Roma-KZ Lety: Protest gegen Schweinefarm
Juni 25th, 2017 | Published in Geschichte & Gedenken
Tschechien: Aktivisten fordern in Lety Beseitigung des Mastbetriebs
Einige Hundert Aktivisten haben am Samstag in Lety bei Písek in Südböhmen gefordert, dass der Mastbetrieb beseitigt wird, der sich am Ort befindet, wo während der nationalsozialistischen Besatzung ein Konzentrationslager für Roma stand. Der Präsident der „Europäischen antirassistischen Beweging“ (EGAM, European Grassroots Antiracist Movement) Benjamin Abtan erklärte, dass die Firma AGPI, der die Schweinemast gehört, keine EU-Fördergelder bekommen darf. Die Beseitigung der Schweinemast würde seinen Worten zufolge einige Millionen Euro kosten. Nach Lety kam auch Justizminister Robert Pelikán (Ano-Partei). Die Regierung von Bohuslav Sobotka (Sozialdemokraten) ließ zuvor verlauten, dass sie die Verhandlungen mit den Eigentümern des Mastbetriebs zu einem erfolgreichen Ende führen möchte. Das Kulturministerium ließ ein Gutachten über den Wert des Grundstücks, der Immobilien sowie der technischen Ausstattung des Mastbetriebs ausarbeiten.
(Text: Radio Praha)
Siehe auch:
Roma-Diskriminierung: Europarat rügt Prag, 5.11.2016
KZ Lety: Regierung will Schweinemast kaufen, 9.9.2016
Tschechiens Vizepremier verharmlost Roma-Holocaust, 4.9.2016
goEast: Produktionspreis für „JOŽKA“, 3.5.2016
UNO zu Schweinefarm in Roma-KZ Lety, 27.7.2013
Der Holocaust an den tschechischen Roma, 21.3.2012