Radio Corax: Antiziganismus in Ungarn

Juli 16th, 2020  |  Published in Interview, Politik, Radio, Podcast & TV, Rassismus & Menschenrechte

Magdalena Marsovszky (Foto: Academia.edu)Antiziganismus in Ungarn: Staatliche Schikane und struk­tu­rel­le Dis­kri­mi­nie­rung – Radio Corax im Ge­spräch mit der Kul­tur­wis­sen­schaft­le­rin Mag­da­le­na Marsovsky

Radio Corax (Halle), Sendung vom 10.7.2020
11:37 min, 15 MB, →Anhören (mp3)

Antiziganismus, der strukturelle Hass und die strukturelle Dis­krimi­nie­rung von Sinti und Roma, nimmt in ganz Europa zu. In Ungarn, wo Romnja und Roma seit Jahr­hun­der­ten leben, ist der Anti­ziga­nis­mus einer­seits ein kultu­rel­les Erbe, das nicht „auf­ge­arbei­tet“ wurde. Ande­rer­seits wird er seit 2010 von der Regie­rung unter Minis­ter­prä­si­dent Viktor Orbán stark be­feuert. Die struk­turel­le Dis­kriminie­rung der Romnja und Roma wird dabei ver­schärft durch die so ge­nannte „Roma-Stra­tegie“ der Re­gierung aus dem Jahr 2011. Nicht selten fordert der tief sitzen­de Anti­ziganis­mus in der Gesell­schaft Opfer. Romnja und Roma wer­den von para­militäri­schen Organi­satio­nen terrori­siert und [Anm.: wie bei der Mord­serie 2008–2009 von Rechts­extremis­ten] er­mordet.

Adèle Cailleteau hat mit der Kulturwissenschaftlerin und Lehr­be­auf­trag­ten der Hoch­schule Fulda Magdalena Marsovsky über An­ti­ziga­nis­mus in Ungarn ge­sprochen.

(Text und Sendung: Radio Corax, via www.freie-radios.net)

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