Juli 12th, 2013 |
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Rassismus & Menschenrechte
Slowakei: Roma-Mauer mitten in Kulturhauptstadt Košice
ORF.at: Der ostslowakischen Metropole Košice, aktuell zusammen mit (…) Marseille Europäische Kulturhauptstadt 2013, droht ein erheblicher Imageschaden. Der Stadtteil West (Anm d. Red.: Západ) hat kürzlich eine 30 Meter lange und zwei Meter hohe Mauer errichten lassen, um „nicht anpassungsfähige“ Roma-Bewohner des berüchtigten Viertels Lunik IX von benachbarten Plattenbausiedlungen abzugrenzen. (…) Der Mauerbau mitten in der 250.000-Einwohner-Stadt, der bereits zu Jahresanfang von Abgeordneten des Stadtteils beschlossen wurde, sei wegen zahlreichen Beschwerden von Anrainern notwendig gewesen. (…) Landesweit handelt es sich um die bereits 14. Mauer. (…)
Lesen Sie bitte den hier nur als kurze Meldung wiedergegebenen Artikel in voller Länge auf ORF.at. Einen englischen Artikel finden Sie im Slovak Spectator.
Siehe dazu auch:
„Wie in einem Zoo“: die Mauer von Ostrovany (Ostrovany 1.11.2009)
Slowakei: „Schutzmauer“ zu Roma-Viertel (Michalovce, 6.8.2010)
Slowakei: Mauer gegen Roma-Siedlung (Vrútky, 29.5.2011)
Rumänien: Betonmauer um Roma-Blöcke (Baia Mare, 30.6.2011)
Rumänien: Geldstrafe für Ghettomauer (Baia Mare, 17.11.2011)
Juli 12th, 2013 |
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Medien & Presse, Radio, Podcast & TV
Der Südwestrundfunk (SWR), die zweitgrößte Anstalt der ARD, hat einen neuen Staatsvertrag. Der vergangene Woche in Baden-Baden unterzeichnete Vertrag (PDF) räumt erstmals Roma und Sinti sowie Muslimen einen festen Platz im Rundfunkrat ein – in Deutschland ein Novum für eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Die Zeitschrift MiGAZIN begrüßt die neue Regelung der Zwei-Länder-Anstalt „als historischen Schritt in Richtung interkulturelle Öffnung“. MiGAZIN berichtet:
Der Sender unterschrieb mit den Ministerpräsidenten der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Winfried Kretschmann (Grüne) und Malu Dreyer (SPD), einen neuen Staatsvertrag, der mit Januar 2014 in Kraft tritt. Danach ziehen sich die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus dem Rundfunkrat zurück. Die Zusammensetzung des 74-köpfigen Kontrollgremiums verändert sich zugunsten von Umweltverbänden, Gewerkschaften und Minderheiten. (…) „Die veränderte Zusammensetzung des Rundfunkrats soll sicherstellen, dass sich die Pluralität der heutigen Gesellschaft auch in den Gremien widerspiegelt. Insgesamt sind die Gremien des SWR in ihrer Zusammensetzung, ihrer regionalen Herkunft und ihrer Aufgabenstellung damit auf einem aktuellen Stand“, erklärte Kretschmann. Dreyer ergänzte: „Die erstmalige Aufnahme von Vertretern der Muslime und Sinti und Roma ist insofern ein bedeutender Meilenstein.“