Ö1 Campus: Diskurs am Freitag

Juni 29th, 2012  |  Published in Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte

ORF Ö1 CampusDiskurs am Freitag: „Die Roma: Leben zwischen Ausgrenzung und gewalttätigen Übergriffen“


Sendungsankündigung für Ö1 Campus am 29. Juni 2012 von 20 bis 21 Uhr – Live im Webradio von Ö1: Claudia Aurednik diskutiert mit der Künstlerin Marika Schmiedt und dem Historiker Marius Weigl über die aktuelle Situation der Roma-Minderheit.

Die Roma werden manchmal positiv romantisierend als ein „musikalisch begabtes fahrendes Volk“ bezeichnet. Häufig werden mit der Roma-Minderheit jedoch negative Stereotype assoziiert, die auch politisch von rechten Parteien instrumentalisiert werden. So leiden die ungarischen Roma unter der rassistischen Hetze der Jobbik-Partei, die im letzten Jahr „Bürgerwehren“ in dem Roma-Viertel einer Kleinstadt patrouillieren ließ. Doch auch in Bulgarien und der Slowakei [Anm. d. dROMa-Red.: ... und in Österreich, der Schweiz und auch in Deutschland] ist es während der letzten Jahre zu gewalttätigen Übergriffen gegen die Volksgruppe gekommen. Wieso lässt sich die ungarische Gesellschaft derart gegen die Roma-Minderheit aufhetzen? Gibt es Unterschiede zwischen den Lebensverhältnissen der Roma in Österreich und Osteuropa? Welche Wurzeln hat der Antiziganismus? Und wieso wurden die Roma nach 1945 lange nicht als Opfer des NS-Regimes anerkannt?

Zu den Gästen:

Marika Schmiedt ist Filmemacherin, bildende Künstlerin und Aktivistin. In ihrer Dokumentation „Roma Memento. Zukunft ungewiss?“ (2012) setzt sie sich mit dem Leben der Roma in Belgrad und mit dem Schicksal ihrer Mutter als Roma-Frau in Österreich während des NS-Regimes auseinander.

Marius Weigl ist Historiker und beschäftigt sich in seinen Forschungen und Vorträgen mit der Geschichte des Antiziganismus.

(Text: Ankündigung Ö1, via Claudia Aurednik)

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