Ungarn: Kein Denkmal für die Ermordeten
Mai 17th, 2010 | Published in Geschichte & Gedenken, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte | 2 Comments
Budapester Zeitung: Der Gemeinderat von Tatárszentgyörgy hat ein Denkmalprojekt für die Opfer des Anschlages auf Roma (mehr hier oder hier) abgelehnt. Auf öffentlichen Plätzen will man kein Denkmal, höchstens am Tatort am Dorfrand, bei Csorbas im Hof, als Privatdenkmal der Familie.
Der deutsche Künstler Alexander Schikowski, der in einer Budapester Schule als Deutsch- und Kunstlehrer arbeitet, hat der Gemeindeverwaltung für einen der zentralen Plätze des Ortes eine 3,4 Meter breite und 5 Meter hohe abstrakte Holzskulptur angeboten. Doch der Gemeinderat entschied auf einer Sitzung Ende März, dass er der Aufstellung des Kunstwerks nicht zustimmt. Bürgermeisterin Mária Berente begründet die Ablehnung so: „Das Kunstwerk würde die Bewohner und Besucher des Dorfes immer an die Tragödie erinnern, wo sie doch alle diese vergessen möchten.“ Sie riet dem Künstler, Kontakt mit der Familie der Opfer aufzunehmen, um die Skulptur im Hof der Csorbas aufzustellen. Doch die Angehörigen der Opfer möchten das Denkmal auch nicht haben. „Das Gedenken gehört auf den Friedhof“, sagte die Witwe des ermordeten Róbert Csorba dem Nachrichtenportal origo.hu. Auch andere Roma aus dem Ort stellen sich eine andere Form des Gedenkens vor. „Man sollte lieber zwei Trauerweiden neben das Haus pflanzen“, sagt eine Nachbarin. Nur die Mutter des getöteten Familienvaters ist empört. „Das Denkmal hätten die Politiker selbst stiften müssen“, so Frau Csorba. (…)
Lesen Sie hier bitte den ganzen Artikel von Gergely Kispál, erschienen in der Budapester Zeitung vom 17. Mai 2010. Und hier finden Sie einen Aufruf zur Mithilfe beim Wiederaufbau des abgebrannten Roma-Hauses.
Mai 17th, 2010 at 16:02 (#)
[...] This post was mentioned on Twitter by Roma-Service. Roma-Service said: #Ungarn: Kein Denkmal für die ermordeten #Roma von Tatárszentgyörgy (Budapester Zeitung): http://www.roma-service.at/dromablog/?p=9531 [...]
Mai 18th, 2010 at 14:16 (#)
[...] mehr auf dromablog , und bei der Budapester Zeitung (die auch [...]