CZ / F 2016, 104 min.
Spielfilm von Petr Václav

„We Are Never Alone“ ist der Siegerfilm der Tagesspiegel-Leserjury bei der dies­jäh­ri­gen Ber­li­nale:

Weil, so formulieren die Neun [der Jury] es in ihrer Be­grün­dung, der Regis­seur darin eine Welt er­schafft, „in der sich gesell­schaft­li­che Brüche viel­fältig wider­spie­geln. Mit gro­tesken Figuren wird eine Ge­schich­te er­zählt, die den Zu­schauer in vieler­lei Hin­sicht for­dert und in Bann zieht.“ (…) „Es hat weh­getan, ihn zu sehen“, sagt Albert Warth, „und trotz­dem ist er irgend­wie hoff­nungs­voll“. „We Are Never Alone“ spielt in einem tsche­chi­schen Provinz­ort, in dem irr­lich­ternde Seelen auf­einan­der tref­fen, ein ob­ses­si­ver Hypo­chonder, der täg­lich seine Leber­flecken foto­gra­fiert, ein Gefäng­nis­wärter, den seine Para­noia an den Rand des Wahn­sinns treibt, eine Romni-Strip­pe­rin, der ihr Bar­chef auf die Pelle rückt. Ulrike Kahle-Steinweh fühlt sich in eine „dunkle Märchen­welt“ ver­setzt, die zugleich er­schreckend real ist, „be­völ­kert von ab­son­der­li­chen Men­schen, be­schä­digt durch das sozia­lis­ti­sche System, hilf­los nach dessen Ende“. Der Film (…) spie­gele das ak­tuelle Europa, die Mischung aus Ver­wir­rung und Vor­urtei­len, auch den bru­talen Rechts­ruck großer Teile der Gesell­schaft. (Textauszug: Tagesspiegel)

Im Nirgendwo der tschechischen Provinz trifft eine Hand­voll Men­schen auf­einan­der. Ein para­noi­der Gefäng­nis­wärter, sein hypo­chondri­scher Nach­bar, dessen stumm-ver­zwei­felte Frau, ein un­glück­lich ver­lieb­ter Nacht­club­betrei­ber und eine allein­erzie­hende Strip­pe­rin. Friede, Freude und Hoff­nung sind hier nur eine Auf­schrift auf einem T-Shirt. Sie leben an einer Durch­fahrt­straße, aber das Leben hält nur Sack­gassen für sie bereit. Doch in dieses schwarz-weiße Alltags­porträt mi­schen sich rasch buntere Farben. Zwischen­mensch­liche Begeg­nun­gen zeugen sowohl von Auf­begeh­ren und irra­tio­na­ler Hoff­nung als auch Grau­sam­keit. Read the rest of this entry »

Berlinale: And-Ek Ghes …

Februar 12th, 2016  |  Published in Film & Theater

"And Ek-Ghes ..." Filmplakat (Foto: http://andekghes.pong-berlin.de)Roma in Berlin – Weltpremiere des Films von Philip Scheffner & Colorado Velcu (D 2016, 93 Min.) in Berlin

14.02. 16:30 OmEU Delphi Filmpalast
17.02. 14:15 OmEU CineStar 8
19.02. 20:00 OmEU Kino Arsenal 1
21.02. 20:00 OmU Colosseum 1

Als Familie Velcu von Rumänien nach Deutschland über­sie­delte, wa­ren die be­freun­de­ten Fil­me­ma­cher aus Berlin zur Stelle, film­ten den Ein­zug. Dem Fami­lien­rat ge­fiel der Vor­schlag, einen Film über ihr neues Le­ben zu dre­hen. Colorado Velcu, der seit sei­ner Ju­gend wun­der­schöne Tage­bü­cher schreibt, wur­de als Fa­mi­lien­vater zum Co-Re­gis­seur von Philip Scheffner, vor al­lem wegen sei­ner Fähig­keit zum Insze­nie­ren und sei­nes Gespürs für die künst­le­ri­schen Ta­lente seiner Kinder und Neffen und Schwes­tern und Schwa­ger. Bolly­wood-Fans sind sie alle, und so ent­stand eine wirk­lich wahre Familien­saga – mit einem Titel­song! Ein ers­ter Vel­cu-Ber­liner wird ge­bo­ren, ein schmerz­hafter Ab­schied von den Ver­wandten, die bes­se­ren Ver­dienst­chancen Rich­tung Spanien nach­reisen müs­sen, die Ehe­frau weg­ge­sperrt im fernen ru­mä­ni­schen Gefäng­nis – und die Berliner Parks, in de­nen ge­grillt wird, werden zu buko­li­schen Orten. Die Ent­ste­hungs­ge­schich­te dieser „Velcu-Saga“ wird im­mer wieder unter den Mit­wir­ken­den disku­tiert – und macht den Film mal melan­cho­lisch, dann wieder sehr witzig und char­mant zu einem klugen Meta-Film über das ethno­gra­fi­sche Filme­machen, über Medien­bilder und Stereo­typen von Roma-Fa­mi­lien heute. (Text: Dorothee Wender, Berlinale Forum)

AND-EK GHES… ist die Fortsetzung einer außer­gewöhn­li­chen Zusam­men­arbeit, die auf Ver­trauen und Freund­schaft zwi­schen den Co-Regis­seu­ren Philip Scheffner und Colorado Velcu ba­siert. Sie be­gann mit dem Film Revision: Der Ver­such, einen ge­mein­sa­men filmi­schen Raum zwi­schen Pro­ta­gonis­ten, Filme­macher und Publi­kum zu er­öff­nen, wird nun, drei Jahre später, er­wei­tert. Die Kamera dupli­ziert sich, zu der des Filme­ma­chers kom­men eine, zwei, drei Kameras, die von Hand zu Hand wan­dern. Read the rest of this entry »

Berlinale: Tales of Two Who Dreamt

Februar 11th, 2016  |  Published in Film & Theater

Screenshot TalesRoma in Kanada – Spielfilm von Andrea Bussmann und Nicolás Pereda, USA/Kanada 2016, 87 Min.

16.02. 19:30 OmEU CinemaxX 4
17.02. 14:00 OmEU Akademie der Künste
19.02. 19:15 OmEU CineStar 8
21.02. 17:30 OmEU Kino Arsenal 1

Es war einmal ein in die Jahre gekomme­nes Hoch­haus in Toronto, des­sen Bewoh­ner auf die Bearbei­tung ihrer Asyl­anträ­ge war­te­ten – kein sehr ein­la­den­der Ort. Züge rat­ter­ten vor­bei, Poli­zis­ten stan­den am Fahr­stuhl Wache, um Über­fälle zu ver­hin­dern, an den Bal­ko­nen flat­ter­ten Netze im Wind als Mah­nung an die Bewoh­ner, nicht zu sprin­gen. Ohne Frage kein ein­fa­cher Ort, aber auch ein fan­tasie­voller, denn das Warten bietet den idea­len Nähr­bo­den für Legenden, Märchen und Träume. Die Be­woh­ner er­zähl­ten sich ein ums an­dere Mal ihre Geschich­ten, ge­nau­so wie sie ein­übten, was bei den Anhö­run­gen ge­sagt oder ver­schwie­gen wer­den soll. Da ist die Ge­schich­te von dem in der Woh­nung allein zurück­ge­las­se­nen ver­hun­ger­ten Hund oder von dem Kind des An­walts oder dem Jun­gen, der beim Auf­wachen fest­stellt, dass er sich in einen Vogel ver­wan­delt hat. Aus diesen Geschich­ten ließe sich frag­los ein fas­zinie­ren­der Film drehen, aber wie sähe er aus? Ein beobach­ten­der Doku­men­tar­film, ein selbst­gedreh­tes Fami­lien­porträt, ein kafkaes­kes Mär­chen oder sein Making-of? Ein­deu­tige Er­klä­run­gen gibt es hier nicht, denn an die­sem Ort ver­schwim­men die Gren­zen. Wer auf Ant­wor­ten hofft, kann gleich den Teufel be­fra­gen. (James Lattimer)

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Schock­er­fah­rung Abschiebung: The Awakening

Februar 8th, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

The Awakening, DE/CRO/SRB 2015, 39 min., OmdtUT
Ein Film von Kenan Emini

The Awakening (das Erwachen) ist ein Zustand der Lebens­rea­lität von Roma, die ab­ge­scho­ben wur­den. Wel­chen psycho­lo­gi­schen Effekt hat die Ab­schie­bung auf die Men­schen? Wie ergeht es den Kindern und Jugend­li­chen, die in Deutsch­land auf­ge­wach­sen sind und nun in einem fremden Land auf­wachen, fern von ihren Freun­den und ihrem ge­wohn­ten Um­feld? Der Film ge­währt einen Ein­blick in die­sen Zustand des Er­wachens bzw. des Ent­setzens der Betrof­fe­nen, die Deutschland als ihre Heimat betrach­tet haben und sich nun in einem für sie frem­den Land völ­lig neu orien­tie­ren müs­sen, und ver­mittelt ein authen­ti­sches Bild über die Schock­er­fah­rung Abschiebung. Zu­gleich zeigt er Rassis­mus und Diskri­mi­nie­run­gen auf, mit de­nen Roma in ver­schie­de­nen Län­dern Euro­pas konfron­tiert wer­den.

(Text: www.awakeningmovie.de)

Kenan Emini gehört zu den Gründungs­mit­glie­dern des Vereins Roma Center Göttingen e.V. und ist im Vor­stand des Bundesromaverbandes in Deutsch­land. Er hat die Kam­pagne „alle bleiben!“ mit­ge­grün­det und ist an sei­nem Pro­jekt „Romadness“ tätig. Er ist selbst Rom aus dem ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wien und lebt seit 2000 in Deutsch­land.

Trapped by Law (Teaser)

Januar 31st, 2016  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Trapped by Law
Dokumentarfilm von Sami Mustafa

Kosovo, D 2015 / 90 Min. (romanes, alban., deutsch, engl., serb.)
Regie & Produktion: Sami Mustafa | Kamera: Sami Mustafa, Faton Mustafa, Janis Matzuch | Schnitt: Carina Mergens, Nicole Kartlüke

Mehr hier.
Die engl. Untertitel können in der unteren Bild­leiste des Video­fens­ters ak­ti­viert wer­den.

Trapped by Law von Sami Mustafa

Januar 31st, 2016  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Trapped by Law (Screenshot)Dokumentarfilm, Kosovo, D 2015 / 90 Min.
romanes, alban., deutsch, engl., serb.
Regie & Produktion: Sami Mustafa
Kamera: Sami Mustafa, Faton Mustafa, Janis Matzuch
Schnitt: Carina Mergens, Nicole Kartlüke

TRAPPED BY LAW erzählt die Geschichte von Kefaet und Selami. Die Brüder und Rap-Künstler sind in Essen als Asyl­bewerber mit stetig un­siche­rem Auf­ent­halts­status auf­ge­wach­sen. Kefaet wurde in Prizren im Kosovo ge­boren. Im Alter von vier Jahren flie­hen seine Eltern mit ihm aus dem vom Krieg ge­beu­tel­ten und ins­beson­dere für Roma gefähr­li­chen Gebiet. Selami ist in Essen ge­bo­ren und zuvor nie im Ko­so­vo ge­wesen. Im März 2010 wer­den die in­zwi­schen erwach­se­nen Brüder aus Deutschland in den Ko­sovo abgescho­ben. In ein Land, das ihnen voll­kom­men un­bekannt ist, getrennt von ihren Eltern, ihrem älte­ren Bruder und von Kefaets Kindern Djelan und Djihan, die alle wei­ter­hin in Deutsch­land le­ben.

Im Kosovo sind die smarten jungen Männer zu­nächst wie Touristen im „eige­nen“ Land unter­wegs. Sie hängen mit einem neuen Freund ab, der eben­falls aus Deutsch­land ab­ge­scho­ben wurde, unter­neh­men auch einen Kurz­trip in das Heimat­dorf ihrer Eltern. Alles ganz in­teres­sant, aber auch so fremd hier. Die Be­mü­hun­gen um eine Ausreise­geneh­mi­gung nach Deutsch­land prä­gen den Alltag – erst recht als nach den ersten Mona­ten staat­licher Hilfe aus Deutsch­land das Geld aus­geht. Arbeit ist nicht zu fin­den. Die Ver­stän­di­gung teil­weise schwie­rig. Ihre Rhymes und Texte schrei­ben sie nach wie vor auf Deutsch – in ihrer Alltags­spra­che, in der sie sich am besten aus­drücken kön­nen.

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„Roma Invasion“ & die Hassposter

Januar 19th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Im Spätsommer 2012 fuhren rund 30 Roma-Jugendliche aus den Frei­bur­ger Flüchtlings­wohn­heimen für eine Woche auf die Nord­see­insel Wangerooge (Deutschland), or­ga­ni­siert wurde das Sommer­camp vom „Roma Büro Freiburg“. Dabei ent­stand der Kurzfilm „Roma Invasion“, eine fil­mi­sche Zu­sam­men­fas­sung der Aktivi­tä­ten, in der viele der Jugend­li­chen selbst zu Wort kommen. Der Film wurde 53.000 mal ange­klickt und mit eini­gen hundert Postings ver­sehen. Die meis­ten Kom­men­tare kann man leider unter „Hate Speech“ sub­sumie­ren: von „Vergasen“ bis „in die Autopresse“ war die Rede. Die Fülle und Aggres­sivi­tät dieser rassis­ti­schen Kom­men­tare könnte einem wahrlich die Sprache ver­schlagen, doch das „Roma Büro Freiburg“ rea­gier­te offen­siv auf das Phäno­men und orga­ni­sierte gemein­sam mit dem Stadt­jugend­ring einen Themen­abend zur Frage „Was tun gegen Hate Speech?“. Bei der Ver­anstal­tung im Frei­burger Haus der Jugend wurde der Kurz­film gezeigt und aus­ge­wählte Kommentare in einer szenischen Lesung von Roma-Ju­gend­li­chen vor­getra­gen. Das freie Radio Dreyeckland sprach mit Tomas Wald vom „Roma Büro“ über die Ver­anstal­tung und Gewalt gegen Roma (einen weite­ren Radio­beitrag fin­den Sie hier).

(dROMa)

Kurzfilm „Betteln. Menschen. Rechte.“

November 24th, 2015  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte

Dokumentarfilm, AT 2015, OmU, 21 Min., Regie: Monika K. Zanolin

Betteln ist in Österreich grundsätzlich er­laubt. Wenn je­mand in der Öffent­lich­keit auf die ei­ge­ne Not hin­weist und um Unter­stützung bit­tet, fällt dies unter das Recht auf freie Mei­nungs­äuße­rung. Trotz­dem wer­den Bettel­verbote ge­for­dert, in der poli­tisch-media­len Öffent­lich­keit ist immer wie­der von „Bettler­banden“, „Bettel­mafia“ oder Beläs­ti­gung zu hören. Doch was wis­sen wir über bet­telnde Menschen und ihre Lebenssituation? Der Film „Betteln. Menschen. Rechte“ der Initiative Minderheiten Tirol gibt einen Einblick in Lebens­bedin­gun­gen, Sicht­weisen und Perspek­ti­ven bet­telnder Men­schen.

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Leonor verlässt die Schule

Oktober 25th, 2015  |  Published in Film & Theater, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung

Die spanische Organisation Fundación Secretariado Gitano (FSG) hat den hohen Ausfallsquoten bei Schülern – und ins­be­son­dere Schü­lerin­nen – aus Gitano-Fa­mi­lien den Kampf an­ge­sagt. Sechs von zehn jun­gen Gitanos (spa­nische Roma) ver­lassen die Schule noch vor dem Ab­schluss der Pflicht­schule (Secun­daria Obliga­toria, ESO), fast drei­mal so viele wie im gesamt­spa­ni­schen Durch­schnitt (63,7% gegenüber 21,9%). Eine sehr ge­lungene Video­kampagne, hier zu sehen mit eng­li­schen Unter­titeln, will das jetzt ändern. Die Kam­pagne #LeonorDejaLaEscuela („Leonor ver­lässt die Schule“) soll die Öffent­lich­keit, die das Problem bis­lang zu­meist mit einem Achsel­zucken abtat, end­lich wach­rütteln. Und sie soll nicht zu­letzt auch den Gitano-Kin­dern Mut machen – denn sehr oft „glau­ben weder ihr Um­feld noch die Schule noch sie selbst an ihren Bildungs­erfolg“.

(RU/dROMa)

Alle meine Kinder (Trailer)

September 24th, 2015  |  Published in Film & Theater, Rassismus & Menschenrechte, Religion

All My Children [theatrical trailer] from MEDIA FILM on Vimeo.

Alle meine Kinder | Všetky moje deti (SK/CZ 2013)
Dokumentarfilm von Ladislav Kaboš, 90 min. (Website)

Die Langzeitdokumentation „Alle meine Kinder“ zeigt den Mikro­kos­mos eines Roma-Dor­fes in der Ost­slowakei. Rund zehn Jahre lang be­glei­tete der Filmemacher Ladislav Kaboš den charis­ma­ti­schen Priester Marián Kuffa bei sei­nen Bemü­hun­gen, den Be­woh­nern eines Ro­ma-Slums zu Bildung und neuem Selbst­bewusst­sein zu ver­helfen.