Romani

Facts & Figures (139)

August 17th, 2016  |  Published in Facts & Figures, Romani

Fast ein Viertel des al­len Ro­ma­ni-Di­a­lek­ten ge­mein­sa­men Kern­wort­schat­zes geht auf das by­zan­ti­ni­sche Grie­chisch zu­rück.

(Quelle)

Facts & Figures (138)

August 11th, 2016  |  Published in Facts & Figures, Romani

Die Wortstellung im Ro­ma­ni deckt sich bei­na­he exakt mit je­ner des Grie­chi­schen.

(Quelle)

Facts & Figures (137)

Juli 27th, 2016  |  Published in Facts & Figures, Romani

Erromintxela ist die Spra­che einer Ro­ma-Grup­pe im Bas­ken­land, de­ren Vo­ka­bu­lar auf dem Ro­­m­­a­ni u. de­ren Gram­ma­tik auf dem Bas­ki­schen be­ruht.

(Quelle)

Romani-Wörterbuch in der Türkei

Mai 14th, 2016  |  Published in Literatur & Bücher, Romani

DaylamNur ein sehr kleiner Teil der in der Türkei leben­den Roma spricht heu­te noch Romani. In der süd­türki­schen Provinz Mersi ver­su­chen Roma, dem wei­teren Ver­schwinden ihrer Sprache ent­gegen­zu­wir­ken. Sie haben nun ein ers­tes Romani-Türkisch-Wörterbuch in Form ei­ner Bro­schüre („Romanes-Türkçe Söz­lük“) heraus­ge­bracht. Das Ziel sei, Kultur und Sprache zu be­wah­ren, erklärt Ali Daylam, der Vor­sitzen­de der Fö­dera­tion der Roma-Vereine und zu­gleich einer der Heraus­geber, gegen­über der Agen­tur Ana­do­lu. „Es gibt rund 300 Roma-Verei­ne in der Türkei, aber sogar dort sind 95 Pro­zent ihrer Mit­glie­der der Spra­che nicht mehr mäch­tig“, er­klärt Day­lam, der sich seit Jahren dafür ein­setzt, das Romani in der Tür­kei wieder­zu­be­le­ben. „Wir möch­ten uns alle Mühe ge­ben, um die gegen­wär­tige Situa­tion des Ro­mani zu ver­bes­sern. Wir wer­den in Zu­kunft pro­fes­sio­nel­ler an die Sache heran­ge­hen“, so Day­lam. Das neue Basis­wörter­buch sei hier­bei ein wich­ti­ger Schritt: „Es ist ein An­fang. In Zu­kunft wol­len wir ein um­fas­sen­de­res und wis­sen­schaft­li­che­res Wör­ter­buch vor­be­rei­ten.“

Erarbeitet wurde das Wörterverzeichnis von den beiden tür­ki­schen Roma-Ak­tivis­ten Ali Daylam und Halil İbrahim Nurbel in Zu­sam­men­arbeit mit dem inter­na­tio­nal tätigen Ro­ma-Ex­per­ten Orhan Galjus. Die Bro­schüre ist als Datei kos­ten­los hier ver­fügbar: Download (pdf)

(dROMa)

Sunita taj Mira

Mai 6th, 2016  |  Published in Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Romani

Kinderbuch "Sunita und Mira feiern Herdelezi"Nevi tschavengeri kenva andi Germanija

Andi Germanija akan i kenvori „Sunita taj Mira mulati­nen Herdelezi“ pre­sen­ti­rim uli, ar dim le Göttinger Romengere-Centeristar, savo pe but­var vasch o naschi­ge­jaschta an­dar o Bal­kan sor­gi­nel. I fesch­timi kipen­geri 25-riktschen­geri-ken­vori la Su­ni­tatar phu­kal, savi pra tscha­ven­gera ba­ren­gera paj­tasch­kija Mira aka­rel, laha o Romen­ge­ro-mu­la­tintscha­go „Herdelezi“, jek bari­kano terno li­na­jis­kero mula­tin­tscha­go, te mu­la­ti­nel. Jek tikni, lo­schan­di his­to­rija jeke inter­kul­tu­reli tala­li­ni­pestar, taj oda ande duj tschib­tscha, andi ro­mani taj nimtsch­ki. Ek­naj tschu­leder lo­schan­de o pa­lut­nip­tscha: Mint jek le duj autor­ki­jen­dar i Kosovo-Romni Hatigje Osmani hi – la­ce­ro than upro po­di­jum usi ken­va­keri pre­sen­ta­cija ando ki­se­ti­nipe le fe­be­ristar schutscho at­schino. Pal 17 berscha an­di Ger­ma­nija akan tel ispi­dim li te uja­hi – oj pra fa­mi­li­jaha ga­rutscha pe.

Sunita und Mira feiern Herdelezi, Eine Geschichte von Doreen Blume-Peiffer und Hatigje Osmani mit Bil­dern von Anke Bär, Göt­tin­gen 2016.

Kindi schaj i kenva ol telal: www.roma-center.de

(dROMa)

Roma sam: Romanes – Sprache der Roma

Februar 29th, 2016  |  Published in Radio & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
22.2.2016 | (on demand)

Alphabet-Fibel "Amen Roman Pisinas - Wir schreiben Roman" (1996)Das Romanes (auch: Romani) gehört wie viele euro­päi­sche Sprachen (z.B. Deutsch, Englisch, Italienisch) zur indo­euro­päi­schen Sprachen­familie. Die Ver­wandt­schaft mit neu-indischen Spra­chen wie Panjabi, Hindi und Urdu zeigt sich im Wort­schatz und in der Gramma­tik.

Bis vor mehr als zwei Jahrzehnten war das Roman, die Spra­che der Roma im Burgenland, eine kaum be­kannte Min­der­hei­ten­sprache. In­folge des star­ken As­si­mi­lations­drucks, dem Roma aus­ge­setzt waren, ging der Ge­brauch des Roma­nes auch inner­halb der Volks­gruppe zu­rück. Es schien, als müsse die Über­lie­fe­rung des seit Jahr­hun­der­ten aus­schließ­lich münd­lich weiter­ge­ge­be­nen Romanes ver­sie­gen. Um den dro­hen­den Sprach­tod ab­zu­wen­den, wurde auf Initia­tive von Emmerich Gärtner-Horvath das Pro­jekt zur Ko­di­fi­zie­rung und Didak­ti­sie­rung des Roma­nes ge­star­tet. Nach einer Pro­jekt­vor­berei­tungs­phase, wurden 1995 mit dem Institut für Sprach­wissen­schaf­ten an der Karl-Franzens-Universität Graz, die Arbei­ten an der Kodi­fi­zie­rung (Beschrei­bung und Ver­schrift­li­chung) und an der didak­tischen Um­setzung (Vor­berei­tung von Un­ter­richts­mate­ria­lien) be­gonnen.

(volksgruppen.orf.at)

Tschavengere kenvi ande 4 tschibtscha

Januar 10th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

BAKIPKeden, ando 15to decemberi 2015, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar Erba, o duj schtar tschib­tschen­gere kenvi „Ko pomo­schi­nel le mankuschiske?“ taj „Dsch­nes tu, kaj mro khe­ripe hi?“ angle terdschar­de ule. O duj kenvi ando arto isch­ko­la­kero bersch le dajen­gere taj daden­gere faraj­nistar ari dim ule taj akan andi BAKIP te usch­tidel hi le. Khetan ter­dscharde ule o duj kenvi le isch­kol­schki­jen­dar taj isch­ko­laschen­dar ando sik­lipe „Seminar Bild­ne­rische Er­zie­hung, Werk­er­zie­hung taj Texti­les Gestal­ten“ telal i mesch­terkija, Gisela Kramer. Ando hor­vacko taj ungriko siklipe o prik bescha­ripe le nimtschke tekstis­tar la Iris Zsótéraha upre butscha­lim ulo. O but­schasch­tscha andar o Roma-Service, o Emmerich Gärtner-Horvath taj o Josef Schmidt, o kenvi ando Burgenland-Roman prik bescharde. O duj kenvi, ischkolaschkijendar andar o 5te klastscha taj jeke butscha­schis­tar andar o Roma-Service, andi sikli­pes­keri tscha­ven­geri bar la BAKIP-atar, pre­sen­tirim ule. I kenva „Ko pomo­schinel le man­ku­schiske?“ andi nimtschki taj ungriki taj andi nimtschki taj bur­gen­lan­di­tiki-ro­mani tschib, le tscha­venge angle gendi uli. Read the rest of this entry »

Kinderbücher in vier Sprachen

Januar 9th, 2016  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio & TV, Romani

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
21.12.2015 | (on demand)

Emmerich Gärtner-Horvath liest vor: Buchpräsentation auf Romani und Deutsch (Foto: BAKIP)An der BAKIP Oberwart wurden zwei neue Kinderbücher prä­sen­tiert. Für den Romani-Teil ver­ant­wort­lich war un­ser Verein Roma-Service.

Im Dezember wurden im Übungskindergarten der BAKIP Oberwart die bei­den vier­spra­chi­gen Kinder­bücher „Wer hilft dem Eichhörnchen?“ und „Weißt du, wo ich zuhause bin?“ vor­ge­stellt. Diese beiden Bücher wurden im letz­ten Schul­jahr durch den Elternverein heraus­ge­ge­ben und sind nun in der BAKIP er­hält­lich. Zusam­men­gestellt wur­den sie von Schülerin­nen und Schü­lern im Unter­richts­gegenstand Seminar Bild­ne­rische Erziehung, Werk­erzie­hung und Textiles Gestalten unter der Lei­tung von Gisela Kramer. In den Unter­richts­gegen­ständen Kroatisch und Ungarisch wurde die Über­setzung des deut­schen Textes mit Iris Zsótér erarbeitet. Die Mit­arbeiter des Roma-Service, Emmerich Gärtner-Horvath und Josef Schmidt, über­setz­ten die Bücher ins Roman (Bur­gen­land-Romani). Bei den Buch­vorstel­lungen wurden die beiden Werke von Schü­lerinnen der 5. Klassen und einem Mit­arbeiter des Roma-Service im Übungs­kinder­garten der Bil­dungs­anstalt für Kinder­garten­päda­gogik präsentiert. Das Buch „Wer hilft dem Eich­hörn­chen?“ wurde den Kin­dern in Deutsch und Ungarisch und in Deutsch und Burgen­land-Romani dar­ge­bo­ten. Read the rest of this entry »

Romano Centro: Übersetzungswettbewerb

März 6th, 2015  |  Published in Romani

Übersetzung: Romani-Wettbewerb des Romano Centro (aus: Romano Centro 81/2015)Romano Centro möchte ÜbersetzerInnen för­dern und schreibt des­halb in der aktuellen Ausgabe seines Magazins (pdf) einen Über­setzungs­wett­bewerb aus. Wenn Sie sich zu­trauen, den Text auf S. 14 („Brüssel von innen“) und den Text auf Seite 22 („Dikhen amen – Seht uns!“) von Deutsch ins Romanes zu über­tra­gen, dann sollten Sie Ihre Über­setzun­gen un­bedingt ein­reichen. Ins­gesamt wer­den 600 Euro an Preis­geld vergeben.

Als ÜBERSETZUNGSTEXTE wurden bewusst aktuelle Artikel aus der Zei­tung aus­gewählt, die in journalis­ti­schem Stil mit modernem Vokabular ab­ge­fasst sind. Eine Ein­schrän­kung, in we­lchen Dialekt des Romanes über­setzt wer­den kann, besteht nicht. Die Variante (z.B. Kalderaš, Lovara, Sintitikes, Arli-Dialekte, Gurbet, Burgenland-Roman, Burgudži etc.) kann frei gewählt wer­den. Die JURY besteht aus öster­rei­chi­schen und aus­län­di­schen Ex­pertIn­nen, die in Deutsch und Roma­nes kom­petent sind bzw. sich auch beruf­lich mit Sprachen und Roma­nes be­fassen.

Teilnahme am Wettbewerb:

Bitte senden Sie uns die Übersetzungen der beiden Wettbewerbs­texte an ferdinand.koller(AT)romano-centro.org und geben Sie die Roma­nes-Varian­te an, in der sie die Texte ver­fasst haben. Die Texte wer­den ge­sammelt an die inter­natio­nale Jury weiter­ge­leitet. Die drei Preisträger werden schrift­lich ver­stän­digt.

Einsende­schluss ist der 4. Mai 2015.

Bewertungskriterien:

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„Elternbrief“: Hristo Kyuchukov im Gespräch

Oktober 8th, 2014  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Romani

Hristo_ KyuchukovDer deutsche „Arbeits­kreis Neue Erzie­hung“ (ANE) hat einen „Elternbrief“ auf Ro­ma­ni, eine il­lus­trier­te Ratgeber­bro­schüre für Migran­ten­fa­mi­li­en in Deutsch­land, er­stellt. Der Ro­ma­ni-Ex­per­te Hristo Kyu­chu­kov, selbst Rom bul­ga­ri­scher Her­kunft, war für die Text­ges­tal­tung ver­ant­wort­lich. Stefan Hell­rie­gel hat den Wissen­schaft­ler und Kinder­buch­autor für ANE in­ter­viewt:

ANE: Der ANE bietet Elternmedien in vielen Sprachen neben Deutsch an, zum Beispiel in Türkisch oder Arabisch. Die Idee, die dahintersteht, ist natürlich, dass man in Deutschland lebende Menschen am besten erreichen kann, wenn man sich der Sprache bedient, in der sie sich am wohlsten fühlen. Der Elternbrief Roma ist die erste Veröffentlichung des ANE in Romanes. Können Sie uns etwas über die besonderen Herausforderungen erzählen, die sich Ihnen dabei als dem Übersetzer des Elternbriefs gestellt haben?

Kyuchukov: Ich muss sagen, dass es sehr wichtig ist, den Elternbrief auch in Romanes zu haben. Es gibt heute in Deutschland so viele Roma aus Bulgarien, Serbien, Rumänien, und sie brauchen Hilfe bei der Erziehung ihrer Kinder so wie andere Eltern auch. Es ist der erste Brief in Romanes, und es gab viele Schwierigkeiten dabei. Zum Beispiel gibt es einen Teil der verwendeten medizinischen Fachbegriffe gar nicht in Romanes oder es war nötig, bestimmte kulturelle Spezifika in Romanes auf andere Art zu formulieren. Also musste ich für all die vielen Kleinigkeiten überlegen, wie sie korrekt übersetzt und kulturell angemessen ausgedrückt werden konnten.

ANE: Eine Schwierigkeit für den Elternbrief besteht darin, dass die Gruppe der Roma so unterschiedlich erscheint. Gibt es überhaupt „den typischen Rom“, an den sich der Elternbrief wenden kann, und was bedeutet das für die Erstellung eines Elternbriefs zum Umgang mit einem Kleinkind?

Kyuchukov: Also, den „typischen Rom“ gibt es nicht. Die Roma haben viele „Gesichter“ und „Kulturen“. Read the rest of this entry »