Einrichtungen

Burgenland: „Roma-Butschu“ am 16. Juni

Juni 6th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Der „Roma-Butschu“ („Roma-Kirtag“) 2018 steht unter dem Motto „25 Jahre An­erken­nung der Roma als Volks­gruppe“. | O „Roma-Butschu“ telal o anav „25 ber­scha aun­­prindscha­­ripe le Ro­men­­dar ojs flo­­gos­keri gupn“ terdschol.

Plakat Roma-Butschu 2018 in Bachselten (Gemeinde Mischendorf, Südburgenland)

Der traditionelle Roma-Butschu in Bachselten findet am 16. Juni 2018 auf der Festwiese Schuh in Groß­bach­selten (Anger­straße 11) statt. Beginn ist um 20:00 Uhr. Musika­lisch wird die Ver­anstal­tung von der süd­burgen­ländi­schen Roma-Band Romano Rath be­glei­tet. Weite­re High­lights dieser Kultur­ver­anstal­tung sind die kroati­sche Band Bruji und die be­kannt­e Roma­grup­pe aus Ungarn Kalyi Jag (schwar­zes Feuer) sowie die ungari­sche Volks­tanz­gruppe Siget. 1993 wurden die Roma als sechs­te Volksgruppe in Ös­ter­reich an­er­kannt. 25 Jahre Volks­gruppen­arbeit stehen bei dieser Ver­anstal­tung im Vor­der­grund.

O tra­di­ci­jo­ne­li Ro­ma-Butschu an­di Boslina an­do 16to juni 2018 up­ri Festwiese Schuh (Anger­straße 11) an­di Bari Boslina, tel liker­do ol. Kes­dim ol 20:00 oren­ge. I mu­schika uso mula­tint­scha­go kerel i sud­burgen­landi­tiki Roma­ni banda Romano Rath. Bare high­lights hi i horvacki ban­da Bruji taj i prindschar­di Ro­mani ban­da an­dar o Ungri­ko Kalyi Jag taj i flogos­keri kheli­pes­keri ungri­ki grupn Sigeta. 1993 o Roma ojs schofti flogoskeri grupn andi Austrija aun­pridschardi uli. 25 berscha flogoskeri grupnengeri buti terdschon use ada mu­la­tintschago upro anglutno than.

(Veranstalter: Verein Roma-Service)

20 Jahre Festival Khamoro in Prag

Mai 28th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Veranstaltungen & Ausstellungen

World Roma Festival "Khamoro", 2015 (Foto: Khamoro)Das tschechische Kulturfestival „Khamoro“, seit vie­len Jah­ren eine Insti­tu­tion in Prag, gilt als das weltweit größ­te Roma-Fes­ti­val. Am Sonn­tag wurde der 20. Jahr­gang mit einem Konzert auf der Moldau­insel Střelecký ostrov in Prag er­öffent. Wie jedes Jahr stellt Musik – tra­di­tio­nelle Roma-Musik eben­so wie Gypsy-Jazz – einen wich­ti­gen Bestand­teil des Pro­gramms dar. Auf dem Programm des Festi­vals, das vom Verein „Slovo 21“ in Koope­ra­tion mit SP Saga or­gani­siert wird, stehen aber auch Aus­stel­lun­gen, Theater­auf­füh­run­gen, Ro­ma-Lite­ratur (Ga­voro), eine Kon­ferenz über die Stel­lung von Romnja (Ro­ma-Frauen) im Prager Insti­tu­to Cer­van­tes so­wie eine Mode­schau. Read the rest of this entry »

Empower­ment­ mit „Opre Romnja!“

Mai 26th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Jugend & Bildung

Opre Romnja- Treffen junger Roma-Frauen in Düsseldorf_03-2018_c_amaro_drom_webEmpowerment für junge Romnja und Sin­tiz­ze in Deutschland: Mäd­chen und Frauen en­ga­gie­ren sich selbst­be­wusst für ihre In­ter­essen

Im März startete mit „Opre Romnja!“ ein neuer Schwer­punkt der Empower­ment­arbeit von Amaro Drom. Bis­her sind junge Romnja und Sintizze in der Vereins­arbeit unter­re­prä­sen­tiert. Mit „Opre Romnja!“ will Amaro Drom das ändern. Das Projekt wird durch das Deut­sche Kinder­hilfswerk finan­ziert und findet im Rahmen des Pro­jek­tes „Dikhen amen! Seht uns!“ statt, das vom deut­schen Bundes­ministe­rium für Familie, Senio­ren, Frauen und Jugend im Rah­men des Bundes­pro­gramms „De­mo­kra­tie le­ben!“ ge­för­dert wird.

Das Hauptziel von „Opre Romnja!“ ist das selbst­bewuss­te Engagement jun­ger Romnja und Sintizze – nicht nur im Pro­jekt „Dikhen amen!“ und im Verein Amaro Drom. Son­dern auch darüber hinaus. Durch ein ge­stärk­tes Selbst­bewusst­sein neh­men die Mädchen und Frauen ihre Wün­sche ernst und setzen sich be­herzt da­für ein. Um dieses Ziel zu er­rei­chen, braucht es zu­nächst einen Raum, in dem sich die jun­gen Romnja und Sintizze geschützt vor Rassis­mus und Sexismus aus­tau­schen kön­nen. Hierfür ist die Zu­sam­men­arbeit über einen län­ge­ren Zeit­raum wich­tig. Dies er­mög­licht gegen­sei­tiges Ver­trauen und die erfolg­reiche Um­setzung der Wün­sche der Mäd­chen und jun­gen Frauen.

Gemeinsam mit erfahrenen Teamerinnen aus der Com­mu­nity unter­stützt Éva Ádám, pädago­gi­sche Leitung im Pro­jekt „Dikhen amen! Seht uns!“, die Mäd­chen in mehre­ren Tref­fen dabei, ihre eige­nen Be­dürf­nisse und Wünsche zu er­kennen, zu er­grün­den, wie sie diese in die Wirk­lich­keit um­setzen kön­nen, und dieses Wissen an ande­re junge Rom*nja und Sin­ti*zze wei­ter­zu­geben. Umgesetzt werden diese Ziele in mehrstufigen Projekt­ver­anstal­tun­gen in meh­re­ren Bundes­ländern. Dabei lernen die Mädchen und jun­gen Frauen an­de­re Romnja und Sintizze ken­nen. Sie tau­schen sich aus, for­mu­lie­ren eigene Wün­sche und ler­nen älte­re Romnja und Sin­tiz­ze ken­nen, die be­reits gesell­schafts­poli­tisch aktiv sind. Read the rest of this entry »

Ausstellung „Roma-Frühling“ in Berlin

Mai 20th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Kunst & Fotografie, Veranstaltungen & Ausstellungen

Ausstellung: kaelmaen_vaerady_la_famiglia_2015Die Ausstellung ROMA-FRÜHLING: KUNST ALS WI­DER­STAND wird am 22. Mai 2018 um 18 Uhr im Euro­päi­schen Ro­ma-Ins­ti­tut für Kunst und Kultur ERIAC (Rein­hardt­str. 41-43, Berlin) er­öff­net. Alle In­teres­sen­ten sind herz­lich ein­ge­la­den!

Zu se­hen bis zum 2. Au­gust 2018.

Die Ausstellung ROMA-FRÜHLING: KUNST ALS WIDERSTAND prä­sen­tiert eine Aus­wahl visio­nä­rer Roma-Künst­lerin­nen und -Künst­ler aus ganz Europa. Sie alle zei­gen sich von einer Gegen­wart inspi­riert, in der Roma-Kunst, -Wis­sen­schaft und poli­ti­scher Akti­vis­mus zu­neh­mend inter­agie­ren, sich gegen­seitig be­ein­flus­sen und ver­stär­ken. Und ihre Kunst zeugt von der er­wach­ten Vita­li­tät einer Ge­mein­schaft, die eine stig­ma­ti­sier­te Identität für sich rekla­miert und sie sich qua kulturel­ler Af­fir­ma­tion wieder an­eignet.

Wie der Völkerfrühling von 1848 oder der Arabi­sche Früh­ling (2011) er­wächst auch der Roma-Früh­ling aus der Unter­drückung heraus. In den Fa­mi­lien und Ge­mein­schaf­ten der Roma ent­springt eine Welle fried­li­chen Wider­stands – als Protest gegen die jahr­hun­derte­langen Dis­kri­mi­nie­run­gen und Miss­handlun­gen. Der Roma-Früh­ling mani­fes­tiert sich hierbei als Wie­der­aneig­nung der Öf­fent­lich­keit, ihrer Räume und Diskurse – vor al­lem aber des Politi­schen. Ein Pro­zess, in der die Rand­gruppen ihre Stim­me er­he­ben und eine An­erken­nung ihrer Roma-Zu­ge­hörig­keit und Iden­ti­tät for­dern.

Künstler/innen: Krzysztof Gil, Gabi Jimenez, Sead Kazanxhiu, Delaine Le Bas, Damian Le Bas, Malgorzata Mirga-Tas, Emilia Rigova, Marina Rosselle, Ceija Stojka, Kálmán Várady

Organisiert mit Unterstützung der Galerie Kai Dikhas.

(minderheitensekretariat.de)

Wohnung, Buchklub, Wiener Kuchl

Mai 15th, 2018  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Internet & Blogothek, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher

Buchklub Palikerav (Foto: v via SozialMarie)Im ORF-RadioKulturhaus in Wien wurden die dies­jähri­gen Ge­win­ner der „Sozial­Marie“ be­kannt ge­ge­ben. 15 sozial in­no­va­tive Pro­jekte wur­den mit dem be­reits zum 14. Mal ver­gebe­nen Preis aus­ge­zeich­net. Organi­siert wird der Preis von der Unruhe Pri­vat­stif­tung.

Der mit 15.000 Euro dotierte erste Preis ging an ein Obdach­losen-Pro­jekt in Tschechien: Housing First for Families in Brno: Fünf­zig ob­dach­lo­se Fa­mi­lien wird eine Stadt­wohnung er­mög­licht. Die Fami­lien wer­den dabei be­glei­tet und be­treut, ein neues Leben zu be­gin­nen. „Die Strate­gie scheint auf­zu­gehen. Über 90 Pro­zent der Fami­lien leben nach einem Jahr weiter­hin gemein­sam in ihrer eige­nen Wohnung, Kin­der kehren aus der Fremd­unter­brin­gung in ihre Familie zu­rück, arbeits­lose Fami­lien­mit­glie­der finden einen Job, die Kinder gehen regel­mä­ßi­ger in die Schule, die finan­zielle Lage und die ge­samte fami­liäre Situa­tion stabi­li­sie­ren sich“, er­klä­ren die Organi­sa­to­ren der Sozial­Marie.

Den zweiten Preis in der Höhe von 10.000 Euro ver­gab die Jury an das slowa­ki­sche Pro­jekt Book Club PAĽIKERAV: Bei diesem „Buchklub“ er­hal­ten junge Roma in Košice Bücher, die ihnen von den Auto­rin­nen und Auto­ren über­ge­ben werden. Die Roma er­stel­len Video-Buch­rezen­sio­nen, die dann im Internet prä­sen­tiert werden. In­zwi­schen werden drei neue Video­rezen­sio­nen pro Woche ver­öffent­licht. Darüber hinaus gibt es Dis­kus­sions­runden und Buch­präsen­ta­tio­nen. Read the rest of this entry »

Million aus Norwegen für Lety

Mai 13th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken

Schweinefarm auf dem KZ-Gelände von Lety (Foto: Romeo.cz)

Norwegen wird den Bau der Gedenkstätte in Lety finan­ziell unter­stützen

Die norwegische Botschafterin in Tschechien, Ellen Sletner, hat bestä­tigt, dass Nor­we­gen den Bau einer Roma-Holocaust-Ge­denk­stät­te in Lety bei Písek (Süd­böhmen) mit einer Sum­me von einer Million Euro un­ter­stüt­zen will. Dies teilte die Spre­che­rin des Museums für Roma-Kul­tur, Kristina Kohoutová, mit. Die Gedenk­stätte wird am Ort er­rich­tet, wo sich wäh­rend der Nazi-Be­satzung ein Roma-KZ be­fand. In den 1970er Jah­ren wurde am selben Ort ein Schweine­mast­betrieb er­baut. Der Staat kaufte die Schweine­mast auf. Die Leite­rin des Muse­ums für Roma-Kul­tur, Jana Horváthová, er­klär­te, die leer ste­hen­den Ge­bäude wer­den bis zum Jahres­ende ab­geris­sen. Im Gemeinde­amt in Lety hat das Museum in­zwi­schen ein Info­zentrum er­öff­net, in dem an den Genozid an den tsche­chi­schen Roma er­in­nert wird.

(Radio Prag)

#GegenHassimNetz stellt sich vor

April 20th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Internet & Blogothek, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

#GegenHassimNetzAm 25. April 2018 präsentiert das Romano Centro in Wien die neue Be­ra­tungs­stelle #GegenHassimNetz: 18:00 Uhr, Hof­manns­thal­gasse 2/2, 1030 Wien

Die Beratungsstelle #GegenHassimNetz des Vereins „ZARA – Zivil­cou­rage und An­ti-Rassismus-Ar­beit“ hat im Sep­tem­ber 2017 ihre opera­tive Arbeit auf­ge­nom­men. Seit diesem Zeit­punkt wur­den über 700 Fäl­le von Hass im Netz doku­men­tiert und be­arbei­tet. Die juris­tisch und psycho­sozial ge­schul­ten Mit­arbei­ter/in­nen ge­ben eine recht­liche Erst­aus­kunft und bespre­chen mit Klien­ten/in­nen wei­te­re Hand­lungs­optio­nen. Maß­nah­men in­klu­dieren die Ent­fernung von In­halten, Ver­suche außer­gericht­li­cher Eini­gun­gen, Anzeigen­erhe­bung von straf­rechtlich re­le­van­ten In­hal­ten etc.

An die­sem Abend wer­den die Bera­tungs­stelle #Gegen­Hass­im­Netz, ihr spezi­fi­scher Tätig­keits­bereich so­wie Er­fah­rungen aus dem ers­ten hal­ben Jahr vor­gestellt.

(Romano Centro)

Phuro na butschol nisaj hango te ol!

April 11th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Rassismus & Menschenrechte

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai (Redaktion). Schnitt: Marcel Horvath

Alt sein heißt nicht stumm sein! Omas gegen Rechts

Babi gejng „Rechts“: O babi i lek hipsti grupn ando pro­testa­kero mici­nipe hi. Fesch­time gutsch­menca o babi gejng „Rechts“ upro posch­tito dschan, pe le manu­schen­gere tscha­tschi­penge ande te bescha­rel. Angle trin kurke i seletoskeri forma „Omas gegen Rechts Süd­bur­gen­land“ kerdi uli. Suboton, ando 17to feberi 2018 Erbate ando foros­kero park i erschti de­monstra­cija gejng o telis­pi­dipe naschi­geja­schen­dar sina.

Die Omas sind wohl die hippste Gruppe in der Protest­bewe­gung. Mit knal­li­gen Strick­mützen gehen die „Omas gegen Rechts“ auf die Straße, um sich für die Men­schen­rechte ein­zu­setzen. Vor ein­igen Wo­chen wurde die Platt­form „Omas gegen Rechts Süd­burgenland“ ge­gründet. Read the rest of this entry »

Centrali muschikakeri ischkola Erba

März 30th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Musik, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Adolf Gussak (Redaktion). Kamera: Julius Horvath, Emmerich Gärtner-Horvath. Schnitt: Adolf Gussak

Zentralmusikschule Oberwart

I muschikakeri ischkola Erba ando bersch 1947 kerdi uli. Usar i furula dschi usi elektri­schi gita­ra minden­feli­ti­ke muschi­ka­kere instru­mentscha schaj sik­lim on. 2006 jek khe­ta­nipe la muschi­ka­kera isch­ko­laha Szom­ba­the­ly ker­di uli – taj o orches­teri, i „Sin­fo­ni­jeta Erba – Szom­bathely“, ker­di sina. Sajt oja cajt te o nevo ber­schen­gero kon­certo la ZMSatar Erba del, savo ada bersch ando 13ti je­neri andi masch­karut­ni isch­ko­la sina.

Die Musikschule Oberwart wurde im Jahr 1947 ge­grün­det. Man kann von der Block­flöte bis zur E-Gitar­re ver­schie­dens­te Musik­instru­men­te er­ler­nen. 2006 wurde auch ein Ko­ope­ra­tions­ver­trag mit der Musik­schule Szom­bathe­ly ab­geschlos­sen – und das Orches­ter, die „Sin­fo­niet­ta Oberwart – Szombathely“, war ge­bo­ren. Read the rest of this entry »

ARTE: Ein Dirigent und sein Traum

März 24th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Film & Theater, Musik, Radio, Podcast & TV

Riccardo Sahiti und sein Orchester (Foto: Programmankündigung rbb)Die Roma-und-Sinti-Philharmoniker

Ein Film von Margarete Kreuzer

ARTE, 24.3.2018 (Erstsendung: 25.1.2015)
➔verfügbar bis 30.3.2018

Es ist ein besonderes Symphonieorchester: Alle Mit­glie­der sind Sinti oder Roma, und alle sind Profis – klassisch aus­gebil­dete Musiker, die in Berufs­orches­tern in ganz Europa spie­len. So oft wie mög­lich finden sie zusam­men, um als Bot­schafter ihres Volkes ge­gen Klischees, Vertrei­bung und Ver­gessen anzu­spie­len. Ein Porträt eines un­gewöhn­li­chen Orchesters und sei­ner Mit­glieder.

Die Dokumentation begleitet das Orchester wäh­rend der Vorberei­tun­gen zu einem Konzert und ver­lässt mit einzel­nen Musikern immer wieder den musika­li­schen Kosmos, um einen Einblick ihr priva­tes Leben zu gewinnen. Im Mittel­punkt des Films steht der Dirigent Riccardo Sahiti, Gründer des Orches­ters und sein leiden­schaft­li­cher Spiritus Rector.

Sein Traum: Er möchte die „Roma und Sinti Philharmoniker“ zu einer festen Institution machen, um nicht länger um ihre Existenz ban­gen zu müssen. Ob Aus­wärtiges Amt, Zentral­rat deutscher Sinti und Roma oder Euro­päi­sches Parlament – Riccardo Sahiti, un­frei­willig auch Manager des Orches­ters, spricht überall vor. Der Film beglei­tet ihn aber auch auf einer sehr emotiona­len Reise in seine Heimat, den Kosovo, wo er Krieg und Vertreibung er­lebt hat. Read the rest of this entry »

Europitiko rot patijarel o ERRC

Januar 23rd, 2018  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Verleihung des Raoul-Wallenstein-Preis 2018 in Straßburg (Foto: CoE)Raoul-Wallenberg-patijaripe: Europitiko rot pa­ti­ja­rel o centro le Ro­ma­ne tscha­tschi­pen­ge (ERRC) an­de Bu­da­pest

O centro sa kerel, kaj le lek bareder tschu­li­peske andi Europa feder te dschal, phenel o ge­ne­ral­sekre­tari la than­se­kera orga­ni­saci­jo­na­tar, Thorbjørn Jagland uso prik dipe le pat­jari­pes­taer an­de Straßburg. I or­ga­ni­sa­ci­ja pe but sora­li­peha la flogos­kera grup­nake le Ro­menge an­de be­scharel. Lengere butschaschtscha – but lendar Roma hi – sika­de, hot o kejm­pi­nipe gejng i dis­krimi­na­ci­ja taj rasis­mus bari­kane schaj kerdo ol, phe­nel o Jagland use. Ov le direk­to­riske le cent­ru­mistar Ðorđe Jovanović o 10.000 Euro prik dija. I 1996 kerdi or­gani­sa­cija po­mo­schi­nel but Romenge te le aun sesim ule gejng dis­krimi­naci­ja vaj rasis­tischi moti­virti schtrau­fi­ni­pes­kere kerip­tscha. Read the rest of this entry »

Bajrot papal nevo konstiturim ol

Januar 19th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
8.1.2018 | (on demand)

Roma-Beiratsvorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: Roma-Service)Flogoskero grupnengero bajrot: Gärtner-Horvath ter­dscha­rel pe papal uso völi­ni­pe le ang­le­besch­tostar

Ada bersch, ando feberi vaj merc, o flogoskero grup­nen­gero bajrot pa­pal nevo kon­sti­tu­rim ol. O angle­beschto Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath papal te kani­di­ri­nel kam­la. Ov adi khe­ro­daschi use i adive­sa­keri sen­dung Roma sam hi.

Le paldikipeske o Emmerich Gärtner-Horvath la butja­ha le Romane or­ga­ni­saci­jendar lo­schando pe sikal. Poar bari­kane pro­jektscha sar ando mediji ba­rika­ne prik be­scharde ule taj o upre ter­dscha­vipe le gon­doli­pes­kere tabli­nen­dar latsche reja­li­sirim ol. Te o Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath o scha­ji­pe usch­tidija i funk­cijo­na ando bajrot papal pantsch ber­scha te kerel, leske i lek bari­ka­neder buti hi, o konstruk­tivi dijalog la neva regi­run­gaha te kerel, phe­nel lo. „Te i medi­ja­keri buti andi flogos­keri grupn andi redak­cija leske meg min­dig bari­kano hi“, phenel o angle­besch­to Emme­rich Gärt­ner-Horvath.

Kada o Rudolf Sarközi mulo, i funkcijona jek bersch schutschi atschini. O Emmerich Gärtner-Horvath andar Roma-Service o anglebeschipe le flogoskere grupnengere bajrotistar le Romendar ando merc 2017 prik lija.

(volksgruppen.orf.at)

Europarat: Wallenstein-Preis an ERRC

Januar 18th, 2018  |  Published in Ehrungen & Nachrufe, Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Verleihung des Raoul-Wallenstein-Preis 2018 in Straßburg (Foto: CoE)Europäisches Zentrum für Rechte der Roma (ERRC) erhält Raoul-Wallen­berg-Preis für Kampf ge­gen Ras­sis­mus und Menschen­rechts­ver­letzun­gen

Das Europäische Zentrum für die Rechte der Roma mit Sitz in Budapest er­hielt gestern den Raoul-Wal­len­berg-Preis des Euro­pa­rates für seinen Kampf gegen Dis­krimi­nie­rung, Anti-Roma-Ras­sis­mus und Ver­letzun­gen der Rechte der Roma. Das Zentrum wen­det in­no­va­tive recht­liche Maß­nahmen und evi­denz­ba­sierte Forschung an und er­arbei­tet ein­schlä­gige Stra­te­gien. Thorbjørn Jagland, Ge­ne­ral­sekre­tär des Europa­rates, er­klärte bei der Ver­lei­hung des mit 10.000 Euro dotier­ten Preises an den Direk­tor des ERRC, Ðorđe Jovanović: „Es ist be­dauer­lich, dass Per­so­nen und Grup­pen auf unse­rem Kon­ti­nent weiter­hin Menschenrechts­ver­letzun­gen und schlech­ter Be­hand­lun­gen aus­ge­setzt sind. Um­so er­freu­li­cher ist es daher, dass Aus­zeich­nun­gen wie diese die Auf­merk­sam­keit auf Prob­le­me lenken, die sonst viel­leicht un­beach­tet ge­blie­ben wären – und jene Per­sonen wür­digen, die außer­gewöhn­li­che An­stren­gun­gen unter­neh­men, um sie zu be­kämpfen. Ich freue mich mit­teilen zu dürfen, dass der Preis in diesem Jahr an eine Or­gani­sa­tion geht, die Hinder­nisse be­sei­tigt, mit denen die Roma, die größ­te euro­päi­sche Minderheit, kon­fron­tiert sind. Eine Organi­sa­tion, deren Energie, Hart­näckig­keit und Glaube an den Rechtsstaat da­für sor­gen, dass die Rechte der Roma an­erkannt wer­den. Eine Orga­ni­sation, de­ren Mut und Ent­schlos­senvheit eine Inspira­tion für junge Roma sind und die ihnen eine Zukunft vol­ler Hoff­nung auf­zeigt.“ Die ge­mein­nützige Orga­ni­sation, deren Leitung und Mit­arbeiter mehr­heit­lich Roma sind, ist un­ermüd­lich und effi­zient in ihrem Kampf gegen Anti-Roma-Ras­sis­mus und Men­schen­rechts­ver­letzun­gen in zahl­reichen Ländern, er­gänz­te der Generalsekretär.

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Roma-Volksgruppenbeirat wird neu gewählt

Januar 16th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Radio, Podcast & TV

Radio Roma samRoma sam
Radio Burgenland:
8.1.2018 | (on demand)

Roma-Beiratsvorsitzender Emmerich Gärtner-Horvath (Foto: Roma-Service)Volksgruppenbeirat: Gärtner-Horvath stellt sich nochmals zur Wahl als Vor­sitzender

volksgruppen.orf.at: Heuer, im Februar oder März, wird der Volksgruppenbeirat für Roma neu konstituiert. Dessen Vorsitzender Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath will noch­mals kan­di­die­ren. Er ist zu Gast in der aktuel­len Aus­gabe von Roma sam.

Rückblickend zeigt sich Gärtner-Horvath mit der Arbeit der Roma­organisa­tio­nen zufrie­den. Einige wich­tige Pro­jekte im Bereich Medien wur­den erfolg­reich um­gesetzt und die Auf­stel­lung der Gedenktafeln im ent­spre­chen­den auf­klä­re­ri­schen Rah­men reali­siert. Falls Em­me­rich Gärt­ner-Hor­vath die Mög­lich­keit ge­nießen würde, die Funk­tion als Vorsitzender im Beirat für wei­te­re fünf Jahre aus­zu­üben, sei die wich­tigs­te Auf­gabe für die nächste Legis­latur­perio­de, einen konstruk­ti­ven Dialog mit der neuen Regie­rung her­zu­stellen, meint er. Read the rest of this entry »

Oberwart: Bildung für die Roma-Kinder

Januar 12th, 2018  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Ein Beitrag von Jennifer Papai, Schnitt: Josef Horvath

O schajipe upre jek sikadipe

Seit 1990 besteht in Oberwart das Lernbetreuungsprojekt und wur­de vom Verein Roma durch­ge­führt. 2017 über­nahm der Verein Roma-Service durch das Aus­schei­den des Vereins Roma das Lern­betreu­ungs­projekt. Durch­schnitt­lich neh­men 30 Kinder an der Außer­schuli­schen Lernbetreuung teil. Die Schüler er­hal­ten täg­lich Förder­unterricht und Unter­stützung bei den Haus­auf­gaben. Lern­defizite wer­den gezielt auf­ge­holt, und vor Schularbeiten und Tests wird ge­son­dert in der Gruppen- und Einzel­betreuung ge­för­dert. Die Lern­betreu­ung gibt vielen Roma-Kin­dern die Chance auf eine gute Bildung, um im spä­te­ren Leben in der Arbeits­welt Fuß fas­sen zu kön­nen.

Sajt 1990 Erbate o siklipeskero projekto del taj le fa­raj­nistar Roma ker­do ulo. 2017 o farajn Roma-Service ada sikli­pes­kero pro­jekto prik lija, mint o farajn Roma use tscha­pintscha. Va­la­mi 30 tschave uso sik­lipe an. O isch­kolasch­tscha sako di pomo­schago use pumare butj usch­tiden. Sikli­peskere defi­citscha upre butscha­lim on, angle isch­kola­kere butja ande grupn vaj sakone tschave kor­kore, siklim ol. Read the rest of this entry »

Dialogplattform: Außerschulische Jugendarbeit

Dezember 23rd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Jugend & Bildung, Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba
Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Redaktion: Adolf Gussak; Kamera: Josef Horvath; Cutter: Emmerich Gärtner-Horvath

Romengeri-dialogoskeri seletoskeri forma: „Buti le ternenca pal i ischkola“

Am Freitag, den 24. 11. 2017 fand die 20. Roma-Dialogplattform des Bun­des­kanz­ler­amtes im Hause der Volks­anwalt­schaft Wien statt. Zur 20. Dia­log­platt­form lud Frau Dr. Susanne Pfanner, Lei­terin der Roma-Kon­takt­stelle, zum Thema „Außer­schu­li­sche Jugend­arbeit“ ein. Durch die EU-weite Roma-Stra­tegie 2020 sind die Mit­glieds­staaten der Euro­päi­schen Union auf­ge­for­dert, die aktive Ein­bin­dung der gesam­ten Roma-Zivil­gesell­schaft in die Umsetzung der na­tio­na­len Roma-Stra­tegien zu för­dern. Die öster­rei­chi­sche nationale Roma-Kontaktstelle im Bun­des­kanz­ler­amt hat zu diesem Zweck im Juni 2012 eine Roma-Dia­log­platt­form geschaf­fen. Diese bringt regel­mäßig Behörden­vertre­ter/innen von Bund, Ländern, Städten und Ge­mein­den mit diver­sen Roma-Or­gani­sa­tio­nen und Ver­tretern der Roma-Zivil­gesell­schaft sowie Ex­perten und Exper­tin­nen ver­schie­de­ner Lebens­bereiche zu­sam­men. Ziel ist es, Raum für einen of­fe­nen Dialog zu schaf­fen, in dessen Mittel­punkt die Per­spek­tive der Roma steht.

Paraschtuja, ando 24.11.2017 i 20ti Romengeri-dialogoskeri sele­tos­keri forma le bun­des­kancle­ris­kere birov­tscha­gostar ando kher le flogos­kere fisch­garo­schen­gere birov­tscha­gostar Betschi, tel liker­di uli. Usi 20to dialogos­keri sele­tos­keri forma i Susanne Pfanner, schero le Ro­men­gere-kon­taktos­kere tha­nistar, usi tema „buti le ter­nenca pal i ischkola“ akar­tscha. Read the rest of this entry »

Khetanperipe ando Advent 2017

Dezember 21st, 2017  |  Published in Brauchtum & Tradition, Einrichtungen, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

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Medienworkshop von Roma-Service & Karika
Redaktion: Jennifer Papai; Kamera: Josef Horvath; Cutter: Adolf Gussak

Roma-Advent 2017

O farajn KARIKA, suboton, ando 2to decem­beri 2017, o sako berschen­gero Ro­men­ge­ro-ad­vent ando kon­taktos­kero centrum Erbate telal o anav „khe­tan sorale sam taj khe­tan vala­so te mici­nel kamaha“ tel liker­tscha. O mula­tin­tschago le or­gani­sato­ren­dar taj le birostar la foros­kera ge­majn­datar Erba, Georg Rosner, pra­dim ulo. O barikanipe adale mula­­tintscha­gostar o arpa­ruji­pe masch­kar o Roma taj o gadsche hi. Le ga­dschen o schaj­ipe sina, bute­der pedar i kultura le Romen­dar te schunel. Tradi­cijo­neli habe andar i Romen­geri-kojn­ha taj tra­dicijo­neli Romen­geri-mu­schika la Stefan „Pisti“ Horvath ban­datar taj la bur­genlandi­tika banda­tar „Romano Rath“ dija.

Der Verein Karika veranstaltete am Samstag, 2. Dezem­ber 2017, den all­jähr­li­chen Roma-Advent im Kon­takt­zentrum in Oberwart unter dem Motto „Ge­mein­sam sind wir stark und gemein­sam wollen wir was be­we­gen“. Er­öffnet wurde die Ver­anstal­tung von den Or­gani­sa­toren und vom Bürger­meister der Stadt­gemein­de Oberwart, Herrn LAbg. Georg Rosner. Das Be­son­dere die­ser Ver­anstal­tung ist der Aus­tausch zwi­schen Roma und Nicht-Roma. Read the rest of this entry »

EU-Gremium tagt zu Romafeindlichkeit

Dezember 18th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Politik, Rassismus & Menschenrechte

EU High Level Group (Foto: Antiziganismus auf der Tagesordnung der EU High Level Group zur Be­kämpfung von Rassis­mus, Frem­den­feind­lich­keit und an­deren For­men von Into­le­ranz

Die EU High Level Group zur Bekämpfung von Rassis­mus, Fremden­feind­lich­keit und an­deren Formen von Intoleranz, bei der Ver­tre­ter/innen der EU-Mit­glied­staaten und Ver­tre­ter/innen der Zivil­gesell­schaft zu­sammen­kom­men, legte bei ihrem 4. Tref­fen am 5. De­zem­ber 2017 be­son­deres Augen­merk auf das Phä­no­men Anti­ziga­nis­mus.

Vera Jourova, EU-Kommissarin für Justiz, Verbraucher und Gleich­stel­lungs­fragen, brachte in ihrer Eröff­nungs­rede ihre tiefe Be­sorg­nis über die weit­verbrei­tete sozia­le Akzep­tanz von Antiziganismus zum Aus­druck. Als ak­tuel­les Beispiel nannte sie einen Fall von Hass­reden und Mord­dro­hun­gen gegen einen tsche­chi­schen Roma-Sänger, Gypsy.cz, der vom na­tio­na­len Gericht mit nur 4 Euro Strafe ge­ahndet wurde. Gerichts­urteile wie diese sen­den eine fatale Bot­schaft in die Gesell­schaft, wenn es darum geht, Anti­zigani­smus zu bekämpfen.

MdEP Soraya Post (S&D Fraktion) betonte die Notwendig­keit, die Haupt­ursache für Dis­krimi­nie­rung und Hass gegen Roma – den Anti­ziganismus – zu be­seitigen, und rief alle Regie­rungen und Pflich­ten­trä­ger/innen dazu auf, Ver­ant­wor­tung für ihre Bür­ger/innen zu über­nehmen. Post warnte: „Europa steht erneut am Scheide­weg. Extre­mis­tische Parteien geraten immer häu­figer in Regie­rungs­ver­ant­wor­tung, aus­länder­feind­li­che Stim­men werden immer lauter und bis­weilen von Regie­rungs­mit­gliedern toleriert.“

Jamen Gabriela Hrabanova, Direktorin des ERGO-Netzwerks, stellte in ihrem Beitrag das Referenz­papier Antiziganismus vor und wies darauf hin, dass es wich­tig sei, sich bei der Be­kämpfung von An­ti­ziga­nis­mus auf die Mehr­heits­gesell­schaft zu kon­zentrie­ren: „Es muss un­bedingt an­erkannt werden, dass Anti­ziganis­mus keine Min­der­heiten­ange­le­gen­heit ist.“ Read the rest of this entry »

RomaRespekt #23: Gegen Bettelverbote

Dezember 2nd, 2017  |  Published in Einrichtungen, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio RomarespektRadio RomaRespekt #23: „Was stört’s euch, wenn Leute betteln?“

Sendung vom 4.11.2017: In Dresden. Lokale Zeitungen hatten erst über Men­schen berich­tet, die in der Innen­stadt musi­zie­ren, dann über Men­schen, die dort betteln, dann über Kinder, die dabei sind, wenn ihre Eltern betteln. Die Medien pau­scha­li­sie­ren alle diese Men­schen zu Roma. Es sind nur einige we­nige Fami­lien in Dresden, die bet­teln. Den­noch empfin­det man dort diese Weni­gen als Sicher­heits­problem, die nichts weiter tun, als ihre Hand aus­zu­strecken. Die Stadtverwaltung von Dresden hat nun eine neue Polizei­ver­ord­nung ent­worfen. Mit Law and Order soll gegen Armut vor­ge­gan­gen werden – oder viel­mehr gegen die Armen. In Dresden soll das Betteln ver­boten werden, die Armen sollen aus der Stadt ver­drängt werden, und das Betteln mit Kinder soll sogar mit einer Strafe von 1.000 € ge­ahn­det werden. Das Ganze ist von einem ras­sis­ti­schen und armen­feind­li­chen Diskurs in der Öffent­lich­keit Dresdens be­gleitet. Es regt sich Wider­spruch, es grün­dete sich die Dresdner Bettellobby nach dem Wiener Vor­bild (wir berichteten). In der Sen­dung spre­chen dazu Gjulner Sejdi vom Leip­zi­ger Verein Romano Sumnal, Dieter Wolfer vom Treberhilfe Dresden e.V. – beide sind Teil der Dresdner Bettellobby, der Po­li­tik­wis­sen­schaft­ler Markus End so­wie Simonida Selimovic und Sandra Selimovic – bei­de sind bei der Wiener Bettellobby aktiv.

(Sendung & Text: Weiterdenken: RadioRespekt, CC BY-NC-ND 3.0)

BettelLobby Dresden: Read the rest of this entry »

UNESCO-Menschenrechtszentrum für Graz

November 19th, 2017  |  Published in Einrichtungen, Rassismus & Menschenrechte

Sitzungssaal der Unesco in Paris (Foto: CC/Unesco/Michel Ravassard)Graz wird Standort eines neuen UNESCO-Zentrums für Men­schen­rechte. Das ha­ben die 192 Mit­glieds­län­der der UNESCO-Voll­ver­samm­lung in Paris ver­gan­gene Woche ein­stimm­mig beschlos­sen. Nach Buenos Aires wird es laut Pressemitteilung der Stadt Graz das welt­weit zweite Zentrum die­ser Art sein und den Fokus auf Südost­europa und Afrika rich­ten. (Weniger spek­taku­lär klingt aller­dings die Meldung der öster­rei­chi­schen UNESCO-Kom­mis­sion.)

Im Schreiben der scheiden­den UNESCO-Ge­ne­ral­sekre­tärin Irina Bokowa an die Stadt Graz heißt es:

Graz nennt sich mit Fug und Recht eine UNESCO-Stadt, und zwar auf­grund ihres Ein­satzes bei ver­schiede­nen wich­ti­gen Ver­pflich­tun­gen der Or­gani­sa­tion – ins­beson­dere ihre außer­ordent­lich wert­volle Unter­stüt­zung der Maß­nah­men der UNESCO zu­guns­ten der urba­nen In­klu­sion. Ihre Führungs­rolle war einer der Grund­steine für den Vor­schlag der Re­publik Ös­ter­reich, in Graz ein inter­na­tio­na­les Zentrum zur För­de­rung der Menschenrechte auf lo­kaler und re­gio­naler Ebene zu grün­den, das unter der Schirm­herr­schaft der UNESCO steht.

(dROMa)