Film & Theater
August 22nd, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Interview, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Max Mannheimer Studienzentrum Dachau: Kurzfilme der Jugendbegegnung „Erzählungen vom Unrecht/Stories of Injustice“ online
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Unter dem Projekttitel „Erzählungen vom Unrecht / Stories of Injustice“ haben sich 20 Jugendliche aus dem Raum Dachau / München und aus Serbien 2012/2013 über neun Monate hinweg intensiv mit der Geschichte und Gegenwart von Sinti und Roma in Deutschland und Serbien auseinandergesetzt. Es wurde dabei die nationalsozialistische Verfolgung von Sinti und Roma ebenso thematisiert wie die bis heute anhaltende Diskriminierung. Die Gruppe beschäftigte sich beispielsweise mit dem Kampf der Sinti und Roma um Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus und mit der Bürgerrechtsbewegung ab den 1980er Jahren. Auch die aktuelle Situation in Deutschland und in Serbien war Thema.
Im Rahmen des Projektes wurden von den Jugendlichen neun Interviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung und deren Angehörigen geführt. Diese Interviews bildeten die Grundlage für vier jetzt auch online verfügbare kurze Filme, in denen die Erfahrungen aus beiden Ländern zusammengeführt wurden und in denen Sinti und Roma aus Deutschland und Serbien eindrucksvoll Zeugnis von der Geschichte seit 1933 ablegen.
(Text: mmsz-dachau.de)
Juli 4th, 2015 |
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Einrichtungen, Film & Theater, Kunst & Fotografie, Musik
Digitales Archiv der Sinti und Roma startet
„Wir haben die Besten versammelt!“ | „Ame andam e maj lašen kethane!“
Pressemitteilung, 2.7.2015:
Ziel des Projekts: Das erste umfassende digitale Archiv für Kunst der Sinti und Roma in Europa zu etablieren, um den integralen Anteil dieser Minderheit an der europäischen Kultur sichtbar zu machen.
Wie: Hochkarätige ExpertInnen aus der Roma-Community wählen die Inhalte für verschiedene Bereiche wie z.B. Musik, Theater, Film aus. Diese werden in einigen Jahren in digitaler Form verfügbar gemacht.
Wann: Die Aufbauphase des Projektes hat bereits begonnen. Das Projekt hat sich mit seiner ersten Sitzung am 26. Juni 2015 in Berlin konstituiert. Das Projekt läuft insgesamt 5 Jahre lang.
Prozess des Projekts: Zu diesem Zweck soll eine Sammlung internationaler Kunst aller Gattungen entstehen, erweitert um zeitgeschichtliche Dokumente und wissenschaftliche Positionen. Konzeptionell und inhaltlich wird jeder Archivbereich von einem eigenen KuratorInnenteam verantwortet. Nach der Projektlaufzeit von 5 Jahren wollen die Initiatiorinnen Isabel Raabe und Franziska Sauerbrey das Archiv an eine europäische Roma-Organisation und damit komplett in die Hände der Community übergeben.
Der Aufbau des Projekts und die Arbeit der KuratorInnen lassen sich unter facebook.com/romanoarchive und bald auch auf Twitter sowie auf Youtube miterleben.
Zitate:
„Wir sind stolz, einige der besten Künstlerinnen und Künstler der Roma-Community als KuratorInnen für RomArchive versammelt zu haben“, sagt Nicoleta Bitu – Vorsitzende des Beirats von „RomArchive“.
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Juni 30th, 2015 |
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Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
Dokumentarfilm „Dui Rroma“ ausgezeichnet
Am 17. Juni wurden im Wappensaal des Wiener Rathauseszum 47. Mal die Fernsehpreise der Erwachsenenbildung übergeben. In der Sparte Dokumentation wurde der auf Okto TV gesendete Dokumentarfilm „Dui Rroma“ ausgezeichnet. Den Preis erhielt die aus Rumänien stammende Iovanca Gaspar. Gaspar arbeitet seit 2005 in der Magistratsabteilung für Integration und Diversität im Schwerpunkt „Roma und Sinti“. Der Preis wurde von Alice Fleischer vom WIFI Österreich überreicht.
„Dui Rroma“ berichtet über die Begegnung zwischen dem Münchner Sinto und Holocaust-Überlebenden Hugo Höllenreiner und dem jungen Wiener Komponisten und Rom Adrian Gaspar. Hugo Höllenreiner verstarb am 10. Juni 2015 in Ingolstadt.
>>„Dui Rroma“ | Okto | 23.05.2015
Juni 23rd, 2015 |
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Film & Theater, Musik
Królowa Ciszy | The Queen of Silence
Dokumentarfilm, D/PL 2014 / 52′ & 80′
Buch & Regie: Agnieszka Zwiefka
Kamera: Aleksander Duraj, Armand Urbaniak
Schnitt: Thomas Ernst, Hansjörg Weißbrich
Denisa ist Königin und Außenseiterin zugleich. Die 10-jährige ist taub und kann wunderschön tanzen. Sie hat nie sprechen gelernt und schlägt sich doch mit einem breiten Lachen durch ihren harten Alltag in einer Roma-Community in Polen. Wenn sie nicht auf der Straße betteln muss, träumt sie sich in die Glitzerwelt der Bollywood-Filme und choreografiert die anderen Kinder des Lagers zu einer bunten Schar Background-Tänzer. Unterlegt mit der Musik von Coco Rosie, rumänischer Manele und Kompositionen von Jessica de Rooij, zeigt der Film ein Stück Kindheit zwischen Armut und Lebensfreude – das karge Roma-Lager verwandelt sich streckenweise in ein schillerndes Bollywood-Spektakel.
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Juni 5th, 2015 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV
„Die Österreichischen Roma“
Dokumentarfilm, Ö 2014, 25 min
>> abrufbar in der ORF-TVthek
Apropos Roma – prik o Roma
DVD-Präsentation und Diskussion mit dem Produzenten Helmut Potutschnig
Regie: Kerstin Paulik, Kamera: Christoph Hensel; Filmmusik: Gernot Reininger und Georg Zumann
Offenes Haus Oberwart, Lisztgasse 12, Oberwart, Freitag, 12. Juni 2015, 19:00 Uhr, Eintritt frei!
Der dritte Teil der Dokumentarfilmreihe über die anerkannten Volksgruppen in Österreich widmet sich jener Volksgruppe, die als letzte anerkannt wurde – den österreichischen Roma. Die Dokumentation behandelt sowohl die geschichtlichen Wurzeln der Volksgruppe als auch das gegenwärtige Volksgruppenleben. Im geschichtlichen Teil wird die Situation der Roma, Sinti und Lovara in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und der ersten Republik dargestellt. Ein Schwerpunkt liegt danach auf der Verfolgung in der NS-Zeit und dem Umgang mit den Verfolgten nach 1945. Ausführlich wird der Weg zur Anerkennung der Volksgruppe der Roma (als Überbegriff für Burgenland-Roma, Siniti, Lovara, Kalderaš und Arlije) nachgezeichnet. Der Hauptteil der Dokumentation ist der heutigen Situation der österreichischen Roma gewidmet. Das aktuelle Volksgruppenleben wird in den Bereichen Kultur, Sprache, Bildung und Vereinleben dargestellt. Im Kulturbereich steht die lebendige Musikszene im Mittelpunkt. Bezüglich der Sprache der Roma, Sinti und Lovara wird das „Romani-Projekt“ an der Universität Graz präsentiert, wo Lexika und Grammatiken zu den in Österreich am häufigsten gesprochenen Romani-Varianten entwickelt werden. Read the rest of this entry »
Mai 12th, 2015 |
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Ehrungen & Nachrufe, Film & Theater, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht
Acht europäische Radio, Film- und Fernsehprogramme sowie ein Webangebot und ein Webvideo sind am Donnerstagabend (7.5.) im Europäischen Parlament in Brüssel mit dem renommierten CIVIS-Medienpreis für Integration und kulturelle Vielfalt in Europa ausgezeichnet worden. Am Wettbewerb nahmen insgesamt 700 Programme aus 21 EU-Staaten und der Schweiz teil. Schirmherr des CIVIS-Medienpreises 2015 ist der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz. Der CIVIS-Medienpreis zeichnet seit 28 Jahren Programmleistungen im europäischen Radio, Film und Fernsehen und seit 2010 im Internet aus, die das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft fördern.
Den Europäischen CIVIS-Fernsehpreis im Bereich Information (non fiction) erhielt Eszter Hajdú für ihre Dokumentation „Der Prozess von Budapest“ (rbb/Arte). Der europäische CIVIS Fernsehpreis zeichnet journalistische Fernsehprogramme zum Thema Integration und kulturelle Vielfalt aus. Am Wettbewerb können alle Fernsehsender in der Europäischen Union und der Schweiz teilnehmen. Der Preis wird in den Kategorien Information, Unterhaltung (fictional) und kurze Programme (Magazine) vergeben. Die Dotierung beträgt in jeder Kategorie 3.000 Euro.
Inhalt:
Der Strafprozess um eine grausame Mordserie an ungarischen Roma. Bei Anschlägen von Rechtsextremen starben 2008/09 insgesamt 6 Menschen, darunter ein fünfjähriges Kind. Weitere fünf Menschen wurden schwer verletzt. Nach beispiellosen Pannen bei den polizeilichen Ermittlungen und dem Verdacht einer Verwicklung der Geheimdienste in die rassistisch motivierten Morde stand das Gericht von Anfang an unter enormem öffentlichen Druck.
Jurybegründung:
Eszter Hajdú dokumentiert einen für Ungarn historischen Strafprozess mit 167 Prozesstagen, über zweieinhalb Jahre lang. Vier Neo-Nazis stehen wegen Mordes an sechs Roma vor Gericht. Staatliche Ignoranz und Unzulänglichkeit werden überdeutlich. Read the rest of this entry »
April 29th, 2015 |
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Film & Theater
Spielfilm, CZ/F 2014, 102 min (Website)
Regie & Buch: Petr Václav
Kamera: Štepán Kucera
Darsteller: Klaudia Dudova, David Istok, Sara Makulova, Maria Ferencova
Die Roma Žaneta und David träumen in Tschechien von einem normalen Leben. Doch die Vorurteile und Anfeindungen ihrer Umgebung und der Behörden machen diesen Traum unmöglich. Auf ihrer Suche nach regulären Jobs erfährt das Paar nur Zurückweisung. Es gelingt den beiden kaum, sich und ihre kleine Tochter mit dem Notwendigsten zu versorgen. Während David mit einem Überfall auf das schnelle Geld hofft, will Žaneta das Roma-Klischee nicht erfüllen und nimmt einen Job als Fabrikarbeiterin an. Das intensive Drama erreicht eine fast dokumentarische Wirkung durch seine außergewöhnlichen Laiendarsteller. (Text: Filmfest Hamburg)
Petr Václav (*1967) machte Dokumentarfilme, ehe er zur Fiktion kam. Marian, sein Spielfilmdebüt über einen vernachlässigten Roma-Jungen, gewann 1996 den Silbernen Leoparden in Locarno.
Eine ausführliche Kritik finden Sie auf „ecoleusti“.
März 22nd, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher
Papusza ande jek phukajipe o dschivipe la Romengera poetkijatar Bronisława Wajs, savi lakera dajatar vodschikan „Papusza“ akardi ol, phukal. Kada i Papusza 1910 andi ost Polnija upro them ali, o Romna angle lake phende, „hot oj le cilenge baro barikanipe vaj bari ladsch“ anla. Garude, oj ojs terni tschaj use jek dschidovtschengeri kenvakeri biknaschkija te genel taj te pisinel taj o them la poesijatar te prindscharel siklol. Kada oj pal o dujto themeskero habrui le pisimaschi Jerzy Ficowski resel, odo soralisarinel la taj phenel lake, hot oj pre poesiji upre te pisinel. Lakere verktscha phukan pal lakere kivaniptscha taj sune, pal o kamipe usi natura taj o kivanipe pal o khetano roasinipe. Berscha paloda lakere poesiji andi polnischi tschib prik bescharde on taj ando pradipe peren. I Papusza upre jefkar jek prindschaschkija ol. Ham adale prindscharipeske oj jek utscho koja potschinel.
Papusza upri tschatschikani dschivipeskeri historija la erschti poetkijatar le polnischi Romendar basirinel. I Joanna taj o Krzysztof Krauze jek poetischi, ande schukar kale taj parne kipi likerdo film kerde, savo te mindschart jek epischi historijakero panorama sikal. Read the rest of this entry »
März 12th, 2015 |
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Film & Theater
Pădurea e ca muntele, vezi?
The Forest is like the Mountains
Dokumentarfilm von Christiane Schmidt & Didier Guillain
Deutschland, Rumänien 2014, 101 min.
Ein Roma-Dorf schmiegt sich in die märchenhafte Hügellandschaft Rumäniens. Die Menschen dort gewähren uns einen selten nahen Einblick in ihre Alltagsfreuden und Sorgen. Der beobachtende Film stellt in der Schönheit seiner Bilder ein Geschenk der Zuneigung und Würde dar. (DOK.fest München)
(mehr hier)
März 5th, 2015 |
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Film & Theater, Musik
Martin Lubenov ist einer der eigenwilligsten Akkordeonisten unserer Zeit: Virtuose, Komödiant und Geschichtenerzähler. Ausgehend von der Romamusik des südlichen Balkans und dem höchst anspruchsvollen Ethnojazz Bulgariens hat er auf seinem Instrument eine eigene musikalische Sprache geschaffen. (…), als Solist oder mit seinen drei aktuellen Ensembles, dem Martin Lubenov Orkestar, Jazzta Prasta und dem Martin Lubenov Trio (…). Martin Lubenov entstammt einer Romafamilie aus Sofia (sein Vater spielte bereits Akkordeon beim berühmten Ibro Lolov Orkestar). Er studierte Klassik, Jazz und traditionelle Musik an der Universität Sofia, Jazz am Berklee College of Music in Boston. Um die Jahrtausendwende fand er seinen Lebensmittelpunkt in Wien (…): Mit seiner CD „Dui Droma“ (Zwei Wege), herausgegeben vom holländischen Label Connecting Cultures (2005), ist ihm einer der künstlerisch interessantesten Beiträge zu internationaler Romakultur gelungen, es folgte das hochgelobte Ethnojazz-Album „Jazzta Prasta“.
Sein Doku-Porträt «Jazzta Prasta or Where are the Bulgarian Notes» (Regie: Andrey Slabakov, Camera Film Sofia, 2009) gewann im September 2013 den Preis als bester Film beim 16. Mediterraneo Video Festival von Agropoli.
(Text: martinlubenov.eu)
März 4th, 2015 |
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Film & Theater, Radio, Podcast & TV
BR | InterKulturMagazin puzzle,
ARD-alpha: Sa., 7.3.2015, 22:00 bis 22:30 Uhr
Filmbeitrag von Fatema Mian
Livestream in Mediathek verfügbar
In Film und Fernsehen ist der Mazedonier hierzulande häufig in der Rolle des Bösewichts zu sehen. Vor allem aber macht Nedjo Osman in Köln eigenes Theater, eine Mischung aus Schauspiel, Tanz und Performance – klassisches Repertoire, aber auch Roma-Themen. Denn Nedjo Osman ist selbst Rom[a].
(…) Nach Deutschland kam Nedjo Osman nach Ausbruch des Balkankrieges, so wie seine kroatische Frau Nada Kokotovic, eine Regisseurin und Choreografin. Gemeinsam leiten sie in Köln das TKO Theater. „Engagiertes Theater“ nennen sie es, weil sie immer Themen und Stoffe des realen Lebens aufgreifen.
Wir arbeiten mit klassischen Themen und Schriftstellern, von Heiner Müller, Lorca, Strindberg, Camus, Shakespeare bis Roma-Thematiken. Die Themen sind all das, was mit unserer Realität zu tun hat. Weil das Theater von der Realität nimmt – wir übersetzen das, was im Leben ist. (…) Ich engagiere mich besonders für Roma, weil die Roma in einer besonderen, speziellen Rolle sind: sie sind unterhalb von den Unteren, die es in dieser Welt gibt.
Nedjo Osman
Nedjo Osman engagiert sich ganz konkret. Zweimal im Monat geht er in ein Kölner Wohnheim für Flüchtlinge, darunter auch Roma. Gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin bietet er den Bewohnern eine Gesprächsrunde an. (…) Die Flüchtlinge vertrauen Nedjo Osman. Er weiß um ihre Probleme und hilft, wo er kann. Gerade für jugendliche Roma und Sinti ist der Schauspieler natürlich auch ein Vorbild und diese Rolle hat Nedjo Osman gerne übernommen. Auf seiner Theaterbühne präsentiert er weitere Vorbilder. In dem Theaterstück „Rukeli“, nach dem Text „Zigeuner-Boxer“ von Rike Reiniger, spielt Nedjo Osman den Profi-Boxer Johann „Rukeli“ Trollmann, ein Sinto, der von den Nazis ermordet wurde. (…) Read the rest of this entry »
Februar 27th, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
„Kaj le te hajoas, so le Romenca andi Rumenija kerdo ol, iste pal dikes.“ (Radu Jude)
Ostistiki Europa, 1835. Duj prastartscha ande bareskero than, maschkarutnon andi Valachaj. O harengero Costandin taj leskero tschau. Khetan on roden jeke „Zigeunersklaven“, savo pre bojarenistar naschi gelo taj muguli leskera dschuvlahi pe te kamtschahi. Kada o Costandin saki situacija godschar vakeripeha komentirinel, dikel o tschau palgondolipeha upro vilago. Dromeske on mindenfelitike nacijonalitetengere taj mindenfelitike patschnipeske manuschen resen: Turkitike taj rustitike, christen taj dschidovtschen, rumenitike taj ungrike. Upre sake riktscha tel dikiptscha del, on generacija fi generaciji bajder dim on. Taj kada o „Sklave“ Carfin laklo ulo, te akor meg i dromeskeri roas na ar sina.
Jek upre historischi dokumentscha taj dschila paschli parabel pedar o rajipe ande Europa, barvalipe taj hirachija, o söbst- taj o naprindschardo kipo le flogendar, o keripe le tschulipenca taj o konfliktscha , save andar bartschon. Jek balkaniskero vestleri ande kalo / parno kipo, savo i kakafonija la cajtatar dschivdon kerel taj i tematischi karika dschi andi adiveseskeri cajt tschalal.
O film, khetan la polnitika produktcijonaha „Body“, la rupuna medvaha la lek feder reschijake patjardo ulo.
(Berlinale 2015)
Februar 24th, 2015 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Dokumentarfilm von Ioanis Nuguet (mehr hier)
Frankreich 2014, 81 min. (franz., rumän.)
Einige Kritiken finden Sie hier: Euronews, Hollywood Reporter, Cine Vue
Februar 24th, 2015 |
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Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte
Dokumentarfilm von Ioanis Nuguet
Frankreich 2014, 81 min. (franz., rumän.)
Etwas sollte klar sein im Leben: dass ein Kind sich auf seine Eltern verlassen und behütet groß werden kann. Dass es ein Zuhause hat. Der 13-jährige Spartacus und seine 10-jährige Schwester Cassandra haben noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf, als die Unterkunft der rumänischen Roma-Familie im französischen Saint-Denis abbrennt. Während sie mit staatlicher Unterstützung Zuflucht bei der jungen Trapezkünstlerin Camille finden, geht die Spirale für ihre Eltern weiter abwärts. Die eine Seite bietet Sicherheit, Bildung und eine Kindheit jenseits der Straße. Auf der anderen wartet ein Teufelskreis aus Armut, Alkohol, Selbstmitleid und Handlungsunfähigkeit. Spartacus und Cassandra müssen sich entscheiden. Es ist mehr als die alte Frage, ob man sich aus schwierigen Verhältnissen befreien kann. Wie kann sich ein Kind von seinen Eltern lösen?
In flirrenden, traumverlorenen Bildern und einer impressionistischen Montage lässt Ioanis Nuguet die Kinder schweben zwischen einer Herkunft, die sie nicht abschütteln können, und einer Zukunft, die ihnen nicht ohne Weiteres offensteht. Ein kaukasischer Kreidekreis, an dessen Ende – wie bei Brecht – so etwas wie Hoffnung steht. Aber auch ein bitterer Rap von Spartacus, der klar macht, dass dieses Problem kein privates ist.
(Text: Grit Lemke, Katalogtext DOK Leipzig)
Februar 21st, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Berlin: Dokumentartheater zur NS-Geschichte
Historiker und Jugendliche bringen die Verfolgung von Sinti und Roma durch die Nazis auf die Bühne. Originaltexte dokumentieren den Irrsinn der pseudowissenschaftlichen Rassenideologie.
Tobias Krone/taz: Die Wissenschaftler haben gesprochen, nun haben ihre Opfer das Wort. Die Jugendlichen treten vor (…) und beginnen die schier endlose Rede der Zeugen, allesamt Sinti und Roma, die den Nationalsozialismus überlebten. Sie berichten: der Sinto Josef Müller, der aus dem Klassenzimmer zur Zwangssterilisation geführt wird, oder der 15-jährige KZ-Inhaftierte Mongo Stojka, der vom Todesmarsch aus Flossenbürg erzählt. (…) Aus der Reihe der Erwachsenen tritt Beate Niemann: „Einer der Organisatoren der Todesmärsche war Bruno Sattler.“ Die kleine, weißhaarige Frau (…) spricht es sachlich, und doch ist ihr Blick voll Bewegung. Bruno Sattler, Chef der Gestapo in Serbien, verantwortlich für die Liquidierung Tausender Zivilisten, war ihr Vater.
„Zur Endlösung der Zigeunerfrage“ heißt das neue Theaterprojekt des Berliner Kollektivs Historikerlabor. Die Gruppe aus WissenschaftlerInnen und Berliner Jugendlichen hat Quellentexte des Völkermords an den Sinti und Roma erforscht und bringt diese nun auf die Bühne des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Dahlem. Das Projekt ist nicht nur die Aufarbeitung eines lange ignorierten Kapitels der NS-Geschichte; an diesem Abend hinterfragt die Wissenschaft auch ihre eigene Geschichte. (…) Auf spielerische Gesten verzichtet der Berliner Regisseur Christian Tietz nahezu völlig. Die Texte sind grausam genug, um ein verstörendes Theater im Kopf der ZuschauerInnen zu erzeugen. Und der streng wissenschaftliche Zugang der Gruppe verstärkt noch das Entsetzen: Das alles war ganz real. (…)
Lesen Sie bitte den hier nur auszugsweise wiedergegebenen Artikel von Tobias Krone in voller Länge auf taz.de.
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Februar 16th, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
Spielfilm, RO / BG / CZ, 2015, 108 min.
Regie: Radu Jude
Mehr hier.
Februar 16th, 2015 |
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Film & Theater, Geschichte & Gedenken
„Um zu verstehen, was mit den Roma in Rumänien geschieht, muss man zurückschauen.“ (Radu Jude)
Osteuropa, 1835. Zwei Reiter in steiniger Landschaft, mitten in der Walachei. Es sind der Gendarm Costandin und sein Sohn. Gemeinsam suchen sie einen „Zigeunersklaven“, der seinem Bojaren entlaufen ist und sogar eine Affäre mit dessen Frau gehabt haben soll. Während der unerschütterliche Costandin noch jede Situation mit munteren Weisheiten kommentiert, blickt der Junge eher nachdenklich auf die Welt. Auf ihrer Odyssee begegnen sie Menschen unterschiedlicher Nationalität und verschiedenen Glaubens: Türken und Russen, Christen und Juden, Rumänen und Ungarn. Auf allen Seiten gibt es Vorurteile gegenüber den anderen, sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Auch als der „Sklave“ Carfin gefunden wird, ist das Abenteuer noch längst nicht zu Ende …
Eine auf historischen Dokumenten und Liedern beruhende Parabel über das spätfeudale Europa, seine Machtverhältnisse und Hierarchien, das Selbst- und Fremdbild der Völker, den Umgang mit Minderheiten und die Konflikte, die daraus erwachsen. Ein Balkanwestern in Schwarz-Weiß, der die Kakophonie der Zeit lebendig werden lässt und den thematischen Bogen bis in unsere Gegenwart schlägt.
(Text: Berlinale 2015)
Spielfilm, ROM / BG / CZ, 2015, 108 min
Regie: Radu Jude
Der Film wurde, gemeinsam mit der polnischen Produktion „Body“, mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichnet. Einige Kritiken finden Sie hier: Tagesspiegel, rbb, Welt, Perlentaucher, Deutschlandradio, The European, Festivalblog, Reuters, Le Monde
Februar 8th, 2015 |
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Film & Theater, Veranstaltungen & Ausstellungen
17. Februar – 12. Mai 2015
5 Filmabende im Stadtkino und Filmhaus Kino am Spittelberg (Programm)
Von 2005 bis 2015 haben sich die Premierminister der meisten europäischen Länder verpflichtet, im Zuge der Roma-Dekade deren Lebensbedingungen zu verbessern und zu versuchen, die Kluft zwischen Roma und Nicht-Roma zu überwinden. Trotz der guten Vorsätze hat sich die Situation bis heute durch das Anwachsen von Nationalismen in den europäischen Ländern verschlechtert. Es gibt aber auch eine Welle von jungen emanzipierten Roma, die für ihre Rechte kämpfen, ihre eigenen Filme machen und ihre eigenen Geschichten erzählen.
Das Opre Roma Film Festival wird Sie durch diese Dekade führen, und die Ereignisse dieser Zeit, aus unterschiedlichen Standpunkten und subjektiven Perspektiven zeigen. Das Festival hat das Ziel, dem Publikum die Menschen näherzubringen, den Blick für soziale Un-Rechtsverhältnisse zu schärfen und sensibilisieren.
(Text: Saša Barbul, Kurator)
Januar 25th, 2015 |
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Film & Theater
Dokumentarfilm von Jacky Stoev über ein Romaviertel in Kyustendil, Bulgarien
Хляб и зрелища, bulgarisch mit engl. Untertiteln, 56 min.
Präsentation in Wien::
Mittwoch, 28.1.2015, 19 Uhr im Bulgarischen Kulturinstitut, Haus Wittengenstein, Wien 3, Parkgasse 18. Der Regisseur wird anwesend sein und nach dem Film diskutieren.
„Jacky (Georgi) Stoev begleitet Bobby, den Gründer der ersten unabhängigen Roma-Fernsehstation Bulgariens. Tagsüber liefert Bobby Brot, abends macht er Fernsehsendungen. Gemeinsam mit Bobby tauchen wir ein ins Leben im so genannten ‚Ghetto‘ von Kjustendil. Ein sehr emotionaler, humorvoller Film, der fast ohne Klischees auskommt.“ (Ulli Gladik)
Georgi Jacky Stoev, geboren 1941 in Sofia. 1966 erlangte er seinen Hochschulabschluss als Magister im Fach Biologie an der TU Dresden und nahm am Regisseurprogramm der Nationalen Akademie für Theater- und Filmkunst „Krastjo Sarafov“ in Sofia teil. Ab 1992 war er lange Jahre Direktor des Studios „Vreme”, welches sowohl populärwissenschaftliche als auch Dokumentarfilme produziert. Sein erster Spielfilm mit dem Titel „Unser Schoschkanini“ wurde 1981 gedreht, woraufhin zahlreiche weitere Produktionen folgten (über 50 Kurzfilme sowie vier Spielfilme). (Quelle)
Dezember 21st, 2014 |
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Film & Theater, Kunst & Fotografie, dROMa (Magazin)
Herbst/Winter | Terno dschend/Dschend 2014
>>Inhaltsverzeichnis | >>Download (PDF)
In kaum einem Bereich ist für die Roma in den letzten Jahren so viel in Bewegung geraten wie in der Gegenwartskunst. Eine neue Generation von Roma-Künstler/innen hat selbstbewusst das Ruder in die Hand genommen und stößt – von der Biennale in Venedig über Roma-Galerien in Berlin und Budapest bis hin zur Grazer Romale – auf begeisterte Resonanz. Diesen furiosen künstlerischen Aufbruch konstatiert auch unser Einstiegsartikel über die Ausstellung „Have a look into my life!“, die gerade durch Europas Kunstmetropolen tourt. Einen der darin vertretenen Künstler, den slowakisch-österreichischen Rom Robert Gabris, hat Michael Teichmann zum Interview getroffen. Auf S. 12 verweisen wir auf einen opulenten Kunstband, der posthum Ceija Stojkas grafische Arbeiten würdigt. Für die (Selbst-)Repräsentation der Roma nicht minder bedeutsam ist das Medium Film: „Ein Festival mit vielen Siegern“, das „Rolling Film Festival“, das sich im Kosovo Filmen von und über Roma widmet, stellt Ihnen Michael Wogg vor. Und abschließend skizziert Roman Urbaner aktuelle Tendenzen im Genre des „Roma-Films“, das derzeit auf den großen Festivals reüssiert.
Ande nisaj avro than le Romenge ando lejcti berscha atschi ando micinipe alo sar andi adivesakeri kunst. Jek nevi generacijona Romengere kinstlerendar latsche gondoha sa ando ajgeni va lija taj – usar i Biennale andi Venecija pedar Romengere galeriji ande Berlin taj Budapest dschi otscha usi Gereciskeri Romale – upre barikani resonanca perel. Ada furijosi kinstlerischi upre phagipe sikal te o pisinipe pedar o artschijipe „Have a look into my life!“, savi akan ando kunstakere metropoltscha andi Europa dromeske hi. Jeke le ande fatretime kinstlerendar, o slovakitiko-austritiko Rom Robert Gabris, o Michael Teichmann use jek vakeripe resla. Read the rest of this entry »