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Holocaust-Autobiografien von Roma (2020)

Juni 29th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Universität WienKatrin Kühnert (2020): Holocaust-Autobiografien von Roma. Dar­stel­lungs­formen der Ver­fol­gung und Ver­nich­tung wäh­rend des Na­tio­nal­so­zia­lismus

Masterarbeit, Universität Wien (Philologisch-Kultur­wis­sen­schaft­li­che Fakul­tät), 108 S.

→Zum Download der UB Wien (pdf)

Abstract: Der Holocaust spielt als geteilte Leidenserfahrung nicht nur für die kollek­tive Gruppen­identität der Roma eine be­deutende Rolle, son­dern ist auch bis heute das dominie­rende Thema ihres Schreibens. Die Literatur dieser größten eth­nischen Minder­heit Europas ist dabei häufig auto­biografisch be­ein­flusst, im deutsch­sprachigen Raum stellt die Autobiografie gar die dominie­rende Äußerungs­form dar. Während Juden und Jüdinnen bereits während des NS-Massen­mordes beginnen, ihre Ver­folgungs­erfah­run­gen auf­zu­zeichnen und somit beim späteren Schreib­beginn der Roma schon etablierte Standards be­stehen, folgt ihr Erzählen diesen nicht durch­gängig, sondern es ent­steht ein eigenes Narrativ, über den NS-Genozid zu berichten. Die vor­liegende Arbeit identi­fiziert mittels qualitativer Text­analyse typolo­gische Analo­gien auf sprachlicher und inhaltlicher Ebene in fünf Auto­biografien von Holocaust-Über­le­ben­den. Der Textkorpus setzt sich aus Ilona Lackovás A false dawn (1997, Slowa­kei/Tsche­chien), Otto Rosenbergs Das Brennglas (1998, Deutsch­land), Mongo Stojkas Papierene Kinder (2000, Österreich), Edward Dębickis Totenvogel (2004, Polen) und Zoni Weisz’ Der vergessene Holocaust (2016, Niederlande) zu­sammen. Read the rest of this entry »