„Wer sie kennt, sieht vieles anders“

Februar 27th, 2014  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

Verena Fuchs im Matratzenlager des Caritas-Notquartiers. In diesem Raum schlafen weibliche Bettler. (Bild: SN/chr)Bettler in Salzburg: „Wer sie kennt, sieht vieles anders“

Verena Fuchs arbeitet unbezahlt im Winter­not­quar­tier der Caritas. Dort hört sie die Lebens­ge­schich­ten je­ner Roma, die auf Salz­burgs Straßen betteln.

Christian Resch/Salzburger Nachrichten: Mittler­wei­le sind es 70 Frei­wil­lige, die sich die Abend- und Nachtdienste in der Müll­ner Haupt­straße 6 teilen. Dort, in der ehe­mali­gen Landes­pflege­anstalt, gibt es zwei Schlafsäle mit Iso-Matten und Matratzen, einen Aufent­halts­raum, Duschen, WC, eine Küche. 25 Armutsmigranten – was derzeit nur ein anderes Wort für Bettler aus Südosteuropa ist – finden dort Platz. Helfer kochen im Notquartier, oder sie neh­men selbst gemachte Mahl­zeiten von zu Hause mit. Auch der Seel­sorge­verein der islami­schen Glaubens­gemein­schaft arbeitet mit und liefert jeden Freitag Essen. Verena Fuchs arbei­tet seit Herbst ehrenamtlich in dem Cari­tas-Quar­tier. Die SN sprachen mit der 24-jäh­rigen Studentin über ihre Moti­vation und ihre Erleb­nisse.

SN: Frau Fuchs, die rumänischen Bettlergruppen regen viele Salzburger auf. Es ist von mafia­ähnli­chen Banden die Rede. Wieso schenken sie solchen Leuten ihre Zeit?
Fuchs:
Ich finde, es ist eine ziemliche Hetzkampagne, die da über die Bühne geht. Leider kommt diese Hetze langsam auch in der Bevöl­kerung an, und das ist schlimm. Auch meine eigenen Freunde fragen mich manch­mal, wieso ich das mache – wo doch alle Bettler angeb­lich in kriminellen Banden orga­nisiert seien. Ich sage: Man muss selbst einmal mit diesen Leuten in Kontakt kommen. Wer diese Bettler per­sönlich ken­nen­lernt, sieht man­ches anders.

SN: Aber völlig unorganisiert sind die Bettler wohl auch nicht.
Fuchs:
Nein, natürlich nicht. Das ist schon eine Community, wo man sich unter­einan­der kennt und auch hilft. Bei uns wird jeder Gast beim Ein­gang registriert. Und da sieht man schon: Sehr viele Leute haben den­selben Familien­namen. Da sind oft Vater und Sohn da, oder auch die Töch­ter, häufig auch ent­fern­tere Verwandte wie Cousins und Cousinen. Ich kann natürlich keine wissen­schaft­lichen Studien machen – aber ich hätte nie so das Gefühl gehabt, dass da Zwang aus­geübt wird. Wie genau aber die Hinter­grund­struk­turen aus­sehen, das kann ich nicht sagen.

SN: Aber wer sitzt freiwillig den ganzen Tag auf dem Boden und bettelt, gerade im Winter?
Fuchs:
Das habe ich mich auch immer gefragt: Wer ist so arm, dass er das macht? Meist sind es Men­schen aus Tschechien oder Ungarn – in letzter Zeit zum aller­größ­ten Teil Rumänen. Was ich oft erzählt be­komme, ist das: Zu Hause haben die Leute furcht­bare Bedin­gun­gen, manch­mal nicht einmal Wasser oder Strom. Und sie glauben, als EU-Bür­ger bei uns arbei­ten zu können. Also fahren sie ein­fach einmal her.

SN: Sie glauben, die meisten Südosteuropäer haben zuerst gar nicht vor, zu betteln?
Fuchs:
Zumindest bei etlichen ist das so. Sie kommen hier­her und finden natür­lich keine Arbeit. Viele Gäste sagen, dass sie schon öfter beim Arbeitsmarkt­service waren und da regel­mäßig hin­gin­gen. Nur: Wer keinen festen Wohn­sitz hat und keine Bank­ver­bin­dung, der tut sich natür­lich extrem schwer

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. Und am Ende bleibt dann viel­leicht übrig, Straßenzeitungen zu ver­kaufen. Oder zu betteln. (…)

SN: Laut Caritas sind viele Bettler ziemlich krank – irgend­wie logisch, im Winter.

Fuchs: Ja, und die Gesundheitsversorgung ist ein ziem­liches Problem. In den Spitälern wissen die Angestell­ten oft nicht, was sie mit so einem Armuts­migran­ten machen sollen. Der ist ja nicht ver­sichert. Ich hatte einen Fall, wo ein Mann einen zwei Zentimeter langen Glas­scher­ben im Unter­arm stecken hatte – schon seit langer Zeit, weil ihm auch in Rumänien ohne Geld nicht gehol­fen wurde. Der Arm war schon ohne Gefühl. Es war eine ziem­lich lang­wie­rige Sache, bis wir so weit waren, dass der Ver­letzte im Landes­spital behandelt wurde. Es hat sich heraus­gestellt, dass es einen Aus­gleichs­fonds für die Kosten gibt.

(…)

Lesen Sie bitte das hier nur auszugs­weise wieder­ge­ge­bene Interview in vol­ler Länge auf salzburg.com.

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