Studie: Keine Anzeichen für Bettelmafia

März 11th, 2014  |  Published in Dokumente & Berichte, Wissenschaft  |  1 Comment

Studie über Bettelmigration in Salzburg (2013)„Solange es mir hier, auf der Straße, bes­ser geht als zu­hau­se, wer­de ich her­kom­men und bet­teln.“

Notreisende und Bettel-MigrantInnen in Salz­burg. Er­he­bung der Le­bens- und Be­darfs­lagen

Heinz Schoibl, Juni 2013

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Seit einigen Jahren ist (auch) Salzburg damit konfron­tiert, dass viele EU-Bür­gerIn­nen aus den neuen Mit­glieds­staaten in Südosteuropa auf­grund von extre­mer Verar­mung nach Salzburg kom­men, um hier einen sprich­wört­li­chen Not­gro­schen zu lukrie­ren

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. Seit Juni 2013 liegen erst­mals Daten und Fakten über diese neue Zu­wan­de­rung vor. Die Erhebung wurde im Auf­trag des Runden Tisches Menschenrechte von Heinz Schoibl in Zusam­men­ar­beit mit Studie­ren­den und Mit­arbei­terIn­nen der Universität Salzburg / Hochschülerschaft mit ent­spre­chen­den Fremd­spra­chen­kennt­nis­sen durch­geführt und vom Dreyer Charity Fund Salzburg sowie der Plattform Menschenrechte ge­för­dert. Ne­ben dem Erzbischof von Salz­burg ha­ben viele Salz­bur­gerIn­nen mit priva­ten Spenden zur Durch­führung bei­getra­gen. (Runder Tisch Menschenrechte)

Das medial wie politisch viel beschwo­rene Gespenst ei­ner mächtigen Bettelmafia, so die Konklusio der Studie, ist nicht mehr als ein Mythos. Im Fol­genden das auf­schluss­rei­che Fazit (S. 92 f.):

a) Für den Verdacht, dass mit der Strategie des Bettelns ein Vermögen gemacht werden könnte, das nach systema­tischer Abschöpfung bei letztlich unbekannten Dunkel- und Hintermännern landet, ergeben sich keiner­lei Bestä­tigun­gen. Im Gegenteil: Mit einem Tageserlös von kaum mehr als € 10 ergeben sich ganz einfach keine ausrei­chen­den Anreize für die Bildung einer kriminellen Vereinigung.

b) Die Vorstellung, die Notreisenden würden sich ‚nur‘ deshalb auf die Notreise machen, um hier von den Angeboten sozial­staatlicher Transfers und profes­sioneller sozialer Dienste zu parti­zipieren, es sich also in der sozialen Hängematte und auf ‚unsere‘ Kosten gut gehen zu lassen, erweist sich vor dem Hinter­grund einer weit­gehen­den Ausgren­zung der Notreisenden von Sozial­einrich­tungen bzw. vom Bezug von finanziellen Leis­tungen als haltlos. Lediglich in den Winter­monaten werden von der öffent­lichen Hand Notquartiere bereit­gestellt und einige wenige Hilfestellungen (Hygiene und Verpflegung) ge­währ­leis­tet. Eine darüber hinaus­ge­hende Inan­spruch­nahme von sozialen konnte im Rahmen dieser Erhe­bung nicht doku­men­tiert werden.

c) Der Vorwurf der kriminellen Organisation, wonach es eben keine indivi­duelle oder familiale Strategie wäre, sich und die eigene Familie / Nach­bar­schaft mit dem Mittel der Notreise in die Lage zu versetzen, das Elend in der Her­kunfts­region zumin­dest ansatz­weise zu lindern (…) geht vor dem Hinter­grund der vor­liegen­den Organi­sations­muster einfach ins Leere. Zumeist handelt es sich bei den diver­sen Reise­arrange­ments um individuelle Not­lö­sungen, die im Kontext von Nach­barschafts­hilfe etwas erleichtert werden, oder um familiäre Netzwerke, die den orga­nisa­to­ri­schen Hinter­grund der Notreisen bilden.

d) Die auch strafrechtlich relevante Feststellung, wo nach organi­sierte Bettelreisen letzt­lich eine Form von Menschenhandel dar­stel­len würden, denen eine mafia-ähnliche Orga­nisa­tions­struk­tur zu­grunde liegt, konnte eben­falls in keinem ein­zigen Fall veri­fi­ziert werden.

e) Die Behauptung, wonach hinter den BettlerInnen im inner­städti­schen Raum mehrere Geld­eintrei­ber sitzen und darauf warten, bis genü­gend Geld in der Bettel­schale angehäuft wäre, so dass sich eine syste­ma­ti­sche Abschöp­fung bei Bett­lerInnen lohnen könnte, ist eben­falls empi­risch nicht nach­weis­bar. Die Ergeb­nisse dieser Erhebung belegen statt­dessen, dass Notreisen zum Betteln und/oder Gelegen­heits­arbeit eine zeit­raubende und höchst anstren­gende Form des Zu­verdiensts dar­stel­len, die zudem mit dem großen Risiko belastet sind, dass am Ende des Tages kaum genü­gend Geld lukriert wer­den konnte, um sich ein gutes Essen, ge­schweige denn eine adäquate Unter­kunft leisten zu können.


Responses

  1. dROMa-Blog | Weblog zu Roma-Themen | Salzburg – Hauptstadt des Antiziganismus says:

    Mai 3rd, 2014 at 21:14 (#)

    [...] – Emo­tionen, die sich in Salz­burg nun immer wieder auch in Gewalt ent­laden. Obwohl eine aktuelle Studie gerade erst ergeben hat, dass in Salzburg von einer Bettlermafia gar keine Rede sein kann, heizt [...]