Roma-Politik: Špidla gegen Länderranking
September 29th, 2009 | Published in Politik, Rassismus & Menschenrechte | 1 Comment
volksgruppen.orf.at: EU-Sozialkommissar Vladimir Špidla hat sich gegen ein Ranking jener Länder ausgesprochen, die am schlechtesten mit Roma und Sinti umgehen. Bei einer Pressekonferenz mit dem schwedischen Integrationsstaatssekretär und EU-Ratsvorsitzenden Christer Hallerby in Brüssel sagte Špidla, es sei für die Roma nicht akzeptabel, dass es „in der EU Millionen Menschen mit Stigmatisierungen gibt“. Es werde wichtig sein, für die Roma-Kinder einen gewissen Bildungsgrad zu erreichen. Hallerby forderte dabei auch die Untersützung der Eltern von Roma-Kindern ein. „Das ist nicht nur eine Verantwortung für die Behörden, sondern auch für die Eltern, um nach ihren Kindern zu sehen, damit die auch wirklich am Schulleben teilnehmen.“
Hallerby erklärte, dass die Roma die höchste Rate an Übergriffen von allen Minderheiten in Europa aufwiesen. Als Haupthindernis sieht er mangelnde Verpflichtungen auf lokaler Ebene, um Roma zu helfen. Špidla erklärte, wichtig sei ein ganzheitlicher Ansatz. Allerdings könne es keine einheitliche zentrale Vorgangsweise geben, weil die sozialen Differenzen innerhalb der EU-Staaten zu groß seien.
Auf die Frage, in welchen Ländern die Situation für Roma am schlechtesten sei, sagte der Kommissar, er wehre sich gegen solche Rankings. Übergriffe habe es zuletzt in Ungarn und Tschechien gegeben. Aber „es gibt überall Diskriminierungen. Nur man kann nicht sagen, dass sich nichts bewegt.“ Spidla sprach von „positiven Änderungen, aber es bleibt ein ernstes Problem“. Hallerby forderte, dass überall antidiskriminierende Einrichtungen geschaffen werden. Spidla meinte, die Kommission mache viel im Rahmen von Antidiskriminierung, „das ist nicht alles, aber das ist nicht wenig“.
Der Vorsitzende des Volksgruppenbeirates der Roma, Rudolf Sarközi, der bei der Konferenz in Brüssel nicht vertreten ist, erklärte auf Anfrage der APA, man solle nicht nur reden, sondern auch konkrete Maßnahmen setzen. Er habe bereits gegenüber Alt-Kanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) eine nationale Konferenz angeregt, und nun auch bei Regierungschef Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP), aber noch keine Antwort erhalten.
Was internationale Konferenzen betrifft, zeigt sich Sarközi nicht sehr angetan. „Ich habe erfahren, dass es im April 2010 in Cordoba eine internationale Roma-Konferenz geben wird. Die werden sich gegenseitig beweinen, aber niemand übernimmt politisch die Verantwortung.“ Was Österreich betrifft, „haben wir kein Problem“. Der Kulturverein Österreichischer Roma verwalte die Förderungen und Investitionen „recht erfolgreich“, es werde nichts verschenkt.
Februar 25th, 2010 at 15:41 (#)
IC HABE GELESEN DAS AM 8 april 2010in BRÜSEL ES WIRD GEBEN INTERNATIONALE RrOMA-KONFERENZ, ICH BIN SELBER EIN RROMA UND MÖCHTE GERNE TEIL NEHMEN , WAS SIND DIE VORAUSETZUNGEN TEIL ZU NEHMEN, BITTE SIE UM ANTWORT :::::: DANKE