Geschichte & Gedenken
April 4th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen, Wissenschaft
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 3.4.2025 | 11:08 min
Buchpräsentation mit Andreas Kranebitter, dem wissenschaftlichen Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes (DÖW)
Kenvakeri presentacija le Andreas Kranebitteriha, visenschoflichi vodaschi le dokumentacijakere archivistar le austritike viderschtaundistar (DÖW) — O NS-schtot dschenen ledschija mindenfelitike argumentenca ando logertscha. O kriminalengere harengere i sor dim uli, dschenen ande o logertscha te bitschal, kekaj meg nisaj phageripe on kerde. O harengere taj i SS etikirinde len vasch lengere anglutne schtrauftscha ojs „berufiskere fabrejchertscha“. Palo bersch 1945 on na ojs opfertscha aun dikle ule. Pal lende tschak garudnon vakerdo, taj nisaj forschinipe kerdo ulo. Ham ko sina o „kriminele ande tschapime dschene“ andar o logertscha? Upre saj tschatschipeskero argejipeskero punkto on deportirim ule? Saj angle peripeskere deliktscha le sina? Sar o harengere oda arbutschalinde o becajchinipe „berufiskere fabrejchertscha“? I kenva vidminel pe na tschak la NS-cajtake, ham te la historijake la kriminalpolitikake andi Austrija.
Der NS-Staat deportierte Personen mit unterschiedlichen Begründungen in Konzentrationslager. Die Kriminalpolizei wurde ermächtigt, Personen in „Vorbeugungshaft“ zu nehmen und in KZ einzuweisen. Polizei und SS etikettierten sie wegen ihrer Vorstrafen als „Berufsverbrecher“. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer. Über sie wurde nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen, aber nicht geforscht. Wer waren aber die „kriminellen“ Häftlinge der Konzentrationslager? Read the rest of this entry »
März 27th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
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Tschibtscha | 26.3.2025 | 11:46 min
80 Jahre Kriegsende: Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwallbaus
Gondolipe: Sako bersch le opferenge Rohoncate uso gondolipeskero than Kreuzstadl gondolim ol. Mindenfelitike fatretertscha vakeren taj upre o valami 180 dschidovtschengere opfertscha, save odoj murdarde ule gondolim ol. O ar le multischgaostar sina o tel paschlaripe le keresujendar.
Gedenken beim Kreuzstadl in Rechnitz: Die Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwallbaus fand am 23. März 2025 statt. Mit Redebeiträgen von Paul Gulda (RE.F.U.G.I.U.S.), Oberkantor Shmuel Barzilai, Israelitische Kultusgemeinde in Wien, und Vertretern der Israelitischen Kultusgemeinden Zalaegerszeg und Szombathely. Klaus Maria Brandauer las Gedichte von Miklós Radnóti u. a. Musikalische Umrahmung: Bogdan Laketic. Read the rest of this entry »
März 19th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
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Tschibtscha | 10.2.2025 | 9:24 min
Ausstellung in Oberwart: Bomben gegen Minderheiten 1993–1996
Maschkar o berscha 1993 dschi 1996 uschtidine andi Austrija 25 dschene taj organisaciji bombakere lila. Andi glajchi cajt ande Kärnten taj Burgenland trin bombi eksplodirinde. Schtar dschene mule, schtar dschene sorale dukade taj enja dschene loke dukade ule. O teror gelo le tschulipengere dschenenge taj politisch humanistischi pomoschagoschengere niposke. O lek phareder murdaripe sina Erbate, kaj o Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath taj o Peter Sarközi duach jek bomba murdarde ule. On kamnahi i tablina kaj upre pisim sina „Roma zurück nach Indien“ beig te lel taj i bomba eksplodirintscha. Jek artschijipe la Initiative Minderheiten andi koperacija le Volkskunde musejumiha Betschi, le kärnten.musejumiha taj le Prado Kher Erbaha. O artschijipe andar o 11.2. dschi 23.3.2025 te dikel hi: Keden dschi paruschtun 9:00 dschi 14:00 orenge, Prado Kher Erba, Lisztg. 1.
Zwischen den Jahren 1993 und 1996 erhielten in ganz Österreich insgesamt 25 Personen und Organisationen explosive Post. Im gleichen Zeitraum detonierten in Kärnten und im Burgenland drei Spreng- bzw. Rohrbomben. Die Anschläge hatten vier Tote, vier lebensgefährlich Verletzte und neun Verletzte zur Folge. Read the rest of this entry »
März 18th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
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Tschibtscha | 10.3.2025 | 10:23 min
Das Roma-Attentat von Oberwart: Lesung und Gesprächsrunde
Gondolipe upro Romengero atentato Erbate: Andi rat usar o 4to upro 5to feberi 1995, schtar manuscha opfertscha jeke rasistischi motivirime atentatostar ule. O schtar flogoskere grupnakere dschene le Romendar, jeka bombaha murdarde ule. Telal o anav „Schoha te pobisterel“ adabersch, tranda berscha palo atentato, Erbate jek gondolipeskero mulatintschago tel likerdo ulo.
Vor 30 Jahren hat das Bombenattentat von Oberwart die Republik erschüttert: Vier Männer aus der Volksgruppe der Roma starben bei der Detonation einer Sprengfalle. Gesprächsrunde mit: Emmerich Gärtner-Horvath (ehem. Geschäftsführer Verein Roma), Klaus Gartner (ehem. Vizebgm.), Terezija Stoisits (ehm. Nationalratsabgeordnete), Annemarie Klinger (edition lex liszt 12), Peter Wagner (Autor), Horst Horvath (ehem. GF OHO). Read the rest of this entry »
März 9th, 2025 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
In Kroatien ist nur ein einziges Mahnmal für die im Zweiten Weltkrieg ermordeten Roma bekannt. Es entstand 1971 im Dorf Uštica bei Jasenovac.
(Quelle)
März 3rd, 2025 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Rohonczy, Kautz, Niczky – drei Menschen aus dem Mittelburgenland
Theaterstück von Katharina Tiwald und Peter Wagner: Uraufführung im Offenen Haus Oberwart am 13. März 2025
Das Magazin Profil beschrieb 1995 den in Mitterpullendorf/ Középpulya ansässigen Baron György Gedeon Rohonczy als den „burgenländischen Oskar Schindler“. Er soll 121 Roma aus dem sog. „Zigeuner-Anhaltelager Lackenbach“, von dem Roma in Konzentrationslager, andere Sammellager oder Vernichtungslager deportiert wurden, dadurch gerettet haben, dass er sie als Erntearbeiter auf seinem Gutshof anstellte, und zwar nicht nur Männer, sondern ganze Familien, also auch Frauen und Kinder. Teilweise ermöglichte er ihnen die Flucht nach Ungarn. Seinem Beispiel folgten der Gutspächter Ernst Kautz aus Unterpullendorf/ Dolnja Pulja und Graf Ladislaus Niczky aus Nebersdorf/ Šuševo, die beide mit Rohonczy befreundet waren. Roma, die auf diese Weise überlebten, bezeugten nach dem Krieg die lebensrettende Tätigkeit der drei Männer. Einer von ihnen, Ernst Kautz, wurde selbst von betroffenen Roma gerettet, als die russischen Besatzer ihn exekutieren wollten.
Das Stück:
„DIE RETTER – Rohonczy, Kautz, Nitzky – Drei Menschen aus dem Mittelburgenland“ diskutiert im Stile eines Doku-Dramas die Frage, inwieweit diese drei Personen tatsächlich als Lebensretter, wenn nicht gar Helden im Sinne eines passiven Widerstandes gegen ein mörderisches Regime zu bewerten sind. Dabei treten durch Interviews, die mit Menschen unterschiedlichster beruflicher und geistiger Orientierung vor Kamera geführt wurden, differenzierende Einschätzungen und Bewertungen zutage, die auch unsere heute Beziehung zu zivilem Ungehorsam sowie identitätspolitische Fragen thematisieren.
Parallel dazu entspinnt sich der von Katharina Tiwald verfasste fiktive Dialog zwischen einem Ehepaar, das zur Geburtstagsfeier des 90-jährigen Anton (Toni), eines Lackenbach- und KZ-Überlebenden aus der Volksgruppe der Roma, eingeladen ist. Read the rest of this entry »
Februar 27th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
Zum fünften Jahrestag des Anschlags zeigt das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg bis 13. März die Ausstellung „Wir sind Hanau“. Der Eintritt ist frei.
Es dauerte zwölf Minuten, dann waren neun Leben ausgelöscht. Am 19. Februar 2020 hat der Attentäter von Hanau die jungen Menschen aus rassistischen Motiven ermordet: Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar und Kaloyan Velkov. Anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst.
Die Präsentation im Dokumentationszentrum in Heidelberg regt zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Themen wie Diskriminierung, Rechtsextremismus und strukturellem Rassismus an und erinnert an die Ermordeten rechtsextremer Attentate der vergangenen 30 Jahre in Deutschland. Konzipiert von »Migrantifa« Stuttgart, wurde sie gemeinsam mit Migration Hub Heidelberg sowie dem Bündnis Erinnern.Verändern speziell für Heidelberg weiterentwickelt. Darin wird offenkundig, dass der rechtsextreme und rassistische Anschlag in Hanau alle Menschen in Deutschland betrifft. Denn gerade danach ist das Ausmaß rechtsextremen Terrors und der mangelhaften gesellschaftlichen Aufarbeitung besonders deutlich geworden. Während Politiker*innen und Behörden von Hanau als »Einzelfall« sprechen, entgegnen die migrantischen jungen Menschen Deutschlands, dass dies nicht die Realität widerspiegelt.
Neben Texten und Gedichten zu den Anschlägen in Hanau werden in der Ausstellung auch Werke von BIPoC-Kunstschaffenden aus Heidelberg gezeigt. Zudem setzt sie sich unter anderem kritisch mit dem Begriff »Einzelfall«, dem anwachsenden Rechtsextremismus sowie dem Thema Rassismus in Sicherheitsbehörden auseinander. Read the rest of this entry »
Februar 21st, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Sport, Veranstaltungen & Ausstellungen
Zwischen Triumph und Gewalt im Sinti- und Roma-Sport: Ausstellung in Nürnberg
Von Donnerstag, 20. Februar, bis Mittwoch,19. März 2025, präsentieren die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur und das Kulturbüro Muggenhof im Amt für Kultur und Freizeit gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Bayern e. V. die Ausstellung „Längst vergessene Held*innen – Sinti*zze und Rom*nja-Sportler*innen“. Die Ausstellung rückt beeindruckende Persönlichkeiten des Sports in den Fokus.
Sportlerinnen und Sportler wie etwa der Boxer Oswald Marschall, die Fußballerin Angel Theiß und der Kickboxer Gerard Lindner haben herausragende sportliche Leistungen erbracht. Sie haben sich auch dazu entschieden, ihre Herkunft als Sinti, Sintizze, Roma oder Romnja öffentlich zu machen. In eindrucksvollen Portraits erzählt die Ausstellung Geschichten von Diskriminierung und Ressentiments, aber auch von Identität, Selbstbewusstsein und dem Kampf gegen Vorurteile.
Pionierarbeit im Bereich Sportgeschichte
Die aufwändig recherchierten und persönlichen Geschichten der Athletinnen und Athleten sensibilisieren für die Vergangenheit und die aktuellen Lebensrealitäten dieser Bevölkerungsgruppe und tragen dazu bei, eigene Vorurteile zu hinterfragen. Dadurch vermittelt die Ausstellung einerseits die große Rolle des Sports für die Identitätsbildung und -festigung des Einzelnen, andererseits jedoch auch seine Anfälligkeit für Rassismus, Antiziganismus und Chauvinismus.
Die Ausstellung von Andrzej Bojarski und Oswald Marschall schließt eine Lücke in der deutschen Sportgeschichte. Namen wie Johann „Rukeli“ Trollmann, der als Sinto und Boxer während des Nationalsozialismus ermordet wurde, sind vereinzelt bekannt, während die Leistungen vieler anderer Sinti, Sintizze, Roma und Romnja im Sport weitgehend unerwähnt bleiben. Die Präsentation rückt dieses vernachlässigte Kapitel der Sportgeschichte in den Vordergrund und fördert die Anerkennung und Bedeutung der porträtierten Persönlichkeiten über ihre sportlichen Leistungen hinaus.
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Februar 14th, 2025 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
In Österreich befürchten 62 % der Befragten, dass sich der Holocaust wiederholen könnte. Ähnlich in Deutschland: 61 %.
(Quelle)
Februar 11th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, Veranstaltungen & Ausstellungen
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Tschibtscha | 10.2.2025 | 9:24 min
Artschijipe/Ausstellung im Offenen Haus Oberwart (OHO):- Man will uns ans Leben – Bomben gegen Minderheiten 1993–1996
Maschkar o berscha 1993 dschi 1996 uschtidine andi Austrija 25 dschene taj organisaciji bombakere lila. Andi glajchi cajt ande Kärnten taj Burgenland trin bombi eksplodirinde. Schtar dschene mule, schtar dschene sorale dukade taj enja dschene loke dukade ule. O teror gelo le tschulipengere dschenenge taj politisch humanistischi pomoschagoschengere niposke. O lek phareder murdaripe sina Erbate, kaj o Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath taj o Peter Sarközi duach jek bomba murdarde ule. On kamnahi i tablina kaj upre pisim sina „Roma zurück nach Indien“ beig te lel taj i bomba eksplodirintscha.
Jek artschijipe la Initiative Minderheiten andi koperacija le Volkskunde Musejumiha Betschi, le Kärnten Musejumiha taj le Prado Kher Erbaha. O artschijipe andar o 11.2 dschi 23.3.2025 te dikel hi: Keden dschi paruschtun 9:00 dschi 14:00 orenge.
Zwischen den Jahren 1993 und 1996 erhielten in ganz Österreich insgesamt 25 Personen und Organisationen explosive Post. Im gleichen Zeitraum detonierten in Kärnten und im Burgenland drei Spreng- bzw. Rohrbomben. Die Anschläge hatten vier Tote, vier lebensgefährlich Verletzte und neun Verletzte zur Folge. Der Terror adressierte ausschließlich Minderheitenangehörige und ihre politisch-humanistischen Unterstützer:innen. Der folgenschwerste Anschlag fand im Februar 1995 im burgenländischen Oberwart statt, bei dem vier Roma-Angehörige einer Sprengfalle zum Opfer fielen. Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath und Peter Sarközi starben durch eine Explosion, als sie eine Tafel mit der Inschrift „Roma zurück nach Indien!“ entfernen wollten. Obwohl die Auswahl der Adressat:innen bald auf Urheber aus dem rechten Eck schließen ließ, gestalteten sich die Ermittlungen sehr langwierig und nahmen erst im Herbst 1997 zufällig ein Ende. Read the rest of this entry »
Februar 8th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
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Tschibtscha | 7.2.2025 | 3:58 min
30 Jahre Roma-Attentat in Oberwart: Wir gedenken des Rohrbombenattentats vom 4.2.1995
Amen sam Roma, kale Roma,
Wir sind Roma, schwarze Roma,
schukar Roma upra ada them,
schöne Roma auf dieser Welt,
o kale atscha taj o kale bal,
die schwarzen Augen und die schwazen Haare,
so amen Roma, Roma hi.
die wir Roma, Roma haben.
Amen sam Roma, kale Roma,
Wir sind Roma, schwarze Roma,
tschore Roma upra ada them,
arme Roma auf dieser Welt,
amen o gadsche nikaj na kamnahi,
die Nicht-Roma wollen uns nirgendwo,
taj amen sam nipo sar o avre.
aber wir sind Menschen wie die anderen.
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Februar 7th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
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Tschibtscha | 6.2.2025 | 7:23 min
30 Jahre Roma-Attentat in Oberwart: Wir gedenken des Rohrbombenattentats vom 4.2.1995
Ando scharto feberi deschenja enjavar desch taj pantschto bersch o lek bibastaleder atentato andi dujti republik kerdo ulo. Schtar dschene la flogoskera grupnatar le Romendar o Peter Sarközi, Josef Simon, Karl taj Erwin Horvath jeka bombatar murdarde ule. Upri bomba jek tablina upre sina, le pisinipeha „Roma zurück nach Indien“. Uso probalinipe aja tablina bejg te lel, i bomba eksplodirintscha, savi jek falato jek rasistischi motivirti serijatar le atenteteristar Franz Fuchs sina. Te ada bersch ando 4. feberi i Romapastoral uso gondolipeskero mulatintschago Erbate uso gondolipeskero than akartscha le schtar Romenge, save odoj duach aja bibastali bomba pumaro ileto iste mukle, te gondolinel.
Das tragische Attentat von Oberwart, bei dem vier Roma-Männer, Karl Horvath, Josef Simon, Peter Sarközi und Erwin Horvath, ihr Leben verloren, jährt sich in diesem Jahr zum 30. Mal. Aus diesem Anlass ludt die Romapastoral der Diözese Eisenstadt erneut zu einer Gedenkfeier ein, um der Opfer zu gedenken und ein Zeichen des Respekts, der Erinnerung und der Mahnung zu setzen. Die Gedenkfeier begann in der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (Dornburggasse 93), wo der erste Teil des Programms stattfand. Nach der offiziellen Begrüßung wurde eine Videobotschaft des Herrn Bundespräsidenten eingespielt. Eine Präsentation von Schüler:innen sowie ein Impuls von Assoz. Prof. Priv.-Doz. Mag. Dr. Ursula Mindler-Steiner gab es anschließend. Im Anschluss gab es einen gemeinsamen Gedenkmarsch zur Gedenkstätte „Am Anger“. Read the rest of this entry »
Februar 6th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radio, Podcast & TV
Meine ermordete Familie – Sinti im Holocaust
DW Deutsch/Reporter, 2024 (12:37 min)
Sechs Millionen Juden fielen dem Hass [der Nationalsozialisten] zum Opfer, aber auch Angehörige anderer Gruppen, nicht zuletzt Sinti und Roma, die von den Nazis in verschiedenen europäischen Ländern gnadenlos verfolgt und meist ins KZ Auschwitz deportiert wurden. Schätzungsweise 500.000 europäische Roma und Sinti überlebten das NS-Regime nicht. So wie fast alle Verwandten von Carmen Spitta. Die Frankfurterin trägt schwer am Schicksal ihrer Familie, doch gerade deshalb will sie deren Geschichte weitergeben an die jüngere Generation.
Eine Reportage von Dáša Raimanová.
(Beitrag und Text: DW Deutsch)
Februar 5th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte, dROMa (Magazin)
Vor dreißig Jahren entschied sich das Schicksal der Roma
In der Nacht zum 5. Februar 1995 brach mit einem Mal der alte, mörderische Hass wieder über die Volksgruppe herein. Vier junge Männer starben in Oberwart durch ein rassistisches Bombenattentat. Die Schicksalsstunde der Roma wurde auch zur Bewährungsprobe für die Republik. Doch Gewaltakte gegen Roma gibt es noch immer – auch in Österreich.
Die vier Roma starben durch eine perfide Sprengfalle, die der Rechtsterrorist Franz Fuchs in der Nähe der Oberwarter Roma-Siedlung platziert hatte. Als sie ein Schild mit der Aufschrift „Roma zurück nach Indien!“ entfernen wollten, detonierte der Sprengsatz: Karl Horvath (22), Erwin Horvath (18), Peter Sarközi (27) und Josef Simon (40) waren sofort tot. Für ihre Familien brach eine Welt zusammen; für die Volksgruppe war es die schwerste Stunde seit dem Völkermord. Alles, was man sich gerade erst erkämpft hatte, stand plötzlich auf dem Spiel.
Was fast immer geschieht
Und tatsächlich geschah, was nach Gewalttaten gegen Roma fast immer geschieht: Man verdächtigte die Roma selbst. Von einem rechtsextremen Attentat wollten Polizei und Politik zwei Tage lang nichts wissen, stattdessen diffamierte man die Opfer. Sofort war die Rede von einer blutigen „Fehde“ unter Kriminellen. Polizisten durchsuchten die Wohnungen der Roma-Familien nach Sprengstoff und Waffen. Innenminister Löschnak befeuerte Spekulationen, die vier Todesopfer hätten die Explosion womöglich selbst verschuldet – zu einem Zeitpunkt, als den Ermittlern längst klar war, dass sie es mit einem rassistischen Terroranschlag zu tun hatten. Noch Monate später versuchte Jörg Haider, die Tat den Opfern selbst in die Schuhe zu schieben, indem er über kriminelle Machenschaften („Waffengeschäft“, „Autoschieber“, „Rauschgift“) schwadronierte.
Die „lange, peinliche Schrecksekunde des offiziellen Österreichs“ (Armin Thurnher) währte jedoch nicht ewig. Bundeskanzler und Staatsspitze stellten sich schließlich doch noch beherzt an die Seite der Opfer. Das Begräbnis in Oberwart geriet zum Staatsakt; der landesweite Schulterschluss gegen den Terror gelang und ermöglichte eine Welle der Solidarität. Read the rest of this entry »
Januar 27th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher

Gedicht von Ceija Stojka (1933–2013),
erschienen 2008 in der Edition Exil
Januar 26th, 2025 |
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Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung
In Frankreich geben 46 % der 18- bis 29-Jährigen an, noch nie vom Holocaust gehört zu haben. In Österreich sind es 14 %.
(Quelle)
Januar 25th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 24.1.2025 | 4:56 min
Auschwitz-Lied/Auschvicate dschili la Leon Berger Bandatar
„Kada o vagontsch pumen prade, i SS maripeha taj diheschne dschukelenca amen empfaunginde – amen aunpejam. Akan amen na buter manuscha samahi. Amen tschak numertscha samahahi. Sa so amen sina amendar lim ulo. Le cilendar, le dschuvlenge taj tschavenge, o bal tschinde ule, le cilenge te mre duj tikne tschajenge, numertscha ande tetovirim ule.“ – Julius Hodosi
„Als sich endlich die Waggons öffneten, empfing uns die SS mit Schlägen und Bluthunden – wir waren am Ziel. In diesem Moment hörten wir auf, Menschen zu sein. Wir waren nur noch Nummern. Alles, was wir hatten, wurde uns abgenommen. Allen, auch den Frauen und Kindern, wurden die Haare geschoren, allen, auch meinen beiden kleinen Mädchen, wurden Nummern eintätowiert.“ – Julius Hodosi (mehr hier)
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Januar 18th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Jugend & Bildung, Wissenschaft
Lisa Schenkermayer (2024): Die Burgenlandrom*nja im Geschichteunterricht
Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 146 S.
→Zum Download der UB Wien (pdf)
Abstract: Das Ziel dieser Masterarbeit ist es zu zeigen, wie sich eine Unterrichtsplanung für den Geschichteunterricht der Sekundarstufe II zum Thema „Geschichte der Burgenlandrom*nja“ gestaltet. Diese hat zum Ziel, jenes Wissen und jene Kompetenzen zu generieren, die es den Schüler*innen ermöglichen, mögliche Vorurteile gegenüber der Minderheit der Rom*nija abzubauen und dementsprechend in ihrem persönlichen Umfeld zu wirken. Um diese Fragestellung zu beantworten, wurde eine Literaturrecherche zur Geschichte der Rom*nja – mit dem Fokus auf das Gebiet des heutigen Burgenlandes – und eine Umfrage an burgenländischen Jugendlichen durchgeführt. Es zeigte sich, dass die Geschichte der Burgenlandrom*nja sehr umfangreich ist und die Jugendlichen beinahe nichts über diese Geschichte wissen. Diese Erkenntnisse wurden verwendet, um sechs Unterrichtsmodule für die Sekundarstufe II zu erstellen. Die Schüler*innen werden durch diese animiert, ihre eigenen und die Handlungen ihrer Mitmenschen in ihrem Alltag zu reflektieren und zu verändern. Studien haben gezeigt, dass die Bildung der Mehrheitsgesellschaft dazu beitragen kann, Vorurteile aufzubrechen, die interkulturelle Verständigung zu fördern und damit dem wachsenden Antiziganismus entgegenzuwirken.
Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuer: Johannes Brzobohaty
u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.
UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/73384
Januar 16th, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft
Das kürzlich in Innsbruck erschienene „Gaismair-Jahrbuch 2025“, herausgegeben von Horst Schreiber und Elisabeth Hussl, umfasst einen Schwerpunkt über den „Genozid an den Roma und Sinti in der NS-Zeit und seine Nachwirkungen in Österreich“ mit folgenden Beiträgen:
Gerhard Baumgartner: Marginalisierung, Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma und Sinti, S. 69–84
Herbert Brettl: Die Erinnerungslandschaft des Roma-Genozids in Österreich, S. 85–97
Mirjam Karoly: Gegen das Vergessen – für eine gleichberechtigte Zukunft! Rom:nja in Österreich, S. 98–105
Peter Pirker: Jenische Deserteure der Wehrmacht, S. 106–123
In einem Einleitungstext stellt Patrick Siegele die vier Aufsätze vor:
[…] Den Beginn macht der Historiker Gerhard Baumgartner, er beschreibt in seinem Beitrag „Marginalisierung, Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma und Sinti“, wie bereits in der Habsburger-Monarchie der Grundstein für die spätere Diskriminierung und Verfolgung österreichischer Roma gelegt wurde. Pseudowissenschaftliche Untersuchungen sollten belegen, dass Roma und Sinti zu vererbtem „kriminellen und asozialen Verhalten“ neigen. Dies führte dazu, dass sie zunehmend ins Visier der Polizeiarbeit gerieten und antiziganistische Verordnungen und Gesetze eingeführt wurden, die in vielen Fällen die Grundlage für die spätere Verfolgung und Ermordung durch die Nationalsozialisten bildeten. Baumgartner beschreibt die schrittweise Entrechtung, Ausgrenzung und Ausbeutung der Roma, die ab 1938 zu ersten Deportationen österreichischer Roma und Sinti in Konzentrationslager führten. Von den etwa 11.000 österreichischen Roma und Sinti haben nur rund 1.000 die NS-Zeit überlebt.
Wie lange den Roma und Sinti die Anerkennung als Opfer der rassistischen NS-Verfolgung, und somit eine Entschädigung nach dem Opferfürsorgegesetz versagt blieb, schildert Herbert Brettl in seinem Beitrag „Die Erinnerungslandschaft des Roma-Genozids in Österreich“. Da Roma und Sinti aufgrund der rassistischen Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten als „vorbestraft“ galten und „Zigeunerlager“ wie Lackenbach nicht als Konzentrationslager anerkannt wurden, dauerte es bis in die 1980er-Jahre, dass die Verfolgung und Ermordung der österreichischen Roma allmählich Teil der offiziellen Erinnerungskultur wurden. Vor allem dank der Roma-Initiativen selbst, setzte ein allmählicher Wandel ein. Detailliert beschreibt Brettl in seinem Beitrag gedenkkulturelle Initiativen in sechs Bundesländern, die Beispiele für Erinnerungszeichen an den Roma-Genozid vorweisen können. Read the rest of this entry »
Januar 3rd, 2025 |
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Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 2.1.2025 | 7:03 min
Genozid an den Roma und Sinti während des Nationalsozialismus
Valami 500.000 europitike Roma taj Sinti maschkar o bersch 1938 taj 1945 le nacijonalsocijalistendar tradim, ledschim taj murdarde ule. O Roma taj Sinti argranicalim ule, on iste mujsinipeskeri buti kernahi use o gadsche, bauninipeskere thana sar upro droma taj industrija. But lendar odoj pumaro ileto iste mukle.
Rund 500.000 europäische Roma, Romnja und Sinti, Sintizze wurden zwischen 1938 und 1945 Opfer einer rassistischen Verfolgungspolitik deutscher Nationalsozialisten und ihrer Verbündeten. Roma und Sinti wurden diffamiert und ausgegrenzt, zur Arbeit auf Bauernhöfen, Baustellen und in der Industrie gezwungen, sie starben in Zwangsarbeits- und Konzentrationslagern und wurden in Vernichtungslagern getötet. Im Burgenland lebten 1938 in zahlreichen Siedlungen etwa 8.000 der 11.000 österreichischen Roma und Sinti – zumeist in bedrückender Armut, behördlich schikaniert und ausgegrenzt. Die NS-Verfolgung überlebten nur wenige hundert, die nach 1945 unter großen Schwierigkeiten ihre Gemeinschaften wieder aufzubauen versuchten. Read the rest of this entry »