dROMa 53 (2018): „Bücherherbst“

Oktober 30th, 2018  |  Published in Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

dROMa53: "Bücherherbst" Terno dschend 2018
Bücherherbst | Kenvakero terno dschend

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Das mediale Interesse an Roma-Themen ist zwar merk­lich ge­schwun­den – nicht je­doch bei Büchern. Im Ge­gen­teil: Eine gan­ze Palet­te lesens­wer­ter Neu­erschei­nun­gen ge­langte in den letz­ten Mona­ten in den Buch­handel. Grund genug, uns ein­mal aus­führ­lich dem Thema „Bücher“ zu­zu­wen­den. Den An­fang macht Wolfgang Freitag, Re­dak­teur der „Pres­se“-Feuil­le­ton­bei­lage „Spectrum“. Er stellt in einem Gast­beitrag seine histori­sche Re­cher­che über einen tra­gi­schen Justizfall der Nach­kriegs­jahre vor („Der Fall Karl Horvath“). Michael Teich­mann traf sich mit dem Ethno­lo­gen Michael Archan, der im Autoren­ge­spräch von seiner Studie „Der gute und der gläu­bige Gitano“ be­rich­tet: Ein un­sicht­barer Riss zieht sich dem­nach durch die katala­ni­sche Gita­no-Ge­mein­schaft, in der Archan selbst mo­nate­lang gelebt hat. Roman Urbaner hat „An­dere Akkorde“, den jüngs­ten Roman der be­kann­ten jenischen Auto­rin Simone Schönett, ge­lesen, in dem es um die Vision einer fried­fer­ti­gen Roma-Re­volte geht, und hat dabei einige geschicht­liche und literari­sche Vor­läufer ent­deckt. Und ein Hin­weis auf eine liebe­voll ge­staltete Antholo­gie mo­der­ner Roma-Lyrik schließt diese Aus­gabe ab: „Die Morgen­dämme­rung der Worte“.

O medijali interesi upro Romengere- temtscha tschu­leder ulo – ham na uso kenvi. Avrijal hi: But neve kenvi ando lejcti ma­sek­tscha ando kenva­kere boti te lakel hi. Jek koja, amen jefkar sora­leder la tema­ke „kenvi“ use te irinel. O kes­dipe kerel o Wolfgang Freitag, pisi­­maschi le „Spectru­mistar“, le use pasch­lime pisini­pestar le dive­ses­kere papru­schane nevi­pestar „Presse“. Ov ande pro pisi­nipe jek histori­schi rescher­scha pedar jek bri­gasch­no justica­kero peripe pal o haburi angle ter­dscharel („O peripe Karl Horvath“). O Micha­el Teichmann le etno­lo­goha Michael Archan pe restscha, savo ando pisi­ma­schen­gero vake­­ripe pra schtu­di­jatar „O latscho taj o pat­schan­do Gitano“ phu­kal: Jek na diklo tschin­ge­ripe duach o katala­ni­schi Gitano-khe­ta­nipe pe cidel, ande savo o Archan but ma­sek­tscha dschiv­lahi. O Roman Urbaner i ken­va „Andere Akkor­de“ gentscha, i lek neve­der kenva la prin­dscharda jeni­schi pisi­masch­ki­jatar Simone Schönett, kaj vasch i visijona jeka mirna Romen­gera-revol­­tatar dschal taj use, poar his­tori­schi taj litera­ri­schi agune koji lakla. Taj jek tip upre jek kamli kerdi antolo­gija mo­der­ni Romen­gera-poesi­jatar ada ardi­pe kise­tinel: „Die Morgen­däm­me­rung der Worte“.

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