Servus Szia Zdravo Del tuha (April 2014)
April 15th, 2014 | Published in Radio, Podcast & TV
ORF 2 Burgenland: Servus Szia Zdravo Del tuha
Sendung vom 13. April 2014
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Im mehrsprachigen Fernsehmagazin des ORF Burgenland präsentiert sich das Burgenland viersprachig. In der aktuellen Sendung bilden die Ereignisse zum Internationalen Roma-Tag in Wien und Oberwart, die europäische Roma-Politik und Antiziganismus den Schwerpunkt. Ferner berichtet die Sendung über den Auftritt der ungarischen Tanzgruppe Délibáb, die preisgekrönte kroatische Musikband „Pax“ und porträtiert das musikalische Ausnahmetalent Indira Rani Gussak.
Die Moderatorin Gilda Horvath meldet sich aus dem Parlament, in dem die von der Parlamentspräsidentin Barbara Prammer eingerichtete Veranstaltung zum Internationalen Roma-Tag stattfindet. Diskutiert wird in Anwesenheit des Bundesministers Rudolf Hundstorfer über die „Roma Strategie 2020“.
Roma-Politik der EU — Von Diskriminierung, Verfolgung und Holocaust erzählt die Ausstellung „Roma-Politik in Österreich“. Die Dauerausstellung des Dokumentationszentrums der Roma wird zum Internationalen Roma-Tag im Europarat in Strassburg gezeigt. Initiator Rudolf Sarközi sieht jedoch keinen Anlass zum Optimismus bezüglich der Romapolitik der EU.
Antiziganismus-Konferenz in Wien — Bei der Konferenz unter dem Titel „Start Watching – Stop Seeing“ in Wien wurden die Themen Rassismus und Antiziganismus in den Mittelpunkt gestellt. Dazu waren hochrangige Volksgruppenvertreter eingeladen, wie zum Beispiel Mirjam Karoly von der OSZE in Polen und Romani Rose vom Zentralrat der deutschen Sinti und Roma. Jede rassistische Aussage oder jeder Übergriff gegen die Minderheit ziele an sich auf die Demokratie ab, sagte Rose resümierend.
Darstellung der Roma in Museen und Ausstellungen — Das Bild der Roma im öffentlichen Leben ist ein fest verankertes Klischee als Kesselflicker, Scherenschleifer oder Handleser. Die Museen und Ausstellungen versuchen in den letzten Jahren verstärkt, ein anderes Bild von Roma und Sinti zu vermitteln, nämlich eines, das den Lebensrealitäten entspricht. Es ist jedoch festzustellen, dass die Roma selbst in Ausnahmefällen in die Gestaltung der eigenen Darstellung miteinbezogen werden. Eine Diskussion im OHO in Oberwart befasst sich mit dieser Frage und bringt einige best practices ans Licht.
Roma & Menschenrechte — Experten haben vor kurzem bei der Podiumsdiskussion in der Volkshochschule Favoriten über Menschenrechtsverletzungen gegen Roma diskutiert. Lösungsansätze gäbe es viele: von der Gründung eigener Roma-Parteien bis hin zu internationalen Projekten. Der wunde Punkt läge aber im Rechtssystem selbst.
Großteil sieht Roma von Diskriminierung betroffen — Eine deutliche Mehrheit der Österreicher/innen (74%) sieht Roma und Sinti auf europäischer Ebene immer wieder von Verfolgung, Vertreibung und rassistischer Gewalt betroffen. Knapp sechs von zehn Befragten (59%) befürworten Maßnahmen zur Unterstützung von Roma und Sinti gegen Benachteiligungen. Das sind die Ergebnisse des fünften Volkshilfe-Sozialbarometers, das sich den Meinungen zu Roma/Romnja und Sinti/Sintize in Europa und Österreich widmet. Daher verlangt die Volkshilfe Österreich mehr Chancengleichheit.
Porträt: Indira Rani Gussak — Schon als junges Mädchen, nämlich im Kindergartenalter, entdeckte Indira Rani Gussak ihre Liebe zum Gesang. Aufmerksamkeit bekam sie schon bei den Auftritten bei der Roma-Wallfahrt in Mariazell, Roma-Adventfeiern im Burgenland. Sie wurde 2000 in Oberpullendorf geboren. Ihr Vater, ein burgenländischer Rom, stammt aus Stegersbach. „Servus Szia Zdravo Del tuha“ porträtiert das Ausnahmetalent.
Johann Mongo Stojka wurde beigesetzt — Die tiefe, mahnende Stimme der österreichischen Erinnerungsarbeit, die dazu beitrug, den Porajmos, den Holocaust an den Roma, zu einem europaweiten Thema zu machen, ist von uns gegangen. Die Volksgruppe hat vor kurzem den KZ-Überlebenden und Sänger Mongo Johann Stojka in seine ewige Ruhe verabschiedet.
„Metron 2013“ an die Musikgruppe PAX — Die Mitglieder der burgenländisch-kroatischen Pop-Rockgruppe PAX werden mit dem Kulturpreis „Metron 2013“ für ihr 35-jähriges, erfolgreiches Wirken in der kroatischen Musikszene geehrt. Der Preis wird seit 2008 an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen, die sich besonders für die kroatische Volksgruppe einsetzen.
„Ungarische Vielfalt“ mit der Tanzgruppe Délibáb — Unter dem Motto „Ungarische Vielfalt“ fand der bunte Folkloreabend des ungarischen Kulturvereins Délibáb im Theater Akzent in Wien statt. Am Programm standen Volkstänze aus dem Karpatenraum, sowohl von der Tanzgruppe Délibáb als auch von der Kindertanzgruppe Szivárvány. Die Moderntanzgruppe GodArt zeigte moderne und traditionelle Elemente und rundete das Gesamtprogramm ab
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Servus Szia Zdravo Del Tuha vom 9. Februar 2014