Radio Corax: „Was mit Unku geschah“
April 30th, 2014 | Published in Geschichte & Gedenken, Jugend & Bildung, Radio, Podcast & TV | 1 Comment
„Was mit Unku geschah – Das kurze Leben der Erna Lauenburger“
Radio Corax, 7.4.2014 (10.37 min.)
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Im Rahmen der Aktionstage gegen Antiziganismus in Sachsen-Anhalt fand in Halle ein Filmabend mit Jana Müller vom Alternativen Jugendzentrum Dessau statt. Das Alternative Jugendzentrum erforscht seit vielen Jahren die Lebens- und Leidenswege der Sinti, die Anfang 1938 aus Dessau-Roßlau vertrieben wurden. Ergebnisse dieser Erinnerungsprojekte mit Jugendlichen flossen in den Film „Was mit Unku geschah – Das kurze Leben der Erna Lauenburger“ (wir berichteten). Über die Ergebnisse des Projektes hat Radio Corax mit Jana Müller gesprochen. Sie gehört zu den Initiatoren des Projektes.
Die deutsche Sinteza Erna Lauenburger, genannt Unku, war die Titelheldin des 1931 erschienenen Jugendromans „Ede und Unku“ der jüdischen Schriftstellerin Grete Weiskopf (Pseudonym Alex Wedding). Unku starb 1943 in Auschwitz. Ab 1972 zählte das Buch zur Pflichtlektüre des Deutsch-Unterrichtes in der DDR.
April 30th, 2014 at 09:10 (#)
[...] Im Rahmen des Projektes „Lokale Geschichte sichtbar machen“ stieß ein Projekt des Alternativen Jugendzentrums Dessau-Roßlau bei Recherchen darauf, dass Dessau die Heimat von „Unku” war – einem realen Mädchen, das die jüdische Schriftstellerin Grete Weiskopf alias Alex Wedding zu ihrem Roman „Ede und Unku“ inspirierte, der in der DDR-Zeit zur Pflicht-Schullektüre gehörte. Unku hieß eigentlich Erna Lauenburger und war eine Sintezza – weshalb ihr Leben wie das ihrer Familienmitglieder beispielhaft das Schicksal der Sinti und Roma zur NS-Zeit zeigt. Die Jugendlichen haben ihre akribischen Archivrecherchen und Zeitzeugenbefragungen zu dem 35-minütigen Film „Was mit Unku geschah“ zusammengetragen. Projektleitung: Jana Müller, Alternatives Jugendzentrum Dessau. >>Interview mit Jana Müller [...]