25. September: Fest der Roma in Oberwart
September 18th, 2021 | Published in Musik, Veranstaltungen & Ausstellungen
Mulantintschago le Romendar
Sa., 25. Sept. 2021, ab 19.00 Uhr
Offenes Haus Oberwart (OHO)
Lisztgasse 12, Oberwart
Im Rahmen der „Kultur & Kunst-Werkstatt – HANGO ROMA“ findet unter dem Motto „Amari kultura taj tradicija – Unsere Kultur & Tradition“ das Fest der Roma – Mulantintschago le Romendar mit dem Schwerpunkt Roma-Musikstile aus dem Burgenland statt.
Die kulturelle Vielfalt der Roma wird mit dieser Veranstaltung den Besuchern nähergebracht. Den Veranstaltern ist es wichtig, dass Tradition und Kultur gepflegt, erhalten sowie in der Öffentlichkeit erlebbar gemacht werden.
„Romano Rath“ — Die Oberwarter Roma-Band „Romano Rath“ („Roma-Blut“) schöpft aus der vollen Bandbreite der Roma-Musik, die von vielfältigen Einflüssen und Musiktraditionen geprägt ist. Neben traditionellen Liedern in Roman finden sich auch deutschsprachige und kroatische Lieder im Repertoire der Gruppe.
„Bela Horvath Ensemble“ — Das ungarische Roma-Ensemble spielt noch den alten, traditionellen Roma-Musik-Stil mit der traditionellen Instrumentalmusik in der Besetzung mit Geige, Bratsche, Klarinette, Zymbal und Kontrabass, den es früher im Burgenland gegeben hat. Die musikalische Ausrichtung orientiert sich vor allem an der „ungarischen Roma-Musik“.
„Leon Berger Band“ — 30 Jahre Roma-Bewegung führte wieder zu einer Aufbruchsstimmung bei den Burgenland-Roma. Die vier Roma Leon Berger (Klarinetvte/Bandleader), Josef Schmidt (Schlagzeug/Gesang), Markus Sarközi (Keyboard/Gesang) und Martin Horvath (Bass/Gesang) gründeten daher im Jahr 2019 die „LEON BERGER BAND“. Mit ihrer Musik möchten sie Sie auf eine musikalische Reise durch die verschiedensten Länder und Arten der Roma-Musik einladen.
Buchpräsentation mit Rosa Gitta Martl: „Bleib stark“ — Rosa Gitta Martls Texte kreisen vordergründig um die eigene Familie. Und doch beziehen sie die Welt ein, die gesellschaftlichen Verhältnisse der Vergangenheit und Gegenwart. Das geht auch gar nicht anders, ist die Autorin doch Angehörige einer lange verfolgten Minderheit, der Sinti, die vor über 500 Jahren in Österreich Fuß fassten. Nur ein einziger Sinto, eine einzige Sintiza von zehn, überlebte hierzulande den Völkermord. Martl lässt ihre ermordeten Großeltern wieder lebendig werden, auch wenn ihr Bild blass bleiben muss, ihre Eltern, die einander als ausgemergelte Überlebende der Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen in den Wirren des Kriegsendes auf der Flucht in einem Wald begegneten. In einer detailreichen und farbigen Erzählung schildert Rosa Gitta Martl unprätentiös ihr eigenes Leben, Freud und Leid, das Festhalten-Wollen an Kultur und Sprache der Vorfahren, die anhaltende Diskriminierung durch den Staat nach der Barbarei des Nazi-Regimes.
Abendveranstaltung des Vereins Hango Roma in Kooperation mit der Roma Volkshochschule Burgenland, Verein Roma-Service und dem Offenen Haus Oberwart, unterstützt von der Österreichischen Gesellschaft für Politische Bildung, Land Burgenland und Kulturabteilung des Landes Burgenland, Zukunftsfonds der Republik Österreich, Bundeskanzleramt Österreich.
(Text: Verein HANGO ROMA)