Archive for August, 2024

„Wir haben doch nichts getan …“

August 31st, 2024  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Der Völkermord an den Sinti und Roma. Spuren der NS-Zeit
Planet Schule/SWR, 23.4.2024

Jedes Jahr, am 2. August gedenken Sinti und Roma in Auschwitz ihrer ermor­deten An­gehöri­gen. Der Film zeichnet die wich­tigsten Stationen einiger Leidens­wege nach, fünf Über­lebende be­richten über ihr Schicksal: Hildegard Franz, deren Mann und drei Kinder in Auschwitz er­mordet wurden; Mano und Hugo Höllenreiner, die gerade mal zehn Jahre alt waren, als sie depor­tiert wurden und die in Auschwitz er­fahren mussten, welche Folgen die Ex­peri­mente des Lager­arztes Josef Mengele hatten; Lily van Angeren, die als Lager­schrei­berin die Namen aller Toten registrie­ren musste. Und Josef „Muscha“ Müller, der in einer Pflege­familie aufwuchs und nicht ahnte, dass seine leib­lichen Eltern Sinti waren. Er hat überlebt, weil seine Pflege­eltern ihn monate­lang in einer Garten­laube ver­steckt hielten und so dem Zu­griff der Behörden entzogen.

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Roma- und Sinti-Gräber in Wien aufgebrochen

August 30th, 2024  |  Published in Allgemeines

Geschändete Gräber: einer der betroffenen Friedhöfe ist der Wiener Zentralfriedhof (Foto: EM80/Pixabay)Seit Juli wurden zahlreiche Grabstätten von Roma und Sinti in Wien von Un­bekann­ten auf­gebro­chen, offen­bar um aus ihnen Schmuck zu stehlen. Laut Angaben der Landes­polizei­di­rek­tion Wien wurden wert­volle Gegen­stände wie Ringe ent­wendet. Dabei wurden die teils sehr prunk­vollen Grab­anlagen zum Teil erheb­lich beschädigt. Be­troffen sind diversen Meldungen zufolge neben mehreren Gräbern am Wiener Zentral­friedhof auch der Kagraner, der Stammers­dorfer Friedhof und der Groß-Jed­lers­dorfer Friedhof. Es liegen derzeit keine Hinweise auf mög­liche Tat­ver­däch­tige vor, die Polizei ermittelt. Video­auf­zeich­nun­gen von Über­wachungs­kameras wurden ge­sichert. Die Po­lizei­streifen im Bereich der betroffenen Friedhöfe werden inten­siviert. Es handelt sich laut Polizei­aus­kunft um Mehrfach­delikte: Sie ermittelt wegen Verdachts der schweren Sach­beschä­digung, Störung der Toten­ruhe sowie des Einbruchs­diebstahls.

(dROMa)

Facts & Figures (526)

August 29th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Film & Theater

Schon 1925, fast 40 Jahre vor seiner Autobio­gra­fie, the­ma­ti­sier­te Char­lie Chaplin seine „Gyp­sy“-Her­kunft in einem auto­ri­sier­ten In­ter­view mit dem Pub­li­zis­ten Kon­rad Bercovici.

(Quelle)

Romani Ora (26.8., 27.8. und 28.8.2024)

August 29th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 26.8.2024 (mp3)

Im aktuellen „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA hören Sie unter ande­rem Roma-Musik von: Gipsy Maky, Shan­tel, Los Reyes oder Emir Kustu­rica & The No Smo­king Or­chestra. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 27.8.2024 (mp3)

Im Tagesthema berichtet Adi Gussak über das erfolg­reiche „Picture On“-Mer­chan­dise und in der Kate­gorie „Minden­fe­litiko“ prä­sentie­ren wir Ihnen ein leich­tes Rezept, das Sie aus Kürbis zu­bereiten können. Dazu gibts die ab­­wechs­lungs­reichste Ro­ma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 28.8.2024 (mp3)

Indira Spirk berichtet im heutigen Tagesthema der „Romani Ora“ über den Fach­ärzte­mangel im Burgenland. Und neben den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nachrich­ten hören Sie auch die Jugend­sendung mit Adi Gussak zum Thema „FC25 – vor­mals FIFA“.

Trauer um Mirano Cavaljeti-Richter

August 28th, 2024  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Musik

Mirano Cavaljti-Richter im Interview mit Mitarbeitenden des Sammlungsprojektes „Das vergessene Gedächtnis“, Deutschland (Foto: Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma)Musik war sein Leben. Wenn Mirano Ca­val­je­ti-Rich­ter von seinen Rol­len in Opern und Operet­ten er­zähl­te, summ­te er oft ganz leise eine der ge­lieb­ten Melo­dien oder stimm­te gar eine Arie an. Dabei strahl­te er voller Glück, selbst als seine schwe­re Krank­heit ihm längst die Kraft ge­raubt hatte. Am 17. August ist der An­ge­hö­rige der Min­der­heit der Sinti nun nach einem er­füll­ten Leben im Alter von 91 Jahren ver­stor­ben.

Einen seiner letzten umjubelten Auftritte hatte der ausgebil­dete Tenor im Januar 2023 in Heidelberg. Dabei stellte er gemein­sam mit der Histori­kerin Annette Leo seine Lebens­erin­ne­run­gen, die unter dem Titel „Auf der Flucht über den Balkan“ (hier unsere Buch­bespre­chung in dROMa 68: Odyssee am Balkan) im Jahr zuvor er­schienen waren, auf der Bühne im Ge­wölbe­keller des Doku­men­tations­zentrums vor. Mirano Caval­jeti-Rich­ter hat als Kind den Holocaust an den Sinti und Roma über­lebt und große Not ertragen müssen. Des­halb empfand er es als seine Pflicht, über die Flucht seiner Familie während des Natio­nal­sozialis­mus und sein Schicksal zu sprechen. Auch, um immer wieder auf die Gefahren von Faschismus, Rassismus und Anti­ziganismus auf­merksam zu machen.

Gewarnt von einem Lehrer und im Angesicht beginnen­der Depor­tatio­nen von An­gehöri­gen, brach die Familie 1939 aus dem thürin­gischen Hinternah zunächst nach Bayern und Österreich auf. Von dort schafften seinen Eltern trotz un­gültiger – da ab­gelaufe­ner Pässe – den Grenz­übertritt nach Italien. Auch hier be­gegne­ten sie als Sinti der zu­nehmend um sich grei­fenden Rassenideologie, in Kroatien, Bulgarien und Serbien zudem der Gewalt durch Polizei­be­amte und Parti­sanen. Wäh­rend die engsten An­ge­hörigen von Mirano Caval­je­ti-Richter den Holocaust überleb­ten, wurden sechs Fa­milien­mit­glieder, darun­ter Onkel und Tanten, von den NS-Schergen er­mordet. Read the rest of this entry »

Pressemonitoring: Newsletter des Zentralrats

August 27th, 2024  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Medien & Presse, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Neues Presse- und Politikmonitoring zu Sinti und Roma: Wöchent­licher News­let­ter des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma Neues Presse- und Politikmonitoring zu Sinti und Roma: Wö­chent­licher News­let­ter des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma

Seit April 2024 setzt der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma ein sys­tema­tisches Presse- und Politik­mo­nito­ring-Pro­jekt um. Ge­fördert wird dieses vom Be­auf­tragten der Bundes­regierung gegen Anti­ziganis­mus und für das Leben der Sinti und Roma. Ziel ist, durch dieses Monitoring Selbst­organi­sationen, zivil­ge­sell­schaft­liche Organi­sationen, wissen­schaftliche Ein­richtungen und mit der Thematik befasste Institu­tionen wöchent­lich über aktuelle Ent­wicklun­gen in Politik und Gesellschaft und über rele­vante Inhalte in der Medien­bericht­er­stat­tung zu infor­mieren. Daher stellt der Zentralrat einen wöchent­lichen Newsletter per E-Mail zur Verfügung. Dieser enthält eine Sammlung rele­vanter Bericht­erstattung sowie politischer Vorgänge zu Themen der Minder­heit der Sinti* und Roma* sowie dem Themen­bereich Anti­­ziganismus.

Sie können sich hier für den Newsletter an­melden.

(Text: Zentralrat)

Podcast: Was ist Antiziganismus?

August 26th, 2024  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Gespräch mit Rinaldo Strauß, Feb. 2023
Extreme Zeiten, Podcast des Demokratiezentrums Hessen

Obwohl die Angehörigen der Sinti und Roma seit über 600 Jahren in Deutschland leben, sind sie häufig Opfer von Vor­urteilen und Dis­kriminie­rung – auch in Hessen. Viele sprechen aus Angst nicht offen über ihre Zu­ge­hörig­keit, denn die ver­meint­li­chen Zu­schrei­bungen, sie seien Kriminelle und eine Gefahr, halten sich hart­näckig in der Öffent­lich­keit. Dabei gibt es viele be­rühmte Sinti und Roma. [..] Mit der sog. Macht­ergreifung der National­sozia­listen im Januar 1933 wurden auch die An­gehöri­gen der Sinti und Roma syste­matisch verfolgt und getötet. Doch trotz An­erkennung ihres Leids sind sie laut einer Studie der Agentur der Euro­päischen Union für Grundrechte von 2009 bis heute einer der am stärksten dis­kriminier­ten Gruppen Europas. Doch wie gestaltet sich heute die Lebens­realität für die vielen Sinti und Roma in Hessen? Diese Fragen hat Angela Fitsch im Interview mit Rinaldo Strauß, dem Vor­sitzenden des hessischen Landes­ver­bands Deutscher Sinti und Roma, be­sprochen. Er berichtet von seinen eigenen Dis­kri­minie­rungs­erfah­run­gen und von seiner Bildungs­arbeit an Schulen.

(Text und Beitrag: Extreme Zeiten)

Romani Ora (20.8., 21.8., 22.8. und 23.8.2024)

August 25th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 20.8.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“, dem zwei­sprachi­gen Mittags­ma­gazin der Roma-Re­daktion auf Radio MORA, hören Sie als Tages­beitrag eine Re­portage über den Burgen­län­disch-Un­ga­ri­schen Kulturverein (BUKV) mit Sitz in Oberwart. Und neben der bunten Roma-Mu­sik be­kommen Sie auch die Kate­gorie „Minden­fe­litiko“ zu hören.


Anhören: →Sendung vom 21.8.2024 (mp3)

Über die Burgenländischen Verkehrsbetriebe berich­tet heute Emil Jahns im Tages­thema der „Roma­ni Ora“. Und neben den zwei­spra­chigen Volks­gruppen­nach­richten erzählt Ihnen Adi Gussak in der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ mehr über den aktu­ellen US-Kino­film „Deadpool 3“. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 22.8.2024 (mp3)

Die multikulturelle Band „Baba Yaga“ spielte in Heiligenkreuz bei ihrem Konzert u. a. auch Gipsy Swing, Jiddisch und Balkan-Beats. Radio MORA war bei einem be­rau­schen­den Konzert dabei. Und Alex Gussak ver­schlägt es in dieser Ausgabe von „Mri his­torija“ in die burgen­län­dische Ort­schaft Poppendorf im Bezirk Jennersdorf.


Anhören: →Sendung vom 23.8.2024 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ hören Sie die Ver­anstal­tungs­hin­weise/Mu­la­tin­tscha­ge, die Volks­gruppen­nachrichten und die Jugend­sendung zum Thema Klima­wandel. Dazu prä­sentiert Ihnen Tina Nardai die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik.

Düsseldorf: Ausgrenzung und Faszination

August 22nd, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Buchcover "Ausgrenzung und Faszination"Bastian Fleermann: Ausgrenzung und Faszination. Sinti und Roma in Düsseldorf und im nördlichen Rheinland vom Spätmittelalter bis zum Ersten Weltkrieg, C. W. Leske Verlag: Düsseldorf 2024 (216 Seiten).

Faszination, Koexistenz und Ausgrenzung: Nicht immer, aber sehr oft trafen die Sinti und die Roma auf Argwohn und Ver­achtung. Erst­mals spürt eine Über­blicks­studie dieser Minderheit und dem Umgang mit ihr in einem um­grenzten Raum über mehrere Jahr­hun­derte hinweg nach – und kommt zu er­staun­lichen Er­geb­nissen.

Schon in der Mitte des 15. Jahrhunderts gewährte ein Schutzbrief einer Roma-Grup­pe in Düsseldorf und im Herzog­tum Berg freies Geleit. Seit dieser Zeit lebten Roma, Sinti und andere Völker, von der Mehr­heits­gesell­schaft zu­nächst als »Czygeiner« be­zeich­net, im nördli­chen Rheinland. Die hier erstmals zu­sam­men­getra­genen Quellen belegen neben An­fein­dun­gen und Aus­grenzun­gen auch Phasen friedlicher Ko­existenz und Zusammen­arbeit. Sie zeichnen das Bild einer viel­fältigen Minder­heit, die sehr ge­schickte Über­lebens- und An­passungs­strategien ent­wickelte, um staat­licher Re­pression zu ent­gehen und sich in der Region zu be­haup­ten. Und sie lassen eine Alltags­ebene sichtbar werden, die nur schein­bar mit den parallel ent­stande­nen populä­ren »Zigeu­ner«-Bil­dern kor­respon­diert: Der Kitsch in der Kunst oder auf der Bühne, auf Foto­postkarten oder in Schauer­geschich­ten hatte mit der Lebens­realität von Sinti oder Roma so gut wie nichts zu tun. Read the rest of this entry »

Romani Ora (13.8., 14.8., 16.8. und 19.8.2024)

August 21st, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 13.8.2024 (mp3)

In dieser „Romani Ora“, moderiert von Adi Gussak, wartet im Tages­thema ein Beitrag über die Rope-Skip­ping-Euro­pa­meis­terin Lena Ertler auf Sie. Und in der Rubrik „Minden­felitiko“ gibt es einen Filmtipp für alle Drama-Fans. Außer­dem natür­lich: die ab­wechs­lungs­reichste Musik.


Anhören: →Sendung vom 14.8.2024 (mp3)

In dieser Sendung berichtet Martin Horvath über die Wallfahrt der Roma nach Mariazell. Neben den Volks­grup­pen­nach­rich­ten gibt es in der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ einen Bei­trag über das „Picture On Festival“ in Bildein zu hören.


Anhören: →Sendung vom 16.8.2024 (mp3)

Für die Freitagsausgabe haben wir den Ver­anstal­tungs­kalender mit den besten Ausgeh­tipps vor­bereitet. Darüber hinaus sind in der Sen­dung auch die inter­nationalen Volks­grup­pen­nach­richten auf Deutsch und Burgen­land-Ro­mani zu hören. Und in der Jugend­rubrik „Young, wild and free – le ter­nenge“ gibt es einen Beitrag über den Schul­anfang.


Anhören: →Sendung vom 19.8.2024 (mp3)

Der „Romani Ora“-Mu­sik­mon­tag auf Radio MORA wird mode­riert von Tina Nardai. Neben aus­ge­wählter Roma-Musik hören Sie auch die Volks­gruppen­nach­rich­ten in Deutsch und Bur­gen­land-Ro­mani sowie die Rubrik „Kultur am Montag – kultura het­vinate“.

Facts & Figures (525)

August 18th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Jugend & Bildung, Romani

Derzeit wird an sieben Privat­schulen in der Slo­wa­kei Romani als ei­ge­nes Schul­fach un­ter­rich­tet.

(Quelle/pdf)

dROMa 74 („Nachbarn“ | „Nochbertscha“)

August 16th, 2024  |  Published in dROMa (Magazin)

dROMa 74Themenheft „Nachbarn“ | Temakeri heftlina „Nochbertscha“

Download (PDF) | Inhalt

In dieser Ausgabe blicken wir – in zwei Themenblöcken – über die Grenzen. Zwei­ein­halb Jahre ist es her, seit die ersten Flücht­lings­züge aus der Ukraine bei uns ein­trafen. Wir haben für Sie recher­chiert, wie sich die Lage in einigen Nach­bar­ländern ent­wickelt hat. In Ungarn finden sich viele unga­risch­spra­chige Roma aus der West­ukraine zwi­schen allen Stühlen wieder: Als Doppel­staats­bürger erhalten sie weder als Ungarn noch als Kriegs­ver­triebene die Hilfe, die sie be­nötigen. Den Rassismus, dem ge­flüch­tete Roma in Deutschland be­gegnen, skiz­ziert ein Beitrag der Melde- und In­for­ma­tions­stelle Anti­ziganis­mus (MIA), die kürzlich ihren Moni­toring­bericht vor­gestellt hat. Eine be­sorgnis­erre­gende Ent­wicklung in Tschechien greift Roman Urbaner auf: Dort drohten die Span­nun­gen zwischen ein­heimi­schen Roma und ge­flüch­teten Ukrainern zu es­kalieren. Ein Pulver­fass aus Frustration und Vor­urteilen, an dem sich pro-russi­sche Pro­voka­teure zu schaffen machen. Und im Schluss­teil wenden wir uns noch dem Thema Bildung zu: Die Slowakei be­kommt ihre erste Schule, in der Romani als Unter­richts­sprache vorgesehen ist. Auf den ersten Blick eine erfreu­liche Meldung, aber eine mit Schatten­seiten. Die Bildungs­ex­pertin Tina Gažovičová erklärt, warum.

Ande ada ardipe amen – ande duj tematschakere falati – pedar o granici dikas. Duj taj epasch bersch hi, sajt o erschti naschi­kerasch­tscha andar i Ukrajnija use amende ale. Amen tumenge rescha­schirin­tscham, sar pe i situacija ande poar noch­beris­kere vilagi ent­viklin­tscha. Ando Ungriko laken pumen but ungrike tschib­tscha­kere Roma andar i vestitiki Ukrajnija maschkar o padi papal: Ojs duj schto­tiskere pol­gartscha on ojs ungrike taj te ojs habu­riskere tradime, o pomo­schago, savo lenge pekamlo ovlahi, na uschtiden. Le rasis­musistar, savo naschi gele Roma andi Ger­manija esbe iste len, sikal jek pisinipe la orga­nisaci­jatar mejdi­ni­peskero- taj infor­maci­jakero than anti­ciganis­mus (MIA), savi na dur pal, lakero araki­pes­kerkero phukajipe angle terdschar­tscha. Jek brigaschno ent­viklinipe andi Tschechija, o Roman Urbaner upre astarel: Odoj fogo­sinde o situaciji maschkar o Roma taj o ukrajnitike naschi­kerasch­tscha, mindig briga­schneder te ol. Read the rest of this entry »

Romani Ora (7.8., 8.8., 9.8. und 12.8.2024)

August 15th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 7.8.2024 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“, moderiert von Adi Gussak, stellt Ihnen Emil Jahns im Tages­thema die Hunde­pension Kemeten vor. Neben den inter­natio­na­len Volks­gruppen­nach­rich­ten, die zwe­isprachig prä­sentiert werden, gibt es eine Folge von „Young, wild and free – le ter­nenge“ zu hören, in der es um das „Jugendwort 2024“ geht.


Anhören: →Sendung vom 8.8.2024 (mp3)

Im Tagesthema dieser „Romani Ora“ erwartet Sie ein Beitrag über das Jubiläums­musical „Anatevka“, das auf der Burg Güssing zu hören uns sehen ist. In der Rubrik „Mri his­torija“ erzählt Alexander Gussak über Dr. Ludwig Popper. Dazu gibt es, natür­lich, die beste Musik.


Anhören: →Sendung vom 9.8.2024 (mp3)

Im Veranstaltungskalender dieser „Romani Ora“ haben wir die besten Ausgeh­tipps für Sie vor­bereitet. Inter­natio­nale Volks­grup­pen-News gibt es auf Deutsch und Bur­gen­land-Ro­mani zu hören. In der Jugend­sendung „Young, wild and free – le ter­nenge“ wird über den „National Smiley Face Day“ be­richtet.


Anhören: →Sendung vom 12.8.2024 (mp3)

In der „Romani Ora“, moderiert von Adi Gussak, ist zum Anlass des Musik­montags viel Musik aus aller Welt zu hören. In der Rubrik „Kultura het­vinate“ wird über die große Roma-Mu­sike­rin Esma Redžepova zählt. Dazu die inter­natio­nalen Volks­gruppen­nach­rich­ten auf Deutsch und Roman (Bur­gen­land-Ro­mani).

Krone.at: Entscheid des Presserats

August 13th, 2024  |  Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Krone.at: Titelansicht des Artikels vom 7. März 2024 (Screenshot)Am 7. März 2024 erschien auf Krone.at ein Arti­kel von Mario Ruhmanseder: „Roma-Durchreiseplatz: Ag­gres­si­ve Volks­grup­pen mu­tie­ren zu Dauer­cam­pern“, be­bil­dert mit einer Drohnen­auf­nahme von eini­gen Wohn­wägen auf dem Durch­gangs­platz in Pichling (Linz). Wir haben den Öster­rei­chi­schen Presserat ein­ge­schal­tet (und waren offen­bar nicht die Ein­zigen, die an dieser ras­sis­ti­schen Stim­mungs­mache An­stoß nah­men). Nun hat sich das zu­stän­dige Gremium des Presse­rats mit dem Fall be­fasst und ist zu fol­gen­der Be­urtei­lung ge­langt – der Ent­scheid er­geht als Schrei­ben an die Chef­redak­tion von krone.at:

Der Senat 2 des Presserats befasste sich aufgrund mehrerer Mitteilungen mit dem Beitrag „Aggressive Volksgruppen mu­tieren zu Dauer­campern“, er­schienen am 07.03.2024 auf „krone.at“. [...] Mehrere Leserin­nen und Leser, darunter auch ein Ver­treter des Vereins Roma-Service, wandten sich wegen des Beitrags an den Presserat und kriti­sierten ihn als dis­kriminie­rend gegen­über Roma und Sinti. Der Artikel bediene mehre­re anti­ziganis­tische Stereo­type und ver­unglimpfe eine ganze Ethnie, etwa durch die Be­zeich­nung als „aggressive Volks­gruppen“ in der Über­schrift sowie den Zusatz „Roma-Durch­reise­platz“.

Der Senat hält es für angemessen, Ihnen die Kritik der Leserinnen und Leser auf diesem Weg zur Kenntnis zu bringen. Aus medien­ethischer Sicht sind sowohl Pauschal­ver­un­glimpfun­gen als auch Dis­krimi­nie­run­gen aus ethnischen Gründen generell un­zulässig (Punkte 7.1 und 7.2 des Ehren­kodex für die öster­reichische Presse). Nach Auf­fassung des Senats weist ins­beson­dere die Formu­lierung „aggres­sive Volks­gruppen“ ein pau­schalie­ren­des Element auf und ist geeignet, Ressen­ti­ments bzw. Vorurteile gegen­über Roma und Sinti zu schüren (vgl. u.a. die Ent­scheidun­gen 2014/023, 2016/209 und 2018/199). Aller­dings berück­sichtigt der Senat, dass der vor­lie­gende Beitrag im Nach­hinein ab­ge­ändert und der Begriff „aggressiv“ aus der Über­schrift ent­fernt wurde; mittler­weile ist bloß noch von „Volks­gruppen“ die Rede. Read the rest of this entry »

Romani Ora (1.8., 2.8., 5.8. und 6.8.2024)

August 8th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAHINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 1.8.2024 (mp3)

Der Genussmarkt am Oberpullendorfer Hauptplatz, war Schau­platz der Roma-Kul­tur. Für musika­li­schen und schmack­haften Genuss sorg­ten die Band Romano Rath, und Martin Horvath ver­anstal­tete ein Show­kochen, Mehr darüber hören Sie im Tages­beitrag dieser Sendung. Und in „Mri his­torija“ verrät uns Alex Gussak mehr über den burgen­ländi­schen Ort Liebing (Bezirk Operpullendorf).


Anhören: →Sendung vom 2.8.2024 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ bekom­men Sie den Ver­an­stal­tungs­kale­nder für die Region Oberwart zu hören. Neben den zwei­sprachigen Volks­gruppen­nach­rich­ten erwartet Sie auch die Jugend­sendung zum Thema Video­spiele. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 5.8.2024 (mp3)

Am Musikmontag, moderiert von Adi Gussak, gibt es in der „Romani Ora“ die beste Roma- und Nicht-Roma-Musik zu hören. In der Rubrik „Kultura hetvinate/Kultur am Montag“ erzählt Tina Nardai über die polnische Roma-Dichterin Papusza (Bronisława Wajs). Die internationalen Volksgruppennachrichten gibt es zweisprachig. nämlich auf Deutsch und Burgenland-Romani.


Anhören: →Sendung vom 6.8.2024 (mp3)

In der „Romani Ora“, moderiert von Adi Gussak, gibt es als Tages­thema einen Beitrag über die Schüler­hilfe Oberwart zu hören, in dem einige interes­sante Informationen für Schü­lerin­nen und Schüler ver­packt sind. Neben Regina Fröhlichs Atem­pause zum Runter­kommen gibt es die ab­wechs­lungs­reichste Ro­ma-Musik.

Facts & Figures (524)

August 6th, 2024  |  Published in Facts & Figures, Romani

Anders als sechs andere an­er­kann­te Min­der­heiten in der Slo­wa­kei ver­fü­gen die Ro­ma bis­lang über kei­ne ei­ge­nen Schu­len mit mut­ter­sprach­li­chem Un­ter­richt.

(Quelle/pdf)

Romani Ora (26.7., 29.7., 30.7. & 31.7.2024)

August 5th, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAHINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 26.7.2024 (mp3)

Die Freitagsausgabe der Romani ORA, moderiert von Tina Nardai aus Ober­wart. Passend zum Wochen­ende gibt es die Ver­anstal­tungs­hinweise für die Region, Neuig­keiten aus aller Welt in den Volks­gruppen­nachrich­ten in Deutsch und Burgen­land-Ro­mani und die Jugend­sendung. Die wird im Sommer von den „Radio MORA“-Prak­ti­kant/in­nen ge­staltet. Heute hören Sie mehr über das „Groove Garden Festival“ in Rotenturm.


Anhören: →Sendung vom 29.7.2024 (mp3)

In diesem „Romani Ora“-Musikmontag hören Sie eine Stunde lang die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik. Unter anderem be­geistern in dieser Ausgabe: Bratsch, Gipsy Koro, Langa, Dusko Horvath u.v.m.


Anhören: →Sendung vom 30.7.2024 (mp3)

Im Tagesthema diseer „Romani Ora“ erfahren Sie, mit welchen hilf­reichen Tipps und Tricks Sie sich gegen akute Hitze ein wenig Ab­kühlung ver­schaffen können. Und neben der besten Roma-Musik be­kommen Sie auch einen aktu­ellen Kinotipp zu hören.


Anhören: →Sendung vom 31.7.2024 (mp3)

Die Mittwochsausgabe der „Romani Ora“ wird moderiert von Tina Nardai. Im Tages­thema erzählt uns die Leiterin der AK-Biblio­thek Oberwart von der neuen Ver­anstal­tungs­reihe „Book Talks“ im Stadt­garten. In „Young, wild and free – le ter­nenge“ ist Marcel Tauber unser Interview­partner. Er folgt Social-Me­dia-In­flu­en­cern online und auch im wahren Leben.

Städtebau, Verdrängung, Geschlecht (2024)

August 4th, 2024  |  Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Universität WienIrina Radu (2024): Städtebau, räumliche Verdrängung und Geschlecht. Das Bei­spiel der Roma im post­sozia­lis­ti­schen Rumänien

Masterarbeit, Universität Wien (Fakultät für Sozial­wissen­schaften), 118 S.

→Zum Download der UB Wien (pdf)

Abstract: Die vorliegende Masterarbeit untersucht die mit dem Über­gang zum Kapitalismus in Ru­mänien ein­setzen­de Ver­drängung der Roma aus ihren Wohnungen und deren Folgen ins­beson­dere für Ge­schlech­ter­ver­hält­nisse. Im Gegen­satz zur staats­sozialis­ti­schen Periode Rumäniens vor 1989, deren Ideologie auf Ver­staat­lichung und Gleichheit abzielte, sich gegen Klassen- und Kultur­unter­schiede wandte und Elends­viertel ebenso wie Prunk­bauten ab­lehnte, führten die polit­ökono­mische und gesell­schaftli­che Trans­formation und ins­beson­dere die Priva­tisie­rung und Kom­mo­difi­zie­rung von Wohnraum und Land im Post­sozialis­mus zu er­heb­licher Un­gleich­heit von Lebens­bedin­gungen und zur Ver­drängung und räum­lichen Segregation vieler Be­dürftiger, vor allem Roma. Die räumliche Verdrän­gung hatte vieler­orts die Errichtung von infor­mellen Roma-Sied­lungen in räumlich und sozial margina­lisierten Gebieten zur Folge, die mit der Wieder­be­lebung traditio­neller Roma-Ge­mein­schaften einher­ging. Damit verband sich zugleich die – im öffentlichen wie im akade­mischen Diskurs bisher kaum reflek­tierte – Re­traditio­na­li­sie­rung von Ge­schlechter­ver­hältnis­sen in der Roma-Com­mu­nity, die für Roma-Frauen vor allem ver­stärkte patriarchale Rollen­zu­schrei­bungen, erhöhte soziale Kontrolle, zusätz­liche Care-Arbeit und räum­liche Isolation be­deutete.

Hochschulschrift (Masterarbeit); Betreuerin: Gabriele Michalitsch

u:theses ist das Hochschulschriften-Repositorium der Universität Wien.

UB Wien: utheses.univie.ac.at/detail/70120

Romani Ora (22.7., 23.7., 24.7. & 25.7.2024)

August 3rd, 2024  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAHINWEIS: Die Roma­ni Ora wird live mo­de­riert. Die Sendun­gen wer­den daher erst im Nach­hinein übermittelt.

Anhören: →Sendung vom 22.7.2024 (mp3)

In diesem „Romani Ora“-Musikmontag haben wir unter ande­rem Musik für Sie mit dabei von: Sandu Cior­bă, der Kara­ván Familia, Los Reyes, Ricar­do Kwiek u.v.m. Moderiert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 23.7.2024 (mp3)

Der „Burgenländisch-Ungarische Kulturverein“ hat auch heuer wieder einen Theater­workshop ver­anstal­tet. Radio MORA war bei den Proben dabei. Außer­dem hören Sie in „Minden­felitiko“ einen aktuel­len Kino­tipp, und wie immer haben wir die ab­wechs­lungs­reich­ste Roma-Musik für Sie im Gepäck.


Anhören: →Sendung vom 24.7.2024 (mp3)

An heißen Tagen muss es einfach ein kaltes Eis sein. Wir haben in Oberwart nach­gefragt, wo man das beste Eis be­kommt und sind dabei beim Eis­salon Tropicale ge­landet. Und in der Jugend­sendung geht Alysea dem Thema Taschen­geld auf den Grund


Anhören: →Sendung vom 25.7.2024 (mp3)

Im Tagesthema stellen wir Ihnen Adolf Sarközi vor. Der pen­sio­nierte Burgen­land-Rom ist leiden­schaft­licher Hobby­fischer. Außer­dem er­wartet Sie in der „Romani Ora“ eine weitere Folge der Kate­gorie „Mri his­­torija“.

2. August wird nationaler Roma-Gedenktag

August 2nd, 2024  |  Published in Geschichte & Gedenken, Politik

Gedenktag 2. August (Bild: Roma Center e.V.)Die österreichische Bundesregierung erklärt den 2. Au­gust zum nationalen Gedenktag für die wäh­rend des Na­tio­nal­sozia­lis­mus er­mor­de­ten Roma und Sinti

In der Vergangenheit wurde den Roma unvorstell­bare Brutalität und Grau­sam­keit angetan, ins­beson­dere während des Holocausts. Um das An­denken an die Opfer zu bewahren führt die Bundes­regierung daher einen natio­nalen Gedenktag für Roma und Romnja sowie Sinti und Sintizze ein. Dieser Schritt zeigt die Ent­schlos­sen­heit, die Erinnerungs­arbeit weiter voran­zu­treiben. Der 2. August wird durch den heutigen Minis­ter­rats­be­schluss auf Basis eines Ent­schlie­ßungs­antrages des Na­tio­nalrates daher ein nationaler Gedenktag, der an die während des National­sozialis­mus er­mordeten Roma und Sinti erinnert. Das Euro­päische Parlament hatte den 2. August bereits 2015 zum Euro­päischen Ho­lo­caust-Ge­denk­tag für Roma und Sinti erklärt. Der 2. August ist von ent­schei­dender Be­deutung, um an die Opfer zu erinnern und eine Mahnung an zu­künftige Gene­ratio­nen zu senden.

„Die Republik Österreich übernimmt mit dem Beschluss der Bundes­regierung, den 2. August zum nationalen Gedenktag für den Völkermord an den Roma und Sinti zu er­klären, echte Ver­antwortung, dass das Leid, das An­gehö­rigen dieser Volksgruppen angetan wurde, öffent­lich und gemein­sam an­erkannt wird. Von 11.000 in Österreich leben­den Roma und Sinti überlebte ledig­lich ein Drittel den Holocaust. [Anm. der Red.: diese Zahl ist völlig ver­altet, tat­sächlich über­lebten den Genozid nur etwa 10%, nach ande­ren An­gaben 15%.] Ins­gesamt hat der Nazi-Terror 500.000 Roma und Romnja er­mordet. Auch nach der Befreiung vom Nazi-Regime wurde diese Opfer­gruppe nicht nur ver­gessen, sondern weiter­hin ignoriert, dis­krimi­niert und an den Rand der Gesell­schaft gedrängt. Damit muss Schluss sein. Mit dem heutigen Tag senden wir ein weiteres Signal: Leid kann nicht un­ge­schehen gemacht werden, aber wir wollen ver­hindern, dass dieses Leid ver­gessen wird“, so Vize­kanzler Werner Kogler.

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