Interview

Damian Le Bas talks about Romani

September 14th, 2023  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Romani

Romani (2019)
Podcast: BBC Radio 4/Word of Mouth (28:04 Min.)

Damian Le Bas talks to Michael Rosen about the Romani language and his ex­peri­ence with using it. Damian is the author of The Stopping Places: A Journey Through Gypsy Britain. Producer: Beth O’Dea. Word of Mouth is a series exploring the world of words and the ways in which we use them.

Heute, ganz ausnahmsweise, stellen wir Ihnen einen engli­sch­spra­chi­gen Podcast vor: ein überaus sym­pathi­sches, hörens­wertes Ge­spräch über Roma­ni bzw. Anglo­romani aus der BBC-In­ter­view­reihe „Word of Mouth“ des be­kann­ten britisch-jü­dischen Autors Michael Rosen (der, wie wir hier er­fahren, selbst ent­fernte Roma-Ver­wandte in Ru­mänien hat). In dieser Folge aus dem Jahr 2019 spricht er mit Damian Le Bas, Lyriker, Buch­autor und Pub­lizist (und Sohn des Künstler­paars Delaine und Damian Le Bas).

(Sendung: BBC Radio 4/Word of Mouth)

Jek endscheli upro phiko

September 12th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher

Aus dem dROMa-Archiv (51/2017):

Ein gutes LebenSchunipeskeri kenva: O holanditiko Sinto Zoni Weisz phukal pri bijografija


„Kekaj so sa pasirintscha, kekaj so me sa na­scha­tschom“, phe­nel o Zoni Weisz: „me bas­talo ma­nusch som.“ taj oda, kekaj jek bi­bas­talo hischo pedar les­kero ileto pa­schlo­lahi – sajt o 19to maj 1944, kada ov ojs efta ber­schen­ge­ro iste use dik­lahi, sar les­keri Sin­ti fa­mi­li­ja an­dar o lo­geri Westerbork, Auschwitz ledschim uli.

Ov na ulo ledschim, kaj leske jek holanditiko harengero upro srastu­nakero than pomo­schin­tscha, naschi te dschal: „Te me mri kalapa tel lijom, akor iste nasches, iste nasches!“, phen­tscha leske o haren­gero. Taj o Zoni te naschel kes­dintscha taj upre jek srastuni upre urtschano, savi bejg ladlahi. Ande minden­fe­ltike garujip­tscha o masek­tscha prik dschiv­tscha – ando vescha, use gadsche, ande jek thudeskeri firma, mindig la daraha, le nimtsche nim­cendar astardo te ol. Ham o Zoni prik dschivtscha: „I cili cajt“, phen­tscha lo, „jek endsche­li upre mro phiko sina.“

Ada sa, o adiveseskero 80 berschengero phukal, afka, hot kiva­nines tuke, hot adala duj CDs ande saki isch­kola­keri bib­lijo­teka terdschon. 120 minuti phukal o Zoni Weisz pedar o falati pre dschi­vi­peskere dromestar: usar o tscha­voripe ando grasten­gere verdi, savo le and gejipeha le nimtschke nim­cendar jek bibas­talo kiseti­nipe lakla; taj la „kala heftschatar“, savi ali, kada leskeri familija and tschapim uli: „So, so ande tro dschi­vipe bari­kano hi, bejg hi!“

Ham o Zoni jek nevo kesdipe schofintscha: Na dur pal o kisetinipe ojs but­scha­schi use jek floristo kes­din­tscha, taj maschkar o bokreti, pro akaripe lakla. Tel phaglo tschak le nimcen­gere di­janstistar ando varno vesch ande Surinam, o Zoni Weisz srastuna discip­linaha upre pe butscha­lintscha, usar o arsikli­pes­kero tschau dschi uso floristo leskere vilagostar, saveske 2002 muguli o bokre­ten­gero keripe le kiralen­gere bija­vistar prik dim ulo. Read the rest of this entry »

Ein Engel auf der Schulter

September 9th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Literatur & Bücher, dROMa (Magazin)

Aus dem dROMa-Archiv (51/2017):

Ein gutes LebenHörbuch: Der holländische Sinto Zoni Weisz erzählt seine Biografie


„Was auch passiert ist, was ich auch verlo­ren habe“, sagt Zoni Weisz: „Ich bin ein sehr glück­li­cher Mensch.“ und das, ob­wohl seit sei­ner Kind­heit ein schreck­li­cher Schat­ten über sei­nem Le­ben lag – seit dem 19. Mai 1944, als er als Sie­ben­jäh­riger mit­ansehen musste, wie seine Sinti-Fa­mi­lie vom La­ger Westerbork nach Auschwitz de­por­tiert wurde.

Er selbst entging dem Transport, dank einem niederländi­schen Polizisten, der ihm im letzten Mo­ment am Bahn­steig zur Flucht verhalf: „Wenn ich meinen Hut ab­nehme, musst du laufen, laufen!“, flüs­terte ihm der Polizist zu. Und Zoni lief los und rettete sich in einen los­rol­lenden Per­sonen­zug. In wech­selnden Ver­stecken über­stand er die folgen­den Monate – in den Wäldern, bei Bauern, in einer Molkerei, in steter Angst vor den deutschen Pat­rouillen. Doch Zoni über­lebte: „Die ganze Zeit“, sagt er, „war ein Engel auf meiner Schulter.“

Das alles erzählt der heute 80-Jährige ohne Skript, so direkt und anschau­lich, dass man sich wünscht, diese Doppel-CD stünde in jeder Schul­bibliothek. 120 Mi­nuten lang berichtet Zoni Weisz von den Etappen seines Lebens­weges: vom Kind­heits­idyll im Pferdwagen, das mit dem deut­schen Einmarsch ein jähes Ende fand; und vom „schwarzen Loch“, das folgte, als seine Familie ver­haftet wurde. „Alles, was wichtig ist in deinem Leben, ist weg!“

Aber Zoni schaffte den Neubeginn: Bald nach der Befreiung kam er als Aus­hilfs­kraft bei einem Floristen unter und fand dort, zwischen Blumen­gestecken und -ge­binden, seine Berufung. Unter­brochen nur von einem Militär­dienst im Urwald von Surinam, arbeitete sich Zoni Weisz mit eiserner Disziplin nach oben, vom Lehrbub bis zum führen­den Floristen seines Landes, dem 2002 sogar der Blumen­schmuck der königli­chen Hochzeit an­ver­traut wurde. Read the rest of this entry »

Podcast: Wie man Kinder zu Vielfalt erzielt

September 7th, 2023  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Rassismus entlernen – Wie man Kinder zu Vielfalt erzielt
Podcast: radioReportage/BR2, Sept. 2022 (25:07 Min.)

Unsere Gesellschaft ist rassistisch geprägt – unsere Kinder damit auch. Schon im Kinder­garten machen schwarze Kinder Ras­sis­mus­erfah­run­gen, im zarten Puppen­alter haben Kinder of Color das Gefühl we­niger wert zu sein als weiße Gleich­altrige. Was können wir – als Eltern, Erzieher und Grund­schul­lehr­kraft – da­gegen tun? Fragt unsere Autorin Isabelle Hartmann. Sehr viel, und es fängt bei uns als Er­wachsenen an.

(Text und Sendung: radioReportage/BR2)

Podcast: Rassismus und Gesundheit

September 3rd, 2023  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Auswirkungen von Rassismus auf die Gesundheit von Kindern
POWER ME Podcast #5 mit Stephanie Cuff-Schöttle, Okt. 2022

Stephanie Cuff-Schöttle ist Diplompsychologin bietet seit vielen Jahren Paar­therapie und Be­ratung für ras­sis­mus­erfah­rene Men­schen an. Bei POWER ME ist sie Refe­rentin für die Fort­bildungen für psycho­logische Fach­kräfte. Momen­tan arbeitet sie auch bei der Berliner psycho­lo­gi­schen Be­ratungs­stelle OPRA und konzipiert ein Gruppen­therapie­an­ge­bot. Zudem ist sie Mit­gründerin der On­line-Platt­form myUrbanology, welche ins Leben gerufen wurde, um Schwar­zes Leben in Deutsch­land sicht­barer zu machen. Im Rahmen dessen sitzt sie mit an der Ent­wicklung der neuen Weiter­bil­dungs- und Ver­netzungs­platt­form DE_CONSTRUCT, welche zu­künftig der Rassis­mus-Sen­si­bi­li­sie­rung im psycho­sozialen Bereich in Deutsch­land dienen soll.

In dieser Folge spricht Stephanie mit Nuran über ihren beruflichen Werde­gang, was sie dabei an­trieb und wie ihre Arbeit heute aus­sieht. Zudem geht es konkret um die Rassis­mus­erfah­run­gen von Kindern und wie sich diese auf die kör­perliche und psychische Ge­sundheit aus­wirken. Stepha­nie erläutert im Zuge dessen unter anderem, wie Selbst­erhal­tungs­stra­tegien von Kindern aus­sehen und wie diese vom Umfeld unter­stützt werden können.

Read the rest of this entry »

Podcast: Rassismuskritische Kinderbücher

August 10th, 2023  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

„Wir brauchen mehr rassismuskritische Kinderbücher“
POWER ME Podcast #4 mit Tayo Awosusi-Onutor, Sept. 2022

Tayo Awosusi-Onutors berufliche Expertise zieht sich durch eine Viel­zahl von Berei­chen. Sie arbeitet als außer­schuli­sche politi­sche Bildnerin für junge Men­schen, ist Sängerin, Regis­seurin und Autorin. Als Letzte­re schrieb sie das Kinder­buch „Jekh, Dui, Drin. 3 Freundinnen in Berlin“, das „erste deutsch­sprachige Kinder­buch, in dem Rom*nja und Sinti*z­ze die Heldin­nen der Ge­schichte sind“ (mehr hier). Zudem ist Tayo aktiv bei der Initia­tive IniRromnja und Vor­stands­mit­glied von deren feminis­ti­schem Tochter­verein Romani­Phen e.V. in Berlin.

Im Gespräch mit Nuran gibt uns Tayo einen Blick hinter die Kulissen der deutschen Kinder­medien­land­schaft. Es geht ver­tieft um die Wichtig­keit von diver­sen Kinder­buch­cha­rak­te­ren in viel­fältigen und positiven Rollen und welche wert­vollen Chancen kreative Medien dieser Art auch für politi­sche Or­ganisie­rung bieten. Im weiteren Verlauf des Interviews er­zählt Tayo mehr von den ver­schiede­nen Facetten ihres poli­tischen Akti­vismus, ihrer viel­fältigen Projekt­arbeit mit Kindern und wie ihre eigene Po­sitio­nie­rung als deutsche Afro-Sintizza ihre Arbeit prägt.

Read the rest of this entry »

Wie erkläre ich Kindern Rassismus?

August 1st, 2023  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Mit Kindern über Rassismus ins Gespräch kommen
POWER ME Podcast #3 mit Josephine Apraku, Sept. 2022

Josephine Apraku ist seit vielen Jahren in rassismus- und dis­kri­mi­nie­rungs­kriti­scher Bildungs­arbeit mit inter­sektio­nalem Ansatz tätig, unter ande­rem als Refe­rent*in an der Berliner Alice-Sa­lo­mon-Hoch­schule und der Hum­boldt-Uni­ver­sität. Außerdem ist Jose­phine Autor*in, über eine der Ver­öffent­li­chun­gen — das Buch „Wie erkläre ich Kindern Rassismus? Ras­sis­mus­sen­sible Be­gleitung und Em­power­ment von klein auf“ (mehr hier) geht es ver­tieft im Interview mit Nuran.

Dabei klärt sich zunächst, warum pädagogische Gespräche über Rassismus mit Kindern so drin­gend nötig sind. Weiter­füh­rend unter­halten sich Nuran und Jose­phine über die ver­schiedenen indi­vi­duellen Faktoren, die es beim An­gehen dieser Gesprä­che zu be­trach­ten gilt. Es geht aber auch darum, welche Rolle dabei eine ganz­heitliche, gesell­schaft­liche Per­spektive spielt und warum diese beiden unter­schied­lichen Blick­winkel so wichtig für eine gesunde Heran­gehens­weise an einen solchen Aus­tausch sind.

Read the rest of this entry »

„Kinder vor Rassismus schützen!“

Juli 13th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

POWER ME Podcast #2 mit Maryam Haschemi Yekani, Sept. 2022

In dieser Folge ist Maryam Haschemi Yekani zu Gast. Sie ist Rechts­an­wältin und arbeitet schwer­punkt­mäßig im Arbeits- und Anti­dis­kri­mi­nie­rungs­recht, für Letz­teres ist sie auch als Trainerin tätig. Seit 2016 ist sie auch als Be­raterin bei der Berliner Be­ra­tungs­stelle „KiDs – Kinder vor Dis­kri­minie­rung schützen“ an der Fach­stelle Kinder­welten tätig. Im Interview mit Nuran erzählt sie, was die Hinter­gründe ihrer Be­­ratungs­­arbeit sind und wie diese im Alltag aus­sieht. Dafür nimmt uns Maryam mit in viele in­teres­san­te Bei­spiel­fälle: Wir erfahren, welche Hürden bei der Beratung von Kindern auf­kommen können, wie die unter­schied­­li­chen Instanzen Schule, Eltern, soziales Umfeld im Falle von Dis­krimi­nie­rungs­er­fah­run­gen wirken und inter­agieren. Und wir erfahren, wel­che Chancen für eine bessere Unter­stützung der Kinder und eine bessere Zu­sammen­arbeit der Instanzen er­griffen werden können.

Read the rest of this entry »

POWER ME Podcast: Karim Fereidooni

Juli 2nd, 2023  |  Published in Interview, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

POWER ME ist ein Berliner Empowerment-Projekt für von Ras­sismus be­trof­fene Kinder. In der neuen Reihe des Podcasts spricht Dipl. Pä­dago­gin und Projekt­leitung Nuran Yiğit mit Ex­pert*in­nen zu den Themen rund um Rassis­mus, Em­power­ment und Kinder. Die Gäste kommen aus unter­schied­li­chen Bereichen und geben Ein­blicke in ihre Arbeit und Er­fahrung – mit dabei sind: Karim Fereidooni, Maryam Haschemi Yekani, Josephine Apraku, Stephanie Cuff-Schöttle und Tayo Awosusi-Onutor. Die erste Folge mit Rassismus- und Schul­forscher Karim Ferei­dooni be­steht aus zwei Teilen:

Teil 1: „Was ist Rassismus?“


Im ersten Teil erläutert Prof. Dr. Karim Fereidooni das Konstrukt Ras­sismus. Es geht um dessen Ur­sprung und Wirkungs­weise und warum es bei der Sen­si­bili­sierung gegen Rassismus wichtig ist, ver­schiedene Kon­texte und unter­schied­liche Ver­ständ­nisse von Rassismus zu be­trachten.

Teil 2: „Es gibt keine Schule ohne Rassismus“


Im zweiten Teil sprechen Nuran und Karim darüber, warum eine rassis­mus­sen­sible bzw. ras­sismus­kriti­sche Arbeits­weise gerade an Schulen so wichtig ist und wie diese aus­sehen kann.

Prof. Dr. Karim Fereidooni ist Junior-Professor für Didaktik der sozial­wissen­schaft­li­chen Bildung an der Uni­ver­si­tät Bochum. Die Schwer­punkte seiner Arbeit sind Ras­sismus­kritik in päda­gogi­schen Insti­tutio­nen, diver­si­täts­sen­sible Aus­bildung von Lehr­kräften und politische Bildung in der Migra­tions­gesell­schaft. Read the rest of this entry »

Religionspodcast: Roma-Pastoral in Oberwart

Juni 15th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Interview, Radio, Podcast & TV, Religion

Zu Besuch bei der Roma-Pastoral in Oberwart
Religionspodcast: Wer glaubt, wird selig, 2023

Udo Seelhofer war für diese Episode im burgenländischen Oberwart und hat sich dort mit Manuela Horvath getrof­fen. Sie leitet seit 2016 die Roma-Pastoral der Diözese Eisenstadt. Außer­dem hat er mit Emmerich Gärtner-Horvath, dem Prä­si­den­ten des Vereins Roma-Service, und mit Roma-Seel­sor­ger Matthias Platzer ge­spr­ochen. Read the rest of this entry »

Podcast: Erklär mir Diskriminierung (2022)

Juni 13th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Frauenrechte, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Recht & Gericht

Podcast: Erklär mir die Welt, Folge #211, Mai 2022

Wie kann man sich gegen Diskriminierung zur Wehr setzen? Sandra Konstatzky er­klärt an vielen echten Bei­spielen, wie man sich als Be­trof­fe­ne:r effek­tiv zur Wehr setzt. Sandra Konstatzky ist Lei­terin der Gleich­be­hand­lungs­anwalt­schaft.

→Gleichbehandlungs:App
→Vorfall melden

(Beitrag und Text: Andreas Sator/Erklär mir die Welt)

Read the rest of this entry »

Wie entstehen Vorurteile im Kopf?

Mai 9th, 2023  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Erklär mir die Psychologie des Rassismus, Arnd Florack
#119 Erklär mir die Welt, Podcast-Folge vom 2.7.2020

Wie entstehen Vorurteile im Kopf? Die Psychologie hinter Rassismus, er­klärt von Univ.-Prof. Arnd Florack. Jede und jeder von uns hat sie. Als Gesellschaft kön­nen wir trotz­dem etwas da­gegen tun.

Arnd Florack ist stellvertretender Vorstand des Institut für Arbeits-, Wirtschafts- und Sozial­psycho­logie an der Uni­ver­sität Wien. Er be­schäf­tigt sich in seiner Forschung mit Stereo­typen und Vor­urteilen, aber auch mit Konsum.

Ein Studienlink zur Sendung (engl.): →Aversive Racism and Contemporary Bias

(Text und Sendung: Andreas Sator/Erklär mir die Welt)

Read the rest of this entry »

„Wieso muss ich kategorisiert werden?“

April 27th, 2023  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Gespräch über impliziten und expliziten Rassismus
Mitmischen – der ZARA-Podcast, 20. März 2023

In dieser Spezialfolge spricht Alexander Osman mit Saška Dimić von HÖR (Hoch­schü­ler*in­nen­schaft öster­reichi­scher Roma und Romnja) und Ramazan Yıldız von ZARA über ihre Er­fahrun­gen zum Thema „Dis­krimi­nie­rung im Bereich Güter und Dienst­leis­tun­gen“. Sie teilen teils private Ein­drücke, die sie ge­prägt haben und zur Arbeit im Bereich Anti-Ras­sismus be­wogen haben. Dabei zeigen sie auf, wie wichtig es ist, Gegen­rede zu prak­tizieren und sich mit­einander zu soli­dari­sieren. Wir unterhalten uns auch über Super­kräfte, nicht-weiße Men­schen in der Pop­kultur und was es braucht, um gegen Dis­kri­minie­rung und Rassismus zu kämpfen.

(Text: ZARA)

Sinti und Roma im Netz sichtbarer machen

April 13th, 2023  |  Published in Internet & Blogothek, Interview, Radio, Podcast & TV

Sendung DiskursPodcast: Diskurs/Deutschlandfunk Kultur
Sendung vom 9.4.2023, 55.30 min

→Link zur Audiodatei (mp3)

Axel Rahmlow Axel im Gespräch mit Gilda Horvath, Simonida Selimović und von Isidora Randjelović.

Mehr als zehn Millionen Sinti und Roma leben in Europa. Sie begeg­nen häufig Vor­urteilen, weil das Nicht­wissen sehr ver­breitet ist. In der Reihe „Wissen. Macht. Ge­rech­tig­keit“ geht es darum, wie sich das än­dern lässt – vor allem im digitalen Raum.

(Sendung und Text: Deutschlandfunk Kultur)

Podcast: Neue Narrative (2021)

April 9th, 2023  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Neue Narrative von jungen Rom:nja und Sinti:zze
Radio Radieschen, April 2021

Am 8. April [Anm.: 2021] wird das 50. Jubiläum des Inter­natio­na­len Tages der Roma be­gangen. An diesem Aktions­tag wird weltweit die Kultur der Rom*nja gefeiert und auf ihre Dis­kriminie­rungen und Ve­rfolgung auf­merksam gemacht. Obwohl Rom*nja und Sin­ti*ze bereits seit dem 15. Jahr­hun­dert in Österreich leben, wird ihre Geschichte noch immer nicht als Teil der österrei­chi­schen Geschichte be­trachtet. Damit ver­härten sich die Vorurteile und Rassis­men die sich über die Jahr­hunderte in der Mehr­heits­gesell­schaft ein­genistet haben.

Während die ältere Generation der Rom*nja und Sinti*ze ihre kultu­relle Herkunft oft geheim ge­halten hat, um sich vor An­feindun­gen, Dis­krimi­nie­rungen und Gewalt zu schützen, tritt die junge Gene­ration selbst­sicher auf. Read the rest of this entry »

Vernetzen, Erinnern, Bezeichnen

April 8th, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Radio Stimme zum Internationalen Tag der Roma (8.4.2021)
Die Sendung der Initiative Minderheiten

Am 8. April ist Internationaler Tag der Roma. Aus diesem Anlass spricht Radio Stim­me zum einen mit Atanas Stoyanov von Phiren Amenca über Anti­rassis­mus-Ar­beit und die europa­weite Unter­stützung von Roma-Ju­gend­li­chen und zum anderen mit dem His­toriker Gerhard Baumgartner über die im Natio­nal­sozialis­mus zer­störten Roma­sied­lungen im Burgenland. Außer­dem räumt Radio Stimme auf mit dem faulsten aller Ar­gumente („das wird man ja wohl noch sagen dürfen) und seziert die gewalt­volle Dimen­sion von Fremd­bezeich­nun­gen und dis­krimi­nie­ren­der Sprache. Und es gibt sogar noch mehr zu hören, näm­lich eine breite Palette unter­schied­lichs­ter Musik von Rom*nja!

Gestaltung: Julia Schönherr, Mahsima Kalweit, Petra Permesser, Veza Govorcin

(Text und Beitrag: Radio Stimme, 2021)

Podcast: Im Gespräch mit Radoslav Ganev

März 25th, 2023  |  Published in Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Podcast Made in Vielfalt, 20.3.2023
Was macht Sinti und Roma so anfällig für Diskriminierung?

„Dich erwartet nichts Tolles, wenn du sagst, dass du Rom bist.“ Das haben Radoslav Ganevs Eltern und sein Umfeld ihm seit frü­hester Kindheit mit­ge­geben. Seine ethnische Zu­gehörig­keit hat er des­halb lange Zeit ver­heimlicht. Auf einer Podiums­diskussion, wo es um seine Kom­petenz als Politik­wissen­schaftler ging, wurde er zum ersten Mal als bulgari­scher Rom an­ge­kündigt. Für ihn war das eine un­an­genehme Über­raschung, die gleich­zeitig zum Beginn seines Aktivis­mus wurde. Mittler­weile en­gagiert sich Radoslav im von ihm ge­gründeten Münchner Verein RomAnity. Zu­sammen mit seinen Mit­gliedern wider­legt er Klischees, mit denen Sinti und Roma be­dacht werden, und möchte über die Viel­fältig­keit dieses Sammel­begriffs in­for­mieren.

Annarina und Lukas sprechen mit ihm über Radoslavs Selbstwahr­neh­mung als Rom, über Bildungs­arbeit und das falsche Bild über Sinti und Roma, das in vielen Medien noch prä­sent ist.

Read the rest of this entry »

Podcast: Diskriminiert in der Medizin

Februar 18th, 2023  |  Published in Internet & Blogothek, Interview, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

NDR-Podcast Synapsen: Diagnose: Rassismus – Diskriminiert in der Medizin

Wissenschaftsjournalistin Yasmin Appelhans ist der Frage nach­ge­gangen, wie rassis­tisch unser Gesund­heits­system ist. Im Gespräch mit Host Lucie Kluth spricht sie zum Beispiel über alte Vor­urteile, die auch heute offen­bar noch im­mer zu „Diagno­sen“ wie „Morbus Bosporus“ oder dem „Mam­ma-Mia-Syn­drom“ wer­den. Und auch in der Forschung muss sich einiges ver­ändern, damit das Ge­sundheits­system nicht mehr dis­krimi­nie­rend ist und damit nicht weiter­hin der weiße Mann im Fokus sämt­licher Unter­suchun­gen bleibt – denn es kommt immer wieder vor, dass zum Beispiel Men­schen mit Migra­tions­ge­schichte teil­weise gar nicht oder zu spät be­handelt werden. In­wiefern be­ein­flusst also die Her­kunft die Gesundheit?

(Text und Sendung: NDR)

„Es braucht ein Gesetz zum Schutz der Roma“

Januar 28th, 2023  |  Published in Einrichtungen, Interview, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Emmerich Gärtner-Horvath, Vorsitzender des Volksgruppenbeirats der Roma (Foto: Roma-Service)BVZ: Emmerich Gärtner-Horvath im Gespräch

Heuer jährt sich die Anerkennung der Roma als Volks­gruppe zum 30. Mal. Emmer­ich Gärt­ner-Hor­vath, Vor­sitzen­der des Volks­gruppen­beirats der Roma und Ob­mann des Vereins Roma-Service über Vor­urteile, In­tegra­tion und die Iden­tität.

BVZ.at: Am 13. März 1987 überbrachten junge Oberwarter Roma dem dama­ligen Bundes­prä­si­dent Kurt Waldheim eine Petition, in der sie sich gegen das Lokal­verbot in Ober­warter Disko­theken wehrten. Un­glaub­lich, dass so etwas vor knapp 35 Jahren mög­lich war. Sechs Jahre später folgte am 16. Dezem­ber 1993 durch einen Beschluss im Haupt­aus­schuss des National­rates die An­erken­nung der Roma als sechs­te Volks­gruppe in Österreich.

Im Rückblick, was hat sich seitdem verändert?
Emmerich Gärtner-Horvath: Es war ein langer Weg, aber ein wichtiges politi­sches Signal, welches durch die An­erkennung ge­setzt wurde. Vorurteile und Dis­kriminie­run­gen gibt es nach wie vor und denen gilt es ent­gegen­zu­wirken. Es ist nicht alles eitel Wonne, aber es ist unser Ziel, dass Roma Bildung ohne Vor­urteile genießen und ohne Dis­kriminie­rung. Die Sprache können wir nur dann retten, wenn sie un­sere Kinder auch leben dürfen, ohne, dass sie dadurch in der Gesell­schaft Nachteile haben.

Genau die Sprache der Roma ist es, die von vielen in der Volks­gruppe aber nicht mehr ge­spro­chen wird. Aus Scham oder weil es zu wenig Mög­lich­keiten gibt?
Gärtner-Horvath
: Die Sprache ist ein unverzichtbarer Kulturträger und eine eigen­ständige Kultur wird am besten von der Gruppe be­wahrt und gepflegt, die auch ihre eigene Mutter­sprache be­wahrt und pflegt. Denkt man daran, dass erst mit der An­erken­nung die Spuren­suche nach unserer Iden­tität be­gonnen hat, dann ist die Ent­wicklung rasant. 1995 haben wir das erste Buch heraus­ge­bracht, 1996 wurde Romanes im Minder­heiten­schul­gesetz in Burgenland ver­ankert, 1999 haben wir erst­mals Romanes un­terrichtet. Read the rest of this entry »

„RYMEcast“: Digitaler denken

Dezember 16th, 2022  |  Published in Internet & Blogothek, Interview, Radio, Podcast & TV, dROMa (Magazin)

LOLO TEPICH: Sejnur Memiši (tscha.) taj Nino Novakovic, Civis-Gala 2022 (kipo: Sejnur Memiši)Roma-Podcast „RYMEcast“: Sejnur Memiši im Gespräch

Sejnur Memiši und Nino Novakovic sind die Master­minds hin­ter „RYMEcast“, einem rich­tungs­wei­sen­den Roma-Me­di­en­pro­jekt in Deutsch­land. Seit Früh­jahr 2020 pro­du­zier­ten die bei­den über 100 Fol­gen ihres Pod­casts. Wir ha­ben uns mit Sejnur über die Hin­ter­grün­de un­ter­halten.

dROMa: Was unterscheidet einen Podcast von einer normalen Radio­sen­dung?
Sejnur Memiši:
Ein Podcast ist quasi ein Audiobeitrag wie im Radio, nur ohne Musik, den man zeit­un­abhängig online – mit dem Smart­phone oder auf dem PC – hören kann. Bei einer Radio­sendung ist man meis­tens von einer be­stimm­ten Sendezeit ab­hängig. Einen Podcast wie­derum kann man jeder­zeit auf Platt­formen wie Spotify, Apple oder Google hören.

Warum habt ihr dieses Medium gewählt?
Ich wollte schon seit meiner Kindheit im Audio-Jour­nalis­mus bzw. beim Radio arbeiten. Durch den Podcast hatte ich den Vorteil, ein­fach an­zu­fangen und nicht von großen Medien ab­hängig zu sein.

Die journalistische Begabung ist dir ja quasi in die Wiege ge­legt worden …
Kann vielleicht sein. Mein Vater ist ebenfalls Journalist und hatte früher in Pristina (Kosovo) seine eige­ne Radio­sendung auf Romanes. Als ich drei oder vier war, durfte ich ihn einmal zu seiner Arbeit be­gleiten und ihm hinter den Kulissen zu­schauen. Und seit­dem war mein Interesse für Medien, Jour­na­lismus und fürs Moderieren ge­weckt. Neben meinem Vater ist auch mein Onkel, mütter­licher­seits, Jour­nalist und arbei­tet als Moderator bei „Radio Romano“ in Schweden. Read the rest of this entry »