Radio Kaktus: Zukunftsperspektiven

März 20th, 2009  |  Published in Radio, Podcast & TV

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20.3., 20:00

In unserem Schwerpunkt „Das Jahr 2020“ beschäftigen wir uns mit den Zukunftsperspektiven des Roma-Volkes:

Neue Generation entscheidet

Volksgruppenvorsitzender Rudolf Sarközi ist bereits seit über 20 Jahren aktiv. Eine wesentliche Frage für Sarközi sei, wie lange die autochtone Volksgruppe noch existieren wird. Es sei jedoch nicht wichtig, welche Roma-Gruppe die Überhand habe, solange die Vereine gut organisiert und tüchtig arbeiten und die Gedenkkultur erhalten würden, so Sarközi. Weiters sei die neue Generation der jungen Roma entscheidend für die Entwicklung der Roma-Volksgruppe. Sarközi hoffe, dass jene leistungs- und wirtschaftsorientiert handeln und gleichzeitig ihre Kultur weitertragen werden. Dies werde jedoch nicht funktionieren, wenn sich das Klischee des faulen Zigeuners nicht aus den Köpfen der Mehrheitsgesellschaft streichen ließe.

Neue Perspektiven wünschenswert

Rusza Nikolic-Laktatos ist eine der bekanntesten Roma-Musikerinnen Europas. Ihr sei die Anerkennung als Volksgruppe zu wenig. Denn immerhin sei die Jugend der Schlüssel zur Zukunft und diese werde vor allem in der Ausbildung zu wenig gefördert.

Melinda Stoika war Sängerin der Kultband Deladap und steht für genau die junge Generation der Roma, die uns in Zukunft den Weg weisen sollen. Melinda betont stolz auf ihre Herkunft zu sein und keineswegs leugnen zu wollen, dass sie Romni ist. Auch ihre Kinder sollen mit Romanes aufwachsen.

Andreas Tröscher, seines Zeichens APA-Redakteur für Osteuropa-Fragen, erklärt was für eine Rolle die Medien für die Roma in Zukunft spielen könnten.

Gilda Horvath, ORF Volksgruppenredaktion
volksgruppen.orf.at

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