Juni 30th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 25.6.2026 (mp3)
Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag über die Initiative Minderheiten, die sich seit 35 Jahren für die Rechte, Sichtbarkeit und kulturelle Vielfalt von Minderheiten in Österreich einsetzt. Durch die Sendung begleitet Sie Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 26.6.2026 (mp3)
In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA hören Sie den Veranstaltungskalender/ Mulatintschage und einen Beitrag über die favorisierten Eissorten in der Eisdiele Tropicale in Oberwart.
Anhören: →Sendung vom 29.6.2026 (mp3)
Wir nehmen Sie im „Romani Ora“-Musikmontag mit auf eine Reise quer durch die abwechslungsreichsten Genres und Länder. Außerdem hören Sie die zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
.
Juni 28th, 2026 |
Published in
Musik
Das „European Roma Institute for Arts and Culture“ (ERIAC) hat die Gewinnerinnen und Gewinner des internationalen „Romani Gili Contest 2026“ bekannt gegeben.
Der Musikwettbewerb würdigt herausragende Interpretationen von Roma-Songs und soll die musikalische Vielfalt sowie das kulturelle Erbe der Roma sichtbar machen. Die prämierten Beiträge stammen aus mehreren europäischen Ländern und wurden von einer international besetzten Fachjury sowie dem Publikum bewertet.
Den ersten Preis in der Höhe von 2.000 Euro gewannen Zlata Ristić und Elma Dalipi aus Serbien. Über den Siegerbeitrag schreibt ERIAC:
Zlata Ristić und Elma Dalipi aus Serbien präsentieren ihren Song „Sose“. Verwurzelt in kollektiven Erfahrungen, entfaltet sich das Lied anhand einer Reihe von Fragen an die Welt und thematisiert die strukturelle Marginalisierung und Diskriminierung von Roma-Gemeinschaften. Seit 2014 treten sie gemeinsam in der Gruppe „Pretty Loud“ auf, einem weiblichen Roma-Hip-Hop-Projekt, das sich der Aufklärung junger Roma-Frauen über ihre Rechte widmet.
Der zweite Preis (1.000 Euro) ging an Ariane Bajard Behr (Ari Kali) aus Frankreich:
Ari Kali schrieb „Orphée“ einige Jahre nach der Geburt ihres ersten Sohnes und benannte das Lied zu seinen Ehren. Inspiriert von ihrem Roma-Erbe mütterlicherseits, verstand sie das Stück als Ausdruck mütterlicher Liebe und als Möglichkeit, ihren Sohn mit seinem kulturellen Erbe zu verbinden.
Und den dritten Preis (500 Euro) erhielt Nina Brasseur aus Prekmurje (Slowenien):
Die junge Roma-Sängerin Nina Brasseur aus Slowenien nahm mit ihrem selbstgeschriebenen Lied „Sune“ am Romani Gili Contest teil. Die Komposition, die von Träumen und Sehnsüchten handelt, hat für die Künstlerin eine besondere Bedeutung; sie beschreibt sie als Ausdruck ihres lang gehegten Traums zu singen.
Read the rest of this entry »
Juni 26th, 2026 |
Published in
Facts & Figures
1981 heiratete der „Boney M.“-Star Bobby Farrell in Skopje eine junge Romni. Bis zu 20.000 Menschen begrüßten das Paar in der Stadt.
(Quelle)
Juni 25th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 18.6.2026 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ berichten wir im Tagesbeitrag über ein besonderes Projekt für Menschen mit psychischen Problemen: „ImFokus“, ein vom AMS und vom Verein Vamos gefördertes Projekt, hilft Betroffenen in Oberwart dabei, Arbeit zu finden und neue Chancen zu nutzen.
Anhören: →Sendung vom 19.6.2026 (mp3)
Das „Nova Rock 2026“ hat auch dieses Jahr seinem Namen alle Ehre gemacht und Hunderttausende Besucher:innen ins Burgenland gezogen. Im Tagesthema der „Romani Ora“ hören Sie einige Stimmen der Festival-Teilnehmer:innen. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 22.6.2026 (mp3)
Der „Romani Ora“-Musikmontag wird Ihnen von Tina Nardai präsentiert. Die Sendung liefert Ihnen die abwechslungsreichste Roma-Musik und die Volksgruppennachrichten auf Radio MORA.
Anhören: →Sendung vom 23.6.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie im Tagesthema einen Beitrag über die Autorin Bernadette Németh. In ihrem neuen Roman „Im Schatten der Kraniche“ verbindet sie persönliche Schicksale mit einem bewegenden Kapitel burgenländischer Geschichte. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 24.6.2026 (mp3)
Die aktuelle Hitzewelle ist auch Thema in der neuen „Romani Ora“. Ein Arbeitsrechtsexperte des ÖGB klärt über den Mythos Hitzefrei auf und berichtet, welche Maßnahmen Arbeitgeber ergreifen müssen. Durch die Sendung führt Sie Tina Nardai.
.
Juni 22nd, 2026 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Rassismus & Menschenrechte
Die jüngsten Angriffe (siehe Teil 1: „Pogrom in Belfast: auch Roma betroffen“) stehen in einer langen Tradition rassistischer Gewalt gegen Roma in Nordirland. Sie tragen dieselbe Handschrift wie die Ausschreitungen 2009, 2014 und 2025.
Anti-Roma-Gewalt 2009: Schlägertrupps in Belfast
Bereits im Juni 2009 wurden rund 110 rumänische Roma, die großteils in zwei Straßen im Süden Belfasts lebten, Ziel wiederholter Einschüchterungen und Gewalt. Die Angreifer riefen rassistische Parolen und schleuderten Flaschen, Molotowcocktails und Ziegelsteine, Fenster wurden eingeschlagen und Türen eingetreten. Die Täter waren junge Männer aus einem als „Village“ bekannten protestantischen Viertel. Dort fand die Polizei auch mehrere Rohrbomben, die für Anschläge auf Roma vorgesehen waren. Auch die Neonazigruppe „C 18“ beteiligte sich an den Angriffen. Nach tagelangen Attacken mussten die Roma ihre Wohnungen unter Polizeischutz verlassen. Sie fanden Aufnahme in einer Kirche und einem Sportzentrum, später wurden Notunterkünfte bereitgestellt. Rund 100 Angehörige der 20 bis 30 Großfamilien kehrten in der Folge aus Angst nach Rumänien zurück. Manche reisten nach Monaten wieder nach Nordirland. Sie berichteten von neuerlichen Vorfällen.
Anti-Roma-Gewalt 2014: Bomben in Derry
2014 kam es insbesondere in Ost-Belfast und Derry/Londonderry zu weiteren Angriffen auf Fahrzeuge und Wohnhäuser osteuropäischer Zuwanderer, darunter zwei Sprengstoffanschläge auf Häuser rumänischer Roma im Viertel Waterside in Derry/Londonderry. Die Täter brachten am 8. März 2014 um 01:30 Uhr mit Nägeln gefüllte Rohrbomben zur Explosion. Neun Menschen, darunter ein neunjähriges Kind, blieben unverletzt, als die Sprengkörper vor ihren Häusern in der Lapwing Way und im Lincoln Court explodierten. Polizeichef Jon Burrows erklärte: „Die Nägel werden aus einem einzigen Grund dort angebracht, nämlich um schwere Verletzungen zu verursachen.“ Read the rest of this entry »
Juni 21st, 2026 |
Published in
Facts & Figures, Geschichte & Gedenken
Am 1. 8. 2025 wurde in Newcastle Großbritanniens erster dauerhafter Gedenkstein für die Opfer des Roma-Holocaust eingeweiht.
(Quelle)
Juni 18th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 11.6.2026 (mp3)
Im Tagesthema der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf den 35. Roma-Butschu des Vereins Roma-Service, der im Kulturhaus in Unterwart stattgefunden hat. Durch die Sendung begleitet Sie Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 12.6.2026 (mp3)
Der Oberwarter Autor und Regisseur Peter Wagner feierte unter dem Motto „2×35“ seinen Geburtstag im OHO Oberwart. Radio MORA hat ihn abseits der Feierlichkeiten zum Interview getroffen. Außerdem versorgen wir Sie in der „Romani Ora“ auch mit den Veranstaltungshinweisen/ Mulatintschage. Die Sendung wird moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 15.6.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie, wie jeden Musikmontag, unsere vielfältige Roma-Musik und, nicht zu vergessen, unsere zweisprachigen Volksgruppennachrichten. Durch die Sendung führt Sie Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 16.6.2026 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ auf Radio MORA erfahren Sie mehr über das „mixAge“-Interreg-Projekt, bei dem Schülerinnen und Schüler des Zweisprachigen Bundesgymnasiums Oberwart ältere Menschen bei der Nutzung von IT, Smartphones und Social Media unterstützen. Die Sendung wird begleitet von Susanne Horvath.
Anhören: →Sendung vom 17.6.2026 (mp3)
Diese Sendung wird Ihnen präsentiert von Tina Nardai. Neben den zweisprachigen Volksgruppennachrichten erhalten Sie auch Einblicke in das „European Street Food Festival“ (Website), das im Oberwarter Stadtgarten abgehalten wurde.
.
Juni 15th, 2026 |
Published in
Rassismus & Menschenrechte
Schwere Ausschreitungen in Nordirland sorgten vergangene Woche für internationales Entsetzen. Ein rassistischer Mob zog randalierend durch von Ausländern bewohnte Straßen und steckte Häuser und Autos in Brand. Mindestens 27 Personen wurden obdachlos. Das weltweite Medienecho ist enorm. Kaum Erwähnung findet allerdings, dass – einmal mehr – auch Roma ins Visier der Rechtsextremisten gerieten.
The PSNI called for calm across NI last night as serious disorder broke out after an attempted murder in north Belfast on Monday night.
Read more: tinyurl.com/bdfz2pxd
[image or embed]
— Belfast Telegraph (@belfasttelegraph.co.uk) 10. Juni 2026 um 08:24
Auslöser der mehrtägigen Unruhen in Belfast war ein brutaler Messerangriff durch einen sudanesischen Asylwerber, bei dem ein Mann schwer verletzt wurde. Ein Video der Tat verbreitete sich in den sozialen Netzwerken und wurde von rechtsextremen Akteuren genutzt, um zu Protesten aufzurufen. Elon Musk unterstützte die Appelle auf seiner Social-Media-Plattform X: Laut einer Datenanalyse hat er damit den nordirischen Pogrom – mit 64 Millionen Aufrufen – „maßgeblich angeheizt“: „Musks Verstärkung war entscheidend“ und habe eine „Explosion von Aufrufen zur Gewalt“ ausgelöst, heißt es in dem Bericht.
In der Folge griffen gewalttätige Gruppen am Dienstag und Mittwoch in den Abend- und Nachtstunden gezielt Wohnhäuser, Geschäfte und Fahrzeuge von Migranten an. Familien in verschiedenen Teilen der Stadt fanden sich plötzlich im Zentrum eines Pogroms wieder. Viele verbarrikadierten sich in ihren Wohnungen, während Hunderte vermummte Rechtsextremisten durch die Straßen zogen. Auf der Suche nach Ausländern traten sie Haustüren ein; mehrere Gebäude und Autos wurden in Brand gesteckt, ein Autobus ging in Flammen auf. Paul Doherty, Belfaster Stadtrat und Leiter eines Gemeindezentrums, berichtet, dass die Randalierer auch die Heizöltanks einiger Häuser in Brand setzten – ein Zeichen dafür, dass es sich um „einen Versuch handelte, die Menschen in diesen Häusern zu töten“.
Mehrere Familien, viele mit Kindern, konnten von den Einsatzkräften erst im letzten Moment in Sicherheit gebracht wurden. Mindestens 27 Einwanderer wurden am Dienstag aus ihren Wohnungen vertrieben, „weil die Menschen von Tür zu Tür gingen, um gezielt gegen Ausländer vorzugehen“, erklärte Ruth Anderson, Ministerin im Kabinettsamt.
Auch Roma im Visier
Nicht nur schwarze und muslimische Menschen bangten um ihr Leben. Besonders betroffen waren auch Angehörige der Roma-Gemeinschaft aus Osteuropa. So wurde das Haus einer Roma-Familie in West-Belfast mit Steinen, Feuerwerkskörpern und Brandsätzen attackiert. Die Familie musste fliehen, das Gebäude wurde schwer beschädigt. Nach Angaben von Nachbarn war dies bereits der dritte Angriff auf diese Familie. Erst vor einigen Wochen war ihr Haus Ziel einer ähnlichen Attacke geworden. Die Times berichtet: Read the rest of this entry »
Juni 12th, 2026 |
Published in
Facts & Figures
2013 holte die irische Polizei zwei Roma-Kinder aus ihren Familien, weil sie blond waren und die Roma sie wohl entführt hätten. DNA-Tests bewiesen das Gegenteil.
(Quelle)
Juni 11th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 5.6.2026 (mp3)
In dieser „Romani Ora“ hören Sie die Veranstaltungshinweise/ Mulatintschage und ein Interview mit Hans Farkas. Der Oberwarter erzählt uns von seinen interessanten Begegnungen mit den Roma, darunter auch noch welche, die den Holocaust überlebt haben. Es moderiert Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 8.6.2026 (mp3)
Auch diese Woche startet mit dem „Romani Ora“-Musikmontag mit Tina Nardai auf Radio MORA – mit der abwechslungsreichsten Musik und den zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
Anhören: →Sendung vom 9.6.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erwartet Sie der Tagesbeitrag zum Thema „Starke Frauen“. Es wird literarisch, es wird stark und es wird burgenländisch! Im Mittelpunkt der Lesung in Oberwart stehen beeindruckende Lebensgeschichten, bewegende Schicksale und inspirierende Persönlichkeiten.
Anhören: →Sendung vom 10.6.2026 (mp3)
Diese „Romani Ora“ wird moderiert von Tina Nardai. Im Tagesthema hören Sie einen Beitrag über das 2. Jobcafé des Projektes „O drom andi cukunft“, bei dem es um Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten ging. Außerdem hören Sie die zweisprachigen Volksgruppennachrichten.
.
Juni 10th, 2026 |
Published in
Dokumente & Berichte, Rassismus & Menschenrechte
MIA veröffentlicht 4. Jahresbericht zu antiziganistischen Vorfällen in Deutschland: 2.076 dokumentierte Fälle im Jahr 2025 – erneuter deutlicher Anstieg
→zum Jahresbericht 2025 (pdf)
→Kurzfassung (pdf)
Die Melde- und Informationsstelle Antiziganismus MIA verzeichnet in ihrem 4. Jahresbericht für 2025 eine erneute dramatische Zunahme der erfassten antiziganistischen Vorfälle in Deutschland. In dem am 9. Juni 2026 veröffentlichten Bericht dokumentiert MIA bundesweit 2.076 antiziganistische Vorfälle. Im Vergleich zum Vorjahr (1.678 Vorfälle) entspricht dies einem Anstieg von 24 Prozent. Die Zahlen basieren auf der bundesweiten Arbeit der MIA-Bundesgeschäftsstelle sowie der sechs regionalen Meldestellen in Bayern, Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Schleswig-Holstein.
Dr. Guillermo Ruiz, Geschäftsführer von MIA e.V., erklärt: „Die von MIA dokumentierten Vorfälle sind weiterhin sehr besorgniserregend. Unsere Zahlen zeigen deutlich, dass Antiziganismus in Deutschland kein Randproblem ist, sondern alltägliche, gesellschaftliche Realität. Immer mehr Sinti, Roma und andere von Antiziganismus betroffene Menschen berichten über eine stetige Zunahme von Diskriminierung, Beleidigungen, Anfeindungen und Gewalt. Gerade in Zeiten zunehmender rechter Mobilisierung müssen demokratische Parteien und Institutionen klar Haltung zeigen.“
Besonders alarmierend ist, dass bei jedem dritten direkt adressierten Vorfall Kinder und Jugendliche betroffen sind. Read the rest of this entry »
Juni 10th, 2026 |
Published in
Einrichtungen, Jugend & Bildung
EDURom: Bildung für die soziale Inklusion von Roma
Das EDURom-Projekt (Website) wird 2025 bis 2027 im Rahmen des „Erasmus+“-Programms umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert. Es bringt drei Partnerorganisationen aus Kroatien, Österreich und Rumänien zusammen: das Zentrum für lebenslanges Lernen und Kultur – CUK (Kroatien), die Academia Rromai (Österreich) und der Verein Pe bune (Rumänien).
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von Roma und Sinti durch Bildung. EDURom unterstützt Angehörige der Community dabei, Zugang zu Bildungsprogrammen zu erhalten und wichtige Kompetenzen für persönliche Weiterentwicklung, aktive Beteiligung und den modernen Arbeitsmarkt zu stärken. Dazu zählen insbesondere digitale und soziale Kompetenzen sowie weitere Schlüsselqualifikationen. Darüber hinaus setzt das Projekt einen Schwerpunkt auf lebenslanges Lernen und die Stärkung von Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Ziel ist es, Bildungsangebote zugänglicher zu machen, Selbstbewusstsein zu fördern und neue Perspektiven für Beschäftigung und gesellschaftliche Mitgestaltung zu eröffnen.
Im Rahmen von EDURom fand Anfang des Jahres ein zweitägiger Workshop in Wien statt. Dabei kamen Bildungsexpertinnen und -experten aus der Community zusammen, um sich über Erfahrungen, Herausforderungen und Möglichkeiten im Bildungsbereich auszutauschen. Ergänzend dazu wurde ein kurzer Romanes-Sprachkurs angeboten.
(Text: Irina Bellio)
Juni 9th, 2026 |
Published in
Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen
Radijo Erba & TV Erba
Tschibtscha | 8.6.2026 | 6:32 min
Roma-Burschu in Unterwart/Tenuerbate
Suboton ando schovto juni bisch bischuschov o tradicijoneli Roma-Butschu ando Kulturakero kher Tenuerbate tel likerdo ulo. Sar sako bersch te ada bersch muschika i burgenlanditiki tradicija ando maschkarutno punkto terdschino. Mindenfelitike flogoskere bandi andar o Burgenland taj andar i Slovenija pumaro muschikaha le dschenen loschande. O Roma-Butschu jek mulatintschago hi, kaj o Roma taj o gadsche pumen schaj arpurun taj i tradicija le Romendar te prindscharel siklon. O Romane bandi, „Romano Rath“ i „Leon Berger Band“, sar i terni ungriki banda „Szélforgók“, i horvacki tamburica „Vlahja“ , taj andar i Slovenija i Romani banda „Romano Glauso“ i mindenfelitiki kultura le Romendar taj le burgenlandistar le dschenenge pascheder ande. I kultureli diversiteta adaj upro programo terdschino, pe ar te parul taj khetan te mulatinel. Mulatim taj kheldo ulo dschi hora ratschaske ande.
Am Samstag, 6. Juni 2026, um 19:00 Uhr fand im Kulturhaus Unterwart der traditionelle Roma-Butschu (Kirtag) statt. Das Fest der Kulturen bot Auftritte von Roma-Künstlern wie „ Romano Glauso “ aus Slowenien, „Romano Rath“ und der „Leon Berger Band“ sowie von der ungarischen Volksmusikgruppe „Szélforgók“ und der kroatischen Tamburizza „Vlahija“.
(Beitrag: TV Erba)
Juni 7th, 2026 |
Published in
Politik, Rassismus & Menschenrechte
Gelsenkirchen: AfD inszeniert „Putzeinsatz“ von Roma
Ein Mitte April 2026 veröffentlichtes Social-Media-Video der AfD sorgt in Deutschland für Empörung. Die stigmatisierenden Aufnahmen entstanden in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) und zeigen Roma-Einwohner des Stadtteils Ückendorf. Diese werden vor laufender Kamera gemaßregelt und zum Putzen der Gehsteige angehalten. Die Betroffenen sprechen von Einschüchterung.
Das professionell gemachte Video beginnt mit einem Insert: „SIE MÜSSEN GEHEN“ steht da in Großbuchstaben. Dazu ruft die Landtagsabgeordnete der Alternative für Deutschland (AfD) Enxhi Seli-Zacharias in die Kamera: „Diese Menschen müssen unsere Stadt verlassen!“ Bedrohliche Musik begleitet Aufnahmen von Müll, Schmierereien und heruntergekommenen Gebäuden. Dann sieht man, wie mehrere Personen, anscheinend Roma-Zuwanderer aus Südosteuropa, zum Putzen aufgefordert werden.
Eine AfD-Gruppe, bestehend aus rund zehn, fast ausschließlich männlichen Personen, war „mit Kamera, Besen und Kehrblech ausgerüstet“ (WDR) in den Stadtteil Ückendorf gekommen, um Roma bzw. migrantisch aussehende Personen, die sie zufällig auf der Straße antrafen, zu Putzarbeiten anzuhalten und die Szenen zu filmen. Einige folgten sichtlich eingeschüchtert der Aufforderung, während Kameras das Geschehen als vermeintliche „Bürgeraktion“ festhielten. Die Aufnahmen wurden von der AfD-Politikerin Seli-Zacharias mit dem Zusatz „Wir waren vor Ort in Gelsenkirchen-Ückendorf und haben für Ordnung gesorgt“ verbreitet. Sie selbst tritt im Video als Anführerin der Gruppe auf, die sie als „als sogenannte Bürgerwehr“ betitelt. WDR berichtet:
In dem Video zieht Seli-Zacharias mit rund zehn weiteren AfD-Politikern – darunter der stellvertretende Bürgermeister Norbert Emmerich – und ausgestattet mit Besen und Kehrblech durch den Stadtteil Ückendorf. Lautstark fordert sie Anwohner mit Migrationshintergrund dazu auf, die Straße zu putzen. Betroffen sind vor allem Sinti und Roma.
„Blutsauger unseres Sozialstaates“
Dass hier gezielt die Minderheit der Roma rassistisch stigmatisiert werden soll, macht Seli-Zacharias’ Begleittext auf Instagram deutlich: „Die Roma [müssen] ihren Dreck selber wegmachen. Dafür habe ich persönlich gesorgt. Und das wird jetzt regelmäßig passieren.“ Read the rest of this entry »
Juni 6th, 2026 |
Published in
Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Wissenschaft
Radio MORA, 20.5.2026, 38:25 Min.
MEMO: Das Thema des Tages zum Mitnehmen
Redaktion: Elizabeth Hausmann-Farkas, Jelica Saček
Der Historiker, Autor und Pädagoge Herbert Brettl ist in Halbturn im Burgenland geboren. Er beschäftigt sich vor allem mit der Geschichte des Burgenlandes, der Zeit des Nationalsozialismus und der Erinnerungskultur. Besonders intensiv forscht er zur Verfolgung von Roma und Sinti, zur regionalen Zeitgeschichte und zu Gedenkorten im Burgenland. | Herbert Brettl je studirao povijest i geografiju na Sveučilištu u Beču i radi kao nastavnik i akademski autor. Objavio je brojne knjige i povijesne članke, uključujući poznato djelo „Nacionalsocijalizam u Gradišću – Žrtve, počinitelji, protivnici“. Također vodi „Blog o povijesti Gradišća“ i uključen je u razne projekte vezane uz povijesna istraživanja i kulturu sjećanja. Za svoj znanstveni rad primio je nekoliko nagrada od pokrajine Gradišće.
(Text und Sendung: Radio MORA)
Siehe auch:
→Burgenland History Blog (Dr. Herbert Brettl)
Juni 5th, 2026 |
Published in
Radijo Romani Ora
Anhören: →Sendung vom 29.5.2026 (mp3)
Warum noch lesen in Zeitalter von KI? – Diese und weitere Fragen beantwortet uns im Tagesthema Silke Rois, Leiterin der AK Bücherei Oberwart. Außerdem versorgen wir Sie in der „Romani Ora“ mit den Veranstaltungshinweisen und handverlesener Roma-Musik. Moderiert von Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 1.6.2026 (mp3)
Der Musikmontag der „Romani Ora“ verwöhnt Sie mit der abwechslungsreichsten Roma-Musik. Zudem stehen die zweisprachigen Volksgruppennachrichten auf den Programm. Durch die Sendung führt Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 2.6.2026 (mp3)
Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ sprechen wir mit Sarah Keil, sie ist Schlossherrin im Schloss Kohfidisch, welches jährlich als Kulisse für die bekannten Gartentage dient. Dazu hören sie die schönste Roma-Musik. Durch die Sendung begleitet Sie Tina Nardai.
Anhören: →Sendung vom 3.6.2026 (mp3)
In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie im Tagesthema einen Beitrag über den ungarischen Rezitationswettbewerb des Burgenländisch-Ungarischen Kulturvereins (BUKV). Dabei handelt es sich um eine kulturelle Veranstaltung, bei der die Teilnehmenden ungarische Gedichte oder literarische Texte vortragen. Durch die Sendung führt Susanne Horvath.
.
Juni 4th, 2026 |
Published in
Facts & Figures
Im Juli 1991 würdigt Europarats-Generalsekretärin Lalumière bei einem Hearing die Zugehörigkeit der Roma zu Europa: „Ihr seid ein wahrhaft europäisches Volk.“
(Quelle)
Juni 2nd, 2026 |
Published in
Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Wissenschaft
Jugendstudie 2025: Ein Drittel der Jugendlichen kennt Angehörige einer Volksgruppe persönlich. Befragt wurden Jugendliche in Wien, Burgenland und Kärnten, also in den drei wichtigsten Bundesländern mit eigenen anerkannten Volksgruppen.
„Eine entscheidende Rolle für das Verständnis der Bedeutung von öffentlicher Präsenz spielt möglicherweise der persönliche Kontakt zu Minderheitenangehörigen. Etwa ein Drittel der Befragten stimmt der Aussage zu, dass sie persönlich eine:n Angehörige:n einer autochthonen Minderheit kennen, ein weiteres Drittel verneint sie und das verbleibende Drittel antwortet mit „vielleicht“. […] Die niedrigen Zustimmungswerte deuten darauf hin, dass autochthone Minderheiten in den Lebenswelten vieler Jugendlicher kaum thematisiert werden. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass ihre Existenz Jugendlichen nicht bekannt ist. Andererseits äußern sich Personen, die einer autochthonen Minderheit angehören, unter Umständen nicht immer offen dazu.“
[aus: „Lebenswelten 2025“, S. 259f.]
Die Jugendstudie „Lebenswelten 2025“, ein Gemeinschaftsprojekt aller Pädagogischen Hochschulen Österreichs, ist eine umfassende empirische Untersuchung zu Einstellungen und Werten junger Menschen in Österreich. Die repräsentative Erhebung fand im März und April 2025 in Form einer standardisierten Onlinebefragung an Schulen statt. Insgesamt wurden österreichweit über 15.000 Jugendliche der 8. bis 12. Schulstufe befragt. Im Burgenland, in Kärnten und in Wien wurden den Jugendlichen zusätzliche Fragen zu Mehrsprachigkeit und Volksgruppen gestellt. Die Studie ist in Buchpublikation ist im Beltz Verlag erschienen. Online finden Sie die Studie hier.
Siehe auch:
Jugendstudie: Unwissen über Volksgruppen, 16.5.2026
Jugendstudie: Volksgruppen ein Teil Österreichs?, 19.5.2026
Jugendstudie: Mehr Sichtbarkeit für Sprachen?, 24.5.2026
.