Romani

Roman-Unterricht bei Verein Roma-Service

Februar 23rd, 2024  |  Published in Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 19.2.2024 | 4:54 min

Romani: Sikadipe ando kher le farajn Roma-Ser­vice­jistar

Kaj tena i Romani tschib armerel khetan butscha­linuipe le faraj­niha Roma Erba taj le institu­tiha la tschib­tschakera visen­schoftiha upri uni­vers­iteta Gereci 1993 jek projekto kodi­ficirung taj didak­tisirung la Romana tschib­tschar kesdim ulo. Sajt septem­beri 1999 o Romani-sikadipe UVÜ ando isch­koli tel likerdo ol. Le isch­kola­kere kes­dipeha 2023/24 „UVÜ – Romani“ ando kher le farajn Roma-Ser­vice­jistar sikado ol. Uso sikadipe 16 tschave use hi.

Um den drohenden Sprachtod abzuwenden, wurde in Zusam­men­­arbeit des „Vereins Roma Oberwart“ mit dem Institut für Sprach­wissen­schaft an der Univer­sität Graz 1993 ein Projekt gestartet und mit der Kodi­fizie­rung (Beschrei­bung und Ver­schrif­tlichung) und der didak­tischen Umsetzung (Vor­berei­tung von Unterrichts­mate­ria­lien) des Romani be­gonnen. Seit Sep­tember 1999 findet an der Volksschule Oberwart Roman-Sprach­unter­richt in Form von Un­ver­bindli­chen Übungen (UVÜ) statt. Mit dem Schuljahr 2023/24 findet die „Unv­erbind­liche Übung Romani“ in den Räum­lich­keiten des Vereins Roma-Ser­vice statt. 16 Kinder nehmen daran teil.

Roman ist als Sprache der burgenländischen Roma haupt­säch­lich im Burgenland ver­breitet und ein wichtiger Bestand­teil des Kultur- und Sprach­erbes der dortigen Roma. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (502)

Februar 18th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Romani

Die Präsens-Endun­gen der e- und a-Kon­ju­ga­tion des Ro­ma­ni ge­hen di­rekt auf das Sanskrit (alt­in­do­a­risch) zu­rück.

(Quelle)

Facts & Figures (497)

Januar 30th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Romani

Das dzt. erstellte Ro­ma­ni Ety­mo­lo­gi­cal Dic­tio­na­ry (pdf) soll mit rd. 1.000 ety­mol. Haupt­ein­trä­gen den ge­sam­ten ge­mein­sa­men Wort­schatz des Ro­ma­ni ab­decken.

(Quelle)

Boschitscha o lek mirneder di …

Dezember 24th, 2023  |  Published in Literatur & Bücher, Romani

Boschitscha o lek mirneder di ando bersch hi

(Weihnachten ist der stillste Tag im Jahr, 1901)

Rainer Maria Rilke (1875–1926)

Boschitscha o lek mirneder di ando bersch hi,
adaj schunes tu o cile vodschtscha te dschal taj te tschalal
sar ori, save kiratiskere ori phenen:
Boschitscha o lek mirneder di ando bersch hi,
adaj o cile tschavengere atscha bare on,
afka sar te o koji bartschonahi, save on diken,
taj dajale on o cile dschuvla
taj o cile tschavengere atscha bare on.

Adaj iste ari dschas ando dugo vilago
kameha tu la boschitscha te dikel, la schukar,
afka sar te tro gondo le forijendar schoha manglo,
afka iste ari dschas ando dugo vilago.
Odoj paschlon bare nebi pedar tute,
save upre durarde parne vescha nugodinen,
o droma bartschon telal tre botschkori
taj bare nebi paschlon pedar tute.

Taj ando bare nebi terschol jek tscherheni
cilon prado use jek tschulo baro ududanipe,
o duriptscha pasche an sar jek vela
taj ando bare nebi terdschol jek tscherheni.

La Clara Rilkejake, Boschitscha 1901

Ins Romani übersetzt von Josef Schmidt.
Andi Romani tschib o Josef Schmidt o prik bescharipe kertscha.

ROMANES: Ausstellung im Parlament

Dezember 11th, 2023  |  Published in Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Romanes: Ausstellung im ParlamentDas österreichische ROMANES. 30 Jahre Anerkennung – 600 Jahre in Österreich

Ausstellung zum Volksgruppentag im Parlament
Eröffnung: 12.12.2023, 16:15 Uhr | Ort: Auditorium im Parla­ment, Wien | Aus­stel­lungs­dau­er: 13.12. bis 20.12.2023

Ausstellung im Auftrag des Österrei­chi­schen Parla­ments an­­läss­lich des 30-jäh­rigen Jubi­läums der An­er­ken­nung als Volks­gruppe in Österreich am 16.12.1993. Eine Zu­sam­men­arbeit von [romani] PROJEKT, Akademie Graz, Pho­nogramm­archiv der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaften, Roma­no Centro und Roma-Service

Mit der Volksgruppenanerkennung am 16.12.1993 bekennt sich die Re­publik Öster­reich zum Schutz und zur Pflege des Ro­manes als in­tegra­ler Be­stand­teil der ethno­kul­tu­rel­len Vielfalt Öster­reichs. Damit ist eine euro­päi­sierte indische Sprache, die seit min­des­tens 600 Jahren im heu­tigen öster­reichi­schen Terri­to­rium ge­spro­chen wird, offi­zielle Min­der­hei­ten­sprache bzw. Volks­grup­pen­sprache ge­worden. Zum 30-jährigen Jubiläum der Anerkennung der Volksgruppe der Rom*nija in Öster­reich stellt die Aus­stel­lung die Sprache Romanes vor – mit ihrer Ver­anke­rung in Indien und Europa, mit ihrem beson­deren sprach­lichen Reichtum und mit dem litera­ri­schen Schaffen in Ös­terreich.

Die Vielfalt des Romanes wird am Beispiel von sechs dokumentier­ten und in Öster­reich gespro­chenen Varie­täten des Romanes vor­ge­stellt: Arli-Ro­manes, Burgenland-Ro­manes, Gurbet-Ro­manes, Kalderaš-Ro­manes, Lovara-Ro­manes und Servika bzw. ost­slo­waki­sches Romanes. Die Varietät des Sinti-Ro­manes bleibt auf Wunsch der Sinti*ce un­be­rück­sich­tigt. Romani und Romanes sind die All­gemein­bezeich­nun­gen für die Sprache der größten und viel­fäl­tigsten Minder­heit Europas, den Rom*nija. Im deutschen Sprach­raum wird meist die Bezeich­nung Romanes ver­wendet. Inter­natio­nal ist die Be­zeich­nung Romani üblich.

Im Zentrum der Ausstellung steht ein Ausstellungsfilm (12 min) – mit einer animier­ten Wortreise über die Migration von Indien nach Europa, mit den frühes­ten Ton­doku­menten des Romanes, mit State­ments zu und in Romanes von Ver­tre­ter*in­nen der Volks­gruppe zum Thema „So si tuke šukar? / Was ist für Dich schön?“, die es auch er­mögli­chen, ver­schiedene Varietäten des Romanes zu hören, und mit einem Einblick in das neue digitale For­schungs­archiv www.romani-project.org.

Dazu geben Ausstellungsposter die Möglichkeit zur Vertiefung in die sprachliche Vielfalt des Romanes und seine Gefähr­dung. Sie zeigen den Wandel zur öffent­lichen Ver­wendung von Romanes in Medien und Literatur. In der Schwer­punkt­ausgabe des Literatur­magazins LICHTUNGEN wird das lyrische Schaffen in Romanes in Öster­reich exempla­risch vor­gestellt. Eine Auswahl an zwei­sprachigen Maga­zinen und Büchern lädt zur weiteren Aus­einander­setzung ein. Read the rest of this entry »

Damian Le Bas talks about Romani

September 14th, 2023  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Romani

Romani (2019)
Podcast: BBC Radio 4/Word of Mouth (28:04 Min.)

Damian Le Bas talks to Michael Rosen about the Romani language and his ex­peri­ence with using it. Damian is the author of The Stopping Places: A Journey Through Gypsy Britain. Producer: Beth O’Dea. Word of Mouth is a series exploring the world of words and the ways in which we use them.

Heute, ganz ausnahmsweise, stellen wir Ihnen einen engli­sch­spra­chi­gen Podcast vor: ein überaus sym­pathi­sches, hörens­wertes Ge­spräch über Roma­ni bzw. Anglo­romani aus der BBC-In­ter­view­reihe „Word of Mouth“ des be­kann­ten britisch-jü­dischen Autors Michael Rosen (der, wie wir hier er­fahren, selbst ent­fernte Roma-Ver­wandte in Ru­mänien hat). In dieser Folge aus dem Jahr 2019 spricht er mit Damian Le Bas, Lyriker, Buch­autor und Pub­lizist (und Sohn des Künstler­paars Delaine und Damian Le Bas).

(Sendung: BBC Radio 4/Word of Mouth)

Tschib: Jerinipe le keripestar

Juli 25th, 2023  |  Published in Romani, dROMa (Magazin)

Unterricht: Kinder in Elda (Alicante) lernen einige Wörter Caló, 2023 (Foto: CEIP Virgen de la Salud)O Caló – i tschib le Gitanojerendar

Avrijal sar ande but avre tschib­tscha, save bejg taj ari ispi­dim ule, o Roma­ni le Gitano­je­ren­dar na ulo putrim. Hatek andi Espa­nija ande jek nevi forma, ojs afka akar­di keve­ri­mi tschib, prik dschiv­tscha.

Pal i thaneskeri tschib (espanitiki-, katalani­schi-, baski­schi tschib) andi Espanija afka jek baro khetan phandli­pe le tschib­tschen­dar dija: o espa­nitiko Caló, o Caló catalán andi Kata­lonija taj o Erro­mintxe­la ando Basken than. Andar i Espa­nija o Caló te ando Portugal (Calão), andi sud Francija taj andi Latajn­amerika pelo, kaj ajge­ni droma and tscha­latscha.

Ada keripe, la visenschoft dschi adi fascinirinel; vaschoda, kaj ada ando glajchi koja, te ande avre riktscha­kere thana la Euro­patar – andi Bari Bri­tanija vaj Skan­di­navija –, pe afka tel khel­tscha. O akaripe la tschib­tschakera visen­schof­­tatar adalekse hi Para­romani. Adala tschib­tscha hi, save pumari grama­tika­lischi stru­ktur­tscha upre den, lengere Roma­ni-ala­va ham ande bare falati upre likeren: I gra­matika taj o leksik (Roma­ni-alava) andar min­den­feli­tike tschib­tscha an.

Adi o aguno Caló, butvar tschak ande tschule falati meg angle al taj poar ko­men­ta­tortscha bojd naschado le diken. Ham ada te imar angle 200 berscha butscho­lahi, kada pumen o erschti – la roman­ti­katar tradime – tschib­tschakere for­schertscha la bari­kana, afka phen­da meri­peskera tschib­tschake le Gitano­­jerendar te intere­sirinel kesdinde. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (475)

Juli 20th, 2023  |  Published in Facts & Figures, Romani

1844 veröffentlichte Enrique Trujillo das ers­te in Spanien heraus­ge­ge­be­ne Ro­ma­ni-Wörter­buch (Spa­nisch–Ro­ma­ni/Caló). Es ent­hält zahl­rei­che er­fun­de­ne Wörter.

(Quelle)

Sprache: Triumph des Willens

Juli 18th, 2023  |  Published in Romani, dROMa (Magazin)

Unterricht: Kinder in Elda (Alicante) lernen einige Wörter Caló, 2023 (Foto: CEIP Virgen de la Salud)Das Caló – die Sprache der Gitanos

Im Gegensatz zu vielen anderen Sprachen, die be­drängt und ver­drängt wurden, hat sich das Romani der Gitanos nicht ein­fach auf­ge­löst. Statt­dessen hat es in Spanien in neuer Form, als so­ge­nann­te Misch­spra­che, über­dauert.

Je nach Umgebungssprache (Spanisch, Katalanisch, Bas­kisch) ent­stand so in Spanien ein ganzer Strauß an Sprachen: das spani­sche Caló, das Caló catalán in Katalonien und das Erromintxela im Baskenland. Von Spanien aus ge­langte das Caló auch nach Portugal (Calão), nach Süd­frankreich und Lateinamerika, wo es eigene Wege ein­schlug.

Dieser Vorgang fasziniert die Wissenschaft bis heute; nicht zuletzt, weil er sich in ähn­licher Weise auch in anderen Rand­ge­bieten Europas, in Groß­britannien oder Skan­dinavien, voll­zog. Der Begriff der Sprach­wissen­schaft hierfür ist Pararomani. Das sind Sprachen, die zwar ihre alte gram­mati­ka­lische Struktur auf­ge­ge­ben, ihren Roma­ni-Wort­schatz aber in großen Teilen bei­be­halten haben: Gram­matik und Lexik (Wortschatz) stammen aus unter­schied­li­chen Sprachen.

Heute ist das einstige Caló meist nur noch in Resten vorhan­den und manche Kom­men­ta­toren sehen es bald völlig ver­schwinden. Aber das hieß es bereits vor 200 Jahren, als sich die ersten – von der Romantik in­spirier­ten – Sprach­forscher für die geheim­nis­volle, ver­meint­lich ster­bende Sprache der Gitanos zu interes­sieren be­gannen. Read the rest of this entry »

Kinder beim Sprachenparcours in der Kuga

September 29th, 2022  |  Published in Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Romani, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 29.9.2022 | 6:38 min

Tschave uso tschibtschakero kurs andi Kuga

Ando bischuschofto. septemberi 2022 taj duj o europitiko di le tschibtschendar o 21. var teli­kerdo ol. Sajt dujeseri taj jek upre ada di o minden­felitiko andi Europa taj pedar oda ari o minden­felitike tschib­tscha ando gondo vrischtschan­do ol. I Kuga ande Großwarasdorf/Ve­liki Borištof Kedenate jek tschib­tscha­kero kurs le flogoskere isch­kolaschenge tel likertscha. Le tschaven o schajipe sina, ande minden­felitike tschib­tscha ande te sungel. O tschibtscha­ero kurs ande schtar schta­ci­jontscha upre ulado ulo. Ada bersch i horvacki, Romani, francitiki taj arabischi tschib angle tertscha­di uli. O ar ando Romani kurs i dschili marov, marov kertscha.

Am 26. September 2022 wurde der Europäi­sche Tag der Sprachen (ETS) zum 21. Mal be­gangen. Seit 2001 wird an diesem Tag die Vielfalt der in Europa und darüber hinaus neben­einan­der exis­tierenden Sprachen in unser Bewusst­sein ge­rufen. Die Kuga in Großwaras­dorf/Ve­liki Borištof ver­anstaltete am Diens­tag, den 27.9.2022 einen Sprachen­parcours für Volksschüler. Dabei haben die Kinder die Mög­lich­keit, in ver­schie­dene euro­päische Sprachen hinein­zu­schnuppern. Der Sprachen­parcours umfasst vier Stationen, in denen jeweils eine euro­päische Sprache vor­gestellt wird. Heuer waren das Kroatisch, Roman (Bur­gen­land-Ro­mani), Fran­zö­sisch und Arabisch. Native Speaker gestalten 15-Mi­nu­ten-Pro­gramm. Read the rest of this entry »

ORF III startet Volksgruppen-Sendung „WIR“

September 10th, 2022  |  Published in Radio, Podcast & TV, Romani

WIR: Die Volksgruppenredakteurinnen und -redakteure im Landesstudio Burgenland (ganz rechts: Emmerich Gärtner-Horvath und Josef Schmidt von Roma-Service) (Foto: ORF)Erstmals sieben Sprachen in einer Sendung ver­eint – Eine Pro­duk­ti­on des ORF Bur­gen­land in Zu­sam­men­ar­beit mit dem ORF Kärn­ten – Start Sonn­tag, 11. Sep­tem­ber 2022, 8:45 Uhr auf ORF III

Der ORF startet am Sonntag, dem 11. Sep­tember 2022, ein neues, österreich­weites TV-Magazin für die Volks­gruppen. Die Sen­dung WIR | ČEŠI, HRVATI, MAGYAROK, ROMA, SLOVÁCI, SLOVENCI zeigt Bei­träge in den Sprachen der sechs autoch­thonen Volks­gruppen in Öster­reich und wird jeden zwei­ten Sonn­tag um 8.45 Uhr in ORF III aus­ge­strahlt. Die durch­gehende deutsche Unter­titelung sorgt dafür, dass alle Öster­rei­cherin­nen und Öster­reicher der Sen­dung barrierefrei fol­gen können. Pro­duziert wird die Sendung von der Volks­gruppen­redaktion des ORF Burgen­land in Zusam­men­arbeit mit der slowenischen Redaktion von ORF Kärnten. Moderiert wird die Sen­dung ab­wech­selnd von der Romni Katharina Graf-Janoska und der Bur­genland­kroatin Julia Hamedinger.

Die neue Sendung wurde am Dienstag, dem 6. September 2022, im Landesstudio Burgenland im Rahmen eines Presser­gesprächs von ORF-Landesdirektor Werner Herics vor­gestellt. Read the rest of this entry »

Romani Chaji: Roma-Gruppen und die Sprache

Juli 20th, 2022  |  Published in Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Romani

Podcast „Romani Chaji“ (Mai 2021): Roma-Jugendliche in Deutschland reden über Romanes und über ver­schie­de­ne Dialekte. Sprachwissenschaftlich ist ja viel­leicht nicht je­des Detail ganz wasser­dicht, aber es ist ein lohnen­des Ver­gnügen, den Mädchen und ihrer Per­spek­tive zu­zu­hören.

Im Projekt „Romani Chaji“ des „RomaniPhen Archivs“ finden Mädchen der Sinti- und Roma-Com­mu­nity einen Raum, in dem sie über ihre Dis­kri­minie­rungs­erfah­run­gen sprechen und Stra­tegien da­gegen ent­wickeln kön­nen. Zudem werden indivi­duelle Lern­angebote ge­schaffen, um die Mädchen bei ihrer Aus­bildung zu unter­stützen. Zu­gleich werden kreative Kom­petenzen ge­för­dert: Es gibt Workshops und die Mädchen erstellen selbst Video-Blogs, Podcasts und animierte Filme. Mehr hier: www.romnja-power.de

Sämtliche Folgen des „Romani Chaji“-Podcasts (2021) finden Sie auf Spotify.

Aktivi schveditike

Dezember 30th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, dROMa (Magazin)

Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest (Foto: Pixabay)Romengere-biblijotektscha ande Malmö taj Bukarest


Ande Malmö jek nevi Romen­geri-bibli­jo­teka kerdi ol. Ando foro akor mindschart duj Ro­men­gere-bib­li­jotek­tscha pasche terdscho­na. Taj te jek Ro­men­geri-tscha­ven­ge­ri bibli­joteka, savi sajt pantsch berscha an­de Bukarest del, pro kes­dipe an­di Schvedija lija.

Schvedija jek pradimi Romengeri-biblijoteka uschtidel. I nevi biblijoteka ojs integrali falato la foros­kera bibli­jo­tekatar andar Malmö, o triti bareder foro le tha­nestar, kerdi ol. Imar ando arto terno dschend i bibli­joteka pradi te ol. „Ada jek vusko cajta­kero plan hi“, phenel o foros­kero bibli­jotekari Torbjörn Nilsson, mind pharo ovla, Romen­geri-lite­ra­tura te lakel. Kaj ada schofim te ol, iste amen dur pedar i tha­nes­keri granica ari dschas taj avre bibli­jo­te­kenca taj Romen­ca ande but gava khetan iste butscha­linas.“

Andi biblijoteka publikaciji ande mindenfelitike Romengere-dijalekti, pisimi litera­tura Ro­mendar taj kenvi pedar i Ro­men­geri-kultura dela. I literatura ando telva­keripe fatrete­renca le Romen­gere-khe­ta­nipestar khetan terdschar­di ol. Adaj o orga­ni­sa­tortscha butvar le gaves­kere Romen­gere-bi­rov­tscha­goha (Romskt informa­tions- och kuns­kaps­center, RIKC) khetan butscha­linen, savo – sar i foros­keri bibli­joteka – uso foros­kero kultu­rakero favojti­nipe use tschito hi.

Favurclim taj fanecim
Barikano vert upre fochis­kere butschasch­tscha pasch­lardo ol: „Barika­no hi, i tschib taj o minden­felitike dija­lekti te prindscha­rel. O butschasch­tscha iste dschene on, save i Romen­geri-kul­tura prindscha­ren vaj save ande late fa­vurclim hi. On iste le Romen­ca fanecim on“, phe­nel o Torbjörn Nilsson.

„Me patijardo som, hot amen o pradipe la erschti Romen­gera-bib­li­jote­katar le thanestar pla­ninas“, phenel i kultu­rakeri foros­keri rotkija andar Malmö, Frida Trollmyr. „Ada jek jekoschno koja hi, le tscha­tschip­tschenge le Ro­mendar te pomo­schinel taj use jek feder dscha­nipe pedar i kultura taj i historija le Romen­dar use te ledschel.“

Hot vasch i erschti Romengeri-biblijoteka andi Schvedija pe hand­linel, tschak eknaj tschatscho hi. Ande bute­der fori imar schpe­cijeli bibli­joteka­kere falati Romenge­ra-lite­ra­turake del. Taj ande Malmö jeke Romen­ge­re-khe­tanipe, o Romska Kultur­centret (RKC), jek ajgeni, eknaj phuri falatos­keri bibli­joteka hi. Read the rest of this entry »

Rührige Schweden

Dezember 28th, 2021  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani, dROMa (Magazin)

Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest (Foto: Pixabay)Roma-Bibliotheken in Malmö und Bukarest


In Malmö entsteht eine neue Roma-Bi­b­lio­thek. In der Stadt wer­den dann gleich zwei Ro­ma-Bü­che­rei­en ne­ben­einan­der be­ste­hen. Und auch eine Ro­ma-Kin­der­bib­lio­thek, die seit fünf Jah­ren in Bu­ka­rest exis­tiert, nahm ihren An­fang in Schwe­den.

Schweden bekommt eine öffentliche Roma-Bibliothek. Die neue Ein­richtung ent­steht als integra­ler Bestand­teil der Stadt­biblio­thek von Malmö, der dritt­größ­ten Stadt des Landes. Schon im kom­men­den Herbst soll die Bibliothek er­öffnet werden. „Das ist ein en­ger Zeitplan“, sagt Stadt­biblio­the­kar Torbjörn Nilsson, „denn es wird schwie­rig sein, Roma-Literatur zu finden. Um dies zu er­reichen, müs­sen wir weit über die Landes­grenzen hinaus­gehen und mit ande­ren Biblio­theken und der Roma-Be­völke­rung an vielen Orten zu­sam­men­arbeiten.“

Die Bücherei wird Publikationen in verschiedenen Roma-Dialekten, von Roma ver­fass­te Literatur und Bücher über Roma-Kultur ent­halten. Die Litera­tur wird in Ab­sprache mit Ver­tretern der Roma-Ge­mein­schaft zu­sammen­gestellt. Dabei ar­beiten die Organi­satoren ins­beson­dere mit dem ört­lichen Roma-Büro (Romskt infor­ma­tions- och kunskaps­center, RIKC) zu­sam­men, das – wie die Stadt­bibliothek – der städti­schen Kultur­verwaltung an­ge­gliedert ist.

Verwurzelt und vernetzt
Besonderen Wert lege man auf fachkundige Mitarbeiter: „Es ist wichtig, die Sprache und die ver­schiedenen Dialekte zu kennen. Das Personal muss auch aus Per­sonen bestehen, die die Roma-Kultur ken­nen oder in ihr ver­wurzelt sind. Sie müs­sen mit der Roma-Be­völ­kerung ver­netzt sein“, er­klärt Torbjörn Nilsson.

„Ich bin stolz darauf, dass wir die Eröffnung der ersten Roma-Bib­lio­thek des Landes planen“, sagt Malmös Kultur­stadt­rätin Frida Trollmyr. „Das ist eine einzig­artige Ge­legen­heit, die Rechte der Roma zu fördern und zu einem bes­seren Wissen über Kultur und Ge­schichte der Roma bei­zu­tragen.“

Dass es sich um „Schwedens erste Roma-Bibliothek“ handle, stimmt aller­dings nur bedingt. In meh­reren Städten exis­tieren bereits spe­zielle Biblio­theks­abtei­lun­gen für Roma-Li­te­ratur. Und in Malmö selbst unter­hält ein Roma-Ver­band, das Romska Kulturcentret (RKC), eine eigene, etwas ver­altete Be­stands­bibliothek. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (393)

September 24th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Medien & Presse, Romani

Als erstes eigenständiges Roma-Me­di­um gilt das 1910 in Edir­ne (heu­te: Türkei) in arab. Schrift heraus­ge­ge­be­ne Wo­chen­blatt Laço (Tür­kisch/Ro­ma­ni).

(Quelle)

Facts & Figures (362)

April 26th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Romani

Frühling heißt auf Roman (Bur­gen­land-Ro­ma­ni) terno linaj – das be­deu­tet wört­lich: jun­ger Som­mer.

Romanes: Informationen zu Impfungen

März 30th, 2021  |  Published in Allgemeines, Romani

Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten Berlin be­müht sich, mit einer Auf­klärungs­kam­pagne für die Corona­impfungen auch die Com­mu­nities von Ge­flüchteten und Migranten zu er­rei­chen. Der Reinicken­dorfer Amtsarzt Patrick Larscheid in­formiert in dem Video über die Impfungen gegen Covid-19. Diese In­for­ma­tionen in 14 Sprachen „sind für Ge­flüchtete und alle an­deren ge­dacht, die noch nicht so gut Deutsch sprechen“.

Facts & Figures (353)

März 13th, 2021  |  Published in Facts & Figures, Romani

Das Online-Formular für die be­vor­ste­hen­de Volks­zäh­lung in Tsche­chi­en kann u.a. auch in einer Ro­ma­nes-Fas­sung ab­ge­ru­fen wer­den.

(Quelle)

Marcel Courthiade (1953–2021)

März 6th, 2021  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Romani

Marcel Courthiade (Foto: Fundación Secretariado Gitano)Auf Social Media erreicht uns die traurige Nach­richt vom Tod des be­deu­ten­den Roma­ni-Sprach­wis­sen­schaft­lers und Roma-Ak­ti­vis­ten Marcel Courthiade. Der 1953 geborene und lange in Frank­reich le­bende For­scher und För­de­rer der Spra­che der Roma, der sich seit Jahr­zehn­ten für die Stan­dar­di­sie­rung des Romani ein­setzte, ver­starb am 4. März.

Vor seiner akademischen Karriere als Romani-Linguist ar­beitete er meh­rere Jahre als politi­scher Analyst und Über­setzer für die fran­zö­sische Bot­schaft in Tirana. Anschließend lehrte er an der École pratique des hautes études (EPHE) in Paris. Seit 1997 wirkte Couthiade als ao. Pro­fessor am Institut national des langues et civili­sations orien­tales (INALCO) an der an der Uni­ver­sité Sorbonne Paris Cité. An diesem Institut, an der er selbst seinen PhD er­worben hatte, baute er nun den Studien­gang „Roma­ni-Sprache und -Kultur“ auf und machte die Sor­bonne so zu einer der ganz wenigen Uni­versi­tä­ten welt­weit, an der die Sprache studiert werden kann. Vor einigen Jahren kon­zipierte er in diesem Zu­sammen­hang eine internet­basierte inter­aktive Studien­platt­form zum Er­lernen von Ro­mani: http://www.red-rrom.com/

Marcel Courthiade war insbesondere eine treibende Kraft hinter den Be­mühungen, einen inter­natio­nal an­er­kannten Romani-Stan­dard zu etablie­ren. So prä­sentierte er 1990 auf dem IV. Kon­gress der IRU im pol­nischen Serock ein Modell für die orthogra­fische Ver­ein­heit­li­chung der in viele Dialekte zer­fallenden Sprache. Dieses standar­disierte Roma­ni-Alphabet (in seiner Schrei­bung: Rromani), hat sich je­doch nicht als all­gemein an­erkannte Norm durch­setzen können und ist heute vor allem in Frank­reich, Rumä­nien und im Ko­sovo im Ge­brauch.

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Facts & Figures (350)

März 1st, 2021  |  Published in Facts & Figures, Romani

Weniger bekannte Ro­ma­ni-Be­zeich­nun­gen für den Ro­ma-Holo­caust sind: Kali Traš („Schwar­ze Angst“) u. Berša Bibahtale („Un­glück­li­che Jah­re“).

(Quelle)