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Caritas Graz: „Keiner wird abgewiesen!“

November 8th, 2013  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Caritas Steiermark: Marienstüberl in GrazNach einer irritierenden Meldung in der Kleinen Zeitung („Roma-Fa­mi­lien dür­fen nicht ins Mari­en­stü­berl“), wo­nach – nach der Caritas in Linz – mit dem Marienstüberl nun auch eine be­kann­te Ca­ri­tas-Ein­rich­tung in Graz ost­euro­päi­schen Roma die Hilfe ver­wei­gert, er­reicht uns fol­gen­de Stel­lung­nahme der Ca­ritas:

Keiner wird an der Tür des Marienstüberls abgewiesen

Das Caritas-Marienstüberl ist ein Mittagstisch und eine Begegnungsstätte für Menschen vom Rand der Gesell­schaft, es ist täg­lich von 10 bis 14 Uhr (in den Winter­mona­ten von 9 bis 17 Uhr) geöff­net. Das Ange­bot wird in Graz drin­gend gebraucht, es ist stark nach­gefragt – täglich kom­men rund 200 Personen ins Marien­stüberl, um ein war­mes Essen zu sich zu neh­men, jeman­den zum Reden zu fin­den oder ein­fach, um sich auf­zu­wärmen.

Seit einiger Zeit kommen immer wieder auch Familien aus den neuen EU-Staaten aus Ostereuropa zum Marien­stüberl, um nach einem wa­rmen Essen zu fragen. Der Caritas ist es ein Anlie­gen, dass Men­schen in Not gehol­fen wird, unabhängig von ihrer ethni­schen Zuge­hörigkeit, ihrer Religion oder ihrer Her­kunft. Aller­dings sollte diese Hilfe sinn­voll und intelligent sein – nach Maßstä­ben der Nächstenliebe genauso wie nach Maß­stä­ben der zeit­gemäßen sozialen Arbeit.

Keiner wird daher an der Tür des Marienstüberls abge­wiesen – aller­dings ist das Umfeld im Marien­stüberl aus pädago­gischen Gründen für Kinder nicht geeignet – daher wurde nach einem Weg gesucht, dass die Fami­lien zwar über das Marienstüberl mit Essen versorgt wer­den kön­nen – solan­ge der Vorrat reicht, bekommt jeder vom Marien­stüberl zu essen, der dies braucht.

Die Caritas hält also ausdrücklich fest, dass niemand vom Marienstüberl weg­ge­schickt wird, ohne eine ent­spre­chende Versorgung zu bekom­men. Diese schließt auch Kleiderausgabe, Hygienemöglichkeiten (Dusche, Wäsche) sowie eine Gesundheitsversorgung in der Marienambulanz mit ein. Read the rest of this entry »