Österreich 2020 – die Zukunft der Roma

Juli 10th, 2009  |  Published in Radio, Podcast & TV

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10.7.2009, 20:00 und 11.7.2009, 20:30 Uhr

Roma 2020Zum Thema „Österreich 2020“ beschäftigt sich diese Ausgabe der Sendung mit den Zukunftsperspektiven der Volksgruppe der Roma: Der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates für Roma, Rudolf Sarközi, ist bereits seit über zwanzig Jahren aktiv. Eine wesentliche Frage für ihn sei, wie lange die autochthone Volksgruppe noch existieren werde. Es sei jedoch nicht wichtig, welche Roma-Gruppe die Überhand habe, solange die Vereine gut organisiert und tüchtig arbeiten und die Gedenkkultur erhalten würden, so Sarközi. Weiters sei die neue Generation der jungen Roma entscheidend für die Entwicklung der Roma Volksgruppe. Sarközi hoffe, dass diese Jugend leistungs- und wirtschaftsorientiert handelt, und gleichzeitig ihre Kultur weitertragen wird. Dies werde jedoch nicht funktionieren, wenn sich das Klischee des „faulen Zigeuners“ nicht aus den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft streichen ließe. 

Ruzsa Nikolić-Lakatos ist eine der bekanntesten Roma-Musikerinnen Europas. Ihr ist die gesetzliche Anerkennung als Volksgruppe zu wenig. Denn immerhin sei die Jugend der Schlüssel zur Zukunft und diese werde vor allem in der Ausbildung zu wenig gefördert. Melinda Stoika war Sängerin der Kultband „!DelaDap“ und steht genau für die junge Generation der Roma, die uns in Zukunft den Weg weisen soll. Melinda betont, stolz auf ihre Herkunft zu sein und keineswegs leugnen zu wollen, dass sie Romni ist. Auch ihre Kinder sollen mit der Muttersprache Romanes aufwachsen. Andreas Tröscher, seines Zeichens APA-Redakteur für Osteuropa-Fragen, erklärt, was für eine Rolle die Medien für die Roma in Zukunft spielen könnten.

Gilda Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at

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