Archive for März, 2025

„Fassungslos über die Entscheidung“

März 31st, 2025  |  Published in Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Volksverhetzungsurteil in Deutschland auf­ge­hoben – Zentralrat ist „fassungslos“


Eine prominente deutsche Bloggerin, laut Focus „eine der wich­tigs­ten Figu­ren der neu­rech­ten Szene“, hatte 2022 die Min­der­heit der Roma und Sinti auf Twitter pau­schal ver­un­glimpft. Mitte 2024 wurde sie dafür wegen Volks­ver­hetzung ver­ur­teilt. Nun hat das Be­ru­fungs­ge­richt das Urteil aller­dings wieder auf­ge­hoben – zum Ent­setzen des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma. Wir ge­ben im Fol­gen­den die Aus­sen­dung des Zentral­rats wieder:

Die Bloggerin und Influencerin aus der rechts­populis­tischen Szene, Anabel Schunke, wurde im August 2024 vom Amts­gericht Goslar wegen Volks­verhetzung verurteilt. Im April 2022 hatte sie ihren rund 200.000 Followern auf der Platt­form X geschrie­ben:

Ein großer Teil der Sinti und Roma in Deutschland und anderen Ländern schließt sich selbst aus der zivili­sierten Gesell­schaft aus, indem sie den Sozial­staat und damit den Steuer­zahler be­trügen, der Schul­pflicht für ihre Kinder nicht nach­kommen, nur unter sich bleiben, klauen, Müll einfach auf die Straße werfen und als Miet­nomaden von Wohnung zu Woh­nung ziehen.

Das Amts­gericht Goslar hatte sie auf­grund dieser Ver­öffent­li­chung auf der Plattform X wegen Volks­verhetzung ver­urteilt. Das Landgericht Braunschweig hat dieses Urteil am 17.3.2025 auf­gehoben. Der Zentral­rat Deutscher Sinti und Roma ist fas­sungs­los über die Ent­scheidung des Vor­sitzen­den Richters, der dieses Urteil in der Beru­fung vom 17.3.2025 kassiert hat.

Die ekelhafte Hetze von Frau Schunke erinnert an den Beginn der Macht­er­greifung der Nazis, wo Sinti und Roma genauso wie Juden, trotz ihrer jahr­hunderte­langen deutschen Geschichte ihrer Staats­bürger­schaft beraubt und als „Zigeuner“ genauso wie Juden krimina­lisiert und aus­ge­grenzt wurden. Read the rest of this entry »

Romani Ora (26.3., 27.3. & 28.3.2025)

März 30th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 26.3.2025 (mp3)

In dieser „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über den Tisch­tennis­verein Pinkafeld, der seit 35 Jahren de Lust am Pingpong weckt. Und in den Volks­gruppen­nach­rich­ten werfen wir einen Blick über die Grenzen und be­richten, wie die Situa­tion der Roma und Sinti in anderen euro­päi­schen Ländern ist.


Anhören: →Sendung vom 27.3.2025 (mp3)

Die alljährliche Fachtagung vom Verein RE.F.U.G.I.U.S. (Website) fand heuer zum Thema „Rechtsruck in Europa“ statt. Mehr Infos dazu hören Sie im Tages­beitrag der Romani Ora. Mode­riert wird die Sendung von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 28.3.2025 (mp3)

Neben einer Stunde lang Roma-Musik aus aller Welt hören Sie in der Freitags­ausgabe der „Romani Ora“ auch die Ver­an­stalt­ungs­hin­weise/ Mu­la­tin­tschage und die Jugend­sendung. In „Young, wild and free – le ternenge“ berich­tet Adi Gussak von der Ver­filmung des Vi­deo­spiels „Minecraft“.

Kreuzstadl: 80 berscha ar le haburistar

März 27th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 26.3.2025 | 11:46 min

80 Jahre Kriegsende: Gedenk­feier für alle Opfer des Süd­ost­wall­baus

Gondolipe: Sako bersch le opferenge Rohoncate uso gondoli­pes­kero than Kreuzstadl gon­dolim ol. Minden­felitike fatre­tertscha vakeren taj upre o valami 180 dschi­dov­tschen­gere opfer­tscha, save odoj mur­darde ule gondolim ol. O ar le multisch­gaostar sina o tel pasch­laripe le kere­sujendar.

Gedenken beim Kreuzstadl in Rechnitz: Die Gedenkfeier für alle Opfer des Südostwall­baus fand am 23. März 2025 statt. Mit Rede­beiträgen von Paul Gulda (RE.F.U.G.I.U.S.), Ober­kantor Shmuel Barzilai, Israeli­tische Kultus­gemeinde in Wien, und Ver­tretern der Israeli­tischen Kultus­gemein­den Zalaegerszeg und Szombathely. Klaus Maria Brandauer las Gedichte von Miklós Radnóti u. a. Musika­lische Um­rahmung: Bogdan Laketic. Read the rest of this entry »

Romani Ora (20.3., 21.3., 24.3. & 25.3.2025)

März 26th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 20.3.2025 (mp3)

Der Tagesbeitrag der „Romani Ora“ widmet sich den Schul­führun­gen der Aus­stellung „Man will uns ans Leben“ im Offenen Haus Oberwart. Radio MORA war bei einer kom­men­tierten Aus­stellungs­führung dabei und hat sowohl mit dem Lehr­personal als auch den Schülerin­nen und Schülern ge­sprochen.


Anhören: →Sendung vom 21.3.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA wird mode­riert von Tina Nardai. In der Jugend­sendung erzählt uns Adi Gussak mehr über die digitale Medienplattform „MyNews“ (Website), außer­dem erfahren Sie im Ver­anstal­tungs­kalender die besten Aus­geh­tipps für die Region Oberwart.


Anhören: →Sendung vom 24.3.2025 (mp3)

Im „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA widmen wir uns eine Stunde lang der viel­fältigs­ten und schöns­ten Roma-Musik. Durch die Sen­dung führt Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 25.3.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ erfahren Sie mehr über das Arbeits­markt­projekt „O drom andi cukunft – der Weg in die Zukunft“, das für Roma und Romnja in Oberwart ins Leben ge­rufen wurde.

„Tä­ter-Op­fer-Um­kehr vom Fein­sten“

März 25th, 2025  |  Published in Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Deutschland: Stellungnahme der Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA)Stellungnahme der deutschen Melde- und Informations­stelle Anti­zi­ga­nis­mus zu Markus Lanz:

Die Melde- und Informationsstelle Anti­ziga­nis­mus (MIA) (MIA) ver­ur­teilt die anti­ziganistische Rheto­rik des Mode­ra­tors Markus Lanz in der gleich­nami­gen Sen­dung vom 25. Febru­ar 2025, die live im ZDF aus­ge­strahlt wurde. Die Melde­stelle kri­ti­siert auch, dass sei­tens des TV-Sen­ders kei­ner­lei Kom­men­tar dazu ge­lie­fert wurde.

Was vorgefallen ist
In der ZDF-Polit-Talkshow „Markus Lanz“ vom 25. Februar wurde u. a. darüber ge­spro­chen, wie es der AfD bei der letzten Bundes­tags­wahl ge­lungen ist, so viel Zu­stim­mung zu er­halten, ins­beson­dere in Gelsenkirchen die meisten Zweit­stimmen zu be­kommen. Mode­rator Lanz fand schnell eine Antwort: Sinti und Roma seien dafür ver­ant­wort­lich. Er sprach darüber, wie viele Probleme diese Be­völke­rungs­gruppe vor Ort ver­ur­sachen würde. Sie seien kriminell, würden die Schule ab­brechen, viele von ihnen seien arbeitslos.

Wieso es höchstproblematisch ist
Lanz reproduziert jahrhundertealte antiziganistische Vor­urteile sowie Tä­ter-Op­fer-Um­kehr vom Fein­sten, indem er die in Gelsen­kirchen leben­den Sinti und Roma sowohl für die sozialen Probleme in der Stadt als auch für die hohen Zu­stim­mungs­werte der AfD ver­antwort­lich macht. Sogar die Senkung der Lebens­erwartung in Gelsenkirchen wird in diesem Zu­sammen­hang an­ge­sprochen.

Sündenbockfunktion
Sinti und Roma werden als Sündenböcke für soziale Un­zufrie­den­heit und gesell­schaft­liche Krisen heran­gezogen. Dieser Mecha­nismus ist nicht neu, doch die derzeit ver­breitete Diskurs­ver­schiebung, Migration für die meisten Probleme ver­ant­wortlich zu machen, ver­stärkt diese negative Ein­stellung. In diesem Zu­sammen­hang prä­sentiert Herr Lanz alar­mie­rende „Daten“ aus Gelsen­kirchen zu Sozial­betrugs­fällen, Arbeits­losen­quoten, Schul­abbrüchen und Absentismus bei Sinti und Roma. Diese von Anti­ziganis­mus ge­prägten Aussagen sollen laut ihm die schwierige wirt­schaftliche und gesell­schaf­tliche Lage vor Ort erklären. Zudem werden die Erfolge der AfD als eine selbst­ver­ständliche Folge des angeblichen Fehl­verhaltens der Minderheit dar­gestellt. Diese Argu­mentation ist grund­legend falsch, irre­führend und überheblich. Read the rest of this entry »

Der „Zigeunerbaron“ wird übermalt

März 23rd, 2025  |  Published in Musik, Rassismus & Menschenrechte

Übermalt fürs Strauss-Jahr 2025: "Zigeunerbaron" ohne "Zigeuner" (Foto: Victoria Nazarova)„Keine Geschichte, die man heute so erzählen will“

Das Lied vom Rand der Welt oder Der „Zi­geu­ner­ba­ron“ – ein neu­er Blick auf ein um­strit­te­nes Werk: Mit einem Libret­to von Ro­land Schim­mel­pfen­nig und einer Re­kom­po­si­tion von der Music­banda Franui (Markus Kraler/ Andre­as Schett) ent­steht eine Neu­fas­sung von Johann Strauss‘ Der Zigeuner­baron mit pro­minen­ter Be­setzung, unter an­de­rem mit Tobias Moretti.

Uraufführung am 25. März 2025 im Wiener Mu­se­ums­Quar­tier (Halle E), Infos und Tickets unter:
→www.johann­strauss2025.at

Strauss’ 1885 uraufgeführte Erfolgsoperette „Der Zigeunerbaron“ ist eines seiner musi­kalisch ambitio­nier­testen, zugleich aber sein heute inhaltlich kontro­ver­siells­tes Werk. Das so brisante Stück erfährt an­läss­lich des Jubiläums­jahres seines Kom­ponisten eine musika­lische wie literarische Über­schreibung, die die darin ent­haltenen Spannungs­ver­hältn­isse sichtbar macht und in einen heuti­gen Kontext stellt. Die Be­arbeitung ist also kein Bruch mit Strauss, sondern eine Weiter­führung seiner Ideen. In der Neu­fassung von Roland Schimmel­pfennig, einem der meist­ge­spielten deutsch­spra­chigen Gegen­warts­drama­tiker, wird die Geschichte rund um Besitz, Liebe, Krieg, gesell­schaft­liche Ver­hältnisse wie auch Selbst­er­mächti­gung gleich­zeitig märchen­haft und desparat umgedeutet. Das für seinen un­verwech­sel­baren Klang be­kannte Tiroler Kammer­ensemble Music­banda Franui wird den belieb­ten Melodien von Strauss eine neue Dimen­sion ver­leihen. [Johann Strauss 2025]

Roland Schimmelpfennig:

Die berühmte Originaloperette von Johann Strauss ist musika­lisch ebenso reizvoll wie inhalt­lich proble­matisch, an­ge­fangen beim Titel und einer ver­klärenden, histo­risierten Schein­folklore in Bezug auf gleich mehrere Volks­gruppen bis hin zur Kriegs­ver­herr­lichung. [Quelle: Rathauskorrespondenz]

Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern, sie steht für sich, und mit ihr ihre Sprache, dem müssen wir uns stellen. Aber alte Ver­letzungen, alter Rassismus, alter Imperia­lismus, alte Aus­grenzun­gen, alte sprach­liche Gewalt bleiben trotz­dem Ver­letzungen, Rassismus, Gewalt, und ich sehe keinen Sinn darin, diese in einer Musik­theater­auf­füh­rung zu wieder­holen, auch nicht zum, sagen wir mal, Lerneffekt. Ignaz Schnitzers Libretto ist – auch bei größter, wohl­wollen­der An­stren­gung – in seiner alten Form keine Geschichte, die man heute so er­zählen will. Bei der Original­version des ,Zigeunervbaron‘ kann einem an ver­schie­denen Stellen unwohl werden, nicht nur wegen der klischee­haften Fake-Folklore. Read the rest of this entry »

Romani Ora (14.3., 17.3., 18.3. & 19.3.2025)

März 20th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.3.2025 (mp3)

In der Freitagsausgabe der „Romani Ora“ auf Radio MORA erfah­ren Sie in der Jugend­sendung mehr zum Thema Fast Food. Außer­dem be­kommen Sie den Ver­anstal­tungs­kalen­der für die Region Oberwart zu hören.


Anhören: →Sendung vom 17.3.2025 (mp3)

Auch im neuen „Romani Ora“-Musikmontag verwöhnt Sie Radio MORA mit hin­reißen­der Roma-Musik aus aller Welt. Und neben­bei erfahren Sie auch Neuig­kei­ten in den Volks­grup­pen­nach­richten.


Anhören: →Sendung vom 18.3.2025 (mp3)

Die Retter – drei Menschen aus dem Mittelburgenland“, das Theater­stück, dass sich um Rohonczy, Nizky und Kaucz dreht, ist dies­mal das Tages­thema der „Romani Ora“. Mode­riert wird die Sen­dung wie ge­wohnt von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 19.3.2025 (mp3)

Das neue Lokal „Bratort“ hat in Oberwart seine Pforten geöff­net. Welche Schman­kerl Sie dort er­warten, berich­tet uns Adi Gussak im Tages­thema dieser Sendung.

Artschijipe: „Man will uns ans Leben“

März 19th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 10.2.2025 | 9:24 min

Ausstellung in Oberwart: Bomben gegen Minderheiten 1993–1996

Maschkar o berscha 1993 dschi 1996 uschtidine andi Austrija 25 dschene taj organi­saciji bom­bakere lila. Andi glajchi cajt ande Kärnten taj Burgenland trin bombi eksplo­dirinde. Schtar dschene mule, schtar dschene sorale dukade taj enja dschene loke dukade ule. O teror gelo le tschuli­pengere dsche­nenge taj politisch huma­nistischi pomoscha­go­schengere niposke. O lek phareder mur­daripe sina Erbate, kaj o Josef Simon, Karl Horvath, Erwin Horvath taj o Peter Sarközi duach jek bomba murdarde ule. On kam­nahi i tablina kaj upre pisim sina „Roma zurück nach Indien“ beig te lel taj i bomba eks­plo­dirin­tscha. Jek artschijipe la Initiative Minderheiten andi koperacija le Volkskunde muse­jumiha Betschi, le kärnten.mu­seju­miha taj le Prado Kher Erbaha. O art­schijipe andar o 11.2. dschi 23.3.2025 te dikel hi: Keden dschi paruschtun 9:00 dschi 14:00 orenge, Prado Kher Erba, Liszt­g. 1.

Zwischen den Jahren 1993 und 1996 erhielten in ganz Österreich ins­gesamt 25 Personen und Orga­nisa­tionen explo­sive Post. Im gleichen Zeitraum deto­nierten in Kärnten und im Burgenland drei Spreng- bzw. Rohr­bomben. Die Anschläge hatten vier Tote, vier lebens­gefähr­lich Verletzte und neun Verletzte zur Folge. Read the rest of this entry »

Facts & Figures (549)

März 19th, 2025  |  Published in Facts & Figures

Im Mai 1942 beschloss das fa­schis­ti­sche Kroatien, die ge­sam­te Ro­ma-Min­der­heit im Land zu ver­nich­ten. Zu die­sem Zeit­punkt wa­ren be­reits Tau­sen­de er­mor­det wor­den.

(Quelle/pdf)

O Roma-atentato Erbatar: Genipe taj vakeripe

März 18th, 2025  |  Published in Geschichte & Gedenken, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Veranstaltungen & Ausstellungen

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 10.3.2025 | 10:23 min

Das Roma-Attentat von Oberwart: Lesung und Ge­sprächs­runde

Gondolipe upro Romengero aten­tato Erbate: Andi rat usar o 4to upro 5to feberi 1995, schtar manu­scha opfer­tscha jeke rasisti­schi moti­virime atenta­tostar ule. O schtar flogos­kere grup­nakere dschene le Romendar, jeka bombaha mur­darde ule. Telal o anav „Schoha te pobis­terel“ ada­bersch, tranda berscha palo atentato, Erbate jek gondo­li­pes­kero mula­tin­tschago tel likerdo ulo.

Vor 30 Jahren hat das Bombenattentat von Oberwart die Republik er­schüt­tert: Vier Män­ner aus der Volks­gruppe der Roma starben bei der Deto­nation einer Spreng­falle. Ge­sprächs­runde mit: Emmerich Gärt­ner-Hor­vath (ehem. Ge­schäfts­führer Verein Roma), Klaus Gartner (ehem. Vizebgm.), Terezija Stoisits (ehm. Natio­nal­rats­ab­ge­ord­nete), Anne­marie Klinger (edition lex liszt 12), Peter Wagner (Autor), Horst Horvath (ehem. GF OHO). Read the rest of this entry »

Romani Ora (11.3., 12.3. & 13.3.2025)

März 17th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 11.3.2025 (mp3)

Im Tagesthema der Romani ORA dreht sich alles um den inter­natio­nalen Frauentag. Und in „Minden­felitiko“ erhalten Sie aktu­elle Kinotipps. Dazu erwar­tet Sie in dieser Sendung wie ge­wohnt die meiste und ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 12.3.2025 (mp3)

Adi Gussak berichtet im Tagesthema über das Kabarett­festival in Bad Tatz­manns­dorf. Er hat den Star-Kaba­rettisten Christoph Fälbl inter­viewt. Und neben den inter­nationalen Volks­gruppen­nach­richten hören Sie die beste Roma-Musik.


Anhören: →Sendung vom 13.3.2025 (mp3)

Das Buch „Das Attentat von Oberwart“ diente als Leit­faden für die Dis­kussions­runde im OHO in Oberwart. Die Teil­neh­merIn­nen berich­ten 30 Jahre nach dem Attentat von 1995, wie sie diese Zeit in Erin­nerung haben. Mehr dazu hören Sie im neuen Tages­beitrag der „Romani Ora“. Mode­riert von Tina Nardai.

Facts & Figures (548)

März 16th, 2025  |  Published in Facts & Figures

Durch die Arbeitsmigration aus Finnland leb­ten um 1970 in Schweden be­reits mehr fin­ni­sche als schwe­di­sche Roma.

(Quelle)

Antiziganismus, der „salonfähige“ Rassismus

März 13th, 2025  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Unter dem Radar – Antiziganismus, der „salonfähige“ Rassismus (Teil 1 & 2)
Grenzfrei – der Podcast des Münchner Flüchtlingsrats
Doppelfolge vom 17./18.9.2024

„Antiziganismus? Nie gehört!“ Dennoch gibt es ihn – bis heute. Diese leider noch immer salon­fähige Form des Rassismus beruht auf einem Kon­strukt aus Klischees und Zu­schrei­bun­gen, das sich über Jahr­hunderte heraus­ge­bildet und ver­festigt hat. Es führt zu Dis­krimi­nie­rung und Aus­grenzung von Sinti* und Rom:nja sowie ent­spre­chend ge­lesener Personen. Die Minder­heit ist mit Ab­lehnung und Vor­urteilen kon­frontiert – oder mit einem erstaun­lichen Maß an Unwissen. Mit dieser Doppel­folge möchten wir einige Infor­ma­tions­lücken schließen und die eine oder andere Tür auf­stoßen.

Gesprächspartnerinnen:

Dr. Andra Draghiciu – Historikerin und Mitarbeiterin beim Landes­verband Sinti und Roma Rhein­land-Pfalz, stammt aus Ru­mänien
Larisa Leitz – Romni und Mitarbeiterin beim Landes­ver­band Sinti und Roma Rhein­land-Pfalz, stammt aus Rumänien
Esther Reinhardt-Bendel – Sintezza und Aktivistin, Mit­grün­de­rin von Sinti-Roma-Pride

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Romani Ora (5.3., 6.3., 7.3. & 10.3.2025)

März 10th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 5.3.2025 (mp3)

Alles rund um Aschermittwoch und der damit be­ginnen­den Fastenzeit erfah­ren Sie im Tages­beitrag dieser „Romani Ora“. Durch die Sendung be­glei­tet Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 6.3.2025 (mp3)

Das Buch „Katzenstreu“ von Stefan Horvath wurde mit Hilfe von Willi Spuler zu einem Hörspiel ver­fasst. Im Offenen Haus Oberwart wurde die gemein­same Arbeit inklu­sive an­schlie­ßen­der Ge­sprächs­runde prä­sentiert. Radio MORA war für Sie dabei; mehr darüber hören Sie im Beitrag der „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 7.3.2025 (mp3)

Die Freitagsausgabe der „Romani Ora“ beinhaltet den Ver­anstal­tungs­hin­weise und die Ju­gend­sendung zum Thema Fasching. Außer­dem werden Sie mit der meisten Roma-Musik in einer Stunde ver­wöhnt.


Anhören: →Sendung vom 10.3.2025 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen präsen­tiert von Tina Nardai. Neben der viel­fältigs­ten Musik hören Sie auch die Volks­grup­pen­nach­rich­ten in Deutsch und Bur­gen­land-R­omani.

Facts & Figures (547)

März 9th, 2025  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken

In Kroatien ist nur ein einziges Mahn­mal für die im Zweit­en Welt­krieg er­mor­de­ten Roma be­kannt. Es ent­stand 1971 im Dorf Uštica bei Jasenovac.

(Quelle)

8to merc: Opre Romnja!

März 8th, 2025  |  Published in Frauenrechte

Internacijonali Dschuvlengero Di 2025


8. März - Weltfrauentag 2025

Romani Ora (27.2., 28.2., 3.3. & 4.3.2025)

März 4th, 2025  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 27.2.2025 (mp3)

Das Lokal „Gozo“ hat vor kurzem in Oberwart eröff­net. Es bringt Lebens­lust und Kulinarik aus Malta ins Burgenland. Radio MORA hat dem Lokal einen Besuch ab­ge­stattet. Mehr darüber hören Sie im neuen Tages­thema von Adi Gussak.


Anhören: →Sendung vom 28.2.2025 (mp3)

Rechtzeitig vorm Wochenende hören Sie in der „Romani Ora“ auf Radio MORA die Ver­anstal­tungs­hinweise und Volks­gruppen­nach­richten. Zum Thema „Jugend und stei­gende Inflation“ erzählt uns Adi Gussak mehr in der Jugend­sendung. Mode­riert wird die Sen­dung von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 3.3.2025 (mp3)

In den nächsten 60 Minuten erhalten Sie im „Romani Ora“-Musik­mon­tag die meiste und viel­fäl­tigste Roma-Musik. Außervdem werden Sie in den Volks­gruppen­nach­rich­ten über die Situ­ation der Roma am Lau­fenden gehalten.


Anhören: →Sendung vom 4.3.2025 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ dreht sich alles um den Fasching. Und wie jeden ersten Diens­tag im Monat hören Sie auch die „Atem­pause mit Regina“. Sie erzählt uns darin mehr über Atem­wegs­er­krankun­gen und deren Aus­wirkun­gen auf unsere Stimme.

„Die Retter“: Uraufführung in Oberwart

März 3rd, 2025  |  Published in Film & Theater, Geschichte & Gedenken

Rohonczy (BIld: Programminfo OHO)Rohonczy, Kautz, Niczky – drei Menschen aus dem Mittel­burgen­land

Theaterstück von Katharina Tiwald und Peter Wagner: Urauf­füh­rung im Offe­nen Haus Oberwart am 13. März 2025

Das Magazin Profil beschrieb 1995 den in Mitterpullendorf/ Kö­zép­pulya an­sässigen Baron György Gedeon Rohonczy als den „burgen­ländi­schen Oskar Schindler“. Er soll 121 Roma aus dem sog. „Zigeu­ner-An­halte­lager Lackenbach“, von dem Roma in Kon­zentra­tions­lager, andere Sammel­lager oder Ver­nich­tungs­lager deportiert wurden, da­durch ge­rettet haben, dass er sie als Ernte­arbeiter auf seinem Guts­hof anstellte, und zwar nicht nur Männer, sondern ganze Familien, also auch Frauen und Kinder. Teil­weise er­mög­lichte er ihnen die Flucht nach Ungarn. Seinem Beispiel folgten der Guts­pächter Ernst Kautz aus Unterpullendorf/ Dolnja Pulja und Graf Ladislaus Niczky aus Nebersdorf/ Šuševo, die beide mit Rohonczy befreun­det waren. Roma, die auf diese Weise über­lebten, be­zeugten nach dem Krieg die lebens­rettende Tätig­keit der drei Männer. Einer von ihnen, Ernst Kautz, wurde selbst von betrof­fenen Roma gerettet, als die russischen Besatzer ihn exe­kutieren wollten.

Das Stück:

„DIE RETTER – Rohonczy, Kautz, Nitzky – Drei Menschen aus dem Mittelburgenland“ dis­kutiert im Stile eines Doku-Dramas die Frage, inwie­weit diese drei Personen tat­sächlich als Lebensretter, wenn nicht gar Helden im Sinne eines passiven Widerstandes gegen ein mör­deri­sches Regime zu bewerten sind. Dabei treten durch Interviews, die mit Men­schen unter­schied­lichs­ter beruflicher und geistiger Orien­tie­rung vor Kamera geführt wurden, differen­zierende Ein­schätzun­gen und Be­wertun­gen zutage, die auch unsere heute Be­zie­hung zu zivilem Un­gehorsam sowie identitäts­politische Fragen the­ma­tisieren.

Parallel dazu entspinnt sich der von Katharina Tiwald verfasste fiktive Dialog zwischen einem Ehepaar, das zur Ge­burtstags­feier des 90-jährigen Anton (Toni), eines Lackenbach- und KZ-Über­lebenden aus der Volks­gruppe der Roma, ein­ge­laden ist. Read the rest of this entry »