„Wir müssen auch in die Museen“
Juni 25th, 2013 | Published in Kunst & Fotografie, Medien & Presse, Veranstaltungen & Ausstellungen
Werke von Sinti und Roma finden immer mehr Beachtung. Galerien in Berlin und Budapest zeigen Roma-Kunst. Im Oktober folgt eine Museumsausstellung in Warschau.
Art/Lena Reich: Mit Vorurteilen gegenüber der Roma-Kultur zu brechen und immer wieder zu überraschen, das sind die Maxime von Moritz Pankok. Seit 2010 leitet der Großneffe des Malers Otto Pankok die erste Galerie für zeitgenössische Kunst der Sinti und Roma in Berlin-Kreuzberg. Seine Galerie „Kai Dikhas“ („Ort des Sehens“) versteht er als einen „Raum der Kontinuität“ für 15 Roma-Künstler aus ganz Europa. (…)
Mit neuem Selbstbewusstsein stellen sich diese Künstler Diskriminierungen und Vertreibungen entgegen, die in fast ganz Europa bis heute zum Alltag der Sinti und Roma gehören. (…) Als Meilenstein der Selbstbehauptung gilt der erste Roma-Pavillon, der 2007 in Venedig auf einer Biennale zu sehen war. „Paradise Lost“ war sein Titel. In mittelbarer Folge entstand das jährliche Festival Romanale in Gent. „Paradise Lost“-Kuratorin Timea Junghaus hat Anfang dieses Jahres in Budapest, wo rassistische Übergriffe nicht selten sind, ihre „Gallery 8“ eröffnet. Read the rest of this entry »