Burgenland: 20 Jahre Roma-Volkshochschule

September 11th, 2019  |  Published in Einrichtungen, Politik, Veranstaltungen & Ausstellungen

Landtagspraesidentin_VerenaDunst_30_Jahre-Roma-Bewegung_und_20-Jahre-Roma-Volkshochschule30 Jahre Roma-Bewegung und 20 Jahre Ro­ma-Volks­hoch­schu­le wur­den groß ge­feiert

Die Roma-Volkshochschule Burgenland feiert 2019 ihr 20-jäh­ri­ges Beste­hen. Gleich­zeitig wird auch daran erin­nert, dass zehn Jahre frü­her, 1989 in Oberwart, der erste Ro­ma-Ver­ein Öster­reichs (Anm.: „Verein Roma“) ge­grün­det und ein Pro­zess ge­startet wurde, der ein paar Jahre später zur An­erken­nung als Volksgruppe füh­ren sollte. „Mit dem ers­ten Roma-Verein Ös­ter­reichs im Jahr 1989 in Oberwart wur­de ein wich­tiger und histori­scher Schritt ge­setzt. Drei Jahre später, am 15. Okto­ber 1992, wurden die Roma und Sinti im National­rat ein­stimmig als öster­reichi­sche Volks­gruppe an­erkannt“, erklärte Land­tags­prä­si­den­tin Verena Dunst bei der Feier am Sams­tag­abend im Offenen Haus Ober­wart (OHO).

Mit einem großen Fest sorgten Bands, darunter das David Samer Trio, Ferry Janoska & Joschi Schnee­ber­ger Trio, Harri Stojka oder Romano Rath, für gute Stim­mung im Offenen Haus Ober­wart. Land­tags­prä­siden­tin Vere­na Dunst er­klärte bei ihrer Rede, dass zwar in den letz­ten 30 Jahren sehr viel er­reicht wurde, die Emanzi­pation der öster­reichi­schen Roma und Sinti aber noch lange nicht ab­geschlossen ist. Sie zitierte dabei den Grün­der des Kulturvereins öster­reichi­scher Roma, Pro­fes­sor Rudolf Sarközi, der am 12. März 2016 ver­storben ist: „Ich bin ins kalte Wasser gesprun­gen, heute ist es warm.“ Sarközi hat damit den mühe­vollen, aber letzt­endlich erfolg­reichen Weg beschrie­ben, der zur An­erken­nung der Roma als Volks­grup­pe in Österreich ge­führt hat.

Situation hat sich heute verbessert

Fast 30 Jahre nach der offiziellen Anerkennung als Volksgruppe hat sich die Situa­tion der Roma in Öster­reich und im Burgenland in vie­len Berei­chen ver­bessert. „Vom Rand in die Mitte der Gesell­schaft wurde viel er­reicht, aber es bleibt noch viel zu tun, gerade inter­national. Wir können im Burgen­land stolz auf die kultu­relle Vielfalt sein, die auch von den Burgenland-Roma ge­prägt wird.“

Die Roma-Volkshochschule leistet dabei einen wichtigen Bei­trag, indem sie die Kultur der öster­reichi­schen Roma, sowie ihre Musik und Künstler in den Mittel­punkt stellt. Öster­reich und ganz beson­ders das Burgen­land kön­nen als Bei­spiel dienen, wie das Zu­sam­men­leben von Volks­gruppen funk­tio­niert. Dieses part­ner­schaft­li­che Mit­einander muss ge­pflegt wer­den, das ist ein Marken­zeichen, ein fes­ter Bestand­teil der burgen­ländi­schen Identität. „Dieser Ver­ant­wortung müs­sen wir – über die gesetz­lichen Ver­pflichtungen hinaus­gehend – auch stets ge­recht werden“, sagte Verena Dunst ab­schlie­ßend. Das be­trifft die Bildungs­möglich­keiten der Roma, die Wohn­situa­tion, die Chan­cen im Beruf sowie den respekt­vollen Um­gang im Alltag.

5.000 Euro an  VHS Roma überreicht

Landtagspräsidentin Verena Dunst überreichte der Roma-Volks­hochschule im Rah­men des Fest­aktes im Na­men des Landes­haupt­mannes Hans Peter Doskozil einen Scheck in der Hö­he von 5.000 Euro.

(Text: Landesmedienservice Burgenland)

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