Marius Weigl: Internierung und Militärdienst

April 22nd, 2023  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Wissenschaft

Cover_Weigl_Internierung-MilitaerdienstMarius Weigl: Internierung und Militärdienst. Die ‚Lö­sung der Zigeu­ner­frage‘ in Öster­reich-Un­garn im Ers­ten Welt­krieg (=Sozial- und wirt­schafts­his­to­ri­sche Stu­dien, Bd. 40), Böhlau: Wien u.a. 2022 (Dez.), 560 S.

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Das Wiener Innenministerium der Republik Österreich ging 1918 davon aus, dass die ‚Zigeunerfrage‘ im Zuge des Ersten Welt­kriegs gelöst worden sei. Die Krimi­na­lisie­rung von Armut und die An­nahme, dass Mittel­lose eine Ge­fährdung für die öffent­liche Ordnung und Sicherheit dar­stellen würden, nahmen im Ersten Weltkrieg eine neue Di­men­sion an, als über eine Mil­lion Flücht­linge aus den Kriegs­­gebieten in den Westen Österreich-Un­garns kamen oder von den Militär­behörden eva­kuiert wurden. In­folge der Inter­nie­rung von Flücht­lingen sowie von ‚politisch ver­däch­tigen‘ Zivilisten und Zivi­listin­nen wurde das ‚Zigeuner­lager‘ in Hainburg an der Donau er­richtet.

In 1918 according to the interior ministry in Vienna of the Republic of Austria there was no ‘Gypsy mischief’ any­more. The crimi­na­lization of poverty and the assump­tion about des­titute persons would en­danger the public order and security climaxed a new dimen­sion in World War One, when more than one million re­fugees from the war zones arrived in the wes­tern regions of Austria-Hun­gary or were eva­cuated by the military forces. Fol­lowing the intern­ment camps for refugees and ‘political sus­picious’ civilians, a ‘Gypsies camp’ was built in Hainburg an der Donau.

(Text: Verlagsinfo)

Siehe auch:
E-Theses: „Für die öffentliche Sicherheit“ (2012)

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