Zentralrat führt Gespräche über Mahnmal

Juli 2nd, 2020  |  Published in Politik

Sinti-und-Roma-Denkmal in Berlin (Foto: Marko Priske)Zentralrat Deutscher Sinti und Roma führt Ge­sprä­che über die Pla­nung für die S21 und den Um­gang mit dem Denk­mal für die im Natio­nal­so­zialis­mus er­mor­de­ten Sinti und Roma Eu­ropas

Am 26. Juni 2020 fand auf Einladung der Berliner Senatorin Regine Günther (Um­welt, Ver­kehr und Klima­schutz) ein zwei­tes Gespräch mit allen Be­teilig­ten über das Denkmal für die im Natio­nal­sozialis­mus ermor­deten Sinti und Roma Europas und die Strecken­führung der S21 statt. Dabei er­läuterte die Bahn noch­mals die komple­xen Be­din­gun­gen für die Strecken­führung der S21 und legte außer­dem eine neue Variante 13 vor, die vor­sieht, beide Tunnel­röhren öst­lich des Reichstags­ge­bäudes ver­laufen zu lassen. Die Bau­kommis­sion des Deutschen Bun­des­tages wird sich jetzt mit dieser Va­riante be­fassen.

Die von der Bahn vorgelegte Variante 13 für eine Trassen­füh­rung östlich des Reichs­tags­gebäu­des wird vom Zentral­rat Deutscher Sinti und Roma selbst­ver­ständ­lich voll und ganz unter­stützt, da hier das Denkmal nicht wei­ter tan­giert wird. Diese Va­riante war bei einem ersten Gespräch auf der Grund­lage der Vor­gaben des Deutschen Bundes­tages als nicht re­alisier­bar aus­ge­schieden. Der Zentralrat hatte daher eine alter­native Lösung an­geboten, die weiter­hin zur Dis­kussion stehen kann, wenn sich die jetzt vor­gestellte Va­rian­te 13 nicht reali­sieren ließe.

Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma hat mehr­fach dar­gelegt, dass das Denkmal nicht nur das Schwar­ze Wasser­becken, son­dern die gesam­te Anlage um­fasst. Wenn davon ein Groß­teil des Ge­ländes Bau­stelle wird, ist ein Ge­denken am Ort nicht mög­lich. Es geht dem Zentralrat und es muss al­len be­teilig­ten Institu­tionen zu­aller­erst um einen wür­di­gen Umgang mit dem Ge­denken an unsere Opfer ge­hen, für das dieses Denkmal das zentrale Symbol ist.

Der betreffende Bauabschnitt für die S21 wird frühestens 2026 be­gin­nen. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma wird zu einer ein­ver­nehm­li­chen Lösung bei­tragen, die den Interes­sen der Min­derheit Rech­nung trägt, ebenso wie den Interes­sen der Berli­ner Bür­gerin­nen und Bürger, für die die S21 ein wich­tiger Teil des Ver­kehrs­netzes sein wird.

(Text: Zentralrat)

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