Vom Elend der Stereotypisierung

Mai 21st, 2013  |  Published in Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte


Ferry Janoska (Foto: orf.at)„… die Frage ist nur, wie dies passiert“

Vom Romano Centro in Wien erreicht uns folgen­der Text des Vereins­ob­manns Ferry Janoska, der vergan­gene Woche im Standard als „Kom­men­tar der anderen“ publi­ziert wurde. Gerne kom­men wir der Bitte um Veröf­fent­li­chung nach

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. Zugleich möch­ten wir Sie bei dieser Gele­gen­heit auch auf die mor­gige Ver­anstal­tung „Ein Abend für Ceija Stojka“ im Romano Centro hinweisen (22.5.2013, 19:00, Hof­manns­thal­gasse 2/2, 1030 Wien): Karin Berger wird über die Zusam­men­arbeit mit Ceija Stojka und die Ent­stehung der Filme und Bücher sprechen, es werden Aus­schnit­te aus dem Film „Ceija Stojka“ (1999) gezeigt. Ceijas Schwieger­tochter Nuna Stojka wird Texte lesen. Im An­schluss gibt es Raum für Fragen und Erin­ne­run­gen an eine der bedeu­tendsten Roma-Künst­le­rin­nen und Akti­vistin­nen unseres Landes.

Reizwort „Rassismus“: Der Fall Ceipek als Prüfstein für den Zustand der heimischen Diskussionskultur

Der Standard/Ferry Janoska, 16.5.2013: In den letzten Monaten sind von Norbert Ceipek zwei Interviews erschienen. Das erste in der Frankfurter Allge­meinen („Elend als Geschäfts­modell“, 24.2.), das zweite im Standard (30. 3.). In bei­den Interviews betont er, dass im Bereich des Kinder­handels sowohl die Täter als auch die Opfer über­wie­gend Roma/Romnja sind. Diese Proble­matik zu benennen ist grund­sätzlich nichts Schlechtes, die Frage ist nur, wie dies passiert. Besonders in der FAZ spricht Ceipek in verall­ge­mei­nern­der Weise über „Roma-Clans“, wo­durch der Eindruck ent­steht, alle Roma-Familien in Ru­mä­nien wären in solchen „Clans“ orga­ni­siert. Drastisch erzählt er von extre­mem Reich­tum auf der einen Seite und vom Elend auf der ande­ren. Diese Ungleich­heit gibt es – aber wieso wird bei Roma/Romnija immer ange­nom­men, sie wären über kriminelle Aktivitäten reich geworden? Vielleicht weil es nicht in das stereotype Bild von den Roma-Elendssiedlungen im „Osten“ passt? Auch Roma und Romnija sind quer durch alle sozialen Schich­ten vertreten und z. B. auch als Ärzte, Sozial­arbeiter oder in anderen Beru­fen erfolg­reich tätig. Sie aber werden nicht als Roma wahr­genommen.

Für uns ist insbesondere die Behaup­tung, dass die Eltern ihren Kindern aus­reden wollen, in die Schule zu gehen, da Kinder, die Geld ver­dienen, bei „den Roma“ höchsten Respekt genießen, nicht nach­voll­ziehbar. Die Gründe für Schul­ab­brüche liegen an­derswo. Rassis­tische Über­griffe von Lehrern und Mitschü­lern und struk­turelle Diskrimi­nierung sind eben nicht bil­dungs­fördernd. Oder würden Sie sich gerne jeden Tag beschimpfen lassen?

Welche Folgen hat die Aussage, dass Täter und Opfer von Kinderhan­del vor­wie­gend Roma/Romnja sind? Ceipek hat als Experte in Öster­reich und Europa großen Einfluss, auch auf die Behörden und die Polizei. Führt diese Verall­gemei­nerung nicht unweiger­lich dazu, dass die Polizei Täter und Opfer nur noch in den Roma-Com­munitys sucht? Bringt uns „ethnic profiling“ in der Bekämpfung des Kinder­handels wirklich weiter? Dass die Polizei in Öster­reich für solches zu haben ist, zeigt der Skandal um den Kalender des OÖ-Seniorenbundes: Die Senioren wur­den vor dem „Enkel-Neffen-Trick“ gewarnt, als Täter­gruppe Roma genannt. Damit nicht genug: „Diese Volks­gruppe handelt sehr skrupel­los und beutet ihre Opfer oft bis zur wirt­schaft­lichen Vernich­tung ihrer Existenz aus.“ Der Text stammt von einem Poli­zei­beamten …

Mehr als die Zugehörigkeit zu einer Volks­gruppe haben die Opfer von Kinder- und Men­schen­handel wohl eines gemeinsam: Armut. Würde es nicht mehr bringen, diesen Aspekt zu betonen? Besonders in Rumänien wird versucht, sämtliche „Miss­stände“ als Probleme der Roma darzu­stellen und die Mehr­heit als Opfer einer Minder­heit zu präsen­tieren. Bei diesem Spiel sollten öster­reichi­sche Behörden nicht mitspielen.

Es geht nicht darum, Probleme zu verleug­nen, sondern sie zu benen­nen und Lösungen zu finden. Das Thema Men­schen­han­del gehört eben­so zu diesen Proble­men wie die ständigen Verall­gemei­nerun­gen in den Medien, die den alltäg­lichen Rassismus noch verstärken. Wir haben daher die MA 11 zu einer Dis­kus­sion über Probleme zwi­schen der Jugend­wohl­fahrt und Roma-Familien ein­geladen. Dieses Dialog­an­gebot gilt für alle, die zur Abwechs­lung vielleicht einmal gerne mit Roma reden würden, anstatt über sie zu sprechen oder zu schreiben.

Ferry Janoska ist Komponist und Obmann des Vereins Romano Centro. Kontakt: office@romano-centro.org

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