Sensiro: Evaluierung der nationalen Strategie

Oktober 6th, 2022  |  Published in Dokumente & Berichte, Radijo/TV Erba (Tschibtscha), Wissenschaft

Radijo ErbaRadijo Erba & TV Erba

Tschibtscha | 6.10.2022 | 8:04 min

Präsentation an der Uni Wien: „Studie zur Evaluie­rung der na­tio­na­len Stra­te­gie zur In­klu­sion der Rom:nja in Öster­reich“

Ando 4. oktoberi 2022 Betschiste upri universi­teta i schtu­dija pre­senti­rim uli. La schtu­dijake 400 schel andi Austrija dschivde Romnja taj Roma phutschle ule, pedar oda ari te organisacija taj dschene, save le prik­bescha­ri­peske buti kernahi, lenca vake­riptscha kerde ule. Sensiro hi jek projekto, savi i nacijo­nali stra­tegija uso utscheder keripe la socijala inklu­sijo­natar le Romendar savi ando bersch 2001 ardim uli, taj o bajder keripe arkerdo ulo, eva­lujirim te ol. Cil le evaluji­ri­ni­pestar hi, ari te lakel, sar taj kitschi le bun­dakere birov­tschostar definirti ciltscha, reste ule. La austri­jakera regi­rungatar bescharde ke­riptscha hi o palva­keripe andar o bersch 2011. la EU-akere be­scharde stra­tegischi kerip­tschendar le Romenge andi EU. O virkini­peskere ciltscha hi: Nisaj dis­kri­minacija le Romendar uso sikadipe, buti, sastipe taj ando khera kaj atschen. Sora­lipe le Romen­dar ando cile kheta­ni­peskere koji, Palmaripe le steri­jotipschendar taj le anti­ciganis­musistar, sen­siblisirinipe le pra­dipestar taj gadschendar le aun­paschlari­peske le Romenge taj buter aver koji meg.

SENSIRO ist ein Projekt, das die nationale Strategie zur Erhöhung der sozialen In­klusion der Rom*nja, die 2011 ver­ab­schiedet wurde und deren Fort­setzung vor kurzem beschlossen wurde, un­abhän­gig evaluiert. Ziel der Evaluierung ist es, herauszufinden, ob und in­wiefern die vom Bundes­kanzler­amt defi­nierten Wirkungs­ziele erreicht wur­den. Die von der österreichischen Regierung ge­setzten Maß­nahmen sind die Antwort auf den 2011 von der EU ge­setzten strate­gischen Rahmen für Rom*nja in der EU.

Die damit einhergehenden gesetzten Wirkungsziele sind fol­gende: dis­kriminie­rungs­freier Zugang von Rom*nja zu Bildung, Be­schäftigung, Gesundheits­ver­sorgung und Wohnraum, Stär­kung der Rom*nja-Com­mu­nity zur chancen­gleichen Teilhabe in allen gesell­schaft­lichen Bereichen, Be­rücksich­ti­gung der Anliegen der Rom*nja in allen rele­vanten Politik­bereichen sowie im Rahmen einer gene­rellen Integra­tions- und Nicht­dis­krimi­nie­rungs­politik, Maß­nahmen zur Bekämpfung von Stereo­typen, Fremden­feindlich­keit und Anti­ziganismus, Sensibi­li­sierung von Öffent­lich­keit und Mehr­heits­bevöl­kerung für die An­liegen der Rom*nja.

Im Rahmen der Studienpräsentation werden die wichtigsten Ergeb­nisse der Forschung prä­sentiert. Für die Studie wurden 400 in Österreich le­benden Rom:nja befragt, darüber hinaus wurden mit zahl­reichen Ein­richtun­gen und Personen, die mit der Um­setzung befasst sind, Interviews durch­geführt. Diese breite em­pirische Grundlage erlaubt eine kritische und dif­feren­zierte Bewe­rtung der Strategie: Was hat sich bis­lang bewährt und sollte weiter­geführt oder auch aus­gebaut werden? Was könnte getan werden, um bislang ver­nach­lässigte Hand­lungs­felder zu entwickeln? Welches grund­legende Ver­ständnis einer Strategie braucht es, um die gesell­schafts­politischen Ziele, die von der Strategie be­müht werden, wie Chancen­gleich­heit, Gerech­tigkeit, Teilhabe, kon­sequent durch­zu­setzen? Der Themen­bereiche der Studie sind: Partizi­pation, Arbeitsmarkt, Bildung, Gesundheit, Wohnen, Armut und materielle Lebens­bedin­gungen, Er­mächti­gung, Bekämpfung von Dis­kriminie­rung und von Anti­ziganis­mus/Rom:nja­feind­lich­keit sowie Gedenken und Erin­nerung.

(Beitrag und Text: TV Erba)

Comments are closed.