Die Geschichte von Stana und Nada

August 1st, 2019  |  Published in Geschichte & Gedenken

Usnija Buligović von Thara (Foto: spendeninfo.at / Thomas Kronberger)Anlässlich des internationalen Gedenk­tages für den Ge­no­zid an Roma und Sinti am 2. August er­zählt die Lei­te­rin des Volks­hil­fe-Pro­jekts Thara in Wien erst­mals ihre per­sön­li­che Fa­mi­lien­ge­schich­te.

Usnija Buligovićs Familie stammt aus Ungarn und Kroatien. Sie selbst arbei­tet seit über zehn Jah­ren für die Bil­dungs­initia­tive Thara Romano Svato der Volkshilfe Österreich. Trotz die­ser lan­gen beruf­li­chen Tätig­keit im Roma-Be­reich sagt sie: „Ähn­lich wie bei ande­ren Opfer­grup­pen ist der Genozid in un­se­rer eige­nen Familie lan­ge Zeit ein Tabu ge­we­sen. Erst vor ein paar Jah­ren habe ich er­fah­ren, dass gro­ße Teile unse­rer kroati­schen Familie wäh­rend des Holocaust er­mor­det wur­den. Da­vor haben wir nie wirk­lich über dieses Thema ge­spro­chen. Und das, ob­wohl so­wohl ich als auch mein Vater in der Ro­ma-NGO-Sze­ne tä­tig sind.“

Die Roma und Sinti auf dem Gebiet des heuti­gen Kroatiens wur­den in­ner­halb kurzer Zeit und oft ohne De­porta­tio­nen er­mordet. Usnija Buli­gović erin­nert sich an Er­zäh­lun­gen ihrer kro­ati­schen Groß­mutter: „Die Mutter mei­nes Vaters, die Stana, hat ihre gan­ze Familie in Adaševci ver­loren. Sie ka­men nicht ein­mal in ein Lager. Sie wurden ein­fach ge­sam­melt und in die Donau un­ter das Eis ge­worfen. Diese ent­setzliche Grau­sam­keit war die üb­liche Methode

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. Wie die Stana über­lebt hat, blieb ein Geheim­nis, das hat sie uns nie er­zählt.“

Jene, die deportiert wurden, kamen in eines der größ­ten Kon­zentra­tions­lager Europas, nach Jasenovac. Es war ein Ar­beits-, Sam­mel- und Ver­nich­tungs­lager, wurde von der Ustascha be­trie­ben und als „Auschwitz des Balkans“ be­zeichnet.

„Meine Oma mütterlicherseits, die Nada, kam aus Ungarn. Sie saß schon in einem Zug, auf dem Weg ins Lager, als ihr Vater es ge­schafft hat, mit ihr und ein paar Fami­lien­mit­gliedern aus dem Zug zu flüchten“, er­zählt Us­nija Buli­gović. „Nada hat ein­mal erzählt, dass sie sich in einem Dorf ver­steckt ha­ben, bei einer Familie, im Stall bei den Pferden. Sie durf­ten nicht Romanes spre­chen und das war als kleines Kind für sie sehr schwie­rig. Sie war viel­leicht 4 oder 5 Jahre alt. Aber sie ha­ben überlebt.“ In Ungarn wurden zwischen 1944 und 1945 rund 30.000 Roma in Kon­zentra­tions­lager depor­tiert, die Wenigs­ten über­lebten.

„Die Nada würde diese Geschichte heu­te nicht er­zählen. Weil man das außer­halb der Roma-Fa­milie nicht er­zählt. Es ist ein un­geschrie­be­nes Gesetz. Auch das ist ein Erbe des Holocaust. Dieses extre­me Misstrauen, ge­gen­über allem, was nicht Roma ist. Ich arbeite so viele Jahre für die Roma-Com­mu­nity und das ist das ers­te Mal, dass ich etwas Per­sön­lic­hes er­zähle zu die­sem Thema. Ich habe die eige­ne Fami­lien­ge­schich­te lan­ge Zeit komplett aus­ge­blen­det. Diese nicht be­arbei­te­ten Traumata wer­den von Ge­nera­tion zu Genera­tion weiter­gege­ben, wenn man nicht darüber spricht. Und daher ist es mir wichtig, diesen Kreis­lauf zu durch­bre­chen und darüber zu reden“, betont Usnija Buligović.

„In Öster­reich über­lebten von den 12.000 Roma und Sinti nur 1.500 die Ver­folgung während des Zwe­iten Welt­kriegs. In Europa wur­den rund 500.000 Roma und Sinti wäh­rend des National­sozialis­mus er­mordet. Ein Völkermord, der ver­drängt und lange ver­gessen wur­de. Bis heute ist die Le­bens­situa­tion von Roma und Sinti von Vor­urtei­len und Aus­gren­zung ge­prägt. Die Be­kämpfung von Dis­kri­minie­rung darf des­halb nicht von der poli­ti­schen Agenda ver­schwin­den, damit sich die Geschichte nicht wieder­holt“, mahnt Erich Fenninger, Direk­tor der Volks­hilfe Öster­reich zum Gedenktag.

(Text: Volkshilfe Österreich)

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