Amaro Kher: Eine Schule für Romakinder
November 15th, 2010 | Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Medien & Presse
In der Schule Amaro Kher in Köln können sich Romakinder auf den deutschen Schulalltag vorbereiten. Ein Ausweg aus dem Teufelskreis aus Not, Bildungsarmut und Kriminalität. — Tatjana Kimmel-Fichtner berichtet in der „Zeit“ vom 15.11.2010 über das vorbildhafte Schul- und Betreuungsprojekt für Flüchtlingskinder:
(…) Verteilt über die ganze Stadt leben etwa 1000 Roma-Flüchtlinge: Großfamilien teilen sich kleine Räume (…). Kein Umfeld, in dem Kinder sich auf die Schule vorbereiten können. Semsa steht morgens um sechs Uhr auf, um den Schulbus nicht zu verpassen. Er bringt sie in eine andere Welt, zu Amaro Kher. Das heißt auf Romanes Unser Haus. Etwa 50 Romakinder im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren sammeln die Kleinbusse von Amaro Kher jeden Morgen ein, um sie in die Schule oder die Kindertagesstätte zu bringen. „Sie sind nicht dümmer als andere Kinder, aber die normalen Schulen können sich nicht richtig mit ihnen beschäftigen“, sagt Lehrer Christoph Schulenkorf. Die Folge: Romakinder schwänzen und niemand kümmert sich darum, weder Schulen, noch Eltern oder Behörden.
