Roma-Sprache immaterielles Kulturerbe
März 23rd, 2011 | Published in Romani
Die Sprache der Burgenland-Roma ist neben dem Weihnachtslied „Stille Nacht“ und zahlreichen regionalen Faschings- und Feiertagsbräuchen in das nun 45 Eintragungen umfassende nationale Verzeichnis für das immaterielle Kulturerbe der UNESCO aufgenommen worden. Das Roman, den spezifischen Dialekt der Roma im Burgenland, aufzunehmen sei ein wichtiger Schritt „zur Erhaltung dieser kulturellen Insel“, sagte die Präsidentin der Österreichischen UNESCO-Kommission, Eva Nowotny, bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Vor allem die orale Tradition der Sprachweitergabe, etwa durch das Märchenerzählen, ist vom Aussterben begriffen. Ihn freue die Auszeichnung besonders, sagte der Burgenland-Rom Charly Gärtner-Horvath vom Verein Roma-Service. Dass sich die bis vor kurzem ausschließlich mündlich von Generation zu Generation weitergegebene Sprache der Burgenland-Roma von jener aller anderen Roma so sehr unterscheidet, ist wohl nur wenigen bewusst. Doch es sind die Einflüsse aus dem Kroatischen und dem Deutschen, vor allem aber aus dem Ungarischen, die das Roman im Burgenland so besonders machen.