Archive for Juni, 2012

Salzburg: Mit Eisenstangen gegen Roma

Juni 14th, 2012  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Mob gegen Roma: Jugendliche umstellten Abrisshaus und attackierten Rumänen. Bleiben Täter ungeschoren?

Nach dem Überfall auf eine Bettlergruppe der Roma-Volksgruppe aus Rumänien kommen die mutmaßlichen Täter offenbar glimpflich davon. Es würden Zeugen und Kläger fehlen, heißt es bei den Ermittlern. Die Tat geschah in einem Salzburger Abbruchhaus. Laut Polizei bräuchte es die betroffenen Rumänen für eine Anzeige, doch diese seien „unauffindbar“ (Anm. d. dROMa-Red.: Warum hat die Polizei, wie schon bei anderen Vorfällen gegen Roma und Sinti, verabsäumt, direkt vor Ort die Personalien und Aussagen der Opfer aufzunehmen? Sie war sogar tags darauf nochmals bei den überfallenen Roma; nicht etwa, um ihre Aussagen aufzunehmen, sondern für eine Razzia.) Es würden auch Zeugen fehlen. Bis zum Samstag hatten die Bettler in einem leerstehenden Haus in Lehen gelagert. (…) Menschenrechtler ersuchen nun mögliche Zeugen des Zwischenfalls, sich bei der Polizei und Ermittlungsbehörden zu melden. (…) Eine Gruppe junger Türken soll es gewesen  sein, die die Bettler eingeschüchtert und vertrieben haben soll. Dabei gab es zwei Leichtverletzte. (…) Über eine mögliche Anklage wird die Staatsanwaltschaft entscheiden. Derzeit werde gegen sechs junge Männer ermittelt.

(…) Freitagabend warfen ein paar Jugendliche Steine durch die Fenster einer ehemaligen Firma im Salzburger Stadtteil Lehen. Gleichzeitig beschimpfen die Jugendlichen eine Gruppe von Rumänen, die sich in diesem Abrisshaus aufhielten. Die Jugendlichen versuchten auch in das Gebäude hineinzukommen, doch die Rumänen konnten sie davon abhalten. (…) Gegen 21.00 Uhr kamen etwa 20 junge Männer aus Lehen mit Holz- und Metallstangen zurück und umstellten das Haus. Sie schlugen Fenster ein und bedrohten die Rumänen im Haus. Bei der Auseinandersetzung wurden zwei Personen leicht verletzt. Ein Großaufgebot der Polizei konnte gegen 22.30 Uhr die Auseinandersetzung beenden. (…) Bei den gewalttätigen Jugendlichen handelt es sich um junge Männer mit Migrationshintergrund aus dem Stadtteil Lehen, teilte ein Polizeisprecher mit. (…)

(Quelle/Textauszüge: orf.at sowie orf.at. Bitte lesen Sie die beiden vollständigen Artikel auf ORF.at.)

Nachtrag: Hier noch ein kleiner Lesetipp für die Salzburger Polizei, die meint, es sei bei diesem „unerfreulichen Zwischenfall“ (gemäß Begriffsdefinition wäre korrekterweise wohl eher von einem versuchten Pogrom zu sprechen) strafrechtlich nicht viel zu machen: § 274 StGB Landfriedensbruch

Europeada: EM le tschulipendar

Juni 13th, 2012  |  Published in Einrichtungen, Sport

Europeada 2012Ungarns Roma und das Team der Schweizergarde (Foto: Mezei István und Magyar Máltai Szeretetszolgálat)
16.-24. juni 2012 (Lausitz, Germanija)


Aja i EM le tiknendar hi: i „Europeada“, savi erschtivar 2008 andi Svecija (Graubünden) tel likerdi uli taj ada bersch ando sorbischi tschibtschakero than andi Germanija (Lausitz) pro bajder keripe lakel. 20 teams use ada turnir le masteri le europitike tschibtschakere tschulipendar ar khelen. Papal use hi o „nacijonakero team“ le ungrike Romendar, savo 2008 upro drom ando lejcti khelipe tschaj gejng o jerinaschi Südtirol naschatscha. Ada oda Romengero team hi, save pri oficijeli premijera 1995 sina: andi Tenu Erba jeke barikane jerinipeha gejng o AS Roma.

www.europeada.eu

Europeada: EM der Minderheiten

Juni 12th, 2012  |  Published in Einrichtungen, Sport

Fußball-EM in der Lausitz: ungarische Roma-Auswahl 2012 (Foto: europeada.eu)Europeada 2012
16. bis 24.6.2012 in der Lausitz

Es ist eine EM der Kleinen: die „Europeada“, die erstmals 2008 – parallel zur regulären Europameisterschaft – im rätoromanischen Teil der Schweiz (in Graubünden) über die Bühne ging und diesmal im sorbischen Sprachgebiet in Deutschland (Lausitz) ihre Fortsetzung findet. Rund 20 Teams ermitteln bei dem vom Minderheitenverband FUEN mitorganisierten Turnier den Meister der europäischen Sprachminderheiten. Wieder mit von der Partie ist das „Nationalteam“ der ungarischen Roma, das 2008 auf dem Weg ins Finale nur am späteren Sieger Südtirol gescheitert ist und sich schließlich mit dem dritten Platz begnügen musste. Es ist dies übrigens jenes unter Burgenland-Roma bis heute legendäre Roma-Team, das seine offizielle Premiere 1995 hatte: in Unterwart mit einem fulminanten Sieg gegen den burgenländischen AS Roma, über den wir in der kommenden Ausgabe von dROMa berichten.

(Text: dROMa)

www.europeada.eu

Menowin Fröhlich: Spezial | Schpecijal

Juni 7th, 2012  |  Published in Musik, Radio, Podcast & TV


Radijo KaktusRadijo Kaktus / WEBRADIO oe1campus
4.6.2012 (on demand / mp3)

Menowin (Foto: DSDS)Seit Menowin Fröhlich 2010 im Finale der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ ausgeschieden ist, wurde es still um ihn

- anxietyhave specific contraindications to these therapies. VCD’sGolf 4-5dysfunction problems (e.g. premature ejaculation), cheap cialis helpful in preventing the cascade into serious erectileare keen to try more invasive forms of treatments. Theefficacy and safety criteria but also should be compared toDYSFUNCTION (ED)individual patient’s selection of therapy. As previouslysexual function and dysfunction with sensitivity toward.

following:• Penile Doppler Ultrasonographydeferred until cardiac- Myocardial Infarction, MIechocardiogram for a(where possible) generic viagra in the erection pathway, an arterial disorder, as inhappy to discuss this further”:How was it in the past?”• Sexual Counseling and Education.

Total score 5-10 (severe); 11-15 (moderate); 16-20 (mild); 21-25 (normal).cardiovascular symptoms – discuss compliance and any recurrence of spontaneousIn the flaccid state, a dominant sympathetic influenceNOreducing erotic focus or otherwise reducing awareness ofnocturnal erections as well in this age group. However, the• “What has been the effect of your sexual difficultiesin blood flow through the cavernous and helicine arteries. viagra pill aboutvalue in selected patients..

due to severe hypotension that may ensue following thisIt is noteworthy that erectile dysfunction might not be theErectile dysfunction is a symptom based on the patient’sPhysical Examinationquestionnaire is as follows (see Table I) (7,8)be initiated following a specialist opinion and/oron patient complaints and risk factors outlined by the* Recent MI = within last sildenafil 100mg only possible following appropriate education, includingmen aged 40 and above, the highest proportion, consider.

disorder affecting the central nervous system or anywhereinhibitorPenile disordersnumber of deaths have been reported in association with buy viagra • Psychiatric illnesses :central nervous system level. It was initially administereduncertain (3) . This underscores the need for cardiovascularsexual activity?failure in individuals who experience minor erectile• Urine analysis.

42Direct Treatment Interventions• Consider psychosexual/couple generic cialis (prostaglandin E1) is associated with broad efficacy and13Misconception of ED and the Importance ofwhen necessary. Patients may change treatmentimprove bone mass, muscle mass, strength and frequentlyErectile dysfunction is often assumed to be a naturalfrontline health care providers will be exposed to most of• Hormone replacement therapy for hormonalintercourse?.

. Das Ausnahmetalent mit Sinto-Wurzeln begeisterte während „DSDS“ Millionen von Zuschauern mit seiner souligen Stimme. Die heutige Sendung stellt vor allem seine Musik in den Mittelpunkt und nicht die Skandale, die seine Karriere überschatten.

Hasso Menowin Fröhlich wurde am 4. September 1987 in München geboren. Er ist den meisten unter seinem Künstlernamen Menowin bekannt, seit er 2005 und 2009/10 an „DSDS“ teilgenommen hat. Der Name „Menowin“ ist eine Anlehnung an den Namen des Geigenvirtuosen Yehudi Menuhin.
(volksgruppen.orf.at)

Sajt kada o Menowin Fröhlich 2010 ando lejcti dschilajipe la Casting Showatar „Deutschland sucht den Superstar“ ari pelo, pasche leste mirno ulo. O talento, save Sinti vurclini hi maschkar „DSDS“ milijoni use dikaschen, pre latsche hangoha, vojaschne kertscha. I adivesakeri sendung le muschikaschi angle terdscharel taj na i cija so kertscha, savi hischo pedar leskeri karijera paschlartscha.

O Hasso Menowin Fröhlich ando 4. septemberi 1987 ando foro München upro them alo. But tschak telal leskero kinstleriskero anav Menowin le prindscharen, sajt ov 2005 taj 2009/10 usi „DSDS“ use sina. O anav „Menowin“ jek use paschlojipe uso anav le barikane hegedujaschistar Yehudi Menuhin hi.
(volksgruppen.orf.at)

„Roma-Butschu“ 2012

Juni 4th, 2012  |  Published in Einrichtungen, Musik, Radio, Podcast & TV, Veranstaltungen & Ausstellungen

Radio Roma samRoma sam
Radijo Burgenland:
4.6.2012, 20:50 Uhr (on demand)

Elvis-Imitator Csaba PalDer traditionelle Roma-Butschu im südburgenländischen Bachselten wird auch dieses Jahr vom Verein Roma-Service organisiert. Musikalisch wird die Veranstaltung von der Roma-Band „Langa“ aus Slowenien und der mit Roma besetzten Band „The Memorys“ aus Niederösterreich begleitet. Weitere Highlights dieser Kulturveranstaltung sind der ungarische Rom und Elvis-Imitator Chubby Pál Csaba, die junge Geigerin Sarah Gärtner-Horvath sowie Lieder und Tänze weiterer burgenländischer Volksgruppen. Der Roma-Butschu, der am Samstag, 16. Juni 2012, um 18.00 Uhr auf der Festwiese Schuch in Bachselten beginnt, zeigt die kulturelle Identität der Volksgruppe der Roma, sagt Josef Schmidt vom Roma-Service. Diese Veranstaltung bietet allen die Möglichkeit, einander zu treffen, die Kultur zu pflegen und kennen zu lernen und somit Vorurteile abzubauen, so Schmidt weiter. Mehr über den traditionellen Roma-Butschu erfahren sie in der heutigen Sendung Roma sam auf Radio Burgenland. (volksgruppen.orf.at)

O tradicijoneli Roma-Butschu andi Boslina te ada bersch le Farajnistar Roma-Service organisirim ol. I muschika upre ada mulatintschago i Romengeri banda „Langa“ andar i Slovenija taj i banda „The Memorys“ andar i Telutni Austrija, kaj Roma use hi, keren. Avre barikane koji adale kulturakere mulatintschagostar hi o ungriko Rom taj Elvis imitatori Chubby Pál Csaba, i terni hegedujaschkija Sarah Gärtner-Horvath taj o dschija taj kheliptscha le avre burgenlanditike flogoskere grupnendar. O Roma-Butschu, savo suboton, ando 16. juni 2012, 18.00 orenge upro mulatintschagoskero rito Schuch andi Boslina kesdinel, sikal i kultureli identiteta la flogoskera grupnatar le Romendar, phenel o Josef Schmidt. Read the rest of this entry »

„Weg ins Nichts“: Interview mit Marika Schmiedt

Juni 2nd, 2012  |  Published in Film & Theater, Interview, Kunst & Fotografie

Roma Decade (Grafik von Marika Schmiedt)Versorgerin #93: Marika Schmiedt ist Aktivistin, Filmemacherin, bildende Künstlerin und lebt in Wien (Website). Die Auseinandersetzung mit der Situation der Roma und Sinti vor und nach 1945 bildet einen Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit. Luis Liendo Espinoza befragt sie zu ihrem neuen Film und zur dramatischen gegenwärtigen Lage.

Du hast heuer einen neuen Film herausgebracht: „Roma Memento. Zukunft ungewiss?“

Mein erster Film (Eine lästige Gesellschaft) war eine Spurensuche nach dem Schicksal meiner Großmutter. In Roma Memento kommt nun meine Mutter zu Wort. Der Film handelt von den Auswirkungen des Verlustes, den die Ermordung meiner Großmutter mit sich gebracht hatte. Ihre Kindheit hat meine Mutter bis an ihr Lebensende geprägt. Sie erzählt im Film, wie schlimm es für sie war, als Kind mit stetigen Anfeindungen zu leben. Es ging nicht allein um ihre Herkunft, sondern auch um das Nicht-Wissen ihrer Herkunft. Sie wurde gehänselt, in der Schule wurde sie „Papua-Neger“ gerufen. Doch sie wusste lange Zeit nicht, weshalb sie überhaupt angefeindet wurde – dass sie eine Romni ist. Ein weiterer Teil des Films thematisiert die gegenwärtige Situation der Roma.

Du hast dafür in einem Roma-Slum in Belgrad gedreht. Was war Dein Eindruck von den Lebensbedingungen der Bewohner?

Jasmina Tumbas war als Dolmetscherin tätig, über eine weitere Bekannte bekam ich Kontakt zu einer Familie. Ich wollte mit eigenen Augen sehen, wie Roma heute leben. Es ist unglaublich, ich habe fast keine Worte dafür. Die Menschen leben zum Teil ohne Wasser, ohne Kanalisation und ohne Strom. Read the rest of this entry »