100 berscha granicakere historiji

März 4th, 2022  |  Published in Radijo/TV Erba (Tschibtscha)

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Tschibtscha | 4.3.2022 | 11.57 min

border(hi)stories – 100 Jahre Grenzgeschichte(n)

Das Projekt border(hi)stories – 100 Jahre Grenz­geschich­te(n) setzt sich mit der Geschichte des Grenz­raums von Österreich und Ungarn im 20. Jahr­hun­dert aus­einander, indem es die Narrative rund um ver­gangene Konflikte be­leuchtet. 26 Gedenk­orte er­innern an tra­gische Ereig­nisse, aber auch an grenz­über­schrei­tende Ver­bindun­gen und Ko­opera­tionen vom Ersten Weltkrieg bis in die Gegen­wart – aus unga­rischer wie auch aus öster­reichi­scher Per­spektive.

O projekto border(hi)stories – 100 berscha grani­cakeri historija pe la histo­rijaha le gran­icakere thanstar andar i Austrija taj Ungriko ando bisch schel­berschen­gero donde be­scharel. Bischu­schov gondoli­pes­kere thana palgon­dolinen upro bibas­tale kerip­tscha, ham te pedar o grani­cakere prik gejipeskere phand­lipschtscha taj kehtan butscha­linipe le erschti themes­kere habu­ristar dschi akan – andar ungriki taj austri­tiki perspek­tiva.

Sako artschijipe jeka dijalogiskere mulatintsch­goha use jek phari­peskere punk­toha prado ol. O trin­tschib­tschen­gero rosini­pes­kero artschijipe nimtschko, ungiko taj englitko ande ofto mindenfelitike thana ando Burgenland andar oktoberi bischu bischujek dschi ando terno linaj bischi bischu duj sikado ol. Ando burgen­landi­tiko ungriko grani­cakero than o dschi­dovtscha Roma tradim taj opfertscha jeke flogos­kere murda­ripeske ule. O disku­tantscha taj disku­tantkiji pro­balinen o his­torischi erbe aktu­jeli phutscha­jipendar le minden­felito­kostar, identiteta andi grani­cakeri regijona la Austrijatar taj Ungriko khetan te phandel.

Eine Überwindung der konfrontativen Erinnerungs­kultur ist nur durch eine grenz­über­schrei­tende Zusammen­arbeit von Histori­ker*in­nen, Päda­gog*innen und Erwach­senen­bildner*in­nen möglich, die als (strate­gische) Part­ner*in­nen am Projekt be­teiligt sind. Die Ein­beziehung der Bewoh­ner*in­nen der Grenzregion, vor allem der Jugend, spielt dabei eine ent­schei­dende Rolle. Die drei­sprachige Wander­ausstellung (Deutsch, Ungarisch, Englisch) wird an acht verschiedenen Orten im Burgenland von Oktober 2021 bis ins Früh­jahr 2022 gezeigt. Jede Aus­stellung wird mit einer Dialog­veranstaltung zu einem Schwer­punkt­thema eröffnet. Das Projekt border(hi)sto­ries – 100 Jahre Grenz­geschichte(n) wird durch das Programm Interreg Öster­reich-Un­garn 2014-2020 der Europäi­schen Union finan­ziert.

Der vergessene Genozid an den burgenländischen Roma – Versäum­nisse einer Erin­nerungs­kultur: Die Aus­stel­lung in Großwarasdorf richtet den Blick auf den Um­gang mit kultu­reller Vielfalt im öster­rei­chisch-un­garischen Grenzraum in Ge­schichte und Gegen­wart. Dis­kriminie­rung, Aus­grenzung und Ver­folgung religiöser und eth­nischer Minder­heiten war ein weit ver­breitetes Übel in den euro­päischen National­staaten des 20. Jahr­hunderts. Im burgen­län­disch-un­ga­rischen Grenzraum wur­den Juden und Roma vertrieben und Opfer eines Völker­mordes. Die ungarn­deutsche Bevöl­kerung West­ungarns wurde nach 1945 weit­gehend aus ihrer Heimat vertrieben. Die Disku­tant*in­nen der Dialog­veranstaltung zur Eröffnung der Aus­stellung ver­suchen das histori­sche Erbe mit aktuellen Fragen von Vielfalt, Identität und Zu­gehörigkeit in der Grenzregion von Österreich und Ungarn zu ve­rbinden.

(Beitrag und Text: TV Erba)

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