Berlin: Gedenkstätte ignoriert Roma und Sinti
Mai 6th, 2010 | Published in Geschichte & Gedenken
Eröffnung von „Topographie des Terrors“:
Zentralrat der Sinti und Roma kritisiert Ausgrenzung
Die Stiftung „Topographie des Terrors“ in Berlin wird am Freitag, den 7.5.2010 (Anm. d. Red.: der Festakt anlässlich der Einweihung erfolgt heute Donnerstag) ihr neues Dokumentationszentrum mit einer Dauerausstellung eröffnen. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma (Website) fühlt sich ausgegrenzt. Der Vorsitzende des Zentralrats der Roma und Sinti in Deutschland, Romani Rose, bemängelt, dass keinem Vertreter der Sinti und Roma die Gelegenheit zu einer Ansprache geboten wird. Es kann nicht sein, dass die Volksgruppe, die ebenso dem nationalsozialistischen Völkermord zu Opfer fiel, sichtbar ausgegrenzt wird, so Rose (siehe auch dROMa-Blog). Der Sprecher der Stiftung, Kay-Uwe von Damaros, wies die Kritik zurück und verwies auf eine aus organisatorischen Gründen begrenzte Rednerliste. Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, werde in ihrer Eigenschaft als Stiftungsratsmitglied beim Festakt am Donnerstag für alle Opfergruppen reden und mit „Sicherheit auch auf die anderen Opfergruppen eingehen“, so von Damaros.