Jugendstudie: Mehr Sichtbarkeit für Sprachen?
Mai 24th, 2026 | Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte, Romani, Wissenschaft
Jugendstudie 2025: Die Hälfte der Jugendlichen findet, die Volksgruppensprachen sollten im öffentlichen Raum präsenter sein, ebensoviele zeigen sich ablehnend. Befragt wurden Jugendliche in Wien, Burgenland und Kärnten, also in den drei wichtigsten Bundesländern mit eigenen anerkannten Volksgruppen.
„Da die Sichtbarkeit [der Volksgruppensprachen] im öffentlichen Raum entscheidend für ihren langfristigen Erhalt ist, wurde erhoben, inwieweit Jugendliche die öffentliche Präsenz der Minderheitensprachen als bedeutsam wahrnehmen. […] Lediglich 14 % der Befragten stimmen der Aussage uneingeschränkt zu, dass autochthone Minderheitensprachen in der Öffentlichkeit stärker sichtbar sein sollten; weitere 36 % bejahen sie eher. 35 % lehnen die Aussage eher ab und 15 % verneinen sie vollständig. Insgesamt zeigt sich damit: Rund die Hälfte der Jugendlichen befürwortet eine stärkere Sichtbarkeit, während die andere Hälfte ablehnend reagiert.“
[aus: „Lebenswelten 2025“, S. 258f.]
Die Jugendstudie „Lebenswelten 2025“, ein Gemeinschaftsprojekt aller Pädagogischen Hochschulen Österreichs, ist eine umfassende empirische Untersuchung zu Einstellungen und Werten junger Menschen in Österreich. Die repräsentative Erhebung fand im März und April 2025 in Form einer standardisierten Onlinebefragung an Schulen statt. Insgesamt wurden österreichweit über 15.000 Jugendliche der 8. bis 12. Schulstufe befragt. Im Burgenland, in Kärnten und in Wien wurden den Jugendlichen zusätzliche Fragen zu Mehrsprachigkeit und Volksgruppen gestellt. Die Studie ist in Buchpublikation ist im Beltz Verlag erschienen. Online finden Sie die Studie hier.
Siehe auch:
Jugendstudie: Unwissen über Volksgruppen, 16.5.2026
Jugendstudie: Volksgruppen ein Teil Österreichs?, 19.5.2026
Jugendstudie: Kontakt zu Volksgruppen, 2.6.2026
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