„Es ist nicht wichtig, woher man kommt“
März 26th, 2013 | Published in Interview, Literatur & Bücher, Radio, Podcast & TV
Wir sind Österreich – Tonspuren
Porträt der Kärntner Autorin und Aktivistin für die Rechte der Roma und Jenischen, Simone Schönett
Ein Ö1-Radiofeature von Alfred Koch
Sendung vom 25. März 2013
7 Tage lang hier nachzuhören.
Es war wie Schutzmantel, den sie aufgeschnitten hätte, sagt Simone Schönett, als sie nun schon vor einigen Jahren das Schweigen brach und sich öffentlich dazu bekannte, eine Jenische zu sein, eine Angehörige jener in Österreich nur wenig bekannten Minderheit, die über Jahrzehnte als Musiker und Gaukler, Hausierer und Schausteller, als Kesselflicker und Messerschleifer ihren bescheidenen Lebensunterhalt auf der Straße, „unterwegs“, als Reisende und Fahrende, verdienten
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Seit dem Tod des Tiroler Dichters Romed Mungenast gibt es wohl niemanden in Österreich, der sich so für die Rechte dieser Minderheit engagiert wie Simone Schönett. Für dieses fahrende Volk, das längst sesshaft geworden ist, und bei dem selbst viele Jenische nicht mehr wissen, dass sie welche sind. Schönett schrieb ihre Diplomarbeit über die Jenischen, war Mitbegründerin des ersten Jenischen Kulturverbandes und schrieb über ihre Vorfahren in ihrem Roman „Re:Mondo“ und in ihrem 2002 erschienenen Debütroman „Im Moos“. (…)
Die Gesellschaft ist in der Krise und man sucht wieder nach Sündenböcken. Ins Visier geraten ist dabei seit einigen Jahren eine Volksgruppe, die sich von den Jenischen vor allem durch die Sprache und einen etwas dunkleren Teint unterscheidet: die Roma. „Liegt es an uns, dass Intellektuelle und Künstler bei Romafeindlichkeit ihren Mund nicht aufmachen? Oder mehr an einer Störung der europäischen Wahrnehmung, in der wir bloß noch als ,lästige Bettler und Bettlerinnen‘ existent sind?“ Das fragt Schönett 2012 in einem Artikel für die Zeitung „Der Standard“, in dem sie das Schweigen der Intellektuellen über die zunehmende Roma-Hatz beklagt. Und über die Gleichsetzung von Roma mit Bettlern. (…)
Überall versucht man, die Roma loszuwerden oder abzuschieben, wenn nicht gar mit Knüppeln oder Eisenstangen zu vertreiben. In Turin, Neapel oder Marseille werden Lager in Brand gesteckt. (…) „Was mich erschreckt ist, dass das so ganz unbemerkt von der Öffentlichkeit passiert“, so Schönett. „Im Grunde kann man jeden Tag, wenn man recherchiert, Pogrome, vor allem im Osten, erfahren.“ (…)
Nach der Verfolgung durch die Nazis – Nicht-Sesshaftigkeit war verboten – folgte nach dem Krieg das, was man „administrative Versorgung“ nannte. Familien wurden die Kinder weggenommen und in Heime gesteckt. Viele Jenische lebten in Barackensiedlungen am Rand der Städte. „Der Staat hat wahrscheinlich gedacht, er tut den armen Leuten eh was Gutes und steckt sie in winzige Sozialwohnungen. (…) Mit den Betroffen zu reden, auf die Idee ist niemand gekommen“, erinnert sich Schönett.
Genau das sei auch das wirkliche Problem in der aktuellen Debatte um die Roma, sagt Simone Schönett: „Ein Paradebeispiel: Es läuft ja jetzt die Dekade der Roma-Integration bis 2015, und da gibt es ein Projekt, das ist echt super: Bio-Knoblauch Romanes. Die armen Roma sollen jetzt Knoblauch anbauen, Knoblauch und Gurkerl. (…) Und da ist es natürlich Knoblauch, weil feurig muss es ja sein!“
(Den hier nur in Auszügen wiedergegebenen Text zur Sendung finden Sie in voller Länge hier.)
Siehe auch: Ö1: „Die Jenischen“ – Feature von Bert Breit (25.12.2010)