ORF: „Journalismus und Vielfalt“
Dezember 12th, 2020 | Published in Medien & Presse, Radio, Podcast & TV
„Heimat Fremde Heimat“
ORF 2: So., 13. Dez. 2020, 13.30 Uhr
Marin Berlakovich präsentiert das ORF-Magazin mit folgenden Beiträgen:
Journalismus und Vielfalt
Journalistinnen und Journalisten mit schwarzer Hautfarbe, Roma, die über Roma berichten, europäische Fernsehsender, die Sendungen erschaffen, in denen Menschen jeder Herkunft und Religion aktuelle interkulturelle Fragen ausdiskutieren – das alles sind Phänomene, wenn Medienhäuser auf die zur Normalität gewordene gesellschaftliche Diversität reagieren. Der ORF-Moderator Stefan Lenglinger berichtet, warum auf ihm als Moderator mit schwarzer Hautfarbe eine große Verantwortung lastet. Florian Klenk vom Stadtmagazin „Falter“ fordert, dass die Medien in ihrer Besetzung wie auch in ihrer Berichterstattung die gesellschaftliche Diversität widerspiegeln sollen. Medienwissenschaftler Fritz Hausjell zeigt auf, warum Menschen aus den österreichischen Communities als Journalistinnen und Journalisten neue Perspektiven in die Berichterstattung einbringen können. Sabina Zwitter berichtet.
Weitere Beiträge der Sendung:
Flüchten – Ankommen – Bleiben
Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens hat das Integrationshaus einen umfangreichen Monitoringbericht veröffentlicht. Unter dem Titel „Flüchten – Ankommen – Bleiben“ werden darin Beispiele für eine menschenwürdige Asylpolitik festgehalten. Denn seit 2015 herrscht in der EU Uneinigkeit über eine gemeinsame Migrations- und Asylpolitik. Im September hat die EU-Kommission einen neuen Migrationspakt vorgeschlagen. Dieser beinhaltet unter anderem Kontrollzentren an den EU-Außengrenzen, in denen mittels Schnellverfahren geprüft werden soll, wer Chancen auf Asyl hat. In Österreich übernimmt ab 1. Jänner 2021 die Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen, die direkt dem Innenministerium unterstellt ist, die Rechtsberatung von Asylsuchenden. Nichtregierungsorganisationen wie die Diakonie sind besorgt um die Unabhängigkeit der Asylverfahren. Ajda Sticker berichtet.
Das Postmigrantische
Soziale und politische Veränderungen wie auch Identitätsbildungsprozesse – dazu kommt es in weiterer Folge nach einer erfolgten Migration. Und das verändert nicht nur jene 23 Prozent der österreichischen Bevölkerung mit Migrationsbiografie, sondern auch die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit. Postmigrantisch lautet der wissenschaftliche Ausdruck dazu, den die Leiterin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung Naika Foroutan mitetabliert hat. Wie diese neue postmigrantische Perspektive als Erklärungsformel für unsere vielfältige Gesellschaft vieles klarer machen kann, berichtet Sabina Zwitter.
(Text: Programmankündigung ORF)