SWR holt Sinti und Roma in Rundfunkrat
Juli 12th, 2013 | Published in Medien & Presse, Radio, Podcast & TV
Der Südwestrundfunk (SWR), die zweitgrößte Anstalt der ARD, hat einen neuen Staatsvertrag. Der vergangene Woche in Baden-Baden unterzeichnete Vertrag (PDF) räumt erstmals Roma und Sinti sowie Muslimen einen festen Platz im Rundfunkrat ein – in Deutschland ein Novum für eine öffentlich-rechtliche Anstalt. Die Zeitschrift MiGAZIN begrüßt die neue Regelung der Zwei-Länder-Anstalt „als historischen Schritt in Richtung interkulturelle Öffnung“. MiGAZIN berichtet:
Der Sender unterschrieb mit den Ministerpräsidenten der Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, Winfried Kretschmann (Grüne) und Malu Dreyer (SPD), einen neuen Staatsvertrag, der mit Januar 2014 in Kraft tritt. Danach ziehen sich die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus dem Rundfunkrat zurück. Die Zusammensetzung des 74-köpfigen Kontrollgremiums verändert sich zugunsten von Umweltverbänden, Gewerkschaften und Minderheiten. (…) „Die veränderte Zusammensetzung des Rundfunkrats soll sicherstellen, dass sich die Pluralität der heutigen Gesellschaft auch in den Gremien widerspiegelt. Insgesamt sind die Gremien des SWR in ihrer Zusammensetzung, ihrer regionalen Herkunft und ihrer Aufgabenstellung damit auf einem aktuellen Stand“, erklärte Kretschmann. Dreyer ergänzte: „Die erstmalige Aufnahme von Vertretern der Muslime und Sinti und Roma ist insofern ein bedeutender Meilenstein.“