„Meinen Zorn bereue ich nicht“

März 28th, 2021  |  Published in Interview, Radio & TV, Rassismus & Menschenrechte, Religion

Pfarrer Wolfgang Pucher (Foto: VinziWerke)Als der Gra­zer Vinzi-Pfar­rer 1.000 Euro Prä­mie für den „Bett­ler-Mer­ce­des“ aus­lobte: Armen­pfarrer Wolfgang Pucher – ganz per­sönlich

Graz – Laut gedacht: In der neuen Folge der Pod­cast-Rei­he spricht der Grazer Pfarrer mit „Kleine Zei­tung“-Re­dak­teur Bernd He­cke und räumt dabei ein­mal mehr mit dem Mär­chen von der Bett­ler-Mafia auf.

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Kaum ein Obdachloser in Graz, den er nicht beim Namen kennt, um den er sich nicht schon per­sönlich ge­küm­mert hat. Seit Jahr­zehn­ten setzt sich Pfarrer Wolfgang Pucher für die Ärms­ten ein. Kom­promiss­los, enga­giert und wenn nötig – das haben auch schon zahl­reiche Politiker zu spüren be­kommen – mit einer ge­hö­ri­gen Portion Zorn. Seine streit­bare Stimme hat den gesell­schafts­poli­ti­schen Diskurs nicht nur in der Stadt, sondern in ganz Österreich mit­ge­prägt: Vom Umgang mit den Flücht­lingen des Jugo­slawien­kriegs Anfang der 1990er-Jah­re, über die Dis­kus­sion um das Bettelverbot bis hin zu ganz ak­tuellen und bren­nenden Themen. Kurz vor seinem 82. Geburts­tag lässt er sein Leben und sein Wirken als Geistlicher und als Mensch mit Schwä­chen und Fehlern in einem sehr per­sönli­chen Ge­spräch mit Graz-Res­sort­chef Bernd Hecke Revue pas­sieren. [...]

Der Gottesmann erzählt auch davon, wie er 1.000 Euro Prämie aus­gelobt hat, für den, der ihm den Beweis für berüch­tigten Bett­ler-Mercedes bringt, als in der poli­tischen De­batte die Gerüchte von den Roma-Pa­ten der Bettler-Mafia kur­sier­ten. Und Pucher weiß um große Roma-Fa­milien, die sich das Erbettelte auf­teilen, aber eine Mafia, einen der in Graz abends ab­kassiert, habe er nie be­obachtet.

(Text: Podcast Graz Laut gedacht/Kl. Zeitung)

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