Rudi, die Rumänen und die Räumung

Mai 8th, 2017  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

Abriss der Roma-Unterkünfte in Frankfurt am Main (Foto hr/Hessereporter)hr / Hessenreporter, 7.5.2017, 30 Min.
Frankfurt/M. – eine Reportage von Jochen Riegler
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Jahrelang leben sie in selbst gezimmer­ten Hütten auf einer Industrie­brache im Schat­ten der Frank­fur­ter Skyline: rund vier­zig Men­schen aus Rumänien, die meis­ten Roma. Ohne Rudi von der Helm, einen Rent­ner aus Frankfurt, der sich um sie küm­mert, wäre es wahr­schein­lich gar nicht so lan­ge gut ge­gan­gen – bis dann, An­fang Februar, ein Feuer auf dem Platz aus­bricht. Die Feuer­wehr rückt an, und weni­ge Tage später ge­schieht, was alle schon lange be­fürch­te­ten: Bagger walzen die Buden nieder. End­lich gibt es einen Anlass für die Stadt, das um­strit­tene Bretter­buden­dorf zu räumen.

Doch damit ist das Problem nicht gelöst: Vorüberge­hend kom­men die Rumänen in einem Flücht­lings­heim unter (Anm. d. dROMa-Red.: das Vor­gehen der Stadt rief heftige Kritik hervor, mehr hier und hier), ein paar treten mit ein paar Euro aus­ge­stat­tet die Heim­reise per Bus an. Aber die meisten sehen in ihrer Hei­mat Rumänien noch we­ni­ger Lebens­perspek­ti­ven als im wohl­ha­ben­den Frankfurt, wo sie von Gelegen­heits­jobs und Flaschen­sammeln leben. Ein Dauer­bren­ner für die Banken­stadt: Wohin mit den Armuts­migranten aus Europa? „Hessenreporter“ Jochen Riegler begleitet die Rumänen und ihren Helfer Rudi bei der Suche nach einem Ort zum Le­ben und das Tak­tieren im Frank­fur­ter Rat­haus, den Römer.

(Text: hr/Hessenreporter)

Siehe auch:
Frankfurt: Förderverein wiederholt Vorwürfe, 5.3.2017
Kritik nach Räumung in Frankfurt a. M., 2.3.2017
Frankfurt: Brandanschlag auf Obdachlose, 8.12.2016

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