Jugendstudie: Kontakt zu Volksgruppen
Juni 2nd, 2026 | Published in Dokumente & Berichte, Jugend & Bildung, Wissenschaft
Jugendstudie 2025: Ein Drittel der Jugendlichen kennt Angehörige einer Volksgruppe persönlich. Befragt wurden Jugendliche in Wien, Burgenland und Kärnten, also in den drei wichtigsten Bundesländern mit eigenen anerkannten Volksgruppen.
„Eine entscheidende Rolle für das Verständnis der Bedeutung von öffentlicher Präsenz spielt möglicherweise der persönliche Kontakt zu Minderheitenangehörigen. Etwa ein Drittel der Befragten stimmt der Aussage zu, dass sie persönlich eine:n Angehörige:n einer autochthonen Minderheit kennen, ein weiteres Drittel verneint sie und das verbleibende Drittel antwortet mit „vielleicht“. […] Die niedrigen Zustimmungswerte deuten darauf hin, dass autochthone Minderheiten in den Lebenswelten vieler Jugendlicher kaum thematisiert werden. Dies ist einerseits darauf zurückzuführen, dass ihre Existenz Jugendlichen nicht bekannt ist. Andererseits äußern sich Personen, die einer autochthonen Minderheit angehören, unter Umständen nicht immer offen dazu.“
[aus: „Lebenswelten 2025“, S. 259f.]
Die Jugendstudie „Lebenswelten 2025“, ein Gemeinschaftsprojekt aller Pädagogischen Hochschulen Österreichs, ist eine umfassende empirische Untersuchung zu Einstellungen und Werten junger Menschen in Österreich. Die repräsentative Erhebung fand im März und April 2025 in Form einer standardisierten Onlinebefragung an Schulen statt. Insgesamt wurden österreichweit über 15.000 Jugendliche der 8. bis 12. Schulstufe befragt. Im Burgenland, in Kärnten und in Wien wurden den Jugendlichen zusätzliche Fragen zu Mehrsprachigkeit und Volksgruppen gestellt. Die Studie ist in Buchpublikation ist im Beltz Verlag erschienen. Online finden Sie die Studie hier.
Siehe auch:
Jugendstudie: Unwissen über Volksgruppen, 16.5.2026
Jugendstudie: Volksgruppen ein Teil Österreichs?, 19.5.2026
Jugendstudie: Mehr Sichtbarkeit für Sprachen?, 24.5.2026
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